Tafel 1 - Worüber reden wir?
Die grundlegenden Fakten
Mehr Hintergrundinformationen zum Projekt Schacht KONRAD finden sich auf der Webseite der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. hier.
Welcher Müll fällt in Deutschland an? Und wo soll der hin?
Laut nationalem Entsorgungsprogramm 2025 der Bundesregierung fallen in Deutschland ca. 27.000 Kubikmeter hochradioaktive Abfällen in ca. 1.900 Castor-Behältern und ca. 360.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle an. Dazu kommen bis zu 100.000 Kubikmeter Uranabfälle aus der Urananreicherung und zwischen 175.000 und 220.000 Kubikmeter radioaktive Abfälle aus der ASSE II.
Es sollen drei Endlager errichtet werden: Das Endlager Konrad für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung mit einem Volumen von 303.000 Kubikmeter, ein Endlager für hochradioaktive Abfälle und ein weiteres Endlager für die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle, die nicht im Endlager Konrad endgelagert werden können.
Die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD hat zu dem Nationalen Entsorgungsprogramm 2025 eine umfangreiche Stellungnahme eingereicht.
Das Volumen : Ein Vergleich mit einem Fußballfeld
Würde man die 303.000 m³ schwach- und mittelradioaktiven Abfälle gleichmäßig auf einem solchen Fußballfeld verteilen, entstünde ein Müllberg von über 40 Metern Höhe – ungefähr so hoch wie ein zehnstöckiges Wohnhaus.
Auch die 27.000 m³ hochradioaktiven Abfälle würden auf einem Fußballfeld noch einen rund 4 Meter hohen Müllberg ergeben.
Diese Darstellung dient der Veranschaulichung des Volumens. Sie sagt noch nichts über die Strahlungsintensität oder Gefährlichkeit aus.
