Dummy Title http://example.com en-gb TYPO3 News Fri, 24 Apr 2026 01:50:05 +0200 Fri, 24 Apr 2026 01:50:05 +0200 TYPO3 EXT:news news-2649 Thu, 23 Apr 2026 19:20:44 +0200 Archiv-Bibliothek umfasst jetzt 1000 Bücher https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/archiv-bibliothek-umfasst-jetzt-1000-buecher (Fr., 24.04./SW) Am vergangenen Samstag haben sich Ehrenamtliche und Mitglieder des Vereins Archiv Deutsches Atomerbe erneut in den Räumen des Vereins getroffen um einige der zahlreichen Bücherkisten auszupacken. Dieses Mal waren es Abgaben aus der Dokumentationsstelle Atomfreie Schweiz und von IPPNW Berlin. Bei jedem Buch, das wir in die Hand nehmen, überprüfen wir zuerst, ob es schon im Archivbestand ist und somit ein Duplikat darstellt und erfassen es dann nach einem bewährten System in der Archivtektonik. Archivarin Konstanze Schirmer (links im Bild) steht uns dabei immer mit professionellen Ratschlägen zur Verfügung und freut sich sehr über diese tatkräftige Unterstützung. 

Besonderes Highlight dieses Tages war, dass wir kurz vor Feierabend die "1000er-Marke knacken" konnten. Das Buch mit der Signatur B-1-1000 ist eine Doktorarbeit der baskischen Universität von Bilbao von 1989 über die Induktion von Mikrokernen der Alphateilchen von Plutonium- 239 in menschlichen Lymphozyten - natürlich auf Spanisch! Ein solches Präsenzexemplar zeigt, dass unsere Bibliothek langsam zu einer echten wissenschaftlichen Größe heranwächst. Der Bibliotheksbestand setzt sich zum einen aus vielen Spenden von Einzelpersonen zusammen, vor allem aber durch die Übernahme von (Teil-) Bibliotheken aus ganz verschiedenen Bereichen: Wissenschaftler:innen (Göttinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Frieden und Abrüstung, INTAC GmbH, Prof. Dr. Rolf Bertram), Mediziner:innen (IPPNW) und der Anti-AKW-Bewegung (Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD, Dokumentationsstelle Atomfreie Schweiz). Es zeichnet sich ab, dass so eine großartige Bandbreite an Literatur vorhanden sein wird und das Archiv für kommende Generationen eine gute Grubdlage bilden wird.

Unsere Mitarbeit ist rein ehrenamtlich, wir bringen nicht nur unsere Zeit, Geduld und unsere privaten Laptops mit, sondern auch unsere Begeisterung für das Projekt. Wir freuen uns über Mitstreiter:innen, die sich eine solche Tätigkeit ebenfalls vorstellen können oder sogar schon einige Erfahrung damit haben. Wir freuen uns aber auch über eine finanzielle Unterstützung um die Zulkunft des Vereins abzusichern. Spenden an den Verein Archiv Deutsches Atomerbe sind steuerlich absetzbar.

Spendenkonto bei der GLS-Bank:

Archiv Deutsches Atomerbe e. V.
IBAN  DE57430609674045381300
BIC  GENODEM1GLS

 

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Bundesweit International Archiv Atomerbe
news-2644 Wed, 22 Apr 2026 13:39:23 +0200 Infostände der AG Schacht KONRAD am 1. Mai https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/infostaende-der-ag-schacht-konrad-am-1-mai-1 (22.04.2026/Sg) Mit den Bürgerfesten am 1. Mai in der Region beginnt für die AG Schacht Konrad wieder die Freiluftsaison. Wie in jedem Jahr beteiligen wir uns in Salzgitter an der Alten Feuerwache und in Braunschweig im Bürgerpark mit unseren Infotischen. Wir freuen uns, wenn ganz viele Leute vorbeischauen um sich über die neusten Entwicklungen um Schacht KONRAD, ASSE II, Eckart & Ziegler oder Morsleben zu informieren.

Ihr findet uns mit Infoständen 

  • in Salzgitter-Lebenstedt - 12:00 Uhr Familienfest An der alten Feuerwache
  • in Braunschweig - 13:00 Uhr Beginn des Internationalen Fest im Bürgerpark

 

An den Ständen wird es die Möglichkeit geben sich "spielerisch" über unsere Arbeit zu informieren, ihr dürft gespannt sein! Also bis dann…

 

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Regional Arbeitsgemeinschaft
news-2643 Wed, 22 Apr 2026 13:08:48 +0200 3:35 Uhr – Zweiter Castortransport erreicht sein nächstes Etappenziel https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/335-uhr-zweiter-castortransport-erreicht-sein-naechstes-etappenziel (22. April 2026/ Castor stoppen) Der zweite von insgesamt 152 Castorbehältern hat nach knapp 4,5 Stunden Fahrzeit über fast 200km Autobahnen in Nordrhein-Westfalen sein nächstes Etappenziel erreicht: das Zwischenlager Ahaus. Wieder wurde ein einzelner Behälter transportiert, dieses Mal gab es offenbar schon vor der Abfahrt am Forschungszentrum eine technische Panne, die den Start um etwa 1 Stunden verzögerte. In den kommenden Monaten sollen noch 150 weitere Behälter folgen – jedes Mal ein Großeinsatz für die Polizei.

In Ahaus bleiben können die Behälter nicht, schließlich handelt es sich auch hier nur um eine Zwischenlagerhalle. Sicherer wäre der Neubau einer Lagerhalle in Jülich – dafür ist es nicht zu spät.

Vielen Dank an alle, die heute gegen diese unsinnige, gefährliche Atommüll-Lawine auf die Straße gegangen sind! Aktuelle Infos bei Mastodon norden.social/@castorstoppen 

Presseerklärung: Panne: Stromversorgung für Castor-LKW war defekt – Anti-Atomkraft-Initiativen fordern Aufklärung

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Bundesweit
news-2636 Fri, 17 Apr 2026 09:36:30 +0200 Zu teuer, zu langsam, zu riskant: Atomkraft hat keine Zukunft https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/zu-teuer-zu-langsam-zu-riskant-atomkraft-hat-keine-zukunft Gemeinsame Pressemitteilung

32 Verbände fordern konsequente Energiewende ohne Atomkraft

(17.04.2026) München/Berlin. 40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und 15 Jahre nach Fukushima warnen 32 Umwelt- und Sozialverbände sowie Anti-Atom-Initiativen vor einer politischen Scheindebatte über Atomkraft. Sie fordern eine konsequente Energiewende auf Basis erneuerbarer Energien.

Die letzten Jahre haben verdeutlicht, dass die Energiewende kein reines Umwelt- und Klimaschutzprojekt ist. Für Menschen in Europa geht es um Energiesicherheit, stabile Preise und die Unabhängigkeit von autoritären Regimen. “Das Abschalten der letzten Atomkraftwerke in Deutschland vor drei Jahren war ein wichtiger Schritt“, erklären die unterzeichnenden Organisationen übereinstimmend. Sie halten fest, dass die Technologie Abhängigkeit und enorme Umweltschäden mit sich bringt, und das ohne gesellschaftlichen Nutzen. “Atomenergie ist ein Irrweg und kein Heilsbringer. Atomkraft ist zu teuer, zu langsam und viel zu riskant, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen“, so die Organisationen.

“Mini-Atomkraftwerke” sind ein unrealistisches Ablenkungsmanöver
“Atomkraftwerke sind kein Garant für Versorgungssicherheit, sondern selbst anfällig für Krisen. Klimabedingte Extremwetterlagen können ihren Betrieb einschränken und machen das System verwundbar. Die Folgen von nuklearen Unfällen wie in Tschernobyl und Fukushima sind bis heute spürbar,” sagt Hauke Doerk, Referent für Radioaktivität am Umweltinstitut München.

Auch die sogenannten “Mini-Atomkraftwerke” oder Small Modular Reactors (SMR), die unter anderem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche gerne beschwören, werden keinen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Trotz jahrzehntelanger Ankündigungen und hoher Investitionen in Milliardenhöhe ist ein Durchbruch nicht absehbar. ”Die Diskussionen um Mini-Atomkraftwerke sind ein gefährliches Ablenkungsmanöver: SMR sind hochriskant, schaffen neue Abhängigkeiten von Uranimporten und sind sehr teuer. Sie binden Investitionen, die wir für wirksamen Klimaschutz brauchen“, sagt Doerk.

Atomkraft bremst den Klimaschutz
Anstatt die aktuellen Energieprobleme zu lösen, verzögert Atomkraft den Umbau hin zu einem tatsächlich nachhaltigen Energiesystem. „Atomkraftwerke sind unflexibel und blockieren Netze sowie notwendige klimaschützende Investitionen. Was wir jetzt brauchen, ist ein schneller naturverträglicher Ausbau erneuerbarer Energien – nicht neue Großprojekte mit jahrzehntelangen Bauzeiten und ungewissem Ausgang“, sagt Juliane Dickel Leiterin Atom- und Energiepolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Erneuerbare Energien sind günstig, schnell verfügbar und werden weltweit massiv zugebaut. Ein Energiesystem auf Basis von 100 Prozent erneuerbaren Energien ist machbar. Atomkraft gehört nicht zur Lösung, sondern ist ein tödliches Relikt ohne Zukunft“, betont Dickel.

Verbände fordern vollständigen Atomausstieg
Trotz des historischen AKW-Aus vor drei Jahren bleibt Deutschland Teil des nuklearen Problems: Die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen liefern weiterhin den nuklearen Treibstoff an AKW im Ausland. Das Verbändebündnis fordert daher die sofortige Stillegung der Uranfabriken. Es dürfen keine europäischen Mittel mehr in die Förderung von Atomkraft investiert werden, sondern müssen konsequent in erneuerbare Energien, Speicher und Netze fließen.

Pressekontakt:
Dr. Hauke Doerk, Umweltinstitut München
hd@umweltinstitut.org

Juliane Dickel, BUND
juliane.dickel@bund.net

 

Weitere Informationen:
[Link zur Deklaration]
[Link zum Hintergrundpapier]

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Bundesweit
news-2634 Tue, 14 Apr 2026 22:57:36 +0200 Rückholung aus der Asse erst nach 2039? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/rueckholung-aus-der-asse-erst-nach-2039 (Mi., 15.04.26/SW) Am 14. April hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in Remlingen den Stand der Rückholungsplanung, ein aktuelles Gebirgsmodell und ihre weiter vorangeschrittene Konsequenzenanalyse vorgestellt und dabei die Rückholung der atomaren Abfälle aus dem Salzbergwerk Asse erneut auf einen deutlich späteren Zeitpunkt verschoben.

BGE-Geschäftsführerin Iris Graffunder erklärte gestern, dass der bisher anvisierte Termin für den Rückholungsbeginn 2033 nicht mehr zu halten sei. Ein neuer Termin könne nicht valide genannt werden. Aus dem Zeitstrahl der Planungs- und Genehmigungszeiten von über 5 Jahren und einer anschließenden Bauphase bis zu einer möglichen Inbetriebnahme des Rückholschachts werden noch 13 Jahre vergehen, wenn die BGE so weiterarbeitet wie bisher. Da über diesen Schacht V auch die Bergungstechnik unter Tage gebracht werden soll, ist jetzt schon davon auszugehen, dass sich der Rückholungsbeginn um mindestens 10 weitere Jahre verschieben würde. Das wäre dann 30 Jahre nach der gesetzlichen Festlegung auf die "Option Rückholung" durch die Lex Asse!

BGE-Gruppenleiterin Sicherheitsanalysen Asse Grit Gärtner erklärte, dass die BGE aktuell einen großen Fokus ihrer Arbeit auf die Konsequenzenanalyse der Notfallmaßnahmen lege. In diesen Analysen berechnet die BGE, mit welcher Strahlenbelastung in der Biosphäre zu rechnen wäre, wenn die Notfallmaßnahmen eingeleitet werden müssten. Der Notfall tritt ein, wenn ein nicht beherrschbarer Laugenzufluss in das Bergwerk festgestellt würde.

Dass die BGE als Betreiberin der Schachtanlage Asse jetzt verstärkt Berechnungen anstellt, die den gesetzlichen Auftrag in Frage stellen könnten, wirft weiterhin viele Fragen auf. Obwohl Iris Graffunder deutlich betonte, dass die Rückholung nicht in Frage gestellt würde, muss befürchtet werden, dass mit den aktuellen Modellrechnungen eine wissenschaftliche Basis für einen politischen Rückzug aus einer vollständigen Rückholung gelegt werden könnte.

Die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. fordert weiterhin alle behördlichen und politischen Akteure auf, ihren Fokus auf eine Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsprozesse zu legen und dafür zu sorgen, dass die Rückholung des Atommülls aus der Asse unter den höchstmöglichen Sicherheitsvorkehrungen erfolgt.


Veranstaltung der BGE bei youtube: https://www.youtube.com/watch?v=loC-JJ0ULqI 

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Asse II Regional Presse Niedersachsen
news-2631 Fri, 10 Apr 2026 11:29:34 +0200 Ausstellungseröffnung Tschernobyl-Erinnerungen 2.0 am 12. April https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/ausstellungseroeffnung-tschernobyl-erinnerungen-20-am-12-april (Fr., 10.04.26/SW) Am Sonntag wird in der St.-Michaelis-Kirche (Braunschweig, Echternstraße 67) die Ausstellung „Tschernobyl-Erinnerungen 2.0“ eröffnet. Sie beinhält Auszüge aus dem gleichnamigen Buch mit gesammelten Beiträgen verschiedener Personen aus unterschiedlichen Ländern. Herausgegeben von Sozialdiakon i.R. Paul Koch.

Zur Ausstellungseröffnung kommen einige Mit-Autor*innen des Buches. Sie werden über ihre „Tschernobyl-Erinnerungen“ sprechen, und auch darüber, was sie heute noch an diesem Thema bewegt. Unter dem Mitautor*innen auch die Ukrainerin Liudmyla Kosnovika, die in der Tschernobyl-Region geboren ist, und durch den Krieg in der Ukraine nun nach Wolfenbüttel gekommen ist. Sie wird also über Tschernobyl 1986 und über Tschernobyl 2026 berichten.

Pastor Jakob Timmermann wird das Publikum um 17:00 Uhr begrüßen und die Eröffnung moderieren. Nach einer Einleitung von Organisator Paul Koch wird der Historiker Alexander Kolibaba (Université de Fribourg/Schweiz) über die Erinnerungskultur sprechen und dabei seine beiden Beiträge in „Tschernobyl-Erinnerungen 2.0.“ vorstellen. Hier gibt es den Veranstaltungsflyer zum Download.

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International Tschernobyl
news-2629 Fri, 03 Apr 2026 13:32:53 +0200 Polen reicht Bauplan für AKW an der Ostsee ein https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/polen-reicht-bauplan-fuer-akw-an-der-ostsee-ein (Fr., 03.04.26/SW) Das polnische Staatsunternehmen Polskie Elektrownie Jądrowe (PJE) hat am 31.03.2026 bei der zuständigen Atomenergiebehörde den Antrag für den Bau des ersten Kernkraftwerks in Polen eingereicht. Das AKW Lubiatowo-Kopalino soll in der Gemeinde Choczewo am nördlichsten Punkt Polens realisiert werden und aus drei Blöcken mit einer installierten Gesamtleistung von 3.750 MW bestehen. Auftragnehmer für das Projekt ist ein US-Konsortium aus Westinghouse und Bechtel. Die Erteilung der Genehmigung für den Baubeginn wird für etwa Mitte des Jahres erwartet. Der Baubeginn ist für 2028 geplant, wobei die Fertigstellung jedes Reaktors etwa sieben Jahre in Anspruch nehmen wird. Anschließend ist ein Zeitraum von einem Jahr für Tests und Inbetriebnahme vorgesehen, womit der kommerzielle Betrieb zwischen 2036 und 2038 erwartet wird. Am 24. März fand in Słajszewo eine Informationsveranstaltung zu den Vorbereitungen für den Bau des Kraftwerks statt. Gemäß einem Zeitplan sollten bis Ende Mai die Arbeiten im Rahmen der ersten Phase der Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen sein, das Baugelände wird von Unkraut befreit und eingezäunt.

Der Verein „Bałtyckie S.O.S.” kritisiert den Betreiber PEJ erneut für „Unwahrheiten und Arroganz“. Die angekündigte Umzäunung und Abholzung des Waldes sei bereits erfolgt, die Staatsforsten haben unmittelbar nach Unterzeichnung des Vertrags mit PEJ heimlich 35 Hektar Wald abgeholzt. Aus Angst vor den Anwohnenden hatten sie dazu bewaffnete Sicherheitskräfte engagiert.

Ebenso hat PEJ sein Versprechen, die Straße zum Meer offen zu lassen, nicht eingehalten und den Weg zum Strand abgesperrt. Der Tourismus an der Ostseeküste, der für die meisten dort Lebenden die wichtigste Einnahmequelle darstellt, leide schon jetzt und werde durch die enormen Bauvorhaben zusammenbrechen. Der Verein „Bałtyckie S.O.S.” hat als Partei im Verfahren vor der Generaldirektion für Umweltschutz (GDOŚ) einen Antrag auf erneute Prüfung des Umweltberichts gestellt. Der Umweltbericht sei nach Ansicht vieler Experten sowie des Marschallamtes der Woiwodschaft Pommern voller Fehler und Ungenauigkeiten. Die GDOŚ wird aufgefordert, die Entscheidung bezüglich des Baus eines Atomkraftwerks in unberührten Küstengebieten, die an Natura-2000-Gebiete angrenzen und Dünen, Sümpfe, Überschwemmungsgebiete und Moore umfassen, erneut zu prüfen. Auch andere Umweltorganisationen haben Einspruch gegen diese Entscheidung eingelegt haben, die quasi im Handumdrehen unterzeichnet wurde, nach sehr verkürzten „öffentlichen Konsultationen“.

 

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International
news-2620 Sun, 29 Mar 2026 19:33:44 +0200 Drohen bald auch CASTOR-Transporte durch Norddeutschland? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/drohen-bald-auch-castor-transporte-durch-norddeutschland (Mo.,30.03.26/SW) Die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) hatte bereits im Dezember 2024 die Durchführung von CASTOR-Transporten aus der Plutoniumfabrik Sellafield (GB) nach Brokdorf (Schleswig-Holstein) für das Jahr 2026 angekündigt. Nach den Transporten nach Biblis (November 2020), Philippsburg (November 2024) und Isar (April 2025) soll dies laut Bundesregierung der letzte Transport aus einem 2015 beschlossenen Bundesprogramm sein. Bereits vor 2 Jahren hatte das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) der BGZ die Genehmigung erteilt, sieben CASTOR-Behälter des Typs mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung im Zwischenlager Brokdorf aufzubewahren.

Die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), die im Auftrag der Kraftwerksbetreiber Atomtransporte durchführt, hat am 20. März bekannt gegeben, dass der Transport von 7 CASTOR-Behältern des Typs HAW28M aus dem britischen Sellafield in die CASTOR-Halle am AKW Brokdorf aktuell durch das zuständige Bundesamt (BASE) genehmigt wurde Die Transportgenehmigung gelte bis Ende des Jahres, ein genauer Zeitraum sowie die Transportstrecke unterlägen jedoch der Geheimhaltung. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Transport nun zeitnah startet! Aktuelle Infos und Ticker unter www.castor-stoppen.de

Die Nordsee-Zeitung geht davon aus, dass der Seetransport wie in den Jahren 2020 und 2025 wieder im Midgard-Hafen in Nordenham gelöscht werde. Dies würde bedeuten, dass der Transport über die Großstädte Bremen und Hamburg durchgeführt würde. Nach Auskunft des Hamburger Senats vom 13. März liegen den Hamburger Polizeibehörden jedoch „keinerlei Kenntnisse“ über einen Transport durch das Hamburger Stadtgebiet vor.

Anti-Atom-Gruppen machen darauf aufmerksam, dass der Transport von hochradioaktivem Atommüll immense Gefahren bedeute und dass der Zielort der CASTOR-Transporte keinen sicheren Ort darstelle. Dieser Transport ist die Fortsetzung der seit Jahrzehnten stattfindenden Atommüllverschiebung. Im Zwischenlager Brokdorf gibt es kein Reparaturkonzept für defekte Behälter. Die Halle ist nur bis 2047 genehmigt und nicht ausreichend gegen Einwirkungen von außen geschützt.

Die Bundesregierung, BASE und BGZ sowie die Energieversorgungsunternehmen sprechen bei diesen Transporten von sog. „Rückführungen“ und „Wiederaufarbeitungsabfällen“ und verweisen darauf, dass der Atommüll bis 2005 aus Deutschland nach Sellafield (GB) und La Hague (F) geliefert wurden und nun „zurückgenommen“ werden müsse. De facto handelt es bei der WAA Sellafield (alter Name Windscale) um eine Atomanlage zur Erzeugung von waffenfähigem Plutonium. Dieses wird aus den aus Deutschland angelieferten abgebrannten Brennelemente extrahiert. Die Plutoniumfabrik steht seit einem Reaktorbrand vom 10.10.1957, bei dem eine riesige radioaktive Wolke über Europa zog, in der Kritik und wurde deshalb nach vielen Jahren der Geheimhaltung und Vertuschung von Umweltskandalen in „Sellafield“ umgetauft. Bis heute wird dort radioaktiv verseuchtes Abwasser direkt in die Irische See entsorgt.

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Bundesweit
news-2619 Wed, 25 Mar 2026 14:18:18 +0100 Ahaus: Soll das die Lösung sein? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/ahaus-soll-das-die-loesung-sein (Mi., 25.03.26/SW) Am Dienstag Abend kurz nach 22 Uhr ist er gestartet, der erste von 152 CASTOR-Behältern mit Brennelement-Kugeln aus dem alten Forschungsreaktor in Jülich. Ziel der 170 km langen Reise war das "Zwischenlager" in Ahaus. Am Abend des "Tag X" versammelten sich vor den Toren der Atomanlagen in Jülich und Ahaus rund 500 Menschen um erneut gegen diese sinnlose Atommüllverschiebung zu protestieren. An der in Ahaus angemeldeten "Mitternachts-Mahnwache" nahmen bis spät in die Nacht etwa 100 Menschen teil, einige beteiligten sich auch an einer Sitzblockade.

Angesichts des immensen Polizeiaufgebotes, das den Transport begleiten musste, blieb es bei symbolischen Aktionen, die schnell aufgelöst bzw. geräumt wurden. Gegen 2 Uhr nachts hat der CASTOR dann das Brennelementezwischenlager in Ahaus erreicht. Es gab im Laufe des Abends zahlreiche Medienberichte, in denen die seit 11 Jahren gegen diese Atommüllverschiebung vorgebrachten Argumente nochmal deutlich wurden.

Bezeichnenderweise fasst es die Polizei selbst zusammen:

"Es ist für uns schwer nachvollziehbar, dass wir Atommüll von einem Zwischenlager in das nächste transportieren"

so der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei NRW Patrick Schlüter im WDR

Auch unterwegs - an den Autobahnen mitten durch das dicht besiedelte Ruhrgebiet - gab es Kundgebungen und Mahnwachen. Auf der Strecke musste der Schwertransport etwa 200 Brückenbauwerke passieren. Einige davon sind so marode, dass der rund 130 Tonnen schwere Sattelschlepper nur im Schneckentempo von 5 km/h vorankam. Die Autobahnen und zahlreiche Zufahrten waren für diesen Zeitraum gesperrt, denn der Konvoi umfasste insgesamt 100 Fahrzeuge und war 4 Kilometer lang.

Für die weiteren 151 CASTOR-Behälter wird ein ähnlicher Aufwand betrieben werden müssen, es können maximal 3 CASTOREN auf einmal bewegt werden, sodass mit weiteren mindestens 50 Transporten zu rechnen ist. Die Beförderungsgenehmigung dafür gilt bis Ende 2027. Die Vorbereitung und Durchführen der Transporte kosten nach ersten Schätzungen etwa 150 Millionen Euro, darin sind die Kosten für die Polizeieinsätze noch nicht kalkuliert. Beim ersten Transport waren rund 2400 Polizeikräfte im Einsatz. Die Kosten für einen Neubau einer konsolidierten Lagerhalle in Jülich schätzt die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) auf 400 Millionen Euro bei 50-jähriger Lagerung.

Doch auch in Ahaus werden die CASTOR-Behälter nicht mehr als 10 Jahre bleiben können, denn die Betriebsgenehmigung läuft 2036 ab. Ein Atommüllfass ohne Boden...

Videoberichte:

ARD Lokalzeit Münsterland, WDR Lokalzeit aus Aachen, ZDF heute (alle vom 24.03.2026)

weitere Berichte und Kommentare:

NRZ Neue Ruhrzeitung, die Welt, die Rheinische Post, nd, rtl West (alle vom 25.03.2026)

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Bundesweit
news-2618 Tue, 24 Mar 2026 16:30:00 +0100 Kein Plan? – Bankrotterklärung der BGE https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/kein-plan-bankrotterklaerung-der-bge (Di., 24.03.26/ SW und CS) Für Dienstag, 14. April hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) eine Info-Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Remlingen angekündigt. Erwartet wird von der BGE seit mehr als eineinhalb Jahren die Vorstellung eines überarbeiteten Rückholplans, da die in 2020 vorgelegte Skizze der Realität nicht standhalten konnte. Schon weit im Vorfeld der kommenden Veranstaltung kommuniziert BGE-Chefin Iris Graffunder aber bereits in die Öffentlichkeit, dass es keinen neuen Zeitplan für die Rückholung geben wird, da es „zu viele Unsicherheiten im Gesamtsystem“ gäbe.

Aus Sicht der AG Schacht KONRAD ist dies kein nachvollziehbarer Grund, überhaupt keine schlüssige Projektplanung vorzulegen. Es gibt seit 2013 nicht nur den gesetzlichen Auftrag, den Atommüll aus der Asse zurückzuholen, da für andere Optionen kein Langzeitsicherheitsnachweis erbracht werden konnte. Die BGE ist es der Region schuldig, ein kongruentes Handeln an den Tag zu legen, nachdem viele Jahrzehnte mit Halbwahrheiten argumentiert und immer wieder wechselnde Strategien präsentiert wurden. Im August 2025 hatte die Aussage von Frau Graffunder bei einem Treffen im Niedersächsischen Umweltministerium für Verwunderung gesorgt, dass die BGE die Genehmigung für die Abteufung des Schachts V erst umsetzen wolle, wenn alle vier Antragskomplexe genehmigt sind. Eine Aussage, die der Dringlichkeit der Abteufung für die sog. „Notfallplanung“ widersprach. Auf der Sitzung des Umweltausschusses des Landkreises Wolfenbüttel am 23.02. wurde Frau Graffunder von der AG Schacht KONRAD mit diesem Widerspruch konfrontiert, die daraufhin zurückruderte. In der Ankündigung zur neuen Veranstaltung liest man jetzt, dass sie „intensiver am Schacht V“ arbeite, um die vorgezogene Rückholung der mittel-radioaktiven Atomabfälle aus der 511-Meter-Sohle zu bergen.

Um es deutlich zu formulieren: Es geht nicht darum herauszufinden, was die Bundesgesellschaft für die machbarste Lösung hält, es geht darum, einen gesetzlichen Auftrag, der das Ergebnis eines wissenschaftlichen Vergleichs von unabhängigen Wissenschaftlern war, endlich in die Tat umzusetzen.

Beteiligt euch an der Info-Veranstaltung der BGE! Kommt am 14.04. um 16:30 Uhr nach Remlingen! Stellt kritische Fragen und kämpft mit uns gemeinsam für unsere Zukunft in einer lebenswerten Region!

 

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Asse II Bundesweit Arbeitsgemeinschaft
news-2617 Sun, 22 Mar 2026 10:08:47 +0100 Atommüllverschiebung ohne Perspektive https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/atommuellverschiebung-ohne-perspektive (So., 22.03.26/SW) In der jahrzehntelangen Auseinandersetzung um 152 (!) CASTOR-Transporte aus dem Forschungszentrum Jülich in die Lagerhalle Ahaus scheint es in der kommenden Woche Ernst zu werden. Alle Initiativen und Gruppen haben die „Alarmstufe Rot“ ausgelöst und rechnen ab Dienstag, 24. März, mit den ersten – vermutlich drei – Atommülltransporten.

Am vergangenen Donnerstag informierten die Betreiberin des Ahauser Atommülllagers (BGZ) und die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) im Rathaus von Ahaus über die anrollenden Transporte. Parallel verdichten sich die Hinweise, dass der erste CASTOR-Konvoi von Jülich über 170 Autobahn-Kilometer am Dienstag starten soll. So ist zum Beispiel ein großer Hotelbetrieb nahe Ahaus von Dienstag auf Mittwoch komplett ausgebucht, offenbar von der Polizei. Die Gewerkschaft der Polizei spricht inzwischen von 4500 Polizeikräften, die im Einsatz sein sollen. Es ist kaum noch verwunderlich, dass die verantwortlichen Ministerien aus Berlin und Düsseldorf nicht anwesend waren, sondern ihre Aufgaben an untergeordnete Ebenen delegieren.

Bereits seit 2009 war bekannt, dass die Genehmigung für das Jülicher Zwischenlager im Jahr 2013 auslaufen würde. Der damalige Wirtschaftsminister Duin (SPD) überbrückte das Debakel daraufhin mit zwei ‚Duldungen‘ für ein Jahr. Seit 2014 verfügt das jetzige Lager in Jülich über keine Genehmigung mehr. Immer wieder wurden von den Anti-Atom-Initiativen starke Sachargumente für ein neues, möglichst sicheres Zwischenlager in Jülich vorgebracht. Diese wurden von einigen Parteien und Ministerien ignoriert, von anderen wohlwollend bis bestätigend zur Kenntnis genommen – entscheidend gehandelt wurde aber 16 Jahre lang in keiner Regierungskonstellation in Düsseldorf oder Berlin.

Die Atommüllverursacher in Jülich haben nur den Abtransport nach Ahaus ernsthaft verfolgt, nie aber den Bau eines neuen Zwischenlagers in Jülich. Das Ahauser Zwischenlager verfügt über eine Genehmigung bis 2036 und ist neben Gorleben das älteste der Bundesrepublik mit der geringsten Deckenstärke von nur ca. 20cm. Ein „Endlager“ für den hochradioaktiven Atommüll ist in den nächsten Jahrzehnten nicht in Sicht. Der Abtransport aus Jülich nach Ahaus ist wieder nur eine Verschiebung des Problems, an einen anderen Ort und in die Zukunft.

Für den „Tag X“, den Tag, an dem der erste Konvoi startet, sind jeweils um 18 Uhr eine Kundgebung vor dem Forschungszentrum Jülich sowie eine Demo ab Bahnhof Ahaus in die Innenstadt geplant. Ab 20 Uhr ist eine nächtliche Atommüll-Dauermahnwache vor dem Zwischenlager in Ahaus-Ammeln angemeldet. Weitere kurzfristige Proteste entlang der Strecke sind möglich...

Engagierte Menschen aus Ahaus haben für Auswärtige, die sich den  Protesten anschließen wollen, eine Bettenbörse eingerichtet. Wer für die kommenden Protesttage eine Bleibe im Münsterland sucht, kann sich melden.

Aktuelle Infos bei: www.bi-ahaus.de, www.westcastor.org, www.bund-nrw.de, www.castor-stoppen.de und www.sofa-ms.de sowie auf den jeweils angeschlossenen Social-Media-Kanälen

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Bundesweit
news-2616 Wed, 18 Mar 2026 22:33:05 +0100 Erster CASTOR nach Ahaus startklar? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/erster-castor-nach-ahaus-startklar (Do., 19.03.26/SW) Gestern morgen gab es laut SofA Münster erste Hinweise auf konkrete Vorbereitungen für die Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus: 

Es gibt aktuell verschiedene Hinweise auf einen Transport-Termin für den ersten Castor am Dienstag, 24. März. Haltet Augen und Ohren offen (abmontierte Verkehrsschilder, Polizeiabsperrungen Hundertschaften) und meldet Beobachtungen. Das wäre dann unser Tag X1 mit angemeldeten Protesten um 18 Uhr am Bahnhof Ahaus und vor dem Forschungszentrum Jülich (Wilhelm-Johnen-Str.) sowie der angemeldeten Dauermahnwache vor dem Ahauser Zwischenlager ab 20 Uhr. Angemeldet heißt, die Proteste sind vom  Versammlungsrecht geschützt und die Polizei muss euch Zugang gewähren!

Alle Initiativen vor Ort rufen deshalb zur Mahnwache am  Donnerstag, 19.3. um 18 Uhr vor dem Rathaus Ahaus auf. Ab 19 Uhr laden die Atommüll-Verschiebe-Verantwortlichen zum Dialog in das Rathaus ein - also die Mitarbeiter_innen von JEN, BGZ und BASE, die zuständigen Minister_innen aus Berlin und Düsseldorf trauen sich nicht. Gemeinsam mit der BI Ahaus werden wir da sein und nochmal kritische Fragen stellen und unsere Standpunkte deutlich machen:

Atommüll-Verschiebung ist keine Entsorgung!

Engagierte Menschen aus Ahaus haben für Auswärtige, die sich den  Protesten anschließen wollen, eine Bettenbörse eingerichtet. Wer für die kommenden Protesttage eine Bleibe im Münsterland sucht, kann sich melden.

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Bundesweit
news-2615 Mon, 16 Mar 2026 16:00:07 +0100 Vorstand zum zehnten Mal im Amt bestätigt https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/vorstand-zum-zehnten-mal-im-amt-bestaetigt (Mo., 16.03.2026 / Vorstand) Die Jahreshauptversammlung der AG Schacht KONRAD e.V. fand dieses Jahr bereits am 4. März statt. Der fünfköpfige Vorstand wurde erneut im Amt bestätigt. Bereits zum zehnten Mal wurden wir - Thomas Erbe, Carsten Kawka, Marianne Neugebauer, Ludwig Wasmus und Silke Westphal - wiedergewählt. Wir bedanken uns für das entgegen gebrachte Vertrauen und stellen uns gern den künftigen Aufgaben.

Unser Vorstand übernimmt innerhalb der Arbeitsgemeinschaft das operative Geschäft und steht vereinsrechtliche in der Verantwortung. Alle politischen Entscheidungen und Aktionen treffen wir jedoch auf unseren regelmäßigen Treffen im „Koordinationsausschuss“, hier werden auch Aktionen und weitere Schritte in der politischen Auseinandersetzung koordiniert und gemeinsam auf den Weg gebracht. Auch die Mitglieder dieses Ausschusses standen bei der Mitgliederversammlung zur Wahl, namentlich werden sie hier genannt. Die monatlichen Sitzungen des "KoA", wie wir ihn nennen, stehen jedoch auch allen Interessierten offen. Wir freuen uns über neue Gesichter, frische Ideen und mehr Menschen, die unsere Arbeit unterstützen möchten.

Die Gewinnung neuer Mitglieder und Unterstützung wird im kommenden Jahr eine Aufgabe sein, der wir uns verstärkt widmen müssen. Die Gründung der AG Schacht KONRAD liegt bald 39 Jahre zurück und muss in die nächste(n) Generation(en) hinein getragen werden. Auch die Auseinandersetzungen um die Inbetriebnahme von Schacht KONRAD und die gesetzlich vorgeschriebene Rückholung des Atommülls aus der Asse 2 werden uns noch weit ins nächste Jahrzehnt hinein beschäftigen. Dafür braucht es eine Expertise mit langem Atem und jüngere Menschen, die dafür Sorge tragen, dass die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt wird.

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Arbeitsgemeinschaft
news-2614 Tue, 10 Mar 2026 22:22:00 +0100 15 Jahre Fukushima https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/15-jahre-fukushima (Mi., 11.03.2016/MN) Seit eineinhalb Jahrzehnten prägt die Nuklearkatastrophe von Fukushima das Leben vieler Menschen in Japan. Noch immer ist die Region radioaktiv belastet, und die Auswirkungen für die Betroffenen sind erheblich. 15 Jahre Fukushima – 40 Jahre Tschernobyl | .ausgestrahlt.de

Wir erinnern uns noch genau an unser Entsetzen, als wir die Bilder im Fernsehen aus Fukushima nach dem 11. März 2011 sahen. Die Folgen eines Erdbebens und Tsunami im Pazifik. Die Flutwelle mit bis 40 Meter hohen Wellen trifft auf die japanische Ostküste und damit auch auf das Atomkraftwerk Fukushima. Wir sahen alle mit Sorge und Angst den dann folgenden Super-GAU. Es ist die schwerste nukleare Katastrophe seit Tschernobyl 1986. Vier Tage nach dem Reaktorunglück verkündet die damalige Bundesregierung,  dass die sieben vor 1980 gebauten AKW für mindestens drei Monate abgeschaltet werden. Die Begründung von Angela Merkel lautete, "die Atomenergie übertrifft die Risiken aller anderen Energieträger bei weitem“, so die  damalige Bundeskanzlerin. "Die Ereignisse in Japan lehrten uns, dass Risiken, die für absolut unwahrscheinlich gehalten wurden, doch nicht vollends unwahrscheinlich sind". Nach Fukushima: Merkel läutet Atomausstieg ein | 14.3.2011 - SWR Kultur

Und nun 15 Jahre nach dieser Katastrophe beginnt am 10.März 2026, also einen Tag vor dem 11.März, dem Tag wo sich die Reaktorkatstrophe von Fukushima zum 15. Mal jährt - welch eine Ironie - in der Nähe von Paris der 2. Nuclear Energy Summit, zu dem die französiche Regierung und Präsident Macron Staats- und Regierungschefs, Leiter internationaler Organisationen, Finanzinstitute, Vertreter der Industrie und Experten eingeladen haben. Vermutlich lauter Gleichgesinnte und Befürworter der Atomenergie? Die erste Veranstaltung fand 2024 in Brüssel statt.

Dort spricht dann Ursula von der Leyen, EU-Kommissionspräsidentin, zur Eröffnung davon, dass die Abkehr von der Atomkraft in Europa "ein strategischer Fehler war, einer zuverlässigen, bezahlbaren Quelle für emissionsarmen Strom den Rücken zu kehren". Investiert werden sollen seitens der EU mit 200 Millionen aus dem Emissionshandel in die Entwicklung kleiner, modularer Atomreaktoren (small modular reactors - SMR).

Dagegen setzte Greenpeace Frankreich bei der Konferenz ein deutliches Zeichen. Zwei Aktivisten verschafften sich Zutritt auf die Bühne, um mit zwei Transparenten deutlich zu machen, dass Atomenergie unsicher ist und dass "Atomenergie den russischen Angriffskrieg in der Ukraine befeuert https://www.reuters.com/world/greenpeace-activists-storm-stage-frances-nuclear-summit-confront-macron-2026-03-10
"Ein weiteres Mal wird der rote Teppich ausgerollt, um die Kernenergieindustrie zu fördern, entgegen den aktuellen Herausforderungen und zum Nachteil der Umsetzung eines großen Plans zur Sparsamkeit, der energetischen Renovierung von Gebäuden und der Entwicklung erneuerbarer Energien", so kommentiert Greenpeace Frankreich den Gipfel.
Perturbation du Sommet mondial sur l’énergie nucléaire - Greenpeace France

Eine Einordnung und Bewertung dieser beabsichtigten Renaissance gibt Sascha Samadi, Senior Researcher beim Wuppertal Institut für Klima Umwelt Energie (Abteilung Zukünftige Energie- und Industriesysteme) in der Sendung Wirtschaft und Gesellschaft
Auszüge: "Die Entwicklung der Small Nuclear Reactors steckt noch in den Kinderschuhen. Sie bringt uns nicht günstiger und schneller klimafreundlichen Strom. Die Bauzeiten sind lang, die Kosten doch höher als angenommen, auch diese kleinen Reaktoren müssen geschützt werden." Nach seiner Einschätzung sind Investitionen besser aufgehoben in der Entwicklung erneuerbarer Energien und Speichertechnologien sowie in Verbesserungen bei der Energieeffizienz. Gebraucht werden flexible Energieerzeugungsoptionen wie sie die erneuerbaren Energien bieten.

Auch die kleineren Reaktoren produzieren Atommüll und die Frage der Endlagerung ist - wie uns allen bekannt - nicht gelöst, noch nicht einmal für den Atommüll, der schon durch die Hochrisikotechnologie Atomenergie bisher produziert wurde. Auch Vertreter von Energiekonzernen sehen die SMR wohl eher als ein Investitionsgrab und nicht als eine richtungsweisende Entwicklung für die zukünftige Energieerzeugung.

Wie gefährlich der Energieerzeugung mit Atomenergie ist, daran erinnert uns am 11. März die Reaktorkatastrophe in Fukushima. Wir arbeiten weiter für eine Zukunft ohne Atomenergie, die nachhaltig und sicher ist.

Dazu erklärt die Atommüllkonferenz vom 7. Februar:

Anlässlich der Jahrestage der Katastrophen 15 Jahre Fukushima und 40 Jahre Tschernobyl kritisiert die Atommüllkonferenz den zunehmend atomfreundlichen Kurs der Bundespolitik. Atomkraft ist und bleibt eine Hochrisikotechnologie, sie ist die teuerste Art der Energieversorgung und kann keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Die Katastrophen von Fukushima und Tschernobyl mahnen: jedes Atomkraftwerk stellt eine Gefährdung für Leben und Gesundheit dar. Große Gebiete um die havarierten Reaktoren sind bis heute unbewohnbar: unzählige Menschen mussten umsiedeln. Die langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit wie etwa Leukämie bei Kindern, Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen bei Einsatzkräften sind umfassend dokumentiert.

Die Atommüllkonferenz fordert den sofortigen Atomausstieg weltweit, bevor die nächste nukleare Katastrophe passiert. Um uns als Bevölkerung zu schützen, muss die Bundesregierung sich für eine sichere Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen einsetzen und eine klare Anti-Atom-Haltung auf der europäischen und weltweiten Bühne zeigen.

Für Rückfragen:
Dr. Hauke Doerk, Referent für Energiepolitik des Umweltinstituts München: 01520 2319803

Bettina Ackermann, .ausgestrahlt:  0176 21951519A

 

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International Fukushima
news-2613 Tue, 10 Mar 2026 20:00:38 +0100 450 für „Atomausstieg in Deutschland endlich vollenden“ in Ahaus https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/450-demonstrieren-in-ahaus (Di., 10.03.26/SW) Am vergangenen Samstag haben rund 450 Atomkraftgegner:innen in Ahaus mit einer kraftvollen Demonstration gegen die geplanten jahrelangen, sinnlosen und hochgefährlichen Castor-Transporte aus Jülich, Garching und Berlin ins Zwischenlager Ahaus demonstriert. Konkret befürchten sie noch vor Beginn der NRW-Osterferien am 26. März den ersten von insgesamt bis zu 152 Castor- Transporten mit hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich über 170 Autobahn-Kilometer ins Zwischenlager Ahaus. Zu der Demo aufgerufen hatten neben der AG Schacht KONRAD fast 60 Initiativen, Verbände, Klimagruppen, Kirchen und Parteien.

Kerstin Ciesla, die stellvertretende Landesvorsitzende des BUND NRW erklärte dazu: „Wir sind tief enttäuscht, dass auf der politischen Ebene zwischen Bundesregierung und NRW-Landesregierung kein Versuch unternommen wird, die 152 Castor- Transporte von Jülich nach Ahaus noch abzuwenden. Dabei ist völlig klar, dass die Sicherheitsgefahren weiter zunehmen – Stichworte „hybride Kriegsführung“, Kampfdrohnen und Terrorgefahren. Wir prüfen deshalb sehr genau, welche Optionen nach dem inhaltlich äußerst unbefriedigenden Eil-Beschluss des OVG Berlin-Brandenburg bleiben, und rufen die NRW-Landesregierung und die Bundesregierung auf, sich zu verpflichten, erst eine Entscheidung im Hauptverfahren abzuwarten. Ohne gesicherte Endlagerung gibt es keine Eile für den Transport von einem Zwischenlager in ein anderes.“

„Für uns ist der anhaltende Protest gegen die sinnlose Verlagerung des hochradioaktiven Atommülls von Jülich nach Ahaus ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Wir kämpfen schon seit 16 Jahren gegen diese gefährlichen Pläne. Anstatt in Jülich für die 152 Castoren ein neues, möglichst sicheres Zwischenlager zu bauen, fürchten wir eine Dauerlagerung in der Lagerhalle in Ahaus, deren Genehmigung auch schon 2036 ausläuft. Atomtransporte nach Ahaus sind eine Reise ohne Ziel. Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn. Wir werden deshalb gegen die Castor-Transporte entschlossen und anhaltend auf die Straße gehen“, erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Heiner Möllers von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“ gemeinsam.

Weitere Proteste und Aktionen sind in Planung:

Homepage der BI Ahaus

Homepage SofA Münster

Homepage Westcastor

Homepage CASTOR stoppen mit Ticker zu Ahaus und Brokdorf

 

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Bundesweit
news-2610 Wed, 04 Mar 2026 12:03:56 +0100 Castor-Klage abgewiesen! Atommüll-Lawine stoppen! https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/castor-klage-abgewiesen-atommuell-lawine-stoppen (04.03.2026/ Sofa Münster) Das OVG Berlin-Brandenburg hat am Montag, 02.03.2026 die Eilklage des BUND NRW gegen den Sofortvollzug der Transportgenehmigung für die 152 Autobahn-Castoren von Jülich nach Ahaus zurückgewiesen – der jahrelange hochradioaktive Autobahn-Wahnsinn kann also schon nächste Woche beginnen! Kommt jetzt Samstag, 7. März, um 11.30 Uhr zur großen Anti-Atom-Demo ab Rathaus Ahaus in der Fußgängerzone ! Mehr Infos zur Demo/ Aufruf - castor-stoppen.de/ticker

Pressemitteilung BUND NRW CASTOR-Transporte: Gericht lehnt Eilantrag des BUND ab - Umweltverband kritisiert verbleibende Zweifel an der Sicherheit. https://www.bund-nrw.de/presse/detail/news/castor-transporte-gericht-lehnt-eilantrag-des-bund-ab/

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Bundesweit
news-2608 Thu, 26 Feb 2026 10:18:18 +0100 Sonnenberg im KONRAD-Haus https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/sonnenberg-im-konrad-haus (26-02-2026/LW) Mitglieder des Ortsrates und interessierte Bürger aus Sonnenberg besuchten im Anschluss an eine Schachtbefahrung das KONRAD-Haus. Marianne Neugebauer, Steffi Schlensog und Ludwig Wasmus begrüßten die Gruppe und stellten Arbeitsweise, Organisation und Schwerpunkte der Arbeit der AG vor. Im Anschluss daran ergab sich eine rege Diskussion, in der es nicht nur um die Betroffenheit Sonnenbergs von den Abwässern aus KONRAD sondern auch um weitere Themen aus der aktuellen Atompolitik ging. So wurde beispielsweise ausführlich über die Frage der Sicherheit der Zwischenlager gesprochen. Auch die Aussichten zu einer Verhinderung der Einlagerung in KONRAD wurden diskutiert.

Zum Abschluss wurden Möglichkeiten zu weiterem Informationsaustausch besprochen. Alle Beteiligten waren sich einig darin in Kontakt zu bleiben und das Thema Atommüll in der Region aktuell zu halten.

 

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Konrad Arbeitsgemeinschaft
news-2605 Tue, 24 Feb 2026 18:05:34 +0100 BGE muss im Umweltausschuss Fragen beantworten https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/bge-muss-im-umweltausschuss-fragen-beantworten (24.02.2026/CS) Die Vorbereitungsgruppe Asse* des Wolfenbütteler Kreistagsausschusses für Umwelt und andere Themen formulierte auf ihrem letzten Treffen Fragen an die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE),die gestern auf der öffentlichen Sitzung des Umweltausschusses von Frau Graffunder (Vorsitzende der Geschäftsführung) und Herrn Laske(Abteilungsleiter Rückholung) beantwortet werden sollten. Die Vorschläge für diese Fragen lieferte die Fachgruppe Asse der AG Schacht KONRAD.

Eine wesentliche Frage war, was zu der erneuten Verschiebung der Vorlage des neuen Zeitplans für die Rückholung geführt hat. Frau Graffunder gab dazu an, dass es eine Änderung der Planung gegeben habe, weil die Umstellung der Wetterführung** später als bisher geplant erfolgen solle.

Der neue Zeitplan solle auf einer öffentlichen Veranstaltung am 14.04.2026 im DGH in Remlingen (Beginn 16.30 oder 17.00 h) vorgestellt werden.

Eine überraschende Antwort gab Frau Graffunder auf die Frage, warum sie – bei Vorlage einer Genehmigung für Schacht V – nicht umgehend mit der baulichen Umsetzung beginnen würde. In einer Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz von 2012 wurde der Bau von Schacht V als wesentliche Maßnahme für eine Beschleunigung der Rückholung und eine Verbesserung der Notfallplanung bezeichnet. Noch im Sommer letzten Jahres hatte Frau Graffunder diese Forderung mit dem Hinweis abgelehnt, die BGE müsse erst die Genehmigung für die Rückholung haben und könne nicht riskieren „Geld zu versenken“. Jetzt will sie doch nach Vorlage einer Genehmigung sofort den Bau beginnen lassen.

Einen weiteren Grund für die verzögerte Fertigstellung des Zeitplans nannte Frau Graffunder: die Auswertung der Bilder von der Kamerabefahrung der MAW-Kammer auf der 511 m-Sohle habe ergeben, dass die Schwebe über dieser Kammer evtl. unsicher sei; es seien schon Gesteinsbrocken auf Fässer gefallen, weitere könnten sich lösen und Fässer so beschädigen, dass Radioaktivität austritt. Dies wiederum würde die geplante Rückholung dieser Fässer sehr erschweren. Vor einer Rückholungsplanung müssten der Zustand und die möglichen Gefahren dieser Kammer genauer untersucht werden.

Claus Schröder

 

NDR: Asse: Rückholung der Atommüll-Fässer weiter ohne Zeitplan


*Die Vorbereitungsgruppe bereitet die Ausschusssitzung für Umwelt, Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Landwirtschaft (Umweltausschuss) vor. (Befassung mit Asse-Themen) siehe Antrag

**Frisch- und Abluft werden derzeit durch den Schacht Asse 2 geleitet, welcher durch einen sogenannten Wetterscheider bis auf ca. 490 m Tiefe geteilt ist. Zukünftig soll die Frischluft über den Schacht Asse 2 in das Bergwerk geleitet werden. Die verbrauchte Luft soll das Bergwerk über den Schacht Asse 5 verlassen.

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Asse II
news-2604 Mon, 23 Feb 2026 15:13:05 +0100 IPPNW-Tagung 15 Jahre Fukushima – 40 Jahre Tschernobyl https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/ippnw-tagung-15-jahre-fukushima-40-jahre-tschernobyl Atomgefahren und Gesundheitsrisiken: damals – heute – morgen

15 Jahre Fukushima - 40 Jahre Tschernobyl - Die Tagung widmet sich den bis heute anhaltenden, teils verheerenden Folgen der beiden größten Atomunfälle der Geschichte. Sie wirft einen kritischen Blick auf Gegenwarts- und Zukunftsthemen der Atomenergie. Mit Stimmen und Eindrücken aus den von den Reaktorkatastrophen betroffenen Regionen sowie internationalen Expert*innen und Engagierten. Die Tagung findet im Bürgerzentrum Stuttgart West, Bebelstraße 22, 70193 Stuttgart statt. Flyer | Infos und Anmeldung: ippnw.de/bit/tagung

Ablauf: 11 -17 Uhr: Vorträge und Workshops 

Block 1: 40 Jahre Tschernobyl – 15 Jahre Fukushima: Stand heute
Block 2: Gesundheitliche Folgen der Reaktorkatastrophen – neue medizinische Einsichten
Block 3: Atomkritische Aussichten
Ab 17 Uhr: Vernetzung und Ausklang

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Bundesweit Fukushima Tschernobyl
news-2601 Wed, 18 Feb 2026 11:00:00 +0100 Strahlendes Wetter: Atomnarren und Asse-Schiff beim Schoduvel https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/strahlendes-wetter-atomnarren-und-asse-schiff-beim-schoduvel (MI.18.2.26/MN) Sonntag, 15.2. Die Atomnarren sind am Start mit dem ASSE-Geisterschiff unter dem Motto „Wir können alles, außer sicher“ , das ironisch aber dann doch auch ernst das Thema Sicherheit für die drei Atommüll- und Nuklear-Standorte Schacht Konrad, die ASSE, Eckert & Ziegler mit seinem Atommülllager im Niedersächsischen Leese und die Atommüll-Konditionierung in Braunschweig unter die „närrische“ Lupe nimmt.
Das ASSE-Geisterschiff schwimmt auf Atommüllfässern und symbolisiert die brisante Problematik des Atommülls in der ASSE. Die Botschaften der um das Geisterschiff tanzenden Atommüllfässer ist auch überzeugend närrisch klar.
Da wurde lange an den Slogans rum getüfelt und gelungen aufgebracht auf die außer Band geratenen Fässer.

KONRAD fehlgeplant und schön gerechnet

ASSE abgesoffen – nichts kommt raus

Eckert & Ziegler – zurecht getüvtelt – Auflage = Empfehlung

Ja, da ist es doch kein karnevalistischer Witz mit dem Motto des Banners „Wir können alles, außer sicher“, wenn der sorglose Umgang mit dem eindringenden Wasser in der ASSE, der „schön“-gerechneten Sicherheit in Schacht Konrad und der zurecht geTÜVtelten Strahlengenehmigung von Eckert & Ziegler auf die“ närrische“ Schippe  genommen werden, sondern da wird wider den tierischen Ernst die nukleare Problematik im Braunschweiger Land klipp und klar deutlich.
Alles dokumentarisch ‚belegt‘ durch Mitschnitt des NDR’s: 
Doku & Reportage: Karneval in Braunschweig – Live vom größten Umzug im Norden - hier anschauen
Der gelungene Auftritt fürs Fernsehen der Atomnarren mit dem ASSE-Geisterschiff ist ab 2:55 im Mitschnitt zu sehen.

Auf den Schoduvel haben die Atomnarren wochenlang hingearbeitet: Kuchenverkauf beim Weihnachtsmärchen im Märchencafe, um das Geisterschiff mit Kamelle bestücken zu können, zündende Mottosuche und neue Staffage für die Atommülltonnen, neue Narren und Närrinnen für die Fahrt mit dem Geisterschiff anwerben und zu guter Letzt das Schiff klar machen.

Beim Umzug war es wieder klasse und motivierend, dass die Leute am Rand des Zuges immer wieder ermuntern und eben auch rüber bringen, dass sie den Ernst der Lage mit den Atommüllprojekten in der Region auch sehen  - auch an diesem karnevalistischen und närrischen Tag, Wenn die Atomnärrinnen und Narren dann zusätzlich zu Helau zu hören bekommen: „Ihr macht einen guten Job“ und dann noch der tolle Mitschnitt im Fernsehen, dann ist es einfach rund, und es hat sich wieder gelohnt dabei zu sein beim Schoduvel in Brunswiek.

Jetzt ab Aschermittwoch ist alles vorbei, so heißt es bei den Karnevalisten .
Aber heute am Aschermittwoch darf noch einmal gesagt werden: Schluss mit dem närrischen Unsinn mit dem Atommüll im Braunschweiger Land.

Nun beginnt für viele beginnt erst einmal traditionell die Fastenzeit. Nicht vorbei ist die politische Arbeit zu den Atomprojekten in der Region: die Rückholung des Atommülls aus der ASSE, der Protest gegen die Inbetriebnahme von Schacht KONRAD und gegen den gefährlichen Betrieb von Eckert & Ziegler, die Atommüll aufbereiten in Thune – direkt im Wohngebiet nahe von Schule und Dorf.

Und klar ist auch: nach dem Schoduvel ist vor dem Schoduvel.
Wer dabei sein möchte und beim nächsten Schoduvel bei der Crew des Geisterschiffs anheuern will,  meldet sich bei den Atomnarren  www.braunschweiger-atomnarren.de
Dass das Wetter wieder so strahlend sein wird, können die Braunschweiger Atomnarren natürlich nicht garantieren; aber die Stimmung wird auch nächstes Jahr auf jeden Fall wieder klasse sein.

Brunswiek HELAU und ATOMKRAFT NEIN DANKE!

 

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Regional Arbeitsgemeinschaft
news-2600 Wed, 18 Feb 2026 10:30:00 +0100 Gewinnung neuer Mitglieder: Ein zentrales Thema für 2026 https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/gewinnung-neuer-mitglieder-ein-zentrales-thema-fuer-2026 (18-2-2026/Sg) Die jährliche Mitgliederversammlung der AG Schacht KONRAD e.V. steht vor der Tür. Der Termin für die Versammlung ist der 4. März um 19.00 Uhr im DGH Bleckenstedt und wir freuen uns darauf gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Im letzten Jahr haben wir eine Menge Aktionen durchgeführt und über unsere Arbeit informiert. Nun ist es an der Zeit, „Rechenschaft“ abzulegen. Hierzu werden wir folgende Themen besprechen:

Finanzielle Lage: Stimmt die Kasse? Unser Kassenwart wird einen detaillierten Bericht über die Einnahmen und Ausgaben präsentieren. Erreichtes: Wofür wurde unser Geld ausgegeben? Welche Projekte und Aktivitäten haben wir erfolgreich umgesetzt? Ausblick: Was ist noch zu tun? Welche Herausforderungen stehen uns bevor, und wie können wir sie meistern?

Für das Jahr 2026 möchten wir zudem Strategien entwickeln, um unsere Mitgliederbasis zu erweitern. Denn je mehr wir sind, desto mehr können wir bewegen! Lasst uns zusammen Ideen sammeln und die zukünftige Arbeit unserer AG nachhaltig stärken.

Teilnahme- und stimmberechtigt sind alle Mitglieder der AG, auch jene, die es noch am Tag der Versammlung werden! ;-)

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Arbeitsgemeinschaft
news-2586 Thu, 12 Feb 2026 13:15:53 +0100 Willkommen beim AG WhatsApp-Infokanal https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/ag-schacht-konrad-startet-whatsapp-infokanal Die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad hat einen eigenen WhatsApp-Kanal gestartet.

(12.11.2026/ GM) Über den Kanal informieren wir kurz, sachlich und übersichtlich über aktuelle Entwicklungen, anstehende Termine sowie geplante Aktionen. Ziel ist es, Interessierten eine weitere Möglichkeit zu bieten, sich regelmäßig zu informieren – ergänzend zur Website und zu weiteren Veröffentlichungen.

Der WhatsApp-Kanal ist kein Chat. Es gibt keinen Spam und keine Verpflichtungen. Die Nutzung des Kanals erfolgt anonym und jede Abonnentin und jeder Abonnent entscheidet selbst, wie intensiv die Informationen verfolgt werden. Voraussetzung ist ein eigener Account bei WhatsApp, der evtl. schon vorhanden ist und bereits für Chats etc.genutzt wird.

Der WhatsApp-Kanal der AG Schacht KONRAD ist zu finden im Bereich Aktuelles wie alle anderen Kanäle, die sonst schon genutzt werden.

➡️ Zum WhatsApp-Kanal der AG Schacht Konrad:
https://whatsapp.com/channel/0029VbCYBHUJJhzOa3DN2523

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Arbeitsgemeinschaft
news-2584 Mon, 09 Feb 2026 10:30:27 +0100 Wird die vollständige Rückholung des ASSE-Mülls noch umgesetzt? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/wird-die-vollstaendige-rueckholung-des-asse-muells-noch-umgesetzt Rückholungsplanung für Asse II erneut verschoben

(PM/ 09.02.2026) Zum wiederholten Male teilte die Geschäftsführerin der Gesellschaft für Endlagerung, BGE, Iris Graffunder mit, dass sie die Veröffentlichung des Zeitplanes für die Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Asse verschieben will. Noch auf einer Informationsveranstaltung im Mai 2025 hatte Frau Graffunder versprochen, den neuen Zeitplan bis Ende 2025 vorzulegen.

Nun hat Frau Graffunder auf der Sitzung des Niedersächsischen Umweltausschusses am 19.01.26 mitgeteilt, dass der neue Zeitplan erst im März 2026 vorgestellt werden könne. Es ist zu befürchten, dass damit auch der Beginn der Rückholung deutlich später als 2033 liegen wird. Je später der geplante Beginn liegt, desto unwahrscheinlicher wird es, dass die vollständige Rückholung überhaupt umgesetzt werden wird. Außerdem will die BGE nicht unmittelbar nach der Genehmigung ihres Antrages zum Bau des für die Rückholung notwendigen Schachtes V beginnen, sondern - in Abstimmung mit der zuständigen Genehmigungsbehörde (dem Niedersächsischen Umweltministerium, NMU) - einen weiteren Antrag im Rahmen der Lex Asse stellen und klären, ob eine hinreichend große Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Rückholung insgesamt genehmigungsfähig ist. Begründung ist der erhebliche Eingriff in das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet).

Der Landkreis Wolfenbüttel hat nun die BGE zu der öffentlichen Sitzung ihres Umweltausschusses am 23.02.26 eingeladen. Dort soll die BGE zu den geschilderten Vorgängen und zu weiteren inhaltlichen Fragen im Zusammenhang mit der Rückholung Stellung beziehen.

Die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad fordert die BGE auf, endlich konkrete Zeitpläne vorzulegen und diese umzusetzen. Dies ist ihr gesetzlicher Auftrag gemäß der Lex Asse.

Pressedienst der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V:
Kontakt: Claus Schröder 0173-8326462

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Asse II Presse
news-2576 Thu, 29 Jan 2026 15:12:16 +0100 Verschleppte Rückholung aus Asse 2 https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/verschleppte-rueckholung-aus-asse-2 (Mi., 29.01.26/ SW und CS) Im März 2020 hatte die BGE (Bundesgesellschaft für Endlagerung) in einer öffentlichen Veranstaltung ihren 148 Seiten umfassenden Rückholplan für die aus der Asse zu bergenden Atommüllfässer vorgestellt. Jetzt – 6 Jahre danach – fragt die AG Schacht KONRAD erneut nach, was aus den Plänen geworden ist. Laut damaliger Planung (siehe Grafik) müsste sich der für die Rückholung unabdingbare Schacht 5 seit mindestens einem Jahr in Bauausführung befinden. Im oben zitierten Rückholplan vom 19.02.2020 heißt es auf Seite 129 zu Schacht 5: „Die Genehmigungsphase erstreckt sich voraussichtlich bis zum 1. Quartal 2024. [...] Nach aktueller Planung beginnt die Bauausführung im 1. Quartal 2022. Die Bauausführung für den Schacht Asse 5 soll 2027 abgeschlossen werden. Nach der Inbetriebnahme von Schacht Asse 5 erfolgt der Anschluss an das bestehende Grubengebäude. Der Schacht Asse 5 soll dann ab 2028 für die Vorbereitung des Rückholungsbetriebs zur Verfügung stehen.“

Ebenso sollte die für die unmittelbare Abfallbehandlung nach der Bergung notwendige Halle längst genehmigt und in konkreter Planung sein: „Für die Einrichtungen zur Abfallbehandlung (Pufferung, Charakterisierung, Konditionierung) und zur Zwischenlagerung wurden Vorplanungen bereits abgeschlossen. Erst mit der Festlegung eines konkreten Standortes für die Einrichtungen zur Abfallbehandlung und Zwischenlagerung wird es möglich, die gesamten Planungsarbeiten fortzuführen, da so die genehmigungsrechtlichen Wechselwirkungen berücksichtigt werden können“ heißt es auf Seite 130 des Rückholplans. Wie hinlänglich bekannt ist, hält die BGE weiterhin an dem Standort auf der Gemarkung „Kuhlager“ fest, obwohl mittlerweile klar ist, dass sie die erforderlichen Grundstücke dort nicht erwerben kann. Einer notwendigen Alternativen-Abwägung verweigert sich die BGE weiterhin beharrlich und hängt somit dem eigenen Zeitplan beträchtlich hinterher (siehe Grafik), denn mit dem Bau der Einrichtungen zur Abfallbehandlung sollte Ende 2025 begonnen werden.

Im Dezember 2024 ließ die neue Geschäftsführerin der BGE Iris Graffunder auf einer Veranstaltung in Wolfenbüttel durchblicken, dass der Zeitplan von 2020 aus ihrer Sicht nicht zu halten sei. Auf einer großen Info-Veranstaltung in Schöppenstedt wurde im Mai 2025 dann deutlich, dass sogar mit der Abteufung des Bergungsschachtes bei Weitem nicht begonnen wird. Statt Beschleunigung kündigte Frau Dr. Graffunder für das 2. Halbjahr 2025 einen aktualisierten Zeitplan an, der einen noch späteren Beginn der Rückholung als 2033 beinhalten wird.

Dieser neue Zeitplan liegt bis heute (Ende Januar 2026) immer noch nicht vor und soll wohl erst im März vorgestellt werden. Mittlerweile hat die BGE jedoch die einzelnen Vorhaben der Rückholung in sog. „Antragskomplexe“ zusammengefasst.

  • Antragskomplex I: Änderung der Wetterführung und Ableitung über den neuen Schacht Asse 5
  • Antragskomplex II: Umgang mit den rückgeholten Abfällen beim Transport über - und unter Tage sowie im Schacht
  • Antragskomplex III: Umgang mit den radioaktiven Abfällen bei der Abfallbehandlung und Lagerung
  • Antragskomplex IV: Umgang mit den radioaktiven Abfällen bei der Bergung (in ELK), Verpackung und Schleusung

 

Bei einem öffentlichen Informationsgespräch im Niedersächsischen Umweltministerium am 19. August 2025 erklärte Dr. Steve Lange als Abteilungsleiter Genehmigungen der BGE, dass mit der Umsetzung der Maßnahmen des Antragskomplex I erst begonnen würde, wenn alle Genehmigungen für alle vier Antragskomplexe vollständig sind.

Aus Sicht der AG Schacht KONRAD ist dies eine weitere Entscheidung der BGE-Geschäftsführung in Richtung Verzögerung statt Beschleunigung der Rückholung. Schließlich hatte ein Fachworkshop des BfS (Bundesamt für Strahlenschutz) schon 2012 ergeben, dass gerade der Bau von Schacht V erheblich zur Beschleunigung der Rückholung beitragen würde. Darin wörtlich: „Dies führt zum Beispiel dazu, dass der neue Schacht oder das Zwischenlager schon gebaut werden können, bevor alle Ergebnisse aus der Faktenerhebung vorliegen und klar ist, ob die Rückholung auch umsetzbar ist.“

Wir haben deshalb im November 2025 sowohl die BGE als auch das Niedersächsische Umweltministerium angeschrieben und nachgefragt, warum die 2012 festgestellte Möglichkeit zur Beschleunigung, die die Lex ASSE (AtG § 57b) ausdrücklich bietet, nicht genutzt wird.

Die Antwort der BGE lautete im Dezember 2025, dass „der Bau des Schachts Asse 5 sowie der zugehörigen Tagesanlagen einen erheblichen Eingriff in das FFH-Gebiet dar[stelle]. Bevor diese Eingriffe getätigt werden, will die BGE in der Abstimmung mit der zuständigen Genehmigungsbehörde (dem NMU) eine hinreichend große Wahrscheinlichkeit erkennen, dass die Rückholung insgesamt genehmigungsfähig ist. Dazu will die BGE einen weiteren Antrag im Rahmen der Lex Asse stellen, der konkret die Rückholung von Abfällen umfasst. Im Rahmen dieses Verfahrens muss dann mit der Genehmigungsbehörde geklärt werden, ob die BGE alle Sicherheitsnachweise, die in einem atomrechtlichen Verfahren erbracht werden müssen, vorlegen kann.“

Das Niedersächsische Umweltministerium hat bis zum heutigen Tag nicht auf unsere Anfrage vom November reagiert.

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Asse II Arbeitsgemeinschaft
news-2575 Tue, 27 Jan 2026 19:00:51 +0100 Kein CASTOR nach Ahaus ohne Gerichtsentscheid? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/kein-castor-nach-ahaus-ohne-gerichtsentscheid (Di., 27.01.26/SW) Mehr als 130 Atomkraftgegner:innen demonstrierten am Samstag trotz spiegelglatter Wege und Unwetterwarnungen gegen die 152 CASTOR-Transporte quer durch das Ruhrgebiet - darunter sehr viele Aktive aus Bottrop und den benachbarten Städten Oberhausen und Gladbeck. Der Empfang der Angereisten aus dem Münsterland (dem geplanten Ziel der Transporte) und von anderswo war sehr herzlich und gleich drei Reden kamen aus Bottrop und Oberhausen, der Anti-Atom-Protest ist an der A2 angekommen!

Die Stimmung war motivierend - vor allem, als ungehindert über die beiden Autobahnbrücken demonstriert werden konnten. Die Polizei war zwar mit einem Großaufgebot vor Ort, hielt sich aber rund um die Demo und auf den Brücken auffallend zurück, während unterhalb der Demo der Baustellenverkehr auf der Autobahn in diesem sicherheitstechnischen Nadelöhr langsam vor sich hinrollte.

Der BUND Nordrhein-Westfalen teilte unterdessen mit, dass das OVG Berlin-Brandenburg davon ausgehe, dass bis zu einer Entscheidung KEIN Castor rolle.

Presseberichte über die Demonstration und Kundgebung:

https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/wdr-anti-castor-demo-in-bottrop-atomgegner-protestieren-102.html

https://evangelische-zeitung.de/130-atomkraftgegner-demonstrieren-in-bottrop-gegen-castor-transporte-2

https://rp-online.de/nrw/panorama/bottrop-130-atomkraftgegner-demonstrieren-gegen-castor-transporte_aid-142839725

https://www.waz.de/lokales/bottrop/article411018804/anti-castor-demo-an-der-bottroper-a2-wir-berichten-im-live-ticker.html

 

Weitere Protest-Termine gegen die CASTOR-Transport-Lawine von Jülich nach Ahaus:

Samstag, 7.2., 11-13 Uhr: Mahnwache Kölnstr./Wirtelstr., Düren

Donnerstag, 19.2., 18.30 Uhr: Infoveranstaltung zu Castor und Urananreicherung, Domhotel, Kirchplatz 6, Gescher

Samstag, 21.2., 14-16 Uhr: Mahnwache Autobahn-Rasthof Ruraue Ost (Südseite A44, bei Jülich), 13.30 Uhr MfG-Treff Walramplatz Jülich

Und dann:

Samstag, 7. März, 11.30 Uhr: Große Demo in Ahaus ab Rathaus - wir ziehen wieder auf die Castor-Strecke in Ahaus!

 

Wir gehen entschlossen und mit neuer Power in die zweite Winterhälfte!

Es ist immer noch möglich, die völlig unnützen und gefährlichen Castor-Transporte politisch abzusagen - der Ball liegt bei der Bundes- und Landesregierung!

Aktuelle Infos weiter bei: www.bi-ahaus.de, www.westcastor.org, www.bund-nrw.de, www.castor-stoppen.de und www.sofa-ms.de sowie auf den jeweils angeschlossenen Social-Media-Kanälen

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Bundesweit
news-2574 Fri, 23 Jan 2026 16:23:39 +0100 Einwendung gegen Rückbauantrag für Berliner Forschungsreaktor eingelegt https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/einwendung-gegen-rueckbauantrag-fuer-berliner-forschungsreaktor-eingelegt (Fr., 23.01.26/US) Die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD hat heute fristgerecht eine Einwendung gegen die konkreten Rückbaupläne des Helmholtz-Zentrums für Energie und Materialien (HZB) erhoben. Sie kritisiert unter anderem die mangelnden Störfallbetrachtungen, die geplanten Transporte der bestrahlten Brennelemente in das Zwischenlager Ahaus und die fehlende Alternativenprüfung eines Teileinschlusses. 

Gerade vor dem Hintergrund, dass die Inbetriebnahme von Schacht KONRAD ungewiss ist, dass derzeit alle Stofflisteneinträge für Schacht KONRAD gesperrt sind und dass für Beryllium noch kein Entsorgungsweg gefunden wurde, scheint ein schneller Abriss mit einer höheren Freisetzung von Radioaktivität nicht zwingend und sollte zumindest an der Alternative des Teileinschlusses überprüft werden.

Kritisiert wird zudem, dass die geplante Errichtung eines Zwischenlagers auf dem Gelände der HZB nicht Teil des Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahrens ist. Schließlich steht das Zwischenlager in direktem Zusammenhang mit dem Rückbau. Dabei muss sichergestellt sein - so der Einwand - dass die Anforderungen an eine Langzeitzwischenlagerung eingehalten werden. Schließlich steht die Inbetriebnahme eines Endlagers Schacht KONRAD in Frage.

Der Forschungsreaktor BER II war von 1970 bis 2019 in Betrieb. Er kam immer wieder wegen erheblicher Sicherheitsmängel, Rissen im Kühlsystem und veralteten Bauteilen in die Kritik. Insgesamt gab es 81 meldepflichtige Ereignisse, darunter mehrere Schnellabschaltungen. Die bestrahlten Brennelemente sollen in das Brennelementlager Ahaus verbracht, alle anderen radioaktiven Abfälle in einem noch zu errichtenden Zwischenlager auf dem HZB-Betriebsgelände zwischengelagert werden. 

Zur Einwendung (PDF downlaod)

Datenblatt BER II auf Atommüllreport: https://www.atommuellreport.de/daten/detail/forschungsreaktor-berlin-ii.html

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Bundesweit Arbeitsgemeinschaft
news-2577 Fri, 23 Jan 2026 08:00:00 +0100 Atomnarren freuen sich über Unterstützung beim Schoduvel 2026 https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/atomnarren-freuen-sich-ueber-unterstuetzung-beim-schoduvel-2026 Die Braunschweiger Atomnarren werden wieder am Sonntag, den 15. Feburar mit dem ASSE-Geisterschiff die Anker lichten und durch den Braunschweiger Karneval schippern und den Schoduvel entern.

„Wir wollen Klar Schiff machen“. Für die wilde Fahrt muss die Crew noch vergrößert werden. 

DJ Michael wird vom Geisterschiff aus wie gewohnt die Fußgruppe, mitlaufenden Radengel und natürlich auch das Publikum mit seiner fetzigen Musik ordentlich in Stimmung bringen.

Wer beim Schoduvel wieder als Radengel dabei möchte oder schon immer mal direkt im Karnevalszug mitlaufen wollte, kann sich unter www.braunschweiger-atomnarren.de informieren und sich bei den Atomnarren melden.

Los geht’s am gemeinsamen Treffpunkt mit Schminken – Kostüme, Perücken und Schminke sind vorhanden. Die ‚professionellen‘ Kostüm- und Maskenbildner*innen' der Atomnarren helfen gerne dabei.

Die Stimmung ist schon da prima – und dann geht’s los zum Umzug - Brunswick, Hellau ...
Die Braunschweiger Atomnarren freuen sich über die Verstärkung ihrer Crew am Sonntag, den 15.2.! 

 

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Regional
news-2573 Mon, 19 Jan 2026 15:52:12 +0100 Klausur-Tagung der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/klausur-tagung-der-arbeitsgemeinschaft-schacht-konrad (Di., 20.01.26/ SW) Wie jedes Jahr hat sich der Koordinationsausschuss der Arbeitsgemeinschaft auch zu Beginn dieses Jahres wieder für einen (langen!) Samstag zu einer internen Klausursitzung getroffen. Auf unseren "Klausuren" nehmen wir uns jedes Jahr zusätzlich einen Tag Zeit, um uns untereinander auszutauschen und abzugleichen, wer welche Aufgaben in welchem Umfang übernehmen könnte. Obwohl wir uns alle regelmäßig sehen und mindestens ein Mal pro Monat im "KoA" (unserem Koordinationsausschuss) zusammen sitzen, bleibt im Alltagsgeschäft leider manches "auf der Strecke". 

Unser Klausurtag ist jedes Mal eine gute Gelegenheit, Resumee zu ziehen, Perspektiven zu entwickeln und neue Ideen in die Tat umzusetzen. Am 17. Januar haben wir also unsere Gremien, Gruppen und einzelnen Aufgaben wieder einmal systematisch unter die Lupe genommen und festgelegt, wer sich künftig um die zahlreichen Aufgaben kümmern kann und will. Dabei entstanden ist auch ein Strategieplan für das Jahr 2026, in dem wir uns eine interne Agenda geschaffen haben. Das Ziel ist und bleibt selbstverständlich, die Atommülleinlagerung in Schacht KONRAD zu verhindern und weiterhin die Bergung der Atommüllfässer aus der Asse einzufordern.

Obwohl auch immer ernste Themen dabei sind, hatten wir einen zufriedenstellenden Tag in entspannter, freundschaftlicher und solidarischer Atmosphäre. Dass wir es uns dabei auch gut gehen lassen, beweisen die Bilder von unserem Mitbringbuffet. Wer sich für die aktive Arbeit der AG Schacht KONRAD interessiert, ist herzlich eingeladen an unseren Sitzungen teilzunehmen. Der monatlich stattfindende Koordinationsausschuss ist öffentlich und steht auch Nicht-Mitgliedern offen.

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Arbeitsgemeinschaft
news-2572 Thu, 15 Jan 2026 21:43:46 +0100 Einladung zur 28. Atommüllkonferenz am 7. Februar in Göttingen https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/atommuellkonferenz-am-7-februar-in-goettingen (Fr., 16.01.26/ SW) Schon in 3 Wochen findet die nächste bundesweite Atommüllkonferenz statt. Sie startet mit zwei Fachvorträgen, in denen wir uns mit dem aktuellen Stand der "End"lager-Suche und dem BGZ-Forschungsprogramm zur Zwischenlagerung beschäftgen werden.

Im November 2025 hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) neue Arbeitsstände veröffentlicht. Die Gebiete, die für ein tiefengeologisches Atommülllager in die engere Auswahl kommen, werden immer konkreter. Gleichzeitig wird unter dem Deckmantel der Optimierung eine Beschleunigung des Suchverfahrens propagiert. Die jetzt vorliegenden Eckpunkte der StandAG-Novelle des Bundesumweltministeriums werfen deutliche Fragen auf, ob das ohne Abstriche für Sicherheit und Beteiligung abgehen wird.

Gleichzeitig stellte die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) die mittlerweile 3. Version ihres Forschungsprogramms zur Zwischenlagerung vor. Wir berichten über den aktuellen Stand und werfen insbesondere einen kritischen Blick auf die Lücken und offenen Fragen, die im Rahmen der zu verlängernden Zwischenlagerung noch dringend zu schließen sind.

Nach den beiden Fachvorträgen und einer Mittagspause werden vier Arbeitsgruppen angeboten:

  • Jahrestage Fukushima / Tschernobyl im Angesicht der aktuellen Pro-Atomdiskussionen
  • Standortsuche zwischen Beschleunigungsdebatte und Vorbereitung der Regionalkonferenzen
  • Freimessen / Strahlenschutz (Ergebnisse einer Briefaktion)
  • CASTOR-Transporte 2026 (Jülich und Garching nach Ahaus / Sellafield nach Brokdorf)

 

Das detaillierte Konferenzprogramm, die Anfahrtskizze und weitere Infomationen sind auf der Homepage der Atommüllkonferenz abrufbar. Wir bitten zur besseren Planung um rechtzeitige Anmeldung per Mail unter anmeldung@atommuellkonferenz.de

Wir freuen uns ausdrücklich über neue Interessierte und Menschen, die sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen möchten. Die AMK ist ein Treffen der Anti-Atom-Bewegung, das dem gegenseitigen Austausch und der Planung gemeinsamen Vorgehens dient. Sie ist ein fachlich-politisches, parteiunabhängiges Forum für Betroffene und kritische Akteure von den Standorten, an denen sich Atommüll befindet oder die Lagerung vorgesehen ist. Damit dies gewährleistet bleibt, bitten wir bei der Anmeldung um eine kurze Angabe zur Zugehörigkeit (Gruppe, Verband, NGO). Mit dem Konferenzbeitrag finanzieren wir die Raummiete, die technische Ausstattung, evtl. Honorare und die Verpflegung der Teilnehmenden.

 

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Bundesweit
news-2571 Fri, 09 Jan 2026 15:14:28 +0100 CASTOR-Transporte: Berliner Gericht weist Antrag des BUND zurück https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/castor-transporte-berliner-gericht-weist-antrag-des-bund-zurueck (Fr., 09.01.26/ SW) Wie mehreren Agenturmeldungen zu entnehmen ist, hat das Berliner Verwaltungsgericht den Eilantrag des  BUND Nordrhein-Westfalen gestern zurückgewiesen. Nach Gerichtsangaben war der Antrag bereits aus formellen Gründen unzulässig. Aber auch inhaltlich hatte er keinen Erfolg: Die vom BUND kritisierte Risikobewertung des Transportes liege vorrangig in der Verantwortung der Sicherheitsbehörden. Das Gericht könne daher nur überprüfen, ob die Datenbasis dafür ausreichend sei und dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik Rechnung, heißt es.

Dazu die Erklärung des BUND von heute: „Für uns ist der Gerichtsbeschluss in keiner Weise nachvollziehbar. Trotz der unbestreitbaren Risiken für die Umwelt im Falle einer Havarie verneinen die Richterinnen und Richter eine mögliche Verletzung umweltbezogener Rechtsvorschriften. Gleichzeitig hält das Gericht die Erfolgsaussichten eines etwaigen Hauptsacheverfahrens für offen. Im Klartext: Es kann zwar sein, dass der BUND Recht hat, der Zugang zu einer umfangreichen Prüfung der Transportgenehmigung soll uns aber nicht gewährt werden.“ 

Aus der dpa-Meldung geht auch hervor, dass der logistische Aufwand für die geplanten 152 CASTOR-Transporte enorm wäre, da nur vier Transportfahrzeuge zur Verfügung stehen, die je einen Behälter aufnehmen können. Realistisch ist, dass jeweils zwei oder drei Fahrzeuge beladen auf die Strecke gehen und ein viertes als Ersatz ohne Atommüll den Transport begleitet. Dies wiederum würde bedeuten, dass es sich um 50 bis 75 einzeln durchzuführende Transportaktionen handeln würde.

Der juristische Weg kann noch in die nächste Instanz gehen, die heutige Meldung mobilisiert jedoch bestimmt auch weitere Menschen, sich an den angekündigten Protesten zu beteiligen.

Sonntag, 18. Januar, 14 Uhr: Sonntagsspaziergang in Ahaus (Infos unter bi-ahaus.de)

Samstag, 24. Januar, 11 Uhr: Demo am Autobahn-Rasthof Bottrop an der A2 (Infos unter westcastor.org)

Es gibt auch einen Ticker zu den künftigen Transporten und Aktionen unter castor-stoppen.de!

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Bundesweit