Dummy Title http://example.com en-gb TYPO3 News Tue, 27 Feb 2024 13:45:15 +0100 Tue, 27 Feb 2024 13:45:15 +0100 TYPO3 EXT:news news-2023 Tue, 20 Feb 2024 18:17:49 +0100 Ausbau Brennelemente-Fabrik - Einstieg für Atomkonzern Rosatom https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/ausbau-der-brennelemente-fabrik-lingen-einstieg-fuer-russischen-atomkonzern-rosatom (20.02.2024/MN) Durch die geplante Erweiterung der  Brennelemente-Fabrik in Lingen durch den französischen Atomkonzern Framatome und die damit verbundene Kooperation mit dem staatlichen russische Atomkonzern Rosatom, der in Russland im Range eines Ministeriums agiert, erhält dieser Zugang zur atomaren Infrastruktur in Deutschland.

Damit verbunden ist ein steigendes Risiko für Spionage und Sabotage;  entsprechenden Aktivitäten können sicherheitsrelevante Informationen zu zahlreichen Atomanlagen in Europa liefern. Ein beängstigendes Szenanario, wenn Rosatom-"Experten" im Zuge des geplanten Ausbaus Zutritt in die Atomfabrik und damit auch ggf. Zugriff auf entsprechende sensible Informationen erhalten könnten.

Die brisante Rolle von Rosatom als russischer Staatskonzern und seine Bedeutung für Putin, was ihn so gefährlich macht und welche Absichten Rosatom gemeinsam mit Putin verfolgt, nämlich den weltweiten Bau von Atomkraftwerken mit Einsatz von russischen Brennelementen, zeigt ein brisanter Bericht von Report Mainz und auch ein Artikel im Spiegel:
Report Mainz |13.02.2024: Verwickelt in Putins Krieg - Rosatom handelt weiter mit Uran 
Spiegel | 13.02.2024: Macht sich Putins Atomkonzern im Emsland breit? 

(Di., 20.02.2024) Und auch was russische Kritiker, die sich zu Rosatom äußern, an Repressionen erleben bzw. befürchten müssen. Und ebenso vom brutalen Vorgehen von Rosatom im von russischen Truppen besetzten AKW Saporischschja in der Ukraine, berichtet einer der ehemaligen Cheftechniker in Saporischschja, und dass eben auch der Kauf vom russischem Uran den Krieg finanziere, so er im Interview.

Die Informationen aus beiden Quellen zeigen, wie notwendig die laufende Einwendungskampagne: Stoppt die Brennelementefabrik Lingen! ist.

Denn die geplante Erweiterung muss vom Niedersächsischen Umweltministerium genehmigt  werden.
Der entsprechende Antrag zur Produktion von russischen Brennelementen in Lingen in Zusammenarbeit mit dem russischen Atomkonzern Rosatom wurde Framatome/ANF gestellt. 
Gegen das Genehmigungsverfahren sind Einwendungen möglich. 

Entsprechende Sammeleinwendungen sind hier zu finden: AG Schacht Konrad: Einwendungskampagne: Stoppt die Brennelementefabrik Lingen! (ag-schacht-konrad.de)

Die gefüllten Unterschriftenlisten müssen bis zum 26. Februar zurück sein.
Die Adresse steht unten auf der jeweiligen Sammeleinwendung.

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Bundesweit International
news-2021 Fri, 16 Feb 2024 13:29:57 +0100 Auch Atomnarren machten den Braunschweiger Karneval politisch https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/auch-braunschweiger-atomnarren-machen-den-braunschweiger-karneval-politisch-mit-asse-geisterschiff-und-endlager-bingo (Fr.16.2.24/MN) Sonntag, 11.2. 11:11: Endlich ist es soweit: Nach den Vorbereitungen der letzten Wochen und Monate kann es endlich losgehen mit dem mit ASSE Geisterschiff und Endlager-Bingo beim Braunschweiger Karneval: Die ‚Bollchen‘ für das Asse-Geisterschiff bzw. für das närrische Volk am Straßenrand sind eingekauft und auf das Schiff verladen.
Jetzt müssen sich die Narren und Närrinnen sich nur noch schminken –
bunt oder auch furchterregend – passend zum Thema, Kostüme an, reingeschlüpft in die ‚Atomfässer, Perücken und Kugelhelme auf. Gruppenfoto, dann los zum Theodor-Heuss-Straße, wo der Wagen schon auf Abfahrt wartet. Unser DJ  Michael hat schon die Musikanlage angeschmissen:
die Bässe wummern, und die Atomnarren sind in bester Laune.

Neben dem ‚harten Kern‘ der Atomnarren haben sich auch einige Frischlinge und Besuch aus Friesland dazu gesellt. Und alle warten gespannt darauf,
dass sich das ASSE-Geisterschiff in Bewegung setzt.

Bis zum entscheidenden und spannenden Moment am Altstadtmarkt, wo die Kameras des NDR’s und dessen Moderator:innen warten, üben die Atomnarren schon einmal das Endlager-Bingo, damit es dann fürs Fernsehen auch perfekt klappt.

Das Endlager-Bingo greift karnevalistisch das ernste Thema Endlagersuche auf. Wo ist der geeignete Ort für das tiefengeologische Atommülllager für den hochradioaktiven Müll ? Wo kann dieses  Lager gefunden und gebaut werden?  Welcher Standort kommt als der sicherste und geeigneter Standort in Frage - etwa auf Sylt, in Köln, Bayern, Dresden, Potsdam, Blankenese, Starnberg, Heidelberg oder am / im Tegernsee. Die Moderator:innen des NDR bescheinigten den Atomnarren, dass sie humorvoll den Finger in die Wunde legen  -
für das Thema Endlagersuche, das in den nächsten Jahren und Jahrzehnten
uns und eben auch die nachfolgenden Generationen beschäftigen wird.

Dazu auch die Live-Sendung des NDR: Doku & Reportage: Karneval in Braunschweig: Der größte Umzug im Norden | ARD Mediathek - der Mitschnitt von den Atomnarren mit dem ASSE Geisterschiff von Minute 2:02:20 bis 2:05:20. 

Die Atomnarren waren begeistert  über diesen Mitschnitt und freuten sich über ihren 'Auftritt' im Fernsehen. Auch das macht zufrieden neben dem Spaß beim Schoduvel teilzunehmen und belohnt die Arbeit der letzten Monate.   

Ab Aschermittwoch ist erst einmal Karnevalspause: die Atomnarren werden sich mit einem geselligen Essen belohnen – auswerten und die nächste Saison planen – denn nach dem Schoduvel ist vor dem Schoduvel.
Dann starten sie spätestens wiederab dem 11.11.24: Sponsorensuche für Kamelle, Vorbereitung Kuchenverkauf beim Weihnachtsmärchen im Märchen-cafe, Mottosuche, neue Närr:rinnen für das Geisterschiff anwerben.

Die neu ‚Angeheuerten‘ für das Geisterschiff waren begeistert. „Wenn es zeitlich passt, bin ich beim nächsten Schoduvel wieder dabei. Es ist klasse, Politik, Protest gegen die Atomprojekte im Braunschweiger Land und Spaß mit den Braunschweiger Atomnarren zu verbinden,“ so eine der neuen Närrinnen. „Und ich seh‘ mal zu, dass ich noch Verstärkung mitbringe.

Und bis zum Start der neuen Karnevalssaison geht es dann auch um die politische Arbeit zu den Atomprojekten in der Region: die Rückholung des Atommülls aus der ASSE, der Protest gegen die Inbetriebnahme von Schacht KONRAD und gegen den gefährlichen Betrieb von Eckert & Ziegler, die in Braunschweig-Thune Atommüll aufbereiten.

Brunswiek HELAU und ATOMKRAFT NEIN DANKE!

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Regional
news-2006 Thu, 15 Feb 2024 11:33:47 +0100 Nachlass Ingrid Wundrak erschlossen https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/nachlass-ingrid-wundrak-erschlossen (Archiv Deutsches Atomerbe e. V./ 16.02.2024) Seit Januar kann im Online-Katalog neu der Bestand P-IW1 eingesehen werden. Es handelt sich dabei um Unterlagen der Bürgerinitiative „Bürger gegen Atomreaktor Garching e.V.“.

Der Bestand wurde dem Archiv Ende 2021 übergeben und konnte im letzten halben Jahr umfangreich erschlossen und auszugsweise digitalisiert werden. Neben 38 Aktenordnern und vier Stehsammlern mit Aktenmaterial umfasst der Nachlass auch Sammlungsmaterial wie Transparente, Objekte (die berühmten Regenschirme), Plakate, Flugschriften, Fotos und audiovisuelle Materialien. Unter anderem konnten 12 Magnetbandkassetten digitalisiert werden, die Informations- und Vortragsveranstaltungen, Radiobeiträge, Aufzeichnungen von Demonstrationen und eine Informationskassette der Bürgerinitiative enthalten. Mehrere Videokassetten sollen zu einem späteren Zeitpunkt digitalisiert werden.

Die Bürgerinitiative gründete sich 1991 und war viele Jahre lang aktiv, um den Forschungsreaktor München II (FRM II) zu verhindern und vor allem auf die Gefahren durch die Verwendung hochangereicherten Urans (HEU) hinzuweisen. Die umfangreichen Aktivitäten der Bürgerinitiative können in ihrer Chronik nachgelesen werden, die unter den Signaturen P-IW1-2-1-5 und P-IW1-2-1-53 digitalisiert vorliegen. www.archiv-atomerbe.de

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Archiv Atomerbe
news-2005 Thu, 15 Feb 2024 10:35:19 +0100 „Mengenmäßig reicht ‚Konrad‘ sowieso nicht aus“ https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/mengenmaessig-reicht-konrad-sowieso-nicht-aus ausgestrahlt.de | Interview geführt von Armin Simon mit Ursula Schönberger, AG Schacht KONRAD

Der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer hat den Antrag auf Rücknahmebeziehungsweise Widerruf der Baugenehmigung für „Schacht Konrad“ vorläufig zurückgewiesen.

Ist das AtommüllLager unterSalzgitter noch aufzuhalten?
Ursula Schönberger:
Auf jeden Fall! Wenn der endgültige Bescheid kommt, werden wir die juristischen Schritte prüfen. Der Weg dafür ist schon bereitet. Parallel dazu muss die politische Auseinandersetzung weitergehen: Atomprozesse werden nie gewonnen, bloß, weil man recht hat. In die Hände spielt uns, dass immer deutlicher wird, dass sich „Konrad“ als „Endlager“ nicht eignet.

Woran ist das festzumachen?
Zum einen an den ständigen Verzögerungen. Die Genehmigung von 2002 ist aus der Zeit gefallen. Gerade erst hat die BGE eingeräumt,dass es doch wesentlich schwieriger wird, die heutigen Anforderungen an die Erdbebensicherheit nachzuweisen – und das ist nur einer von Hunderten Punkten. Zum anderen ist inzwischen klar, dass „Konrad“ gar nicht ausreicht für den gesamten schwach und mittelaktiven Müll: Es gibt weit mehr als die genehmigten 303.000 Kubikmeter.

Welche Rolle spielte das AtommüllLogistikzentrum, das in Würgassen entstehen sollte?
Schacht Konrad wurde ohne Logistikzentrum geplant. Inzwischen jedoch soll in jede Kammer so viel Radioaktivität gepackt werden,wie nur irgendwie zulässig. Um das hinzukriegen, brauchten sie das Logistikzentrum. Es war so wichtig, dass es nicht nur in einem Gesetz drinsteht, sondern auch in zwei Koalitionsvereinbarungen der Bundesregierung. Dennoch hat die Bundesumweltministerindas Projekt in Würgassen jetzt gekippt. Ein Erfolg des jahrelangen Protests! Aber ich denke, sie hat auch realisiert, dass der Plan einer schnelleren Einlagerung des Mülls in „Schacht Konrad“ sowieso nicht funktioniert– weil die Abfälle gar nicht schnell genug dokumentiert und konditioniert werden können.

Welche Folgen hat das für die Lager, in denender Müll derzeit liegt?
Die Vorstellung von Kommunal und Landespolitiker*innen, „Konrad“ werde ihnen den schwach und mittelradioaktiven Müll bald abnehmen, ist absurd. Die Abfälle werden noch Jahrzehnte bleiben, wo sie sind – und es ist dringend notwendig, sich darum zu kümmern. Zumal selbst dann, wenn „Konrad“ jemals in Betrieb gehen sollte, nicht klar ist, welcher Mülldort wirklich eingelagert werden darf. Zwar gelten dort beim Strahlenschutz bis heute nur die Sicherheitsanforderungen von 1983. Aber bei anderen Punkten, etwa der Einlagerung grundwassergefährdender Stoffe, muss sich die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) an die heute geltenden Regelungen und Grenzwertehalten. Das wird zunehmend schwierig.

Mengenmäßig aber… reicht „Konrad“ sowieso nicht aus. Manbraucht in jedem Fall einen weiteren Standort. Wie lange also will die Regierung noch an einem Projekt festhalten, das gar nicht abdeckt, was es soll? Das unter Sicherheitsaspekten absolut unakzeptabel ist? Das alleine bis zur Inbetriebnahme noch weitere 2,7 Milliarden Euro kosten soll, plus Betriebskosten, kalkuliert mit 3,6 Milliarden Euro, plus dieKosten der Schließung, für die es nicht mal einfertiges Konzept gibt? Anstatt zu sagen: Wirsuchen gleich einen neuen Standort, wo alles reinpasst, und bauen dort ein Endlagerbergwerk, das genau darauf ausgerichtet ist, diese Abfälle nach dem Stand von Wissenschaft undTechnik möglichst sicher zu verwahren – und geben „Konrad“ auf.

Das wäre die rein politische Lösung. Der eingereichte Antrag hingegen zielt darauf, die2002 erteilte Genehmigung für „Konrad“zu kippen. Der Umweltminister hat ihn ausformalen Gründen abgelehnt: Für eine Rücknahme sei die Frist abgelaufen…
…Dazu gibt es unterschiedliche juristische Auffassungen.

… und für einen Widerruf mangele es anneuen Tatsachen.
Auch darum werden wir uns juristisch streiten: Was sind neue Tatsachen – die gegebenenfalls einen Widerruf der Genehmigung begründen können – und was nur neue Bewertungen?
Etwa bei der Frage, ob man ein tiefengeologisches Atommülllager in einem alten Bergwerkerrichten darf, wie bei „Schacht Konrad“. Aus heutiger Sicht ist das ein No-Go, das bestreitet niemand mehr. Das Ministerium stuft es dennoch nicht als neue Tatsache ein – weil es keine entsprechende Verordnung gibt.

Gibt es nicht?
Nein. Die Politik weigert sich bis heute, die StrahlenschutzAnforderungen, die für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle gelten, auch für die Lagerung schwach und mittelaktiverAbfälle vorzuschreiben. Das ist wissenschaftlich nicht haltbar. Die Vorschriften auch für diesen Müll müssen endlich an den aktuellenStand von Wissenschaft und Technik angepasst werden, den das Atomgesetz fordert.

Meyer hat auf die zweite Phase der ÜsiKoverwiesen, der „Überprüfung der sicherheitstechnischen Anforderungen des Endlagers für radioaktive Abfälle Konrad“, deren Ergebnisse demnächst vorliegen sollen.Eröffnet das einen Weg, aus dem Vorhabenauszusteigen?
Bis jetzt sehe ich das nicht. Federführend ist die BGE – und das ist die letzte, die aus „Konrad“ aussteigen will. Deshalb wird da nichts rauskommen, was automatisch zur Aufgabe des Projektes führt. Andererseits sind in der ÜsiKo bereits Abweichungen von heutigen Sicherheitsanforderungen identifiziert worden, etwa die Gasbildung unter Tage, und da erhoffe ich mir schon, dass die zweite Phase ein paar Ansatzpunkte untermauert. Nur: Der politische Wille, „Konrad“ zu kippen, bleibt auch dann unabdingbar. Da müssen wir weiter Druck machen.

Ursula Schönberger ist Politikwissenschaftlerin und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad. Sie leitet u.a. das Projekt atommuellreport.de


Das Interview ist im Februar 2024 erschienen https://www.ausgestrahlt.de/media/ausgestrahlt-mag60.pdf

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Konrad
news-1997 Thu, 15 Feb 2024 09:00:00 +0100 Jetzt anmelden zur 24. Atommüllkonferenz https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/jetzt-anmelden-zur-24-atommuellkonferenz Am Samstag, 24. Februar 2024 findet die 24. Atommüllkonferenz in der Volkshochschule Göttingen (Karte) statt. Anmeldung hier

Bei der Atommüllkonferenz handelt es sich um ein Treffen der Anti-Atom-Bewegung, das dem gegenseitigen Austausch und der Planung gemeinsamen Vorgehens dient. Sie findet seit 12 Jahren jeweils im Frühjahr und Herbst statt und versteht sich als fachlich-politisches, parteiunabhängiges Forum für Betroffene und kritische Akteure von den Standorten, an denen sich Atommüll befindet oder die Lagerung vorgesehen ist. Ausdrücklich erwünscht ist die Teilnahme unabhängiger, kritischer Wissenschaftler:innen und von Vertreter:innen von Verbänden und NGOs, die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Die inhaltlichen Schwerpunkte dieser Atommüllkonferenz bilden der aktuelle Stand beim Suchverfahren nach einem tiefengeologischen Lager für Atommüll und ein Überblick auf die Nuklearindustrie im globalen Maßstab. Als Referent hat hierfür der Mitverfasser des "World Nuclear Industry Status Reports" Mycle Schneider zugesagt. Weiterhin geht es um die erheblich verlängerte Dauer der Zwischenlagerung von Atommüll und das Freimessen von radioaktiven Abfällen. Das ausführliche Programm und weitere Informationen unter: www.atommuellkonferenz.de

Vorherige Anmeldungen erleichtern uns die Organisation und das Catering. Wir bitten um Angabe der Zugehörigkeit zu Initiativen, Verbänden, NGOs oder Gruppen. Bei keiner oder sonstiger Zugehörigkeit wird im Einzelfall über die Teilnahme entschieden.

Der Kostenbeitrag beträgt 25,- € (inkl. Tagungsgetränken und -imbiss), da die Teilnahme nicht am Kostenbeitrag scheitern soll, kann auf Anfrage davon abgesehen werden. Überweisung an die AG Schacht KONRAD e.V. Konto bei der GLS Gemeinschaftsbank eG

IBAN DE76 4306 0967 4067 8836 00    

Stichwort: AMK

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Bundesweit
news-2003 Fri, 02 Feb 2024 21:08:17 +0100 Atomnarren wollen Crew beim Schoduvel 2024 verstärken https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/atomnarren-wollen-crew-beim-schoduvel-2024-verstaerken Die Braunschweiger Atomnarren wollen am Sonntag, den 11. Feburar mit dem ASSE-Geistersciff die Anker lichten und durch den Braunschweiger Karneval schippern und den Schoduvel entern.

„Wir wollen Klar Schiff machen“. Für die wilde Fahrt muss die Crew noch vergrößert werden. 

DJ Michael wird vom Geisterschiff aus wie gewohnt die Fußgruppe, mitlaufenden Radengel und natürlich auch das Publikum mit seiner fetzigen Musik ordentlich in Stimmung bringen.

Wer beim Schoduvel wieder als Radengel dabei möchte oder schon immer mal direkt im Karnevalszug mitlaufen wollte, kann sich unter www.braunschweiger-atomnarren.de informieren und sich bei den Atomnarren melden.

Los geht’s am gemeinsamen Treffpunkt mit Schminken – Kostüme, Perücken und Schminke sind vorhanden. Die ‚professionellen‘ Kostüm- und Maskenbildner*innen' der Atomnarren helfen gerne dabei.

Die Stimmung ist schon da prima – und dann geht’s los zum Umzug - Brunswick, Hellau ...
Die Braunschweiger Atomnarren freuen sich über die Verstärkung ihrer Crew am Sonntag, den 11.2.! 

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Regional
news-2002 Wed, 31 Jan 2024 14:17:36 +0100 Die Mär von billiger Atomenergie https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/die-maer-von-billiger-atomenergie (Dieter Kaufmann, 31.01.2024) Atommeiler Hinkley Point C ist ein Milliardengrab – wie alle westlichen Atomkraftwerke, weltweit. Aktuell berichtet die Presse verstärkt über die Kostensteigerungen beim Bau des AKW Hinkley Point C. Das englische AKW ist schon lange im Zeit- und Kostenverzug. Jetzt soll es erst 2029 fertig werden und 40 Mrd. Euro kosten, andere Medien schreiben es könnte auch 2031 sein mit Kosten von dann 53 Mrd. Euro. Das bedeutet hohe Stromkosten auf Dauer für die Menschen auf der Insel vor dem Kontinent Europa.

„Jüngstes Beispiel für die Kostensteigerung zeigt sich im türkischen Akkuyu wo der russische Staatskonzern Rosatom dabei ist, den ersten von geplanten vier Atommeilern fertigzustellen. Er soll 2024 ans Netz gehen. Der garantierte Abnahmepreis beträgt 12,35 $-Cent pro kWh für 15 Jahre. Atomstrom ist in der Türkei damit 4 bis 5 Mal teurer als Solar- oder Windenergie.“ schreibt aktuell die Nuclear Free Future Foundation*.

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien schreitet weltweit voran und wird immer billiger, während die Atomenergie immer teurer wird, wie aktuell bei Hinkley Point zu sehen ist. Für das Klima ist die Atomenergie unwirksam und spielt keine Rolle. Auch andere AKW-Projekte in Finnland und Frankreich in Flamanville und Cadarache (Fusionsreaktor) laufen ebenfalls aus dem Ruder. In Cadarache wurden 5 Mrd. Euro Kosten 2005 angesetzt, heute werden 21 Mrd. Euro für das Jahr 2050 prognostiziert.

AKW Renaissance? Nein Danke! Auf der COP 28 in Dubai verpflichteten sich letztes Jahr 22 Länder in einer Erklärung (Nuclear Pledge) bis 2050 den AKW Ausbau zu verdreifachen, 170 Länder entschieden sich dagegen und unterschrieben diese Erklärung nicht. Zukünftig wird es aufgrund der Alterung der weltweiten Atomreaktorflotte voraussichtlich zur Schließung von 10 Atomkraftwerken (10 GW) von 2018 bis 2050 pro Jahr kommen. So würde die Atomindustrie im Westen im Jahresdurchschnitt 10 Atomreaktorbaustarts benötigen und bräuchte jährlich 10 Atomkraftwerke, die an das Stromnetz geschaltet werden müssten, um allein die aktuelle AKW-Leistung aufrechterhalten zu können.

Klar ist nur eins, sagte Linda Kalcher, Direktorin des Klima-Thinktanks StrategicEU in ihrer Bewertung der COP28: Die fossilen Energien aus Kohle, Gas und Öl haben keine Zukunft. Atomkraft dürfe daher „nicht als Argument genutzt werden, um sich den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu sparen oder weiter in fossile Energie zu investieren“. Alleine werde die Atomkraft nicht reichen: „Da setzen viele aufs falsche Pferd.“ warnt die Expertin.

Die nukleare Renaissance der 2000er Jahre war aufgrund der Katastrophe von Fukushima 2011, der katastrophalen Kostenüberschreitungen bei AKW-Projekten und der totalen Unfähigkeit der Atomenergie, wirtschaftlich mit erneuerbaren Energien zu konkurrieren, ein Reinfall. Die jüngste Renaissance geht in die gleiche Richtung, d.h. ins Nirgendwo. Die Atomkraft hat im vergangenen Jahr einen Rückschritt gemacht. Unter dem Strich ergab sich 2023 ein Kapazitätsverlust von 1,7 GW. Der Zubau der erneuerbaren Energien erreichte einen Rekordwert von 507 GW, fast 50 Prozent mehr als 2022.

Billige Atomenergie gab es nie. Kein Wunder, dass die AKW Betreiber in der Schweiz und in Deutschland vom Neubau von AKW nichts wissen wollen. Wie alle anderen Stromproduzenten weltweit haben sie auf Erneuerbare Energien umgeschaltet. Selbst für den Bundesverband der Deutschen Industrie ist die Atomenergie im Augenblick kein Thema. Kein Stromkonzern wird in Deutschland ein Atomkraftwerk bauen, weil die Kosten viel zu hoch sind und immer aus dem Ruder laufen werden. Keine Regierung und kein Land kann eine Laufzeit von 60 Jahren zusagen. Der technische Fortschritt schreitet so rasant voran wie noch nie. Niemand kann sagen, was in 10 Jahren sein wird. Atomkraftwerke können nur mit massiven öffentlichen und versteckten Subventionen gebaut werden. Die Versicherungspflicht müsste teilweise ausgesetzt werden. Bei einer steigendenden Bevölkerung in Deutschland von etwa 85 Millionen Menschen ein totaler Wahnsinn.

Zur Erinnerung: Der Atomausstieg 2011 wurde damals im Konsens aller Bundestagsparteien ganz besonders von Union und FDP vorangetrieben im Einvernehmen der Bevölkerung in Deutschland, 80 Prozent wollten „sofort“ aus der Hochrisikotechnologie Atomenergie aussteigen. Weltweit gab es ähnliche Umfragewerte. 60 Prozent der Weltbevölkerung wollten raus aus der Atomenergie. Es gab damals nur drei Staaten, wo die Bevölkerung es knapp nicht wollte: USA, Indien und Polen.

Dieter Kaufmann, Arbeitskreis gegen Atomanlagen Frankfurt am Main

 

* https://www.nuclear-free.com/mediaportal/news/atomenergie-behoerde-iaea-will-kernenergie-gipfel-in-bruessel-ausrichten.html


Presse

Der geplante Atommeiler Hinkley Point C könnte bis zu 40 Milliarden Euro kosten und wird frühestens 2031 ans Netz gehen. Für Premier Sunak und die europäischen Atomkraftbewegung ist das ein Rückschlag.
https://www.handelsblatt.com/politik/international/kernkraft-britisches-atomkraftwerk-wird-zum-milliardenrisiko/100009820.html
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Atomkraftwerk Hinkley Point C wird wohl wesentlich teurer als geplant
Das AKW, das momentan am Standort Hinkley Point C in England gebaut wird, könnte wegen einiger Faktoren mehr kosten als geplant und später fertig werden.
https://www.heise.de/news/Atomkraftwerk-Hinkley-Point-C-wird-wohl-wesentlich-teurer-als-geplant-9607794.html
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Green Planet Energy

Weitere Verzögerungen beim Bau des Atomkraftwerks Hinkley Point C. Die teure und gefährliche Atomkraft muss endlich in die Geschichtsbücher verbannt werden!
https://www.presseportal.de/pm/16698/5699660
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Hinkley Point C: Der Bau des britischen Vorzeige-AKW wird zum Desaster
https://www.diepresse.com/18028281/hinkley-point-c-der-bau-des-britischen-vorzeige-akw-wird-zum-desaster
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Bauverzögerungen und höhere Kosten für Hinkley Point C
Laut Électricité de France (EDF) verzögert sich die Inbetriebnahme der EPR-Einheit Hinkley-Point-C1 auf frühestens 2029. Die Gesamtkosten werden auf Neu GBP 31 bis 34 Mrd. (CHF 34 bis 37 Mrd.) geschätzt.
https://www.nuklearforum.ch/de/news/bauverzoegerungen-und-hoehere-kosten-fuer-hinkley-point-c/
Industriemanager will Atomkraft in Deutschland

Der Vorstandsvorsitzende des Leverkusener Chemiekonzerns Covestro, Steilemann, hat eine Wiederinbetriebnahme der stillgelegten deutschen Atomkraftwerke gefordert. Für den Bundesverband der Deutschen Industrie ist die Atomenergie derzeit kein Thema. 28.01.2024 https://www.deutschlandfunk.de/industriemanager-will-atomkraft-in-deutschland-102.html

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Bundesweit International
news-1996 Sun, 28 Jan 2024 09:29:57 +0100 20.01.2024: Kundgebung fordert: Atomfabrik Lingen schließen https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/20012024-kundgebung-fordert-atomfabrik-lingen-schliessen-keine-geschaefte-mit-rosatom (28.01.22/MN) Trotz klirrender Kälte beteiligten sich 110 Menschen an der Kundgebung am 20.1.2024 vor der Brennelementefabrik in Lingen, zu der verschiedene Umweltorganisationen aufgerufen hatten. 

Die Brennelementefabrik in Lingen wird von der französischen Atomfirma Framatome/ANF trotz Atomausstieg in Deutschland dort nach wie vor betrieben; und soll sogar noch erweitert werden. ANF plant, in Lingen ab 2025 Brennelemente russischer Bauart herzustellen, die dann in maroden osteuropäischen AKWs in Tschechien und Ungarn verbaut werden. Dafür will bzw. muss ANF mit der Tochterfirma TVEL des russischen Atomkonzerns Rosatom zusammenarbeiten, da die eigenen Mitarbeiter aktuell nicht über das entsprechende Knowhow verfügen. Der französische  Mutterkonzern Framatome von ANF hat ein entsprechendnes Joint Venture gegründet.

Wird Lingen zu einer gemeinsamen Drehscheibe der französischen und russischen Atomindustrie?
Das war die brennende Frage, die Menschen zur Kundgebung antrieb.

Gehen russische Ingenieure bald ein und aus in Lingen? Mit dem Vorhaben drohen Spionage und Sabotage, und es gefährdet somit hier die Öffentlichkeit und Sicherheit, so Alexander Vent vom Bündnis AtomkraftgegnerInnen im Emsland (AgiEL).
Das verdeutlicht Vladimir Slivjak, Co-Vorsitzender der russischen Umweltorganisation Ecodefense in seinem Redebeitrag, wenn er Rosatom „als rechte Hand des Kremls“ beschreibt. Das macht auch die Aktion zu Beginn der Kundgebung sehr bildhaft und eindrücklich deutlich, die von .ausgestrahlt vorbereitet wurde.

Die geplante Erweiterung der Brennelementefertigung muss noch genehmigt werden – vom Niedersächsischen Umweltministerium. Den entsprechenden Antrag hat Framatome/ANF zur Produktion von russischen Brennelementen in Lingen in Zusammenarbeit mit dem russischen Atomkonzern Rosatom dort gestellt. Das Niedersächsische Umweltministerium legt die entsprechenden Unterlagen bis zum 3. März öffentlich aus.
Gegen das Genehmigungsverfahren sind Einwendungen möglich.

Bei der Kundgebung wurde die vorhandene Kritik am Genehmigungsverfahren bekräftigt und der Abbruch des Genehmigungsverfahrens gefordert und begründet:

  • Ausgelegte Unterlagen verschweigen brisante Rolle Russlands
  • Bundesregierung hält Prüfergebnisse unter Verschluss
  • Zugriff des Kreml auf nukleare Infrastruktur verhindern

Dazu gibt es eine Sammeleinwendung, für die Unterschriften gesammelt werden können bis zum 26.Feburar.
Alle Redner*innen und Teilnehmer*innen waren sich darin einig, dass es viele Einwendungen geben muss gegen diese Erweiterungen, damit nicht dem staatlichen russischen Atomkonzern Rosatom die atomaren Türen im Emsland geöffnet werden und er Zugang zur atomaren Infrastruktur in Deutschland erhält.
Einwendungen und Protest sind dringend geboten.

Weitere Informationen dazu: AG Schacht Konrad: Einwendungskampagne: Stoppt die Brennelementefabrik Lingen! (ag-schacht-konrad.de)

Dass das Niedersächsische Umweltministerium nach wie vor gefordert ist, machte Marianne Neugebauer von der AG Schacht KONRAD ebenfalls deutlich. Die Forderung nach Widerruf bzw. Rücknahme des Planfeststellungsbeschlusses für die Inbetriebnahme von Schacht KONRAD ist nicht vom Tisch, auch wenn Umweltminister Meyer im Dezember verkündet hat, dass er den entsprechenden Antrag ablehnen wird. „Unser Ziel bleibt, dass KONRAD gar nicht  in Betrieb geht.“

In guter Tradition beteiligt sich die AG, unterstützt den Protest in Lingen und bekommt auch Unterstützung für den Protest gegen KONRAD. „Unser gemeinsamer Protest geht weiter! Und wir unterstützen die Sammeleinwendung gegen die Erweiterungspläne in Lingen!“, womit sie sie ihren Redebeitrag beendete.

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Bundesweit
news-1993 Wed, 17 Jan 2024 12:05:21 +0100 Einwendungskampagne: Stoppt die Brennelementefabrik Lingen! https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/einwendungskampagne-stoppt-die-brennelementefabrik-lingen Einwendungskampagne gestartet: Unterschriften sammeln und ab in die Post! Druckt die Sammeleinwendungen aus und sammelt so viele Unterschriften wie möglich. Die gefüllten Unterschriftenlisten müssen bis zum 26. Februar zurück sein. Die Adresse steht unten auf der Sammeleinwendung: Sammeleinwendung AgiEL | Sammeleinwendung .ausgestrahlt


Gemeinsame Pressemitteilung, 17.01.2024 -  Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner*innen im Emsland, .ausgestrahlt, Ecodefense!, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

Ausbau der Brennelemente-Fabrik Lingen: Atomkraftgegner*innen fordern Abbruch des Genehmigungsverfahrens

  • Ausgelegte Unterlagen verschweigen brisante Rolle Russlands
  • Bundesregierung hält Prüfergebnisse unter Verschluss
  • Zugriff des Kreml auf nukleare Infrastruktur verhindern

 

Anti-Atomkraft-Organisationen fordern einen Abbruch des Genehmigungsverfahrens für den Ausbau der Brennelementefabrik Lingen. Der Atomkonzern Framatome will in Lingen in Lizenz und unter Mitwirkung des russischen Staatskonzerns Rosatom künftig auch Brennelemente für Reaktoren russischer Bauart produzieren. Framatome hat dazu mit der Rosatom-Tochter TVEL ein Joint Venture in Frankreich gegründet. Die seit Anfang Januar vom niedersächsischen Umweltministerium ausgelegten Antragsunterlagen verschweigen allerdings die brisante Rolle des russischen Staatskonzerns bei dem Vorhaben.

Rosatom ist direkt dem Kreml unterstellt und unter anderem im besetzten AKW Saporischschja aktiv am russischen Krieg gegen die Ukraine beteiligt. Zu den gravierenden Sicherheitsproblemen, die aus dem Einstieg Russlands in Lingen resultieren, verlieren die ausgelegten Unterlagen kein Wort. Nicht berücksichtigt werden auch Erkenntnisse der Bundesregierung, die in der Zusammenarbeit mit Rosatom eine Gefährdung der Sicherheitsinteressen Deutschlands sieht. Schon 2022 hatte die Bundesregierung die Genehmigung eines in Deutschland geplanten Gemeinschafts­unternehmens mit Rosatom verweigert, hält die Gründe dafür aber bis heute geheim. Für ein sachgerechtes Verfahren müssen die Ergebnisse der 2022 durchgeführten Investitionsprüfung offengelegt und zwingend in das atomrechtliche Genehmigungsverfahren einbezogen werden.

Hierzu erklärt Alexander Vent vom Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner*innen im Emsland:
„Ein Einstieg Russlands in die Brennelemente-Produktion in Lingen ist absolut inakzeptabel. Mitar­beiter*innen von Rosatom sollen sogar in Lingen selbst tätig werden. Es droht Spionage und Sabotage, und das in einer Atomfabrik. In den ausgelegten Unterlagen fehlt jede Information, um diese Gefahren für die Öffentlichkeit und die Sicherheit Deutschlands zu bewerten. Unter diesen Bedingungen muss das Genehmigungsverfahren abgebrochen werden. Auch deshalb veranstalten wir an diesem Samstag, 20. Januar, eine Kundgebung vor der Brennelementefabrik in Lingen.“

Julian Bothe von der bundesweiten Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt ergänzt:
„Der russische Staatskonzern Rosatom ist der Elefant im Raum, über den keiner spricht. Nur wenn alle sicherheits­relevanten Informationen für alle zugänglich auf dem Tisch liegen, ist eine ernsthafte Diskussion dieses Vorhabens möglich. Die Bundesregierung selbst hat bereits festgestellt, dass eine Beteiligung Russlands an der Brennelemente-Fertigung in Lingen die Sicherheitsinteressen Deutschlands und seiner Verbündeten gefährdet. Sie darf diese Erkenntnisse nicht länger unter Verschluss halten.“

Vladimir Slivyak, Ko-Vorsitzender der russischen Umweltorganisation Ecodefense! und Träger des Alternativen Nobelpreises 2021, betont:
„Rosatom ist die rechte Hand des Kreml und versucht mit jeder Handlung, den Einfluss Putins zu vergrößern. Die Bundesregierung darf nicht zulassen, dass ein solcher Konzern Zugang zu einer Atomfabrik bekommt. Sie muss vielmehr alles dafür tun, dass jegliche Zusammenarbeit mit Rosatom unverzüglich unterbunden wird.“

Für Samstag, den 20. Januar, rufen die Organisationen gemeinsam zu einer Kundgebung um 13 Uhr vor der Brennelementefabrik Lingen auf.

Kontakt
Alexander Vent, Bündnis AgiEL, 0157-59690000, buendnis.agiel@posteo.de
Julian Bothe, .ausgestrahlt, 01573-6191730, presse@ausgestrahlt.de
Vladimir Slivyak, Ecodefense, 0178-1792352, ecodefense@gmail.com
Matthias Eickhoff, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, 0176-64699023

Verfahrensstand und weitere Schritte
Das niedersächsische Umweltministerium legt die Antragsunterlagen von Framatome seit dem 4. Januar aus. Anti-Atom-Organisationen haben am gleichen Tag eine Einwendungskampagne gestartet. Einwendungen sind bis zum 3. März möglich. Oder bis zum 28.02. an die in der Sammeleinwendung angegebene Adresse zurückschicken.

In der Folge wird das niedersächsische Umweltministerium in Lingen einen öffentlichen Erörterungstermin durchführen. Der Termin wird vom niedersächsischen Umweltministerium festgelegt. Zudem hat das Bundesumweltministerium angekündigt, vor Abschluss des Genehmigungsverfahrens eine eigene Prüfung auf Bundesebene durchzuführen.

Weitere Informationen

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Bundesweit International
news-1985 Mon, 15 Jan 2024 13:00:00 +0100 Atomfabrik Lingen schließen - Keine Geschäfte mit Rosatom https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/atomfabrik-lingen-schliessen-keine-geschaefte-mit-rosatom Komm zur Kundgebung am 20.1.2024 an der Brennelementefabrik ANF/Framatome Lingen!

Start: 13 Uhr bei Framatome, Am Seitenkanal 1, Lingen / Treffpunkt: 12 Uhr am Lingener Bahnhof, von dort gibt es eine Fahrraddemo und einen Shuttlebus zur Kundgebung.

Wird Lingen zu einer gemeinsamen Drehscheibe der französischen und russischen Atomindustrie?
Einen entsprechenden Antrag der französischen Atomfirma Framatome/ANF zur Produktion von „russischen“ Brennelementen in Lingen in Zusammenarbeit mit dem russischen Atomkonzern Rosatom legt das Niedersächsische Umweltministerium zur Zeit bis zum 3. März öffentlich aus – deshalb brauchen wir jetzt lautstarken Protest und viele Einwendungen!

Das steht auf dem Spiel:
Trotz des fortwährenden russischen Angriffskriegs auf die Ukraine will Framatome/ANF neue Atomgeschäfte mit Putin und schafft damit neue Abhängigkeiten von den geopolitischen Strategien des Kreml.
Mitarbeiter der Atombehörde Rosatom erhalten sogar Zugang zur Atomfabrik in Lingen.
Das ist ein erhebliches neues Sicherheitsrisiko!
Dazu kommen zahlreiche neue gefährliche Atom- und Gifttransporte durch Lingen sowie neuer Atommüll „made in Germany“.

Wir sagen zu diesem Vorhaben klar und deutlich: NEIN!
Gemeinsam können wir die brandgefährlichen französisch-russischen Pläne zur Erweiterung der Brennelementefabrik Lingen stoppen!

Mischt Euch ein! Kommt am 20.1. zur Kundgebung nach Lingen und sammelt bis zum 25.2. Einwendungen gegen das französisch-russische Atomprojekt.

Den Aufruf zum Herunterladen und Verbreiten gibt es hier.https://atomstadt-lingen.de/files/Aufruf-Lingen-vorfinal.pdf

Framatome-Rosatom Lingen: Das öffentliche Beteiligungsverfahren zur Erweiterung der Brennelementfabrik Lingen in Kooperation mit der russischen Atombehörde Rosatom hat begonnen! https://atomstadt-lingen.de/2024/01/03/beteiligung/

Den Vordruck für eine Sammeleinwendung findet Ihr hier. https://atomstadt-lingen.de/files/Sammeleinwendung-Brennelementfabrik-Lingen.pdf

Weitere Infos: www.ausgestrahlt.de/themen/atomindustrie/atomfabrik-lingen-schliessen/


Zur Teilnahme rufen auf: Bündnis AtomkraftgegnerInnen im Emsland (AgiEL), Elternverein Restrisiko Emsland e.V., .ausgestrahlt, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Sofortiger Atomausstieg (SofA) Münster, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) Bonn, Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, Grün Alternative Liste (GAL) Gronau, BUND Kreisgruppe Emsland, BUND Landesverband Niedersachsen, IPPNW Deutsche Sektion

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International Niedersachsen
news-1988 Wed, 10 Jan 2024 12:18:04 +0100 Demo gegen Castortransporte: 14. Januar Ahaus https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/das-atommuell-dilemma-bleibt-auch-2024 Das Atommüll-Dilemma bleibt auch 2024: „Keine Castor-Transporte Jülich-Ahaus“

(Pressemitteilung Aktionsbündnis 10. Januar 2024) Für den jetzigen Sonntag, 14. Januar, rufen Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände um 14 Uhr zu einer neuen Demo gegen die für dieses Jahr geplanten Castortransporte von Jülich nach Ahaus auf. Die Auftaktkundgebung beginnt um 14 Uhr am Ahauser Rathaus. Ein Trecker-Korso der Landwirte startet am TOBIT-Kreisel und führt zur Auftaktkundgebung. Vom Rathaus geht es dann gemeinsam zur Kreuzung Schumacherring/Schöppinger Straße, wo es eine Abschlusskundgebung gibt.

„Das Dilemma mit den 152 Castoren in Jülich lässt sich weder durch jahrelanges Aussitzen noch durch undurchdachte und extrem gefährliche ‚Hau-Ruck-Castortransporte‘ über die Autobahnen von Jülich mitten durch NRW via Düsseldorf, Duisburg und Oberhausen nach Ahaus lösen. Wir sehen, dass entgegen allen anderen Beteuerungen nur an der Ahaus-Option gearbeitet wird und die sicherere Jülich-Option mit dem Neubau eines Zwischenlagers nicht weiter verfolgt wird. Deswegen werden wir unseren Protest intensivieren, ehe die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen und die Aufsichtsbehörden Fakten schaffen,“ erklärt Felix Ruwe von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“.

Die Demonstration in Ahaus erfährt Unterstützung aus vielen Teilen der Bevölkerung: Landwirte führen die Demo mit einem Trecker-Korso an, Pfarrer der evangelischen und der katholischen Kirche, der BUND NRW sowie die Ahauser Bürgermeisterin haben Redebeiträge zugesagt und der Ahauser Salip Tarakci begleitet die Demo mit musikalischen Beiträgen.

Alle Parteien des Ahauser Stadtrates haben sich gegen die heftig umstrittenen Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus ausgesprochen. Gegen die bereits bestehende Einlagerungsgenehmigung klagen die Stadt und ein Ahauser Bürger seit Jahren vor dem OVG Münster. Die Transportgenehmigung für die Autobahn-Route quer durch NRW steht noch aus und schwebt nun wie ein Damokles-Schwert über der Stadt Ahaus.

„Wir befürchten, dass das laufende Gerichtsverfahren vor dem OVG Münster sowie neue positive Erdbebenerkenntnisse zum Jülicher Zwischenlager keine Rolle mehr spielen, ebensowenig die immensen Kosten. Bereits ohne die Polizei-Kosten sind ca. 100 Millionen Euro für die Transporte veranschlagt, die intensiven Polizeieinsätze können diese Kosten locker verdoppeln. Für das Geld ließe sich besser ein modernes Zwischenlager in Jülich bauen,“ erklärt Marita Boslar vom Jülicher Aktionsbündnis „Stop Westcastor“.

„Es kann aber auch grundsätzlich nicht sein, dass der Schutz der Bevölkerung einem Kostenargument gegenüber als nachrangig angesehen wird. Leider ist diese Art von verantwortungslosem Handeln der Entscheider*innen zu den Jülich-Castoren als symbolisch für den Umgang mit der Atommüll-Zwischenlagerung in ganz Deutschland anzusehen. Es gibt keine sinnvolle Planung, wie bis zu einer „Endlagerung“ mit den strahlenden Hinterlassenschaften möglichst sicher umzugehen ist. Die aktuelle Flickschusterei rund um die bestehenden Lager darf nicht das Konzept für die noch nötige Zwischenlagerzeit bis ins nächste Jahrhundert darstellen! Auch dafür demonstrieren wir am 14. Januar in Ahaus,“ ergänzt Helge Bauer von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt.

Kontakte:  
Marita Boslar, Aktionsbündnis "Stop Westcastor" Jülich, Tel. 0176-52270865
Felix Ruwe, BI "Kein Atommüll in Ahaus, Tel. 0171-7937926
Helge Bauer, .ausgestrahlt: Tel. 0160-3059148
Matthias Eickhoff, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel. 0176-64699023
Kerstin Ciesla, BUND NRW: Tel. 0178-8140600

 
Weitere Infos:

www.westcastor.org, www.bi-ahaus.de, www.sofa-ms.de     

facebook.com/biahaus, instagram.com/bi.ahaus, bit.ly/biahaus

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Bundesweit
news-1983 Sat, 23 Dec 2023 15:38:46 +0100 Frohe Feiertage https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/frohe-feiertage Am Ende dieses Jahres lehnen wir uns für ein paar Tage zufrieden zurück und erinnern uns daran, dass es in 2023 endlich gelungen ist, auch die letzten 3 Atomkraftwerke in Deutschland vom Netz zu nehmen. Dieser Erfolg lässt uns Mut schöpfen für unsere weiteren Ziele. Über unsere Projekte schreiben wir im Jahresinfo 2023 und unser Countdown-Kalender läuft noch weiter!

Die Hinterlassenschaften der Atomkraft-Ära werden weiterhin über viele Generationen Probleme schaffen. Wir werden uns selbstverständlich auch im nächsten Jahr - und darüber hinaus - dafür einsetzen, dass für die Lagerung von Atommüll die höchsten Sicherheitskriterien angewendet werden müssen, um Mensch und Natur heute und in Zukunft vor den Folgen radioaktiver Strahlung zu schützen.

Die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD wünscht ihren Mitgliedern, Freundinnen und Freunden und allen Menschen, die uns in unterschiedlichster Form unterstützt haben und auch in Zukunft mit uns gemeinsam ein Atommülllager in KONRAD verhindern wollen, die Rückholung des Atommülls aus der ASSE fordern und weiterhin für einen vollständigen Atomausstieg streiten, ein frohes Weihnachtsfest!

...allen anderen mögen die Festtage der Besinnung dienen...

eure Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.

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Arbeitsgemeinschaft
news-1982 Thu, 21 Dec 2023 11:26:51 +0100 Unser neues Mitglied: Petra Wassmann https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/unser-neues-mitglied-petra-wassmann (21.12.23) Wir freuen uns, dass Petra Wassman, langjährige Mitstreiterin und KONRAD-Beauftragte des NABU Niedersachsen, Mitglied bei uns geworden ist. Petra Wassmann sagt dazu:

"Ich will JETZT über die NABU-Vertretung hinaus persönlich Mitglied werden, weil die am 19.12. durch Minister Meyer angekündigte Ablehnung des Antrags zur Rücknahme des Planfeststellungsbeschlusses zeigt, dass zu Konrad politisches Handeln vielleicht wichtiger ist denn je! Das Fachwissen und das Engagement der Aktiven der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad sind eine wichtige Säule für die entsprechende NABU-Arbeit und die Vertretung der Menschen in der gesamten Region und bundesweit! Das möchte ich jetzt auch direkt unterstützen! Und Sie? Und du?"

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Konrad Arbeitsgemeinschaft
news-1977 Tue, 19 Dec 2023 09:24:17 +0100 Ringen um Schacht Konrad geht weiter https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/ringen-um-schacht-konrad-geht-weiter 19.12.2023 Gemeinsame Presseerklärung von BUND und NABU und dem
Bündnis Salzgitter gegen Schacht KONRAD:

BUND und NABU prüfen weitere juristische Schritte

Zweieinhalb Jahren haben BUND und NABU Niedersachsen gemeinsam mit dem Bündnis Salzgitter gegen Schacht KONRAD auf ein Ergebnis für den von ihnen eingereichten Antrag auf Rücknahme bzw. Widerruf des Planfeststellungs-beschlusses Schacht Konrad beim Niedersächsischen Umweltministerium gewartet. Heute teilte Umweltminister Meyer den Umweltverbänden und Bündnispartnern in Hannover mit, dass er beabsichtigt, den Antrag abzulehnen.

Das Bündnis zeigt sich enttäuscht von der Ablehnung und kündigt eine sorgfältige Prüfung des Bescheides an.

„Es ist äußerst bedauerlich, dass Minister Meyer den Antrag wohl ablehnen will“, erklären Dr. Tonja Mannstedt, Geschäftsführerin des BUND-Landesverbandes, und Petra Wassmann, KONRAD-Beauftragte des NABU Niedersachsen. „Schacht Konrad ist und bleibt als Lager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll ungeeignet. Radioaktive Abfälle in eine alte Eisenerzgrube zu bringen, ohne Rückholbarkeit oder Reversibilität zu gewährleisten und ohne genaue Kenntnis der geologischen Verhältnisse, ist unverantwortlich gegenüber künf-tigen Generationen. Die heute gehörten Begründungen des Ministers konnten unsere erheblichen Zweifel nicht ausräumen.“ Rechtsanwältin Dr. John ergänzt: „Wir werden den vorläufigen Bescheid jetzt erst einmal gründlich prüfen und gemeinsam mit unseren Mandanten entscheiden, ob wir zu gegebener Zeit Rechtsmittel einlegen werden.“

Frank Klingebiel, Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter: „Der Rat der Stadt Salzgitter hat schon vor drei Jahren beschlossen, juristische Schritte gegen einen ablehnenden Bescheid des Ministers politisch und finanziell zu unterstützen. Es ist bedauerlich, dass wir diese Karte jetzt wohl ziehen müssen, aber wir sind gerüstet. Und wir wissen, dass die ganze Region zwischen Harz und Heide hinter uns steht.“

Matthias Wilhelm, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter-Peine: „Wir haben dem Minister die Tür gezeigt, durch die er hätte gehen können, um nach Würgassen die nächste milliardenschwere Fehlinvestition zu verhindern. Jetzt wird die Auseinandersetzung wohl in die nächste Runde gehen müssen. Dann wird weiter das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler durch den Umbau eines alten und maroden Schachtes zu einem Atommülllager verschwendet. Aber am Ende wird Schacht KONRAD doch nicht in Betrieb gehen, da sind wir uns sicher.“

Ludwig Wasmus, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD: „Vom kritischen Blick auf KONRAD, von dem im Koalitionsvertrag zu lesen steht, war heute nicht viel zu bemerken. Dennoch geht die Auseinander-setzung unvermindert weiter, nun auch wieder juristisch. Am Ende wird KONRAD an der Realität scheitern. Zurzeit gäb´s ja noch nicht mal was einzulagern.“

Selbst die wenigen bereits fertig konditionierten Abfallgebinde in den Zwischenlagern sind aufgrund von Ver-besserungen beim Grundwasser- und Trinkwasserschutz für eine Einlagerung in Schacht KONRAD gesperrt. Jedes einzelne Fass, jeder Container muss noch einmal angefasst werden, um die Zulassung eventuell zu erhalten. Das ist laut Bundesregierung „zeitintensiv und ein konkretes Abschlussdatum kann aktuell nicht zuverlässig benannt werden.“


Weitere Informationen:
Vertreter*innen der Verbände und des Bündnis Salzgitter stehen im Anschluss an die Unterrichtung durch den Umweltminister am 19.12. vor dem Niedersächsischen Umweltministerium für Fragen zur Verfügung.

Rückfragen bitte an:

Dr. Tonja Mannstedt
, Landesgeschäftsführerin BUND Niedersachsen: (0171) 359 86 76

Petra Wassmann, KONRAD-Beauftragte des NABU Niedersachsen: (0171) 625 95 27
petra.wassmann@nabu.de

Frank Klingebiel, Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter:
Simone Kessner, Pressesprecherin der Stadt Salzgitter, Tel. (05341) 839 33 95 oder (0160) 908 122 59

Matthias Wilhelm, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter: Tel. (0160) 533 01 88

Ludwig Wasmus, Vorstand Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD: Tel. (0151) 261 579 05

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Konrad Presse-Archiv Arbeitsgemeinschaft
news-1975 Thu, 14 Dec 2023 14:37:54 +0100 Einmal richtig reicht nicht! https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/einmal-richtig-reicht-nicht (Pressemitteilung 14.12.23) Die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. begrüßt das Aus für das Bereitstellungslager in Würgassen und gratuliert den Widerständler*innen im Dreiländereck zu ihrem Erfolg.

Für Schacht KONRAD stellt die Aufgabe der Pläne ein weiteres Indiz für die Flickschusterei in Bezug auf den Umgang mit radioaktiven Abfällen dar. „Zunächst überhaupt nicht geplant, dann unumgänglich, dann nicht zwingend und nun gar nicht. Alles was mit KONRAD zu tun hat gerät ins Wanken, die Zeit ist reif für ein endgültiges Kippen!“, so Ludwig Wasmus vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft.

Die Begründung von Frau Lemke: “Das Projekt läßt sich wirtschaftlich und zeitlich nicht mehr realisieren. Wenn wir das weiterführen, wäre das ein Milliardengrab. Das Ministerium befürchtet eine Fehlinvestition von zwei Milliarden Euro, deshalb zieht der Bund jetzt die Reißleine.“, lässt sich jedenfalls Eins zu Eins auf Schacht KONRAD übertragen.

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Konrad Presse
news-1957 Wed, 06 Dec 2023 08:22:03 +0100 Nikolausaktion zu Schacht KONRAD am NMU Hannover, 11.55 Uhr https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/nikolausaktion-zu-schacht-konrad-am-nmu-hannover-1155-uhr Gemeinsame Pressemitteilung von .ausgestrahlt, Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD, BUND Niedersachsen, NABU Niedersachsen

Nur Mut, Herr Meyer!

Aktionsbündnis übergibt „Nikolaus-Geschenk“ an Umweltminister Meyer / Schacht Konrad als Atommüll-Lager ungeeignet, da Sicherheitsanforderungen nicht erfüllt / Minister muss endlich dem Antrag auf Widerruf des Planfeststellungsbeschlusses stattgeben

Einen Nikolaus-Sack zum „Endlich zumachen“ bringen Atomkraftgegner*innen am heutigen Mittwoch (6.12.) dem niedersächsischen Umweltminister Christian Meyer (Grüne) vorbei. Ebenfalls im Gepäck haben sie eine symbolisch geöffnete Tür. Sie ist Bestandteil einer Kundgebung um 5 vor 12 Uhr vor dem Umweltministerium in Hannover, auf der ein Bündnis aus Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen fordert, dem 2021 eingereichten Antrag auf Widerruf des Planfeststellungsbeschlusses für das geplante Atommüll-Lager Schacht Konrad unter Salzgitter endlich stattzugeben. Der Leiter der niedersächsischen Atomaufsicht, Andreas Sikorski, wird das Präsent stellvertretend für Umweltminister Christian Meyer entgegennehmen.

Ludwig Wasmus von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad erklärt zum Anlass der Kundgebung: „Gegen die Einlagerung von mittel- und schwach radioaktivem Atommüll in dem alten Eisenerzbergwerk ‚Schacht Konrad’ in Salzgitter gibt es mehr Argumente als ein Adventskalender Türchen hat! Die Planungsgrundlage für das „Endlager“-Projekt ist hoffnungslos überaltert. Nach heutigem Stand von Wissenschaft und Technik würde das Vorhaben niemals eine Genehmigung erhalten.“

Susanne Gerstner vom BUND Niedersachsen ergänzt: „Bereits seit 2,5 Jahren liegt unser Antrag auf Widerruf des Planfeststellungsbeschlusses für Schacht Konrad dem Umweltministerium vor. Umweltminister Christian Meyer hat angekündigt, bis Ende des Jahres darüber zu entscheiden. Wir stellen ihm heute eine symbolische offene Tür vor das Ministerium und laden ihn ein, hindurch zu gehen und die Genehmigung für dieses unsichere Endlager zurückzunehmen.“

„Der Umweltminister kann den Sack zumachen und damit das tun, was schon vor Jahrzehnten hätte passieren müssen. Nur Mut, Herr Minister Meyer! Tun Sie das einzig Richtige und geben Sie unserem schlüssig begründeten Antrag statt!“, pflichtet Petra Wassmann vom NABU Niedersachsen bei.

Helge Bauer von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt warnt davor, am „Endlager“-Projekt „Schacht Konrad“ festzuhalten: „Wer heute noch glaubt, dieses nasse Eisenerzbergwerk wäre ein geeigneter Ort, um Atommüll zu vergraben, glaubt auch noch an den Weihnachtsmann. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dort eingelagerte radioaktive Stoffe wieder austreten. Auch für den schwach- und mittelaktiven Atommüll braucht es ein bundesweites Suchverfahren nach dem Stand von Wissenschaft und Technik und mit ordentlicher Bürger*innen-Beteiligung. Eine zweite Asse ist kein gutes Weihnachtsgeschenk für die nachfolgenden Generationen, Herr Meyer.“

Hinweis & Einladung zur (Bild‑)Berichterstattung:
Kundgebung mit Übergabe des Geschenks durch den Nikolaus am heutigen
Mittwoch, 6.12., um 11 Uhr 55
Umweltministerium Hannover
, Archivstraße 2 (Haupteingang)
Der Termin ist auch für Bildberichterstatter*innen geeignet.

Rückfragen an:
Helge Bauer, .ausgestrahlt, Tel. 0160 305 91 48
Ludwig Wasmus, AG Schacht Konrad: Tel. 0151 261 579 05
Petra Wassmann, NABU Niedersachsen: Tel. 0171 625 95 27
Susanne Gerstner, Landesvors. BUND Niedersachsen: Tel. 0175 565 08 52

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Konrad Presse Niedersachsen
news-1954 Sat, 02 Dec 2023 15:04:58 +0100 Der Countdown hat begonnen https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/der-countdown-hat-begonnen Unerbittlich der Kälte trotzend haben sich am 1. Dezember zum Auftakt des "Countdowns" zahlreiche Atomkraftgegner:innen am Schacht KONRAD versammelt. Den ganzen Dezember über wird ein virtueller Adventskalender jeden Tag daran erinnern, dass Umweltminister Christian Meyer im April diesen Jahres angekündigt hatte, dass bis zum Jahresende über den am 27. Mai 2021 eingereichten Antrag auf Rücknahme bzw. Widerruf des Planfeststellungsbeschlusses zu Schacht KONRAD entschieden werden würde. Stellvertretend für das Bündnis Salzgitter sprach Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel zur Kundgebung, Bernd Redecker vom BUND Niedersachsen (der den Antrag mit eingereicht hatte) und Miriam Tornieporth von der Anti-Atom-Initiative .ausgestrahlt waren ebenfalls vor Ort und sprachen zum Publikum. Im Anschluss an die Redebeiträge öffnete die AG Schacht KONRAD symbolisch die erste Tür: "Durch diese Tür kann Minister Meyer als Atomaufsichtsbehörde gehen! Wir haben ihm den Weg bereitet." betonte Ursula Schönberger als Moderatorin der Veranstaltung. Weiter geht der Countdown nun jeden Tag bis zum Jahresende: sos-konrad.de

Medienberichte:

Hallo Niedersachsen

NDR Niedersachsen (ab Minute 7:49)

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Konrad Arbeitsgemeinschaft
news-1953 Fri, 01 Dec 2023 14:12:05 +0100 Atommüll: Kommunen fordern Bundesratsinitiative https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/atommuell-kommunen-fordern-bundesratsinitiative (01. Dezember 2023) In einem Offenen Brief fordern die Kommunen der Region den niedersächsischen Umweltminister Christian Meyer auf, eine Bundesratsinitiative auf den Weg zu bringen. Die Ziele einer solchen Initiative sollten sein, das Atommüllprojekt Schacht KONRAD zu stoppen, für alle schwach- und mittelradioaktiven Abfälle eine Standortsuche durchzuführen und die Verordnung über Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle auf alle Arten radioaktiver Abfälle auszuweiten. Unterzeichnet wurde der Brief von den Oberbürgermeistern der Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg und den Landräten der Landkreise Gifhorn, Goslar, Helmstedt und der Landrätin des Landkreises Wolfenbüttel. Offener Brief

Artikel vom 3.12.2023 in der Wolfsburger Allgemeinen

Artikel vom 5.12.2023 in der taz

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Konrad Bundesweit Presse
news-1955 Fri, 01 Dec 2023 11:33:00 +0100 Christian sei ein braver Mann und nimm unseren Antrag an https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/christian-sei-ein-braver-mann-und-nimm-unseren-antrag-an Presseeinladung 6. Dezember 2023, Fünf vor 12 Uhr, Umweltministerium Hannover

Der Countdown für die Entscheidung des niedersächsischen Umweltministers über die Aufhebung der Genehmigung für Schacht KONRAD geht weiter.

Am Mittwoch, 6. Dezember wird der niedersächsische Umweltminister daran erinnert, die Genehmigung für Schacht KONRAD aufzuheben. Die Aktion findet um 11.55 vor dem Haupteingang des Niedersächsischen Umweltministeriums statt. Mit dabei unter anderem:

  • Susanne Gerstner, Vorsitzende des BUND Niedersachsen
  • Petra Wassmann, KONRAD-Beauftragte des NABU Niedersachsen
  • Helge Bauer von der Organisation .ausgestrahlt
  • Ludwig Wasmus, Vorstand Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD

Sowie

  • Die Tür, durch die der Minister gehen kann, um die falsche Entscheidung von 2002 zurückzunehmen
  • „Geschenke“ des Nikolaus zur Erinnerung an die richtige Entscheidung

Entgegengenommen werden die „Reminder“ von Andreas Sikorski aus dem Stab des Ministers

Nur Mut, Herr Meyer!

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Konrad Presse Niedersachsen
news-1948 Wed, 29 Nov 2023 12:07:18 +0100 Forschung in Bewegung https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/forschung-in-bewegung (Atommüllreport, 29.11.2023) Am 27. und 28. Oktober fand in Berlin der Atommüllreport-Workshop „Alles was strahlt…“ Atomkraft nach dem AKW-Aus" statt. Nachwuchswissenschaftler*innen, junge Aktivist*innen aus der Anti-Atom- und Klimabewegung und junge Interessierte hatten eineinhalb Tage die Gelegenheit, sich auszutauschen, gemeinsam zu diskutieren und sich zu vernetzen. Der Workshop begann am Freitag mit einer gemeinsamen Exkursion zum Forschungsreaktor Wannsee. Direkt zum Bericht (.pdf)

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Bundesweit Atommüllreport
news-1943 Fri, 24 Nov 2023 12:53:05 +0100 SAVE THE DATE: Countdown startet am 1.12. https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/save-the-date-countdown-startet-am-112 Der niedersächsische Umweltminister Meyer hat zugesagt, bis 31.12.2023 über den Antrag auf Rücknahme der Genehmigung für Schacht KONRAD zu entscheiden. Mit einem Countdown vom 1. bis 31.12. erinnern wir ihn an diese Zusage. Und dann heißt es Sekt oder Selters.

Auf www.sos-konrad.de findet Ihr ab dem 1.12. einen "Countdown-Adventskalender". Jeden Tag könnt Ihr ab 0.00 Uhr ein neues Türchen öffnen. Dahinter findet Ihr nette Überraschungen, spannende Zitate, Mitmachaktionen und vieles mehr. Und damit der Minister den Countdown nicht übersieht, erhält er ab und zu einen Reminder. Die Auftaktaktion findet am 1. Dezember um 17 Uhr am Schacht KONRAD statt.

Zweieinhalb Jahre ist es jetzt her, dass der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Naturschutzbund (NABU) einen Antrag auf Rücknahme bzw. Widerruf des Planfeststellungsbeschlusses Schacht KONRAD beim Niedersächsischen Umweltministerium eingereicht haben. Getragen wird dieser juristische Schritt vom Bündnis Salzgitter gegen KONRAD, in dem die Stadt Salzgitter, die IG Metall Salzgitter-Peine, das Landvolk Braunschweiger Land und die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten.

Alle wissen, dass die Einlagerung von Atommüll in das alte, marode Eisenerzbergwerk eine schlechte Idee ist. Dies zeigen auch die bemerkenswerten Kostensteigerungen und die ständigen Verzögerungen. Und die großen Schwierigkeiten zeigen sich jetzt, bei den wirklich sicherheitsrelevanten Arbeiten. Schacht KONRAD würde heute keine Genehmigung mehr erhalten. Atommüll in ein altes Bergwerk zu bringen ohne Rückholbarkeit, ohne genaue Kenntnis der geologischen Verhältnisse entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Trotzdem wird daran festgehalten nur weil es eine 21 Jahre alte Genehmigung gibt.

Wir fordern genau aus diesen Gründen seit Jahren die Aufgabe des völlig veralteten Projektes. Der Antrag auf Rücknahme der Genehmigung für Schacht KONRAD ist die Tür, durch die die Genehmigungsbehörde gehen kann, wenn sie ihre falsche Entscheidung von vor 21 Jahren korrigieren möchte. Nur Mut, Herr Meyer!

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Konrad
news-1942 Thu, 23 Nov 2023 13:26:26 +0100 Gebt es endlich auf! https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/gebt-es-endlich-auf (Pressemitteilung 23.11.23) Die wiederholte und bemerkenswerte Kostensteigerung bei Schacht KONRAD zeigt, dass es einfach eine schlechte Idee ist, ein altes und marodes Eisenerzbergwerk zu einem Atommülllager umbauen zu wollen. Da helfen auch die Durchhalteparolen der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH nicht.

Es versteht sich von selbst, dass den Milliarden Euro, die die BGE bisher ausgeben hat, auch sichtbare Leistungen gegenüberstehen. Was sonst? Tatsache ist aber auch, dass die BGE nicht auf der Zielgeraden ist. Wenn 2,83 ausgegebener Milliarden noch 2,64 weitere Milliarden folgen sollen, dann ist man gerade erst bei der Hälfte angekommen. Und die großen Schwierigkeiten zeigen sich jetzt bei den wirklich sicherheitsrelevanten Arbeiten.

Ludwig Wasmus vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD: „Angesichtes dieser erneuten Bankrotterklärung der BGE bleibt Minister Meyer eigentlich gar nichts anderes übrig, als den Antrag von BUND und NABU auf Rücknahme der Genehmigung anzunehmen. Nur Mut, Herr Meyer!

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Konrad Presse
news-1941 Tue, 21 Nov 2023 15:00:00 +0100 Auftakt-Aktion des SOS-Konrad-Countdowns! https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/auftakt-aktion-des-sos-konrad-countdowns 1. Dezember 2023, 17.00 Uhr Schacht KONRAD:

[KONPress/ 21.11.2023] Mit einer Aktion am Schacht KONRAD wird am 1. Dezember der Countdown für die Entscheidung des niedersächsischen Umweltministers über die Aufhebung der Genehmigung für Schacht KONRAD eingeleitet.

Los geht es um 17.00 Uhr am Schacht KONRAD mit Redebeiträgen:

Anschließend geht es mit Fackeln und Laternen in die Mitte von Bleckenstedt zum KONRAD-Haus. Dort gibt es einen gemütlichen Ausklang bei warmen Getränken und einem kleinen Imbiss. (Fackeln sind erhältlich, Laternen bitte mitbringen)

„Minister Christian Meyer hat zugesagt, über unseren Antrag bis Ende des Jahres zu entscheiden. Wir wollen ihm am 1. Dezember mit möglichst vielen Menschen daran erinnern“, so Ludwig Wasmus vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD. Mit einer Entscheidung alleine ist es nicht getan, der Umweltminister sollte sich natürlich auch richtig entscheiden. „Wir werden eine Tür mitbringen. Alle wissen, dass die Einlagerung von Atommüll in das alte, marode Eisenerzbergwerk eine schlechte Idee ist. Unser Antrag auf Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses ist die Tür, durch die die Genehmigungsbehörde gehen kann, wenn sie ihre falsche Entscheidung von vor 21 Jahren korrigieren möchte. Nur Mut, Herr Meyer!“

Die Aktion am 1. Dezember ist der Auftakt für einen Countdown bis zum 31.12.2023. Umweltminister Meyer hatte im Frühjahr zugesagt, bis spätestens 31.12.2023 über den Antrag auf Aufhebung bzw. Widerruf des Planfeststellungsantrages Schacht KONRAD zu entscheiden. Getragen wird der Countdown vor allem durch einen virtuellen „Adventskalender“ unter www.sos-konrad.de, aber auch durch weitere Aktionen. Plakat zum download

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Konrad Presse konrad-gameover
news-1937 Mon, 20 Nov 2023 11:47:44 +0100 Transportrisiko kreuz und quer an Rhein und Ruhr https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/transportrisiko-kreuz-und-quer-an-rhein-und-ruhr Proteste nehmen Fahrt auf: Demo & Treckerkorso in Ahaus

In der Nacht vom 21. auf den 22. November soll eine weitere und letzte Castor- Probefahrt stattfinden. Dieses Mal will die nordrhein-westfälische Atomaufsicht dabei alle Arbeitsschritte kontrollieren. Die Testfahrt mit einem leeren Castor soll rund 170 Kilometer von Jülich über die Autobahn nach Ahaus führen. Beim vorherigen Probe-Transport Anfang des Monats führte die Route auch durch heikle Passagen wie den Düsseldorfer Flughafen-Tunnel (A44) und die Großbaustelle am Autobahnkreuz Kaiserberg (A3). Ab dem Autobahnkreuz Kaiserberg führte die Probefahrt dann kreuz und quer über die Duisburger Stadtautobahnen (A40, A59, A42) durch dicht besiedeltes Gebiet um letztendlich wieder auf die A3 zu gelangen.

Kerstin Ciesla vom BUND NRW dazu: „Allein die risikoreiche Transportroute durch dicht-besiedeltes Gebiet zeigt den Irrsinn der dieser  angeblichen „Lösungs“-Option“.

Auch dieses Mal erwarten die Anti-Atomkraft-Initiativen wieder einen massiven Polizeieinsatz zwischen Jülich und Ahaus – sowohl für Hin- als auch Rückfahrt. Die mehreren Dutzend Einsatzfahrzeuge, Polizeihundertschaften sowie Sondereinsatzkräfte und Hubschrauber dokumentieren die Rücksichtslosigkeit des Forschungszentrums Jülich/ der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) und die Schwäche ahnungsloser Politik.

„Was wir bisher gesehen haben, war ein riesiger Zirkus, der allein dem Zweck diente, die Hilflosigkeit von Politik und Atomaufsicht zu kaschieren“, erklärte Felix Ruwe von der BI "Kein Atommüll in Ahaus". „Die zuständige NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur hat in dem peinlichen und sinnlosen Verschiebezirkus den „Hut“ auf. Als Chefin der NRW-Atomaufsicht wäre es ihre Aufgabe, eine langfristige Problem-Lösung vor Ort von den Verursachern des Atommülls einzufordern“, so Felix Ruwe weiter.

Für Ahaus rufen die Anti-Atomkraft-Initiativen am Dienstag, dem 21.11.2023, zu einer Demo auf, auch ein Trecker-Korso von Landwirten und Live-Musik sind bereits angekündigt. Auftakt ist um 18 Uhr am „TOBIT“-Kreisel (Legdener Str., Parallelstr, Schumacherring). Danach führt der Demozug zur Kreuzung Schuhmacherring / Schöppinger Straße, während die Trecker einen Abstecher durch die Innenstadt fahren, um dann wieder mit den Demonstranten zusammenzukommen.

In Jülich ist am Dienstag ab 20 Uhr eine Mahnwache vor dem Haupttor des Forschungszentrums geplant. Für Marita Boslar vom Aktionsbündnis Stop Westcastor ist schleierhaft, warum es in den letzten 15 Jahren nicht ein einziges Mal ein Spitzengespräch mit allen Beteiligten gab. Dazu zählen die Bundesministerien Umwelt, Finanzen und Forschung, das Forschungszentrum Jülich, aber auch die Städte Jülich und Ahaus.

„Mona Neubaur muss als Erstes die 2014 erteilte Räumungsanordnung für das Jülicher Zwischenlager aufheben und dann alle Beteiligten zu einem Runden Tisch ins Ministerium einladen. Jetzt ist die Zeit für eine Kehrtwende und einen Neuanfang!“ so Marita Boslar.

Weitere Infos:
www.westcastor.org, www.sofa-ms.de

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Bundesweit
news-1904 Wed, 08 Nov 2023 11:38:41 +0100 Probe-Castor Jülich Ahaus – politische Lösung nicht in Sicht https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/probe-castor-juelich-ahaus-politische-loesung-nicht-in-sicht (SOFA Münster/ 08.11.2023) Update 11.00 Uhr: Urenco hat gerade im Windschatten der Castor-Probe einen beladenen Uranzug mit 16 Waggons via Münster und Burgsteinfurt nach Gronau geschickt, inkl. Hubschrauberbegleitung. Wurde an mehreren Orten beobachtet und auch erhöhte Strahlung gemessen. Das ist anscheinend der erste Uranzug nach Gronau seit drei Jahren – wir arbeiten an der Aufklärung!

Update 07.30 Uhr: Die Fahrt des Probecastors wurde gestern Nacht zu einer großen Polizeishow: Mehrere Dutzend Einsatzfahrzeuge, Hundertschaften, Sondereinsatzkräfte und ein Hubschrauber begleiteten den LKW über die Autobahnen, in Ahaus warteten weitere zehn.  Im Vorfeld gab es in Münster sogar eine Gefährderansprache, hier und da wurde versucht, Leute am Beobachten zu hindern. Dennoch ist die Beobachtung quer durch NRW rundum gelungen, die Repressionsversuche sind gescheitert und die Fahrt konnte lückenlos dokumentiert werden. Der polizeiliche Mega-Einsatz für die Probefahrt zeigt deutlich, dass die Landesregierung und die Polizei spätestens nach der Trecker-Demo am Montag in Ahaus total nervös geworden sind und plötzlich auf Großeinsatz umgeschaltet haben – sowas soll sich nun an 40 bis 60 Einzeltermine über fast zwei Jahre verteilt wiederholen auf den Autobahnen – das ist der Wahnsinn!

Die bisherige Strategie der Geheimhaltung und auch das Transportkonzept sind damit schon jetzt gescheitert. Gestern hieß es wieder einmal „Herr Reul, übernehmen Sie“, weil die Politik versagt. Aber das ersetzt kein zukunftsfähiges Konzept zur sicheren Atommülllagerung der 300 000 Brennelementekugeln in den 152 Jülicher Westcastoren. Deshalb heißt heute morgen unsere Devise weiterhin: „Den Castor stoppen, bevor er losfährt.“ Die Castoren müssen in Jülich bleiben. Dort muss ein längerfristige Lagerung ermöglicht werden, wie es auch der Jülicher Bürgermeister vorschlägt.

weiterlesen auf SOFA -Münster


Am Montag, 6. November fanden Mahnwachen vor dem Forschungszentrum in Jülich und in Ahaus statt. Anlass war der angekündigte 2. Probe-Castortransport von Jülich nach Ahaus mit einem kompletten Leer-Castor. Ein weiterer Probe-Castor soll vom 21. auf den 22. November rollen. Pressemitteilung https://www.westcastor.org/2023/11/06/castor-transporte-juelich-ahaus/

Weitere Infos auch bei www.westcastor.org und www.bi-ahaus.de

Presse:
https://www.wn.de/muensterland/kreis-borken/alstaette/landwirte-rollen-gegen-atommull-burgermeisterin-ruft-alle-ahauser-zu-widerstand-auf-2859779?pid=true
https://taz.de/Protest-gegen-Castor-Transporte/!5968470/
https://www1.wdr.de/nachrichten/generalprobe-castor-transport-juelich-ahaus-100.html

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Bundesweit
news-1903 Thu, 02 Nov 2023 15:39:27 +0100 Unverzüglichkeitsgebot für die Rückholung https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/unverzueglichkeitsgebot-fuer-die-rueckholung (Do., 02.11.23/SW) Erneut hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) eine öffentliche Veranstaltung zur Rückholung des Atommülls aus der Asse genutzt, um auf eine drohende Flutung des Bergwerks hinzuweisen. BGE-Projektleiter Lautsch dramatisierte während es Besuchs des niedersächsischen Umweltministers Christian Meyer am 25.10. laut Braunschweiger Zeitung die Lage szenisch mit den Worten „Wir können nicht warten, bis wir aus der Grube rauslaufen müssen“.

Für uns als Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD ist dies ein erneuter Hinweis darauf, dass bei der BGE die als „Notfallkonzept“ bezeichnete Flutung der Asse samt Atommüll weiterhin Vorrang vor der gesetzlich festgeschriebenen Rückholung hat. Es ist auffällig, wieviel Energie die BGE in diesem Jahr in ihr „Notfallkonzept“ legt. Statt der Region endlich ein ausgearbeitetes und schlüssiges Rückholkonzept vorzulegen, wird wiederholt Angst geschürt vor dem drohenden Absaufen der Salzgrube samt Atommüll. Wir bleiben dabei: Pumpen statt Fluten!

Im Frühjahr 2020 hatte die BGE der Öffentlichkeit ein 148-seitiges Papier präsentiert, in dem das Rückholkonzept dargestellt wurde. Schaut man sich den anvisierten Zeitplan für die unabdingbar notwendigen Bauwerke (Schacht V und das Rückholbergwerk) an, stellt man schon heute - nur zweieinhalb Jahre später - fest, dass dieser Plan nicht aufgeht.

Seit zehn Jahren steht die Rückholung im Atomgesetz, zehn Jahre wurde viel diskutiert, doch es gibt bis heute weder einen geeigneten Bergeschacht, noch die unterirdische Infrastruktur samt Bergetechnik.

Wir erwarten von der BGE die unverzügliche Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrags!

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Asse II
news-1902 Sun, 29 Oct 2023 15:46:35 +0100 Das unheimliche Element https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/das-unheimliche-element Die Geschichte des Urans zwischen vermeintlicher Klimarettung und atomarer Bedrohung

Heilsbringer oder Verderben? Die Entdeckung des Elements Uran läutete das Atomzeitalter ein, das viel versprach und viel zerstörte. Bis heute werden im Uran-Bergbau Menschen und Umwelt ohne genügend Schutz ausgebeutet und lebensbedrohlich verstrahlt. Die Folgen der Atombombentests halten bis heute an. Atomwaffenarsenale werden gerade modernisiert. Und der Atommüll? Der wird unsozial unseren Nachkommen aufgebürdet. Trotz Atomausstieg bleibt das Thema auch für Deutschland weiter relevant.

In der Form wie der Mensch es nutzt, ist Uran ein unheimliches – also bedrückendes, finsteres und grauenvolles – Element. "Das unheimliche Element" erklärt klar und leicht zugänglich wie Uran und seine Zerfallsprodukte entdeckt wurden und die Welt veränderten. Das Sachbuch ist ein empfehlenswerter Überblick für alle, die mehr über das Atomzeitalter wissen wollen. Und auch so manch Kundige*r mag noch tieferen Einblick in das nukleare System bekommen.

Horst Hamm, Jens Soentgen (Hrsg.)

Das unheimliche Element

ISBN: 978-3-98726-000-1
Softcover, 240 Seiten
Erscheinungstermin: 11.04.2023
Oekom-Verlag
22,00 Euro

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Bundesweit
news-1901 Sat, 28 Oct 2023 14:39:24 +0200 Archiveinweihung bei Yellow Cakes und Anti-Atom-Liedern https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/archiveinweihung-bei-yellow-cakes-und-anti-atom-liedern (28.10.23 | US) Mit einer Veranstaltung wurden am 18. Oktober die neuen Räume des Archivs im ehemaligen Klinikum in Salzgitter-Bad offiziell eingeweiht und das fünfjährige Bestehen des Archivs gefeiert. Gekommen waren Vertreter der Stadt Salzgitter, Mitarbeiterinnen des Gorleben-Archivs und des Stadtarchivs Salzgitter, Bestandsbildner*innen aus Berlin, Bremen, der Region Hannover und Salzgitter sowie Mitglieder und Unterstützer*innen des Archivs. Mehr

 

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Bundesweit Archiv Atomerbe
news-1900 Thu, 26 Oct 2023 13:58:37 +0200 Ernsthafte Prüfung oder doch nur Farce? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/ernsthafte-pruefung-oder-doch-nur-farce (PE 26.10.23) Äußerungen des niedersächsischen Umweltministers Christian Meyer (GRÜNE) anlässlich seines gestrigen Besuches des Atommülllagers ASSE II wecken erhebliche Zweifel an der zugesagten ernsthaften Prüfung des Antrages auf Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses für Schacht KONRAD. Seit knapp zweieinhalb Jahren warten die Antragsteller und das Bündnis Salzgitter gegen Schacht KONRAD vergeblich auf eine Entscheidung.

„Wir sind schon sehr verwundert, dass Minister Meyer gegenüber der Presse die bayerischen Zwischenlager für den Müll aus der ASSE II ins Spiel bringt,“ so Ludwig Wasmus vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD.

„Die Behauptung, ab 2029 würden sich die bayerischen Zwischenlager leeren, verkennt drei essentielle Punkte. Erstens ist es verantwortungslos, Atommüll in das alte Eisenerzbergwerk KONRAD einlagern zu wollen. Zweitens soll mit der Einlagerung in das ungeeignete Bergwerk laut der zuständigen Bundesgesellschaft BGE erst in den 2030er Jahren begonnen  werden. Drittens gleicht die Situation der Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle einer Katastrophe und ist eine gefährliche Flickschusterei. Es ist unverantwortlich, den Müll uninformiert in ungesicherte Lager verschieben zu wollen. Das ist nicht weniger populistisch als die Äußerungen der bayerischen Staatsregierung zur Atompolitik.“

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Konrad
news-1890 Mon, 16 Oct 2023 13:26:47 +0200 NRW-weite Protestaktionen gegen Atommüll-Verschiebung https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/nrw-weite-protestaktionen-gegen-atommuell-verschiebung 250 Menschen bei Protestaktionen gegen drohende Atommüll-Transporte zwischen Jülich und Ahaus: Heftige Kritik an Forschungszentrum Jülich – Landesregierung soll Koalitionsvertrag umsetzen!

An mehreren Orten zwischen Jülich und Ahaus gab es am Sonntag, 15.10.2023 Protestaktionen gegen drohende Atommüll-Transporte entlang der möglichen Autobahn-Transport-Routen durch Nordrhein-Westfalen. An der Kundgebung in Ahaus nahmen 200 teil, bei Mahnwachen in Jülich, Köln, Düsseldorf und Duisburg waren es 50 Menschen. Eine Solidaritäts-Protestaktion gab es auch nördlich von Ahaus an der A31 in Lingen.

weiterlesen https://www.westcastor.org

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Bundesweit