Dummy Title http://example.com en-gb TYPO3 News Thu, 23 Jul 2026 02:14:22 +0200 Thu, 23 Jul 2026 02:14:22 +0200 TYPO3 EXT:news news-2691 Wed, 22 Jul 2026 15:06:10 +0200 Brennelementefabrik Lingen: Genehmigung unverantwortlich https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/brennelementefabrik-lingen-genehmigung-unverantwortlich Kooperation von Framatome mit Rosatom im Emsland sicherheitspolitischer Wahnsinn / Über 125.000 fordern Abbruch der Kooperation mit dem Kreml

22.07.2026/ Gemeinsame Pressemitteilung von Ecodefense!, .ausgestrahlt, Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner*Innen im Emsland und Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

Die Bundesregierung und das Niedersächsische Umweltministerium genehmigen den Ausbau der Brennelementefabrik Lingen unter Beteiligung der russischen Atombehörde Rosatom.

Dazu erklärt Bettina Ackermann von der bundesweiten Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Die Öffnung der Atomfabrik Lingen für den Kreml-Atomkonzern Rosatom ist ein sicherheitspolitischer Dammbruch. Die Bundesregierung gefährdet damit die Sicherheitsinteressen Deutschlands und anderer EU-Staaten. Mehr als 125.000 Menschen fordern den Abbruch der Kooperation mit der russischen Atombehörde Rosatom in der Online-Aktion „Kein Atom-Deal mit Putin“. Die Bundesregierung muss ihr sicherheitspolitisches Roulette sofort beenden. Wir werden die Genehmigung und die Auflagen eingehend prüfen und behalten uns weitere Schritte vor.“

Alexander Vent vom Bündnis AgiEL ergänzt:

„Damit bestätigen sich unsere schlimmsten Befürchtungen. Die Bundesregierung ignoriert die Warnungen der deutschen Sicherheitsbehörden und Geheimdienste. Statt Rosatom in Lingen eine Absage zu erteilen, soll Framatome/ANF weiterhin mit der dem Kreml unterstellten Atombehörde kooperieren. Das ist ein sicherheits- sowie außenpolitischer Skandal. “

Wladimir Sliwyak, Träger des Alternativen Nobelpreises 2021 und Ko-Vorsitzender der in Russland verbotenen Umweltorganisation Ecodefense, macht deutlich:

„Rosatom Zugang zu atomarer Infrastruktur in Deutschland und damit auch Europa zu gewähren, ist unverantwortlich. Mit dieser Entscheidung macht Deutschland den Weg frei für Putin. Dieser baut ungehindert weiter seine geopolitische Macht über kritische Energieinfrastruktur in Europa aus. Der Kreml hat weitreichende Ambitionen, die er auch mit Sabotage und Spionage durchsetzt. Den Ausbau von Framatome/ANF in Lingen zu genehmigen ist daher das völlig falsche Signal.“

Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen erklärt:

„Der jetzige Vorgang zeigt, welche großen politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten die Nutzung der Atomenergie erzeugt. Die staatliche, französische Atomindustrie, der die Brennelementefabrik in Lingen gehört, ist vollkommen abhängig von russischem Uran und russischem Know-How. Es war und ist deshalb ein großer Fehler, die Brennelementefabrik in Lingen vom Atomausstieg auszuklammern. Wir fordern die umgehende Schließung dieser Atomfabrik im Emsland, um weiteren Schaden und weitere Abhängigkeiten zu vermeiden.“

Hintergrundinformationen:

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Niedersachsen
news-2690 Wed, 22 Jul 2026 11:03:36 +0200 Wegen Herstellerfehler entwich radioaktives Krypton-85 in die Umwelt https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/wegen-herstellerfehler-entwich-radioaktives-krypton-85-in-die-umwelt Warum trat bei der PTB radioaktives Krypton-85 aus? Nun ist die Ursache bekannt – Herstellerfehler! 

(PM Braunschweig-Spiegel 22-07-2026) Vor 5 Jahren ist radioaktives Krypton-85 in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig aus einer Messapparatur in die Umwelt entwichen. Im Sinne der Strahlenschutzverordnung handelte es sich um ein „bedeutsames Vorkommnis“. Die PTB informierte die Öffentlichkeit und erklärte, dass ein Gutachten des TÜV Nord die Ursachen ergründen werde. Viele Medien berichteten über den Vorfall. Als dann aber nach einiger Zeit ein Anwohner die Offenlegung des Gutachtens beantragte, verweigerte die PTB die Veröffentlichung.

Nach 5 Jahren ist nun durch eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig erreicht worden, dass das Gutachten offen liegt, wenn auch mit einer Reihe von Schwärzungen. Als sehr wahrscheinliche Ursache benennt das Gutachten einen Herstellerfehler, der im Einzelnen erläutert und anhand von Bildern belegt wird (Einzelheiten siehe unten). Die Strahlungsquelle stammt von der Firma Eckert und Ziegler, Braunschweig, die als Beigeladene in das Gerichtsverfahren einbezogen wurde.

Herstellerfehler – nur ein Einzelfall oder mehr?

Die PTB hat u. a. eine Angabe zur Fehlerquote des Herstellers bei der besagten Strahlungsquelle vom Typ NER-8375 geschwärzt. Sie begründet dies mit dem Interesse der Firma, deren Geschäftsgeheimnis durch Veröffentlichung dieser Fehlerquote verletzt würde. Nach Definition im Strahlenschutzgesetz müssen Strahlenquellen wie die eingesetzte so beschaffen sein, dass bei üblicher betriebsmäßiger Beanspruchung ein Austritt des radioaktiven Inhalts unmöglich ist (Quelle siehe unten). Eine Fehlerquote kann es daher nicht geben, jedenfalls nicht bei Produkten, die in den Verkauf gelangen. Der Gutachter empfiehlt für die Zukunft die Foto-Dokumentation jeder Strahlenquelle durch den jeweiligen Hersteller, damit fehlerhafte Strahlenquellen frühzeitig erkannt und nicht in Umlauf gebracht werden können (genaue Formulierung siehe unten). Auf die Presseanfrage, ob die Firma Eckert und Ziegler diese Empfehlung künftig einhalten werde, wird die Antwort ausdrücklich abgelehnt.

Hat Eckert und Ziegler die anderen Bezieher der Strahlenquelle NER-8275 inzwischen gewarnt?

Bisher ist nicht bekannt, ob die Firma auch die anderen Kunden, die mit der Strahlenquelle beliefert wurden, auf die Möglichkeit von Herstellungsschäden hingewiesen hat und ihnen etwa die Überprüfung der jeweiligen Strahlenquelle angeboten hat. Immerhin werden Strahlenquellen des genannten Typs allein in Deutschland zu Hunderten, wenn nicht Tausenden in verschiedenen Bereichen genutzt: in Industrie, Gewerbe, Medizin, Forschung und Landwirtschaft, wie die PTB am 15.04.2021 mitteilte. Die Angabe, wieviele davon von Eckert und Ziegler stammen, wurde geschwärzt.

Die PTB wollte die Veröffentlichung des Gutachtens verhindern - warum?

Die Klage wurde von einem Anwohner erhoben, der sich auf das Informationsfreiheitsgesetz und das Umweltinformationsgesetz berief. Beide eröffnen Bürgern wie Journalisten das Recht, über Belange, die für sie von Interesse sind, von staatlichen Stellen informiert zu werden. Die PTB vertrat dagegen die Position, dass nach § 109 Abs.3 der Strahlenschutzverordnung jegliche Weitergabe von Informationen an „Unbefugte“ verboten sei. Sie lehnte selbst die Herausgabe eines Gutachtens mit Schwärzungen ab. Der Rechtsanwalt der Firma Eckert und Ziegler vertrat dieselbe Position und zeigte einen erheblichen Einsatz, um die Veröffentlichung zu verhindern. Das Gericht folgte dieser Position nun aber nicht, sondern sorgte dafür, dass das Gutachten offengelegt wurde, wenn auch mit Schwärzungen.

Die Frage nach dem „Warum“ ist bisher ungeklärt. Jedenfalls hat die PTB durch ihr Verhalten objektiv dafür gesorgt, dass das Gutachten 5 Jahre geheim blieb. Das war wohl im vermeintlichen Interesse der Firma Eckert und Ziegler, aber weder im eigenen Interesse der renommierten Einrichtung PTB noch im Interesse der Öffentlichkeit. Denn das besteht offenbar darin, die Wiederholung solcher Unfälle zu verhindern, um Menschen und Natur zu schützen. Nun drängt sich der Eindruck auf, dass dieses Interesse von der staatlichen Einrichtung PTB, die dem Bundesministerium für Wirtschaft untersteht, zu Gunsten eines privaten Unternehmens blockiert wurde.

Andreas Matthies


Nähere Informationen zu einzelnen Aspekten

1. Definition im Strahlenschutzgesetz: umschlossene Strahlenquelle

Umschlossene radioaktive Stoffe müssen nach Strahlenschutzgesetz „ständig von einer allseitig dichten, festen, nicht zerstörungsfrei zu öffnenden, inaktiven Hülle so eingebettet sein, dass bei üblicher betriebsmäßiger Beanspruchung ein Austritt radioaktiver Stoffe mit Sicherheit verhindert wird“. (Strahlenschutzgesetz § 5 Abs.35)

2. Die genaue Erläuterung des TÜV-Gutachters, worin die Ursache lag

Die Gesamtheit aller Untersuchungen lassen darauf schließen, dass bereits bei der Fertigung der Kr-85-Strahlenquelle eine unzureichende Verbindung zwischen den einzelnen Komponenten einen späteren Austritt des Kr-85 aus der Umhüllung verursacht haben kann.“ (Seite 8 des Gutachtens)

Die genannten Komponenten sind ein Edelstahlzylinder und die obere Kuperkappe. Der Edelstahlzylinder sei nicht, wie notwendig, mittig, sondern „leicht schief“ (so wörtlich) in der oberen Kupferkappe befestigt; diese schiefe Verbindung habe dann dafür gesorgt, dass das Lot

(die Lötstelle) am Beginn der Kupferkappe keinen dichten Abschluss gebildet habe, so dass dann das Krypton auf Dauer habe entweichen können. Bei der unteren Kupferkappe dagegen sei eine gute Passform zwischen beiden Komponenten gegeben, so dass dort nichts entweichen konnte. Die diese Beschreibung verdeutlichenden fotografischen Abbildungen dieser Details (Nrn. 2, 3, 5,6,7 und 8) wurden ebenfalls geschwärzt.

3. Die Empfehlungen des Gutachters

Der Gutachter lobt von der PTB geplante, konkret benannte Maßnahmen, um künftig einen  Vorfall wie den behandelten in ihrem Bereich zu verhindern. Er fährt fort: „Darüber hinaus empfehlen wir folgende Maßnahmen zur Optimierung des Strahlenschutzes:

Fotodokumentation (idealerweise durch den Hersteller) der Lötstellen am Übergang zwischen Edelstahlzylinder und Kupferkappen mit Fokus auf dem sich auszubildenden Meniskus, um frühzeitig fehlerhafte Strahlenquellen zu erkennen.

Bei einem Verdacht auf eine undichte Kr-85-Strahlenquelle zunächst weiterhin gründliches Spülen der Aerosolneutralisatoren durch die Messapparatur über die Abluft und den Schornstein, um die mögliche Kr-85-Raumluftkonzentration zu minimieren.“

4. Die rechtliche Argumentation der PTB

Die PTB verweigerte die Veröffentlichung unter Hinweis auf § 109 Abs. 3 der Strahlenschutzverordnung. Danach sei es dem jeweiligen Strahlenschutzverantwortlichen einer Einrichtung bzw. eines Betriebes, die mit radioaktiven Stoffen umgehe, untersagt, Informationen an Unbefugte weiterzugeben. Es müsse nicht einmal im Einzelfall geprüft werden, welche Informationen herausgegeben werden können und welche nicht (etwa solche, die eine Gefährdung des Betriebes bzw. der Einrichtung mit sich bringen könnten). Vielmehr seien jegliche Informationen „a priori der Herausgabepflicht nach dem Informationsrecht entzogen“.

Dieses vermeintliche Verbot würde dann offenbar für alle Betriebe und Einrichtungen gelten, die mit radioaktiven Stoffen umgehen: die Braunschweiger Firma Eckert und Ziegler, Atomkraftwerke, Atommülllager wie Schacht Konrad, Asse, Morsleben oder auch das Zwischenlager in der PTB (161 Tonnen schwach- und mittelaktiver Atommüll, eine Hinterlassenschaft des Forschungsreaktors in der PTB).

5. Das Verhalten des Wirtschaftsministeriums unter Minister Habeck

Da der erwähnte Anwohner sich nicht vorstellen konnte, dass der Wirtschaftsminister Robert Habeck, dem die PTB qua Amt unterstand, eine Position unterstützt, die das Umweltinformationsrecht der Bürger erheblich einschränken würde, schrieb er den Minister zweimal persönlich an und bat um Prüfung. Beide Male erhielt er den Rückschein, aber keine irgendwie geartete Antwort auf seine Einschreiben. Das Wirtschaftsministerium unter Ministerin Reiche lehnte die von der PTB angestrebte Sperrerklärung zum Gutachten dann im Januar 2026 ab.

Andreas Matthies, Redakteur des Braunschweig - Spiegel

Für Rückfragen:  Andreas Matthies, Telefon: 0531 515755, E-Mail: andmat@web.de

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Eckert&Ziegler Regional
news-2689 Wed, 22 Jul 2026 10:50:00 +0200 Tag X10 – unsere Antwort bleibt Protest! https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/tag-x10-unsere-antwort-bleibt-protest (22. Juli 2026/ castor stoppen) Heute soll der zehnte von 152 Atommüll-Behältern aus der Zwischenlagerhalle Jülich in die Zwischenlagerhalle Ahaus stattfinden. Mit der Abfahrt des Schwerlast-LKW, beladen mit einem Castorbehälter und umgeben von einem Polizeikonvoi, wird gegen 22.00 Uhr gerechnet.

Die Verlagerung des Atommülls von einer in eine 170km entfernte andere Halle ist kein Beitrag zu einer möglichst sicheren Entsorgung der nuklearen Hinterlassenschaften der Atomindustrie! Jeder Transport stellt ein unnötiges Risiko für die Bevölkerung dar, weil Unfälle oder Anschläge nicht ausgeschlossen werden können. Außerdem kann der Müll in Ahaus nicht bleiben, sondern muss noch einmal transportiert werden: in ein „Endlager“ – welches es bekanntlich bisher nicht gibt.

Unsere Forderung bleibt: Sofortiger Stopp der gefährlichen Transporte über NRW-Autobahnen! Neubau einer möglichst sicheren Lagerhalle in Jülich!

Die Bundesregierung liefert heute noch einen weiteren Grund, gegen Atomkraft zu protestieren: Niedersachsens Umweltminister Meyer hat dem Druck aus Berlin nachgegeben und wird heute den Einstieg des Kreml-Atomkonzerns Rosatom in die Brennelementefertigung in Lingen freigegeben – und damit die Zukunft der Brennelementefabrik absichern.

Protest-Mahnwachen & Infoverstaltung heute Abend (22. Juli)

Jülich: ab 20 Uhr Mahnwachen vor dem Forschungszentrum und am Königshäuschen kurz vor der Autobahnauffahrt (Aachener Landstr.25, Bushalte.Neubourheim).

Ahaus: ab 20.00 Uhr Mahnwache an der Kreuzung Schorlemerstraße/Schumacherring (Parkplatz Teppichboden-Janning)

Ahaus: 20.00 Uhr – Infoveranstaltung „zu Transportwahnsinn und Perspektiven darüber hinaus“ von die LINKE NRW im Wahlkreisbüro, Parallelstraße 26, Ahaus.

Duisburg: ab 22.30 Uhr Mahnwache an der A 42-Brücke über den Rhein.

Beteiligt euch am Protest gegen diese unsinnige Atommüll-Lawine!


21.07.2026: Pressemitteilung Westcastor Castor-Transporte: Keine Ferien für Polizei

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Bundesweit
news-2681 Mon, 06 Jul 2026 11:37:46 +0200 Wieder Castortransporte diese Woche - Proteste angekündigt! https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/wieder-castortransporte-diese-woche-proteste-angekuendigt (Castor stoppen/ 6.7.2026) Es gibt einen Hinweis darauf, dass in dieser Woche zwei Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus rollen werden. Der erste startet am Dienstag Abend, der zweite am Mittwoch Abend. Diese Info passt zu der Veröffentlichung des WDR, der von einer künftigen „höheren Taktung“ der Transporte geschrieben hatte.

Als Reaktion auf die angekündigten Atommülltransporte hat die BI Ahaus nun zwei Mahnwachen angemeldet: für Dienstag und Mittwoch Abend (7./8. Juli), ab etwa 20.00 Uhr. Treffpunkt ist wieder am Kreisel Schumacherring / Schöppinger Straße (bei „Teppich Janning“) in Ahaus– hier müssen die Castortransporte durch.

Mehr Infos auf castor-stoppen.de/ticker/ und norden.social/@castorstoppen 

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Bundesweit
news-2679 Mon, 29 Jun 2026 13:40:53 +0200 Was weiß unsere Jugend von der Kernenergie? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/was-weiss-unsere-jugend-von-der-kernenergie (Atommüllreport/ Fundstück Juni 2026) Die „richtigen Antworten“ zu 36 Fragen wollte der Betreiber des Atomkraftwerks Grohnde gemeinsam mit Prof. Dr. Heinz Haber von den „Jungen und Mädchen des Wesertals“ im Rahmen eines Wettbewerbs im Jahr 1979 erfragen. Bei dem Multiple-Choice-Test standen jeweils drei Antworten zur Auswahl, von denen eine oder mehrere richtig sein konnten. Neben rein fachlichen Fragen wie „Welches Atom ist am einfachsten gebaut?“ durften natürlich auch Fragen nicht fehlen, die Atomenergie in gutem Lichte erscheinen ließen: „Wie viele Kubikmeter Schwemm- und Schwebstoffe werden jährlich durch die Anlagen des Kernkraftwerks Grohnde aus der Weser entfernt werden, so dass das Wasser sauberer wird? A: etwa 100 m³, B: etwa 1200 m³, C: etwa 3000m³“. Na, hätten Sie es gewusst?

weiterlesen: www.archiv-atomerbe.de/fundstueck-juni-2026/ 

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Grohnde Archiv Atomerbe
news-2677 Thu, 25 Jun 2026 19:08:07 +0200 Statuskonferenz Zwischenlagerung von Protest begleitet https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/statuskonferenz-zwischenlagerung-von-protest-begleitet (Pressemitteilung/ BI Lüchow-Dannenberg/ 25.06.2026) Die Endlagersuche dauert deutlich länger als ursprünglich geplant. Es soll zwar künftig schneller gehen, entsprechende Beratungen zur Novelle des Standortauswahlgesetzes (StandAG) laufen bereits, doch der ursprüngliche Termin zur Benennung eines Standortes – im StandAG wurde ursprünglich das Jahr 2031 genannt -, ist obsolet und einen neuen Termin möchte der Gesetzgeber nicht mehr nennen.

Das hat erhebliche Folgen für die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle in Deutschland. Die heutige (23.6.) Statuskonferenz in Berlin sollte der Startschuss für ein Beteiligungskonzept sein, in dem betroffene Zwischenlagerstandorte durch ihre kommunalen Vertreter:innen, Bürgerinitiativen und Umweltverbände ausloten sollten, wie für die nächsten 100 Jahre ein Mehr an Sicherheit gegeben sein könne.

Einen Tag zuvor gab die Gorleben-Betreiberin BGZ ihren Plan bekannt: Sie will eine Verlängerung der Lagerung hochradioaktiver Abfälle um lediglich 20 Jahre für Gorleben beantragen – in Gorleben lagern 113 Castoren und die Genehmigung läuft im Jahr 2034 aus.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Das ist nur dann vernünftig, wenn bei den Sicherheitsbetrachtungen berücksichtigt wird, dass die Behälter in den Zwischenlagern weitere 80 bis 100 Jahre aufbewahrt werden müssen. Wir vermuten, dass die BGZ nur auf ein Weiter so setzt, um alle Forderungen nach einer Härtung des Lagers oder eines Neubaus zu unterlaufen.“

Entsprechend wurde vor dem Veranstaltungsort, den Toren der Genehmigungsbehörde, das Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) in Berlin, sichtbar protestiert. Martin Donat, der BI-Vorsitzende, sprach in diesem Zusammenhang von „epochalen Aufgaben“, die nur mit einer echten Beteiligung der Zivilgesellschaft zu wuppen seien.

Helge Bauer von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt ergänzt: „Die Sicherheit aller Atommüll-Zwischenlager ist unzureichend. Ein Angriff auf sie mit moderner Drohnentechnik hätte katastrophale Folgen. Die anstehenden Neugenehmigungsverfahren für die Atommüll-Lager müssen auch derartige Defizite in den Blick nehmen. In Zeiten, in denen sich neue Waffentechnik rasant schnell entwickelt, dürfen Verfahren zum kurzfristigen Anpassen an die Sicherung dieser kritischen Infrastruktur nicht wie in der Vergangenheit über zwanzig Jahre bis zur Umsetzung dauern.“

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

Helge Bauer, .ausgestrahlt, 0160 305 9148

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Bundesweit
news-2669 Mon, 22 Jun 2026 09:53:07 +0200 Wir waren beim Landesfest dabei – das hat sich gelohnt https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/wir-waren-beim-landesfest-dabei-das-hat-sich-gelohnt (Mo., 22.06.26/MN) Mit einem starken Standteam waren wir beim Landesfest, Tag der Niedersachsen von 12. – 14. Juni in Braunschweig in und vor unserer Info-Pagode am Start. An den drei Veranstaltungstagen sind wir mit vielen Besucher:innen ins Gespräch kommen zu den Atomstandorten bei uns in der Region und auch zu der Frage, wann und wo es das Endlager für den hochradioaktiven Atommüll geben wird.

Für uns war es eine gute Gelegenheit zu hören und zu diskutieren, was die Menschen bewegt, wenn es um die Rückholung des Atommülls aus der ASSE, welche Fragen es zum geplanten Atommüllendlager Schacht KONRAD oder auch zur Nuklearfirma Eckert & Ziegler in Braunschweig gibt. 
Unser Informationsangebot fand viel Zuspruch – bei Menschen aus der Region und auch von Besucher:innen von außerhalb. Während die Erwachsenen sich mit den ernsthaften und komplexen Fragen der Endlagerung von Atommüll beschäftigten, hatten die begleitenden Kindern viel Spaß beim Angelspiel, um Atommüllfässer aus der ASSE zu bergen. 
Für uns ein gelungenes Wochenende bzw. ein Landesfest, darin waren sich die Aktiven einig. 

Es gab viele Fragen zur Suche eines Endlagers für hochradioaktiven Müll. 
Derzeit lagern rund 1.900 Castor-Behälter mit hoch radioaktiven Abfällen in den zentralen Zwischenlagern in Ahaus, Gorleben und Lubmin sowie in den dezentralen Zwischenlagern in Jülich und an 12 AKW Standorten; weiterhin müssen weiterhin 600.000 Kubikmeter schwach- und mittelaktiver Abfall endgelagert werden. Dafür muss ebenfalls ein oder zwei Läger gefunden werden. Aus Sicht von der Arbeitsgemeinschaft ist Schacht KONRAD dafür nicht geeignet. 
Weiterhin muss es ein Konzept für eine möglichst sichere, längerfristige Zwischenlagerung der hoch radioaktiven Abfälle geben und die Zwischenlager für eine längere Laufzeit ertüchtigt werden, da bei der Suche und Fertigstellung  eines Endlagers für den hochradioaktiven Müll frühestens in den 70er zu rechnen ist.  Zu all diesen Fragen .gab es vielfältige Gespräche mit interessierten Besucher:innen von nah und fern.

So hat sich es wirklich gelohnt, beim Landesfest teilzunehmen; nicht finanziell, da das Sammeln von Spenden und Verkauf von Artikeln nicht gestattet war. Es hat uns allerdings Geld gekostet - für die angemietete Pagode und Stromanschluss.
Das waren mehrere hundert Euro – viel Geld für unseren Verein. Wir verfügen nicht über einen großen Etat für unsere Kommunikation und Informationsarbeit, sondern müssen dies aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuwendungen bestreiten.

Auf jeden Fall ist das Resümee ist eindeutig positiv, denn es gilt für uns, unser Engagement geht weiter. Das wurde uns von vielen bestätigt: „Gut, dass Ihr hier dabei seid! Danke für Euer Engagement!

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Regional Arbeitsgemeinschaft
news-2665 Tue, 16 Jun 2026 15:56:48 +0200 17.06.2026: Atommüllkonvoi von Brunsbüttel nach Brokdorf https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/presseerklaerung-castor-schiff-hat-brunsbuettel-erreicht-16-juni-2026 Nach dem Abschluss des Verladens von sieben Atommüllbehältern aus dem Transportschiff „Pacific Grebe“ auf LKW-Tieflader ist der Konvoi am 17.06.26 abends von Brunsbüttel nach Brokdorf gestartet. Sein Ziel war das Zwischenlager am Atomkraftwerk im benachbarten Brokdorf.

Dazu Kerstin Rudek vom Bündnis CASTOR-stoppen:

„Der Atommüll aus dem Betrieb der Atomkraftwerke in Deutschland füllt rund 1.900 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall, zudem entstanden rund 600.000 Kubikmeter schwach- und mittelaktiver Abfall. Der letzte Reaktor in Deutschland ist seit über drei Jahren außer Betrieb. Kraftwerke kann man abschalten, den Atommüll nicht!

Solange es für diese gewaltige Menge an nuklearer Hinterlassenschaft keine tragbare Lösung gibt, ist nicht nur jeder unnötige Atommülltransport unverantwortlich. Es erübrigt sich damit auch jegliche Debatte über die Wiederinbetriebnahme alter Meiler oder den Bau neuer Reaktoren. Auch die Debatte um sogenannte ‚Small Modular Reactors‘ (SMR) ist eine reine Scheinlösung – diese Mini-Reaktoren lösen kein Entsorgungsproblem. Es muss endlich Schluss sein mit dem Fliegen ohne Landebahn!“

Hinter der oft gehörten Formulierung, ‚Wir‘ müssten die atomare Hinterlassenschaft wegen völkerrechtlich bindender Verträge zurücknehmen, verbirgt sich eine massive Schieflage der Verantwortlichkeiten. Es gilt klar zu hinterfragen, wer dieses ‚Wir‘ eigentlich ist. Während die Atomkraftbetreiber international über Jahrzehnte hinweg Milliardengewinne mit der Hochrisikotechnologie eingefahren haben, sind sie aus der Verantwortung für die Folgen entlassen. Die immensen Kosten und die organisatorischen Lasten für den sorgsamen Umgang mit dem strahlenden Erbe werden nun der Allgemeinheit aufgebürdet. Aktuell wird diese Jahrhundertaufgabe auf staatlicher Ebene von der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung verwaltet – bezahlt mit Steuergeldern. Es ist unhaltbar, dass Konzerne die Gewinne privatisieren, während die Gesellschaft die unkalkulierbaren Risiken und Kosten der Entsorgung dauerhaft tragen muss.

Nach wie vor steht für uns fest, dass

– es weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll gibt,
– CASTOR-Zwischenlager zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern werden,
– Atommüll nur ungefährlich ist, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
– Atomkraft kein Klimaretter sein kann!

Pressekontakt Bündnis CASTOR-stoppen:
Tel. 0176 7802 7597
Kerstin Rudek Tel. 015902154831

Informationen zum Brennelementezwischenlager Brokdorf/Elbe

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Bundesweit International
news-2668 Tue, 16 Jun 2026 15:56:48 +0200 CASTOR-Schiff hat Brunsbüttel erreicht 16. Juni 2026 https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/presseerklaerung-castor-schiff-hat-brunsbuettel-erreicht-16-juni-2026-1 Heute um ca. 4 Uhr hat das Atommüll-Transportschiff „Pacific Grebe“ unter absoluter Geheimhaltung den Elbehafen Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) erreicht. Im dortigen Hafen der Firma Schramm Ports & Logistics werden nun sieben CASTOR-Behälter auf LKW-Tieflader umgeladen.

Es ist damit zu rechnen, dass sich der Atommüllkonvoi heute Nacht (Dienstag auf Mittwoch) mit Geleitschutz auf den Weg macht in die Zwischenlagerhalle am Atomkraftwerk Brokdorf. Dort werden die CASTOR-Behälter stehen, bis ein Endlager dafür benannt und in Betrieb genommen werden kann. Das wird laut Auskunft der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) nicht vor 2074 erfolgen.

„Was die Geheimhaltung betrifft, haben die Verantwortlichen gegenüber der letzten vergleichbaren Anlieferung in 2025 nach Nordenham ihre Hausaufgaben gemacht. Der bittere Beigeschmack: Dieser Transport erfolgt damit ohne die Möglichkeit eines vorbeugenden Katastrophenschutzes oder einer transparenten Kontrolle seitens der Zivilgesellschaft“, kommentiert Kerstin Rudek die für das Castor-Stoppen-Bündnis überraschende Ankunft der GREBE am frühen Morgen in Brunsbüttel. „Wir werten das als ist ein Eingeständnis, dass die Transporte gefährlich und ein potentielles terroristisches Ziel sind.“

Am heutigen Dienstag, 16.06., wird es um 17:30 Uhr eine Kundgebung vor dem AKW Brokdorf geben. Weitere Protestaktionen auf: www.castor-stoppen.de

– es gibt weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll
– CASTOR-Zwischenlager werden zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern
– Atommüll ist nur ungefährlich, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
– Atomkraft ist kein Klimaretter

Pressekontakt Bündnis CASTOR-stoppen:
Tel. 0176 7802 7597
Kerstin Rudek Tel. 015902154831

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Bundesweit International
news-2664 Wed, 10 Jun 2026 10:15:01 +0200 Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel besucht AG-Infostand https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/landesbischoefin-dr-christina-maria-bammel-besucht-infostand-der-ag-schacht-konrad (10-06-2026/GM) Beim Tag des offenen Hofes auf dem Hof Rühmann in Salzgitter-Sauingen war die AG Schacht KONRAD mit einem Informationsstand vertreten. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über die Atommüllproblematik, das geplante Endlager Schacht KONRAD und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Region zu informieren.

Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch der Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel. Nach dem Festgottesdienst nahm sie sich Zeit für ein Gespräch an unserem Stand und informierte sich über die Arbeit der AG Schacht KONRAD sowie über aktuelle Entwicklungen rund um die Atommülllagerung.

Der offene und respektvolle Austausch zeigte einmal mehr, wie wichtig der gesellschaftliche Dialog über den Umgang mit radioaktiven Abfällen und die Zukunft unserer Region ist. 

Wir bedanken uns bei Frau Dr. Bammel für ihr Interesse und bei allen Besucherinnen und Besuchern für die vielen guten Gespräche und die große Aufmerksamkeit für unsere Anliegen.

Unser nächster Info-Stand ist vom 12.-14. Juni 2026 beim Tag der Niedersachsen in Braunschweig. Wir stehen auf den St. Nicolai-Platz zwischen dem ECE-Center/Schloss und Herzog-Anton-Ulrich Museum. 

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Regional Arbeitsgemeinschaft
news-2663 Wed, 10 Jun 2026 10:02:27 +0200 Atommüll-Transport aus England hat offenbar begonnen https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/atommuell-transport-aus-england-hat-offenbar-begonnen (Castor stoppen/ Brokdorf-Ticker/10-06-2026) Eine Lieferung von Atommüll in Castorbehältern aus der britischen Plutoniumfabrik Sellafield mit Ziel Zwischenlager Brokdorf in Schleswig-Holstein hat offenbar begonnen. Im Hafen Barrow-in-Furness würden die Behälter auf das Spezialschiff „Pacific Grebe“ verladen, heißt es aus gut informierten Kreisen. Nach Barrow wurden die Castorbehälter vom Typ HAW28M, befüllt mit hochradioaktiven Abfällen, per Eisenbahn gebracht. Die englischen Aktivist:innen rechnen „bald“ mit der Abfahrt des Schiffes mit Ziel Deutschland.

Die Überfahrt über die Nordsee dauert etwa 5 Tage. Angelaufen wird ein „deutscher Seehafen“, vermutlich Nordenham. Von dort geht die Reise des Atommülls per Bahn über Bremen und Hamburg weiter bis Brunsbüttel. Dort muss eine Umladung auf Straßentransporter für das letzte Teilstück nach Brokdorf erfolgen. Weitere Infos: http://castor-stoppen.de/brokdorf

Die mögliche Transportroute: https://castor-stoppen.de/brokdorf/#route

Ziel der „Rücktransporte“ aus der Wiederaufarbeitung von verbrauchten Brennelementen aus dem Betrieb der deutschen AKW war ursprünglich Gorleben, bis sich im Rahmen des Atomausstiegs auf eine Umverteilung auf die Zwischenlagerhallen an den deutschen Meilern geeinigt werden konnte. Anlass für Proteste gegen diese Transporte ist, dass die Behälter für eine unbestimmte Zeit in unsicheren Zwischenlagerhalle geparkt werden. Ein Endlager für den Atommüll gibt es nicht. Mit Atommülltransporten wird das Problem nur von einem Ort zum anderen verlagert, aber nicht gelöst.

Die Zwischenlagerhallen, in denen die Behälter dann geparkt werden, sind das nächste Sicherheitsproblem. Einst für 40 Jahre Betrieb gebaut und genehmigt endet dieser Zeitraum in Gorleben schon 2034. Die staatliche Betreiberbehörde BGZ will eine Verlängerung beantragen, möglicherweise geht es um Zeiträume bis 2140. Schon ganz am Anfang dieses Verfahrens wird deutlich, dass das Gefahrenpotential systematisch kleingeredet, neue Bedrohungslagen ignoriert und Transparenz sowie Öffentlichkeitsbeteiligung vernachlässigt werden.

https://norden.social/@castorstoppen | https://www.ausgestrahlt.de/presse/uebersicht/castortransport-zum-zwischenlager-brokdorf-gefahrl/ 

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Bundesweit International
news-2661 Tue, 02 Jun 2026 16:24:18 +0200 Neuer Atommüll-Lehrpfad eröffnet - mit viel Sonnenschein und Gästen https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/neuer-atommuell-lehrpfad-eroeffnet-mit-viel-sonnenschein-und-gaesten (Di., 02.06.26/MN) Am 29. Mai war es soweit – der neu gestaltete Atommüll Lehrpfad in Bleckenstedt konnte der Öffentlichkeit – bei wunderschönsten Wetter – präsentiert werden. Dazu waren ca. 30 geladene Gäste und andere Interessierte am Freitag Nachmittag gekommen. 
Die Fachgruppe KONRAD innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD war zufrieden und auch stolz, die Ergebnisse ihrer Arbeit zeigen und erläutern zu können. In den letzten Monaten ging es um die inhaltliche Neugestaltung des alten Lehrpfades, eingängige und verständliche Aufbereitung der vielen Informationen zu Problemen und Gefahren bei der geplanten Einlagerung von Atommüll in Schacht KONRAD, zu den anderen Atomprojekten in der Region, ASSE II, Morsleben und Eckert & Ziegler und zur Geschichte des Widerstandes. 
Und dann mussten ja auch neue technische Lösungen für die Standfestigkeit und Robustheit der 12 Stationen gefunden und installiert werden. Alles in enger Absprache und Zusammenarbeit mit der beauftragten Grafikerin, die ebenso zufrieden mit dem Ergebnis war: „ Das ist uns gemeinsam gut gelungen“. 

“Möglich wurde die Erstellung des Lehrpfades auch durch die Unterstützung unserer Sponsoren als auch der Grundstücksbesitzer, die die Aufstellung jeweils ermöglichten. Vielen Dank an alle!”, so Ursula Schönberger bei der Begrüßung.

Der Lehrpfad umfasst 12 Stationen in Salzgitter-Bleckenstedt und auf dem Weg zu Schacht KONRAD 1.

In den Grußworten gab es dann auch viel Lob und Anerkennung. Stefan Klein, der 1.Bürgermeister der Stadt Salzgitter in Vertretung für den Oberbürgermeister Frank Klingebiel bedankte sich bei den Aktiven mit der festen Überzeugung, dass „ wir es gemeinsam schaffen können“, die Inbetriebnahme von Schacht KONRAD zu verhindern.“ Der Lehrpfad kann „ die Menschen für das Thema Atommüll sensibilisieren“. Auch Björn Harmening, Betriebsratsvorsitzender bei Volkswagen in Salzgitter, war begeistert von der hohen Qualität und Vielfalt der Information auf den neuen Tafeln, und „ das wurde alles erstellt mit ehrenamtlicher Arbeit. Die Arbeitsgemeinschaft ist zentraler Bestandteil des Widerstands gegen das Projekt KONRAD und auch des Bündnisses Salzgitter gegen KONRAD. Ihr legt immer wieder den Finger in die Wunde, und Ihr habt Recht damit.“

Edgar Vögel von der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD machte in seinem Beitrag deutlich, wie wichtig der Lehrpfad ist, denn „immer mehr Menschen wissen immer weniger über das Thema Atommüll. Das machen sich Scharlatane aus Politik und einschlägiger Industrie im Verein zunutze. Sie werben gleich mit einem doppelten Heilsversprechen: den zu lagernden Atommüll zu reduzieren und obendrein einen Beitrag zu einer Energiewende zu leisten.“ 
Da kann u.a. auch der Lehrpfad helfen, dem etwas entgegenzusetzen. 

„Wir stellen uns vor, dass daraus ein breit nutzbarer Lernort für junge Leute in Ausbildung, von Schule bis Uni, entsteht, aber ebenso für Parteien, Verbände, Institutionen und Einzelpersonen. Dafür brauchen wir Menschen mit pädagogischen Fähigkeiten für die Entwicklung von Konzepten und Sie/Euch als Multiplikatoren hinein in die Öffentlichkeit“, so sein Fazit und Appell an die anwesenden Gäste. 

Am KONRAD-Haus selbst konnte die eine erste  aufgestellte Tafel in Augenschein genommen werden. Alle anderen Tafeln waren als ausgedruckte Plakate im aufgebauten Pavillon zu sehen. Im Anschluss an die Reden machten sich alle auf den Weg Richtung Sportplatz und Kanal, um zwei weitere Tafeln zu ‚begutachten‘. Dabei erläuterten Ursula Schönberger und Steffi Schlensog noch einmal Details und auch, dass auf allen Tafeln per QR-Code mit Weiterleitung auf die Homepage der Arbeitsgemeinschaft, die Informationen vertieft werden können. Das gab es beim ‚alten‘ Lehrpfad noch nicht.

Zum Abschluss gab es dann bei Kaffee und Kuchen einen regen Austausch über die Inhalte und Nutzung des Lehrpfades. So gab es auch die Idee, das Nützliche – der Besuch des Lehrpfades - mit dem Angenehmen im Rahmen einer Bollerwagentour zu verbinden. Der Lehrpfad sich lässt begehen im Rahmen eines Spaziergangs durch Bleckenstedt, ‚befahren‘ mit Fahrrad oder sonstigen Vehikeln; oder eben auch mit einer Führung durch die Aktiven der Arbeitsgemeinschaft erleben. Dafür stehen die Aktiven bereit; die sich auf rege Besuche und auch Rückmeldungen zum neuen Lehrpfad freuen.

Weitere Infos: AG Schacht Konrad: Lehrpfad Atommüll

Berichte zur Eröffnung:
Informationen über umstrittenes Endlager: AG Schacht Konrad eröffnet Atommüll-Lehrpfad - Okerwelle 104.6 
(Interview mit Ursula Schönberger)
Braunschweiger Zeitung / Region Salzgitter: Warum ist Salzgitters Atommüll so gefährlich? „Konrad“-Gegner zeigen es per Lehrpfad
Atommüll-Lehrpfad in Salzgitter eröffnet - Radio38
Atommüll-Endlager in Salzgitter: Neuer Lehrpfad soll Besucher wachrütteln

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Konrad Arbeitsgemeinschaft
news-2655 Sat, 23 May 2026 15:43:00 +0200 AG Infostand beim Tag der Niedersachsen https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/ag-infostand-beim-tag-der-niedersachsen (Sa., 23.05.26/MN) Der Tag der Niedersachsen von 12. – 14. Juni in Braunschweig - die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. ist mit einem Infostand dabei. Der Tag der Niedersachsen bringt Musik, Ehrenamt und Begegnungen nach Braunschweig. So das Braunschweig Stadtmarketing GmbH und „ist ein Großereignis, das in der Regel alle zwei Jahre in unterschiedlichen niedersächsischen Städten stattfindet". Vor allem würdigt der Tag der Niedersachsen das ehrenamtliche Engagement der Menschen und vielfältigen Initiativen.
Dazu gehört auch unser jahrzehntelanges Engagement und der Protest gegen die geplante Einlagerung von Atommüll in Schacht KONRAD und den Ausbau des Schachtes. Dazu gibt es Infos und Möglichkeiten für Gespräche an unserem Infostand.
Viele Besucherinnen und Besucher beim Tag der Niedersachsen wird sicher auch interessieren, wie es mit der Rückholung des Atommülls aus der ASSE voran geht, wo und warum es hakt. Und auch über die  Nuklearfirma Eckert & Ziegler in Braunschweig können und wollen wir informieren: Warum klagt die BISS – Bürgerinitiative Strahlenschutz gegen die gigantische Umgangsgenehmigung für den Umgang mit radioaktiven Stoffen, die Eckert & Ziegler die Verarbeitung von radioaktiven Abfällen und auch noch die Erweiterung erlaubt. Wir haben einiges an Infomaterial dabei, bieten ein digitales Quiz an, um das eigene Wissen zu Schacht KONRAD und ASSE zu testen.
Vielfalt, Kultur und Geschichte Niedersachsens stehen im Vordergrund beim Tag der Niedersachsen.
Aber zu Niedersachsen gehört auch, dass es nach aktuellem Stand eines der Bundesländer ist, dass möglicherweise als Standort für ein Endlager für den hochradioaktiven Atommüll in Frage kommt.
Wenn man auf die entsprechenden Dokumente und Karten zur Endlagersuche schaut, dann ist Niedersachsen ‚ein ganz heißer‘ Kandidat. Auch darüber können wir informieren. 
Wir freuen uns, dass wir beim Tag der Niedersachsen dabei sind – mit einem starken Team und Standbesetzung. Und wir freuen uns auf spannende Gespräche.
Herzliche Einladung an alle Besucher*innen des Tag der Niedersachsen, bei uns vorbeizuschauen.

Der Info-Stand der Arbeitsgemeinschaft  Schacht KONRAD e.V., Fachgruppe ASSE der AG und BISS Bürgerinitiative Strahlenschutz e.V. ist besetzt am
Freitag, den 12. Juni von 16 – 20 Uhr
Samstag, den 13. Juni von 10 – 20 Uhr
Sonntag, den 14. Juni von 11 – 18 Uhr

www.braunschweig.de/tdn

Standort: Natur- und Umweltmeile Braunschweig. Wir stehen auf den St. Nicolai-Platz zwischen dem ECE-Center/Schloss und Herzog-Anton-Ulrich Museum. Standnummer 6-37

 

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Regional Arbeitsgemeinschaft
news-2654 Mon, 18 May 2026 09:51:29 +0200 Lehrpfad-Eröffnung am 29. Mai https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/lehrpfad-eroeffnung-am-29-mai Wir laden ein zur Eröffnung des neu gestalteten ATOMMÜLL-LEHRPFADs am

Freitag, den 29. Mai 2026, 15:00 Uhr

Treffpunkt am KONRAD-HAUS

Bleckenstedter Straße 14 a

Der Lehrpfad bietet für Interessierte aller Altersklassen eine anschauliche und interaktive Gelegenheit, sich über das geplante Endlager Schacht KONRAD zu informieren. Art und Herkunft der Abfälle, die Gefahren der Nutzung der Atomenergie und radioaktiver Strahlung sind ebenso Themen wie der langjährige Protest gegen die Inbetriebnahme von Schacht KONRAD. Der Lehrpfad beginnt mitten in Salzgitter- Bleckenstedt und endet am Schachtgelände von KONRAD 1.

Möglich wurde die Erstellung des Lehrpfades auch durch die Unterstützung unserer Mitstreiterinnen und Mitstreiter.

Wir freuen uns, jetzt die Ergebnisse unserer Arbeit der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Folgender Ablauf ist geplant:

  • 15 Uhr Treffpunkt am KONRAD-Haus
  • gemeinsamer Rundgang im Ort
  • 16 Uhr Ausklang mit einem kleinen Imbiss am KONRAD-Haus

 

Dazu laden wir herzlich ein!

Wir freuen uns über Zusagen an info@ag-schacht-konrad.de bis zum Mittwoch, 20.05.2026; das erleichtert uns die Planung.

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Konrad Arbeitsgemeinschaft
news-2649 Thu, 23 Apr 2026 19:20:44 +0200 Archiv-Bibliothek umfasst jetzt 1000 Bücher https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/archiv-bibliothek-umfasst-jetzt-1000-buecher (Fr., 24.04./SW) Am vergangenen Samstag haben sich Ehrenamtliche und Mitglieder des Vereins Archiv Deutsches Atomerbe erneut in den Räumen des Vereins getroffen um einige der zahlreichen Bücherkisten auszupacken. Dieses Mal waren es Abgaben aus der Dokumentationsstelle Atomfreie Schweiz und von IPPNW Berlin. Bei jedem Buch, das wir in die Hand nehmen, überprüfen wir zuerst, ob es schon im Archivbestand ist und somit ein Duplikat darstellt und erfassen es dann nach einem bewährten System in der Archivtektonik. Archivarin Konstanze Schirmer (links im Bild) steht uns dabei immer mit professionellen Ratschlägen zur Verfügung und freut sich sehr über diese tatkräftige Unterstützung. 

Besonderes Highlight dieses Tages war, dass wir kurz vor Feierabend die "1000er-Marke knacken" konnten. Das Buch mit der Signatur B-1-1000 ist eine Doktorarbeit der baskischen Universität von Bilbao von 1989 über die Induktion von Mikrokernen der Alphateilchen von Plutonium- 239 in menschlichen Lymphozyten - natürlich auf Spanisch! Ein solches Präsenzexemplar zeigt, dass unsere Bibliothek langsam zu einer echten wissenschaftlichen Größe heranwächst. Der Bibliotheksbestand setzt sich zum einen aus vielen Spenden von Einzelpersonen zusammen, vor allem aber durch die Übernahme von (Teil-) Bibliotheken aus ganz verschiedenen Bereichen: Wissenschaftler:innen (Göttinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Frieden und Abrüstung, INTAC GmbH, Prof. Dr. Rolf Bertram), Mediziner:innen (IPPNW) und der Anti-AKW-Bewegung (Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD, Dokumentationsstelle Atomfreie Schweiz). Es zeichnet sich ab, dass so eine großartige Bandbreite an Literatur vorhanden sein wird und das Archiv für kommende Generationen eine gute Grundlage bilden wird.

Unsere Mitarbeit ist rein ehrenamtlich, wir bringen nicht nur unsere Zeit, Geduld und unsere privaten Laptops mit, sondern auch unsere Begeisterung für das Projekt. Wir freuen uns über Mitstreiter:innen, die sich eine solche Tätigkeit ebenfalls vorstellen können oder sogar schon einige Erfahrung damit haben. Wir freuen uns aber auch über eine finanzielle Unterstützung um die Zukunft des Vereins abzusichern. Spenden an den Verein Archiv Deutsches Atomerbe sind steuerlich absetzbar.

Spendenkonto bei der GLS-Bank:

Archiv Deutsches Atomerbe e. V.
IBAN  DE57430609674045381300
BIC  GENODEM1GLS

 

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Bundesweit International Archiv Atomerbe
news-2644 Wed, 22 Apr 2026 13:39:23 +0200 Infostände der AG Schacht KONRAD am 1. Mai https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/infostaende-der-ag-schacht-konrad-am-1-mai-1 (22.04.2026/Sg) Mit den Bürgerfesten am 1. Mai in der Region beginnt für die AG Schacht Konrad wieder die Freiluftsaison. Wie in jedem Jahr beteiligen wir uns in Salzgitter an der Alten Feuerwache und in Braunschweig im Bürgerpark mit unseren Infotischen. Wir freuen uns, wenn ganz viele Leute vorbeischauen um sich über die neusten Entwicklungen um Schacht KONRAD, ASSE II, Eckart & Ziegler oder Morsleben zu informieren.

Ihr findet uns mit Infoständen 

  • in Salzgitter-Lebenstedt - 12:00 Uhr Familienfest An der alten Feuerwache
  • in Braunschweig - 13:00 Uhr Beginn des Internationalen Fest im Bürgerpark

 

An den Ständen wird es die Möglichkeit geben sich "spielerisch" über unsere Arbeit zu informieren, ihr dürft gespannt sein! Also bis dann…

 

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Regional Arbeitsgemeinschaft
news-2643 Wed, 22 Apr 2026 13:08:48 +0200 3:35 Uhr – Zweiter Castortransport erreicht sein nächstes Etappenziel https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/335-uhr-zweiter-castortransport-erreicht-sein-naechstes-etappenziel (22. April 2026/ Castor stoppen) Der zweite von insgesamt 152 Castorbehältern hat nach knapp 4,5 Stunden Fahrzeit über fast 200km Autobahnen in Nordrhein-Westfalen sein nächstes Etappenziel erreicht: das Zwischenlager Ahaus. Wieder wurde ein einzelner Behälter transportiert, dieses Mal gab es offenbar schon vor der Abfahrt am Forschungszentrum eine technische Panne, die den Start um etwa 1 Stunden verzögerte. In den kommenden Monaten sollen noch 150 weitere Behälter folgen – jedes Mal ein Großeinsatz für die Polizei.

In Ahaus bleiben können die Behälter nicht, schließlich handelt es sich auch hier nur um eine Zwischenlagerhalle. Sicherer wäre der Neubau einer Lagerhalle in Jülich – dafür ist es nicht zu spät.

Vielen Dank an alle, die heute gegen diese unsinnige, gefährliche Atommüll-Lawine auf die Straße gegangen sind! Aktuelle Infos bei Mastodon norden.social/@castorstoppen 

Presseerklärung: Panne: Stromversorgung für Castor-LKW war defekt – Anti-Atomkraft-Initiativen fordern Aufklärung

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Bundesweit
news-2636 Fri, 17 Apr 2026 09:36:30 +0200 Zu teuer, zu langsam, zu riskant: Atomkraft hat keine Zukunft https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/zu-teuer-zu-langsam-zu-riskant-atomkraft-hat-keine-zukunft Gemeinsame Pressemitteilung

32 Verbände fordern konsequente Energiewende ohne Atomkraft

(17.04.2026) München/Berlin. 40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und 15 Jahre nach Fukushima warnen 32 Umwelt- und Sozialverbände sowie Anti-Atom-Initiativen vor einer politischen Scheindebatte über Atomkraft. Sie fordern eine konsequente Energiewende auf Basis erneuerbarer Energien.

Die letzten Jahre haben verdeutlicht, dass die Energiewende kein reines Umwelt- und Klimaschutzprojekt ist. Für Menschen in Europa geht es um Energiesicherheit, stabile Preise und die Unabhängigkeit von autoritären Regimen. “Das Abschalten der letzten Atomkraftwerke in Deutschland vor drei Jahren war ein wichtiger Schritt“, erklären die unterzeichnenden Organisationen übereinstimmend. Sie halten fest, dass die Technologie Abhängigkeit und enorme Umweltschäden mit sich bringt, und das ohne gesellschaftlichen Nutzen. “Atomenergie ist ein Irrweg und kein Heilsbringer. Atomkraft ist zu teuer, zu langsam und viel zu riskant, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen“, so die Organisationen.

“Mini-Atomkraftwerke” sind ein unrealistisches Ablenkungsmanöver
“Atomkraftwerke sind kein Garant für Versorgungssicherheit, sondern selbst anfällig für Krisen. Klimabedingte Extremwetterlagen können ihren Betrieb einschränken und machen das System verwundbar. Die Folgen von nuklearen Unfällen wie in Tschernobyl und Fukushima sind bis heute spürbar,” sagt Hauke Doerk, Referent für Radioaktivität am Umweltinstitut München.

Auch die sogenannten “Mini-Atomkraftwerke” oder Small Modular Reactors (SMR), die unter anderem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche gerne beschwören, werden keinen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Trotz jahrzehntelanger Ankündigungen und hoher Investitionen in Milliardenhöhe ist ein Durchbruch nicht absehbar. ”Die Diskussionen um Mini-Atomkraftwerke sind ein gefährliches Ablenkungsmanöver: SMR sind hochriskant, schaffen neue Abhängigkeiten von Uranimporten und sind sehr teuer. Sie binden Investitionen, die wir für wirksamen Klimaschutz brauchen“, sagt Doerk.

Atomkraft bremst den Klimaschutz
Anstatt die aktuellen Energieprobleme zu lösen, verzögert Atomkraft den Umbau hin zu einem tatsächlich nachhaltigen Energiesystem. „Atomkraftwerke sind unflexibel und blockieren Netze sowie notwendige klimaschützende Investitionen. Was wir jetzt brauchen, ist ein schneller naturverträglicher Ausbau erneuerbarer Energien – nicht neue Großprojekte mit jahrzehntelangen Bauzeiten und ungewissem Ausgang“, sagt Juliane Dickel Leiterin Atom- und Energiepolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Erneuerbare Energien sind günstig, schnell verfügbar und werden weltweit massiv zugebaut. Ein Energiesystem auf Basis von 100 Prozent erneuerbaren Energien ist machbar. Atomkraft gehört nicht zur Lösung, sondern ist ein tödliches Relikt ohne Zukunft“, betont Dickel.

Verbände fordern vollständigen Atomausstieg
Trotz des historischen AKW-Aus vor drei Jahren bleibt Deutschland Teil des nuklearen Problems: Die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen liefern weiterhin den nuklearen Treibstoff an AKW im Ausland. Das Verbändebündnis fordert daher die sofortige Stillegung der Uranfabriken. Es dürfen keine europäischen Mittel mehr in die Förderung von Atomkraft investiert werden, sondern müssen konsequent in erneuerbare Energien, Speicher und Netze fließen.

Pressekontakt:
Dr. Hauke Doerk, Umweltinstitut München
hd@umweltinstitut.org

Juliane Dickel, BUND
juliane.dickel@bund.net

 

Weitere Informationen:
[Link zur Deklaration]
[Link zum Hintergrundpapier]

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Bundesweit
news-2634 Tue, 14 Apr 2026 22:57:36 +0200 Rückholung aus der Asse erst nach 2039? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/rueckholung-aus-der-asse-erst-nach-2039 (Mi., 15.04.26/SW) Am 14. April hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in Remlingen den Stand der Rückholungsplanung, ein aktuelles Gebirgsmodell und ihre weiter vorangeschrittene Konsequenzenanalyse vorgestellt und dabei die Rückholung der atomaren Abfälle aus dem Salzbergwerk Asse erneut auf einen deutlich späteren Zeitpunkt verschoben.

BGE-Geschäftsführerin Iris Graffunder erklärte gestern, dass der bisher anvisierte Termin für den Rückholungsbeginn 2033 nicht mehr zu halten sei. Ein neuer Termin könne nicht valide genannt werden. Aus dem Zeitstrahl der Planungs- und Genehmigungszeiten von über 5 Jahren und einer anschließenden Bauphase bis zu einer möglichen Inbetriebnahme des Rückholschachts werden noch 13 Jahre vergehen, wenn die BGE so weiterarbeitet wie bisher. Da über diesen Schacht V auch die Bergungstechnik unter Tage gebracht werden soll, ist jetzt schon davon auszugehen, dass sich der Rückholungsbeginn um mindestens 10 weitere Jahre verschieben würde. Das wäre dann 30 Jahre nach der gesetzlichen Festlegung auf die "Option Rückholung" durch die Lex Asse!

BGE-Gruppenleiterin Sicherheitsanalysen Asse Grit Gärtner erklärte, dass die BGE aktuell einen großen Fokus ihrer Arbeit auf die Konsequenzenanalyse der Notfallmaßnahmen lege. In diesen Analysen berechnet die BGE, mit welcher Strahlenbelastung in der Biosphäre zu rechnen wäre, wenn die Notfallmaßnahmen eingeleitet werden müssten. Der Notfall tritt ein, wenn ein nicht beherrschbarer Laugenzufluss in das Bergwerk festgestellt würde.

Dass die BGE als Betreiberin der Schachtanlage Asse jetzt verstärkt Berechnungen anstellt, die den gesetzlichen Auftrag in Frage stellen könnten, wirft weiterhin viele Fragen auf. Obwohl Iris Graffunder deutlich betonte, dass die Rückholung nicht in Frage gestellt würde, muss befürchtet werden, dass mit den aktuellen Modellrechnungen eine wissenschaftliche Basis für einen politischen Rückzug aus einer vollständigen Rückholung gelegt werden könnte.

Die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. fordert weiterhin alle behördlichen und politischen Akteure auf, ihren Fokus auf eine Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsprozesse zu legen und dafür zu sorgen, dass die Rückholung des Atommülls aus der Asse unter den höchstmöglichen Sicherheitsvorkehrungen erfolgt.


Veranstaltung der BGE bei youtube: https://www.youtube.com/watch?v=loC-JJ0ULqI 

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Asse II Regional Presse Niedersachsen
news-2631 Fri, 10 Apr 2026 11:29:34 +0200 Ausstellungseröffnung Tschernobyl-Erinnerungen 2.0 am 12. April https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/ausstellungseroeffnung-tschernobyl-erinnerungen-20-am-12-april (Fr., 10.04.26/SW) Am Sonntag wird in der St.-Michaelis-Kirche (Braunschweig, Echternstraße 67) die Ausstellung „Tschernobyl-Erinnerungen 2.0“ eröffnet. Sie beinhält Auszüge aus dem gleichnamigen Buch mit gesammelten Beiträgen verschiedener Personen aus unterschiedlichen Ländern. Herausgegeben von Sozialdiakon i.R. Paul Koch.

Zur Ausstellungseröffnung kommen einige Mit-Autor*innen des Buches. Sie werden über ihre „Tschernobyl-Erinnerungen“ sprechen, und auch darüber, was sie heute noch an diesem Thema bewegt. Unter dem Mitautor*innen auch die Ukrainerin Liudmyla Kosnovika, die in der Tschernobyl-Region geboren ist, und durch den Krieg in der Ukraine nun nach Wolfenbüttel gekommen ist. Sie wird also über Tschernobyl 1986 und über Tschernobyl 2026 berichten.

Pastor Jakob Timmermann wird das Publikum um 17:00 Uhr begrüßen und die Eröffnung moderieren. Nach einer Einleitung von Organisator Paul Koch wird der Historiker Alexander Kolibaba (Université de Fribourg/Schweiz) über die Erinnerungskultur sprechen und dabei seine beiden Beiträge in „Tschernobyl-Erinnerungen 2.0.“ vorstellen. Hier gibt es den Veranstaltungsflyer zum Download.

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International Tschernobyl
news-2629 Fri, 03 Apr 2026 13:32:53 +0200 Polen reicht Bauplan für AKW an der Ostsee ein https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/polen-reicht-bauplan-fuer-akw-an-der-ostsee-ein (Fr., 03.04.26/SW) Das polnische Staatsunternehmen Polskie Elektrownie Jądrowe (PJE) hat am 31.03.2026 bei der zuständigen Atomenergiebehörde den Antrag für den Bau des ersten Kernkraftwerks in Polen eingereicht. Das AKW Lubiatowo-Kopalino soll in der Gemeinde Choczewo am nördlichsten Punkt Polens realisiert werden und aus drei Blöcken mit einer installierten Gesamtleistung von 3.750 MW bestehen. Auftragnehmer für das Projekt ist ein US-Konsortium aus Westinghouse und Bechtel. Die Erteilung der Genehmigung für den Baubeginn wird für etwa Mitte des Jahres erwartet. Der Baubeginn ist für 2028 geplant, wobei die Fertigstellung jedes Reaktors etwa sieben Jahre in Anspruch nehmen wird. Anschließend ist ein Zeitraum von einem Jahr für Tests und Inbetriebnahme vorgesehen, womit der kommerzielle Betrieb zwischen 2036 und 2038 erwartet wird. Am 24. März fand in Słajszewo eine Informationsveranstaltung zu den Vorbereitungen für den Bau des Kraftwerks statt. Gemäß einem Zeitplan sollten bis Ende Mai die Arbeiten im Rahmen der ersten Phase der Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen sein, das Baugelände wird von Unkraut befreit und eingezäunt.

Der Verein „Bałtyckie S.O.S.” kritisiert den Betreiber PEJ erneut für „Unwahrheiten und Arroganz“. Die angekündigte Umzäunung und Abholzung des Waldes sei bereits erfolgt, die Staatsforsten haben unmittelbar nach Unterzeichnung des Vertrags mit PEJ heimlich 35 Hektar Wald abgeholzt. Aus Angst vor den Anwohnenden hatten sie dazu bewaffnete Sicherheitskräfte engagiert.

Ebenso hat PEJ sein Versprechen, die Straße zum Meer offen zu lassen, nicht eingehalten und den Weg zum Strand abgesperrt. Der Tourismus an der Ostseeküste, der für die meisten dort Lebenden die wichtigste Einnahmequelle darstellt, leide schon jetzt und werde durch die enormen Bauvorhaben zusammenbrechen. Der Verein „Bałtyckie S.O.S.” hat als Partei im Verfahren vor der Generaldirektion für Umweltschutz (GDOŚ) einen Antrag auf erneute Prüfung des Umweltberichts gestellt. Der Umweltbericht sei nach Ansicht vieler Experten sowie des Marschallamtes der Woiwodschaft Pommern voller Fehler und Ungenauigkeiten. Die GDOŚ wird aufgefordert, die Entscheidung bezüglich des Baus eines Atomkraftwerks in unberührten Küstengebieten, die an Natura-2000-Gebiete angrenzen und Dünen, Sümpfe, Überschwemmungsgebiete und Moore umfassen, erneut zu prüfen. Auch andere Umweltorganisationen haben Einspruch gegen diese Entscheidung eingelegt haben, die quasi im Handumdrehen unterzeichnet wurde, nach sehr verkürzten „öffentlichen Konsultationen“.

 

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International
news-2620 Sun, 29 Mar 2026 19:33:44 +0200 Drohen bald auch CASTOR-Transporte durch Norddeutschland? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/drohen-bald-auch-castor-transporte-durch-norddeutschland (Mo.,30.03.26/SW) Die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) hatte bereits im Dezember 2024 die Durchführung von CASTOR-Transporten aus der Plutoniumfabrik Sellafield (GB) nach Brokdorf (Schleswig-Holstein) für das Jahr 2026 angekündigt. Nach den Transporten nach Biblis (November 2020), Philippsburg (November 2024) und Isar (April 2025) soll dies laut Bundesregierung der letzte Transport aus einem 2015 beschlossenen Bundesprogramm sein. Bereits vor 2 Jahren hatte das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) der BGZ die Genehmigung erteilt, sieben CASTOR-Behälter des Typs mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung im Zwischenlager Brokdorf aufzubewahren.

Die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), die im Auftrag der Kraftwerksbetreiber Atomtransporte durchführt, hat am 20. März bekannt gegeben, dass der Transport von 7 CASTOR-Behältern des Typs HAW28M aus dem britischen Sellafield in die CASTOR-Halle am AKW Brokdorf aktuell durch das zuständige Bundesamt (BASE) genehmigt wurde Die Transportgenehmigung gelte bis Ende des Jahres, ein genauer Zeitraum sowie die Transportstrecke unterlägen jedoch der Geheimhaltung. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Transport nun zeitnah startet! Aktuelle Infos und Ticker unter www.castor-stoppen.de

Die Nordsee-Zeitung geht davon aus, dass der Seetransport wie in den Jahren 2020 und 2025 wieder im Midgard-Hafen in Nordenham gelöscht werde. Dies würde bedeuten, dass der Transport über die Großstädte Bremen und Hamburg durchgeführt würde. Nach Auskunft des Hamburger Senats vom 13. März liegen den Hamburger Polizeibehörden jedoch „keinerlei Kenntnisse“ über einen Transport durch das Hamburger Stadtgebiet vor.

Anti-Atom-Gruppen machen darauf aufmerksam, dass der Transport von hochradioaktivem Atommüll immense Gefahren bedeute und dass der Zielort der CASTOR-Transporte keinen sicheren Ort darstelle. Dieser Transport ist die Fortsetzung der seit Jahrzehnten stattfindenden Atommüllverschiebung. Im Zwischenlager Brokdorf gibt es kein Reparaturkonzept für defekte Behälter. Die Halle ist nur bis 2047 genehmigt und nicht ausreichend gegen Einwirkungen von außen geschützt.

Die Bundesregierung, BASE und BGZ sowie die Energieversorgungsunternehmen sprechen bei diesen Transporten von sog. „Rückführungen“ und „Wiederaufarbeitungsabfällen“ und verweisen darauf, dass der Atommüll bis 2005 aus Deutschland nach Sellafield (GB) und La Hague (F) geliefert wurden und nun „zurückgenommen“ werden müsse. De facto handelt es bei der WAA Sellafield (alter Name Windscale) um eine Atomanlage zur Erzeugung von waffenfähigem Plutonium. Dieses wird aus den aus Deutschland angelieferten abgebrannten Brennelemente extrahiert. Die Plutoniumfabrik steht seit einem Reaktorbrand vom 10.10.1957, bei dem eine riesige radioaktive Wolke über Europa zog, in der Kritik und wurde deshalb nach vielen Jahren der Geheimhaltung und Vertuschung von Umweltskandalen in „Sellafield“ umgetauft. Bis heute wird dort radioaktiv verseuchtes Abwasser direkt in die Irische See entsorgt.

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Bundesweit
news-2619 Wed, 25 Mar 2026 14:18:18 +0100 Ahaus: Soll das die Lösung sein? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/ahaus-soll-das-die-loesung-sein (Mi., 25.03.26/SW) Am Dienstag Abend kurz nach 22 Uhr ist er gestartet, der erste von 152 CASTOR-Behältern mit Brennelement-Kugeln aus dem alten Forschungsreaktor in Jülich. Ziel der 170 km langen Reise war das "Zwischenlager" in Ahaus. Am Abend des "Tag X" versammelten sich vor den Toren der Atomanlagen in Jülich und Ahaus rund 500 Menschen um erneut gegen diese sinnlose Atommüllverschiebung zu protestieren. An der in Ahaus angemeldeten "Mitternachts-Mahnwache" nahmen bis spät in die Nacht etwa 100 Menschen teil, einige beteiligten sich auch an einer Sitzblockade.

Angesichts des immensen Polizeiaufgebotes, das den Transport begleiten musste, blieb es bei symbolischen Aktionen, die schnell aufgelöst bzw. geräumt wurden. Gegen 2 Uhr nachts hat der CASTOR dann das Brennelementezwischenlager in Ahaus erreicht. Es gab im Laufe des Abends zahlreiche Medienberichte, in denen die seit 11 Jahren gegen diese Atommüllverschiebung vorgebrachten Argumente nochmal deutlich wurden.

Bezeichnenderweise fasst es die Polizei selbst zusammen:

"Es ist für uns schwer nachvollziehbar, dass wir Atommüll von einem Zwischenlager in das nächste transportieren"

so der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei NRW Patrick Schlüter im WDR

Auch unterwegs - an den Autobahnen mitten durch das dicht besiedelte Ruhrgebiet - gab es Kundgebungen und Mahnwachen. Auf der Strecke musste der Schwertransport etwa 200 Brückenbauwerke passieren. Einige davon sind so marode, dass der rund 130 Tonnen schwere Sattelschlepper nur im Schneckentempo von 5 km/h vorankam. Die Autobahnen und zahlreiche Zufahrten waren für diesen Zeitraum gesperrt, denn der Konvoi umfasste insgesamt 100 Fahrzeuge und war 4 Kilometer lang.

Für die weiteren 151 CASTOR-Behälter wird ein ähnlicher Aufwand betrieben werden müssen, es können maximal 3 CASTOREN auf einmal bewegt werden, sodass mit weiteren mindestens 50 Transporten zu rechnen ist. Die Beförderungsgenehmigung dafür gilt bis Ende 2027. Die Vorbereitung und Durchführen der Transporte kosten nach ersten Schätzungen etwa 150 Millionen Euro, darin sind die Kosten für die Polizeieinsätze noch nicht kalkuliert. Beim ersten Transport waren rund 2400 Polizeikräfte im Einsatz. Die Kosten für einen Neubau einer konsolidierten Lagerhalle in Jülich schätzt die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) auf 400 Millionen Euro bei 50-jähriger Lagerung.

Doch auch in Ahaus werden die CASTOR-Behälter nicht mehr als 10 Jahre bleiben können, denn die Betriebsgenehmigung läuft 2036 ab. Ein Atommüllfass ohne Boden...

Videoberichte:

ARD Lokalzeit Münsterland, WDR Lokalzeit aus Aachen, ZDF heute (alle vom 24.03.2026)

weitere Berichte und Kommentare:

NRZ Neue Ruhrzeitung, die Welt, die Rheinische Post, nd, rtl West (alle vom 25.03.2026)

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Bundesweit
news-2618 Tue, 24 Mar 2026 16:30:00 +0100 Kein Plan? – Bankrotterklärung der BGE https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/kein-plan-bankrotterklaerung-der-bge (Di., 24.03.26/ SW und CS) Für Dienstag, 14. April hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) eine Info-Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Remlingen angekündigt. Erwartet wird von der BGE seit mehr als eineinhalb Jahren die Vorstellung eines überarbeiteten Rückholplans, da die in 2020 vorgelegte Skizze der Realität nicht standhalten konnte. Schon weit im Vorfeld der kommenden Veranstaltung kommuniziert BGE-Chefin Iris Graffunder aber bereits in die Öffentlichkeit, dass es keinen neuen Zeitplan für die Rückholung geben wird, da es „zu viele Unsicherheiten im Gesamtsystem“ gäbe.

Aus Sicht der AG Schacht KONRAD ist dies kein nachvollziehbarer Grund, überhaupt keine schlüssige Projektplanung vorzulegen. Es gibt seit 2013 nicht nur den gesetzlichen Auftrag, den Atommüll aus der Asse zurückzuholen, da für andere Optionen kein Langzeitsicherheitsnachweis erbracht werden konnte. Die BGE ist es der Region schuldig, ein kongruentes Handeln an den Tag zu legen, nachdem viele Jahrzehnte mit Halbwahrheiten argumentiert und immer wieder wechselnde Strategien präsentiert wurden. Im August 2025 hatte die Aussage von Frau Graffunder bei einem Treffen im Niedersächsischen Umweltministerium für Verwunderung gesorgt, dass die BGE die Genehmigung für die Abteufung des Schachts V erst umsetzen wolle, wenn alle vier Antragskomplexe genehmigt sind. Eine Aussage, die der Dringlichkeit der Abteufung für die sog. „Notfallplanung“ widersprach. Auf der Sitzung des Umweltausschusses des Landkreises Wolfenbüttel am 23.02. wurde Frau Graffunder von der AG Schacht KONRAD mit diesem Widerspruch konfrontiert, die daraufhin zurückruderte. In der Ankündigung zur neuen Veranstaltung liest man jetzt, dass sie „intensiver am Schacht V“ arbeite, um die vorgezogene Rückholung der mittel-radioaktiven Atomabfälle aus der 511-Meter-Sohle zu bergen.

Um es deutlich zu formulieren: Es geht nicht darum herauszufinden, was die Bundesgesellschaft für die machbarste Lösung hält, es geht darum, einen gesetzlichen Auftrag, der das Ergebnis eines wissenschaftlichen Vergleichs von unabhängigen Wissenschaftlern war, endlich in die Tat umzusetzen.

Beteiligt euch an der Info-Veranstaltung der BGE! Kommt am 14.04. um 16:30 Uhr nach Remlingen! Stellt kritische Fragen und kämpft mit uns gemeinsam für unsere Zukunft in einer lebenswerten Region!

 

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Asse II Bundesweit Arbeitsgemeinschaft
news-2617 Sun, 22 Mar 2026 10:08:47 +0100 Atommüllverschiebung ohne Perspektive https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/atommuellverschiebung-ohne-perspektive (So., 22.03.26/SW) In der jahrzehntelangen Auseinandersetzung um 152 (!) CASTOR-Transporte aus dem Forschungszentrum Jülich in die Lagerhalle Ahaus scheint es in der kommenden Woche Ernst zu werden. Alle Initiativen und Gruppen haben die „Alarmstufe Rot“ ausgelöst und rechnen ab Dienstag, 24. März, mit den ersten – vermutlich drei – Atommülltransporten.

Am vergangenen Donnerstag informierten die Betreiberin des Ahauser Atommülllagers (BGZ) und die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) im Rathaus von Ahaus über die anrollenden Transporte. Parallel verdichten sich die Hinweise, dass der erste CASTOR-Konvoi von Jülich über 170 Autobahn-Kilometer am Dienstag starten soll. So ist zum Beispiel ein großer Hotelbetrieb nahe Ahaus von Dienstag auf Mittwoch komplett ausgebucht, offenbar von der Polizei. Die Gewerkschaft der Polizei spricht inzwischen von 4500 Polizeikräften, die im Einsatz sein sollen. Es ist kaum noch verwunderlich, dass die verantwortlichen Ministerien aus Berlin und Düsseldorf nicht anwesend waren, sondern ihre Aufgaben an untergeordnete Ebenen delegieren.

Bereits seit 2009 war bekannt, dass die Genehmigung für das Jülicher Zwischenlager im Jahr 2013 auslaufen würde. Der damalige Wirtschaftsminister Duin (SPD) überbrückte das Debakel daraufhin mit zwei ‚Duldungen‘ für ein Jahr. Seit 2014 verfügt das jetzige Lager in Jülich über keine Genehmigung mehr. Immer wieder wurden von den Anti-Atom-Initiativen starke Sachargumente für ein neues, möglichst sicheres Zwischenlager in Jülich vorgebracht. Diese wurden von einigen Parteien und Ministerien ignoriert, von anderen wohlwollend bis bestätigend zur Kenntnis genommen – entscheidend gehandelt wurde aber 16 Jahre lang in keiner Regierungskonstellation in Düsseldorf oder Berlin.

Die Atommüllverursacher in Jülich haben nur den Abtransport nach Ahaus ernsthaft verfolgt, nie aber den Bau eines neuen Zwischenlagers in Jülich. Das Ahauser Zwischenlager verfügt über eine Genehmigung bis 2036 und ist neben Gorleben das älteste der Bundesrepublik mit der geringsten Deckenstärke von nur ca. 20cm. Ein „Endlager“ für den hochradioaktiven Atommüll ist in den nächsten Jahrzehnten nicht in Sicht. Der Abtransport aus Jülich nach Ahaus ist wieder nur eine Verschiebung des Problems, an einen anderen Ort und in die Zukunft.

Für den „Tag X“, den Tag, an dem der erste Konvoi startet, sind jeweils um 18 Uhr eine Kundgebung vor dem Forschungszentrum Jülich sowie eine Demo ab Bahnhof Ahaus in die Innenstadt geplant. Ab 20 Uhr ist eine nächtliche Atommüll-Dauermahnwache vor dem Zwischenlager in Ahaus-Ammeln angemeldet. Weitere kurzfristige Proteste entlang der Strecke sind möglich...

Engagierte Menschen aus Ahaus haben für Auswärtige, die sich den  Protesten anschließen wollen, eine Bettenbörse eingerichtet. Wer für die kommenden Protesttage eine Bleibe im Münsterland sucht, kann sich melden.

Aktuelle Infos bei: www.bi-ahaus.de, www.westcastor.org, www.bund-nrw.de, www.castor-stoppen.de und www.sofa-ms.de sowie auf den jeweils angeschlossenen Social-Media-Kanälen

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Bundesweit
news-2616 Wed, 18 Mar 2026 22:33:05 +0100 Erster CASTOR nach Ahaus startklar? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/erster-castor-nach-ahaus-startklar (Do., 19.03.26/SW) Gestern morgen gab es laut SofA Münster erste Hinweise auf konkrete Vorbereitungen für die Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus: 

Es gibt aktuell verschiedene Hinweise auf einen Transport-Termin für den ersten Castor am Dienstag, 24. März. Haltet Augen und Ohren offen (abmontierte Verkehrsschilder, Polizeiabsperrungen Hundertschaften) und meldet Beobachtungen. Das wäre dann unser Tag X1 mit angemeldeten Protesten um 18 Uhr am Bahnhof Ahaus und vor dem Forschungszentrum Jülich (Wilhelm-Johnen-Str.) sowie der angemeldeten Dauermahnwache vor dem Ahauser Zwischenlager ab 20 Uhr. Angemeldet heißt, die Proteste sind vom  Versammlungsrecht geschützt und die Polizei muss euch Zugang gewähren!

Alle Initiativen vor Ort rufen deshalb zur Mahnwache am  Donnerstag, 19.3. um 18 Uhr vor dem Rathaus Ahaus auf. Ab 19 Uhr laden die Atommüll-Verschiebe-Verantwortlichen zum Dialog in das Rathaus ein - also die Mitarbeiter_innen von JEN, BGZ und BASE, die zuständigen Minister_innen aus Berlin und Düsseldorf trauen sich nicht. Gemeinsam mit der BI Ahaus werden wir da sein und nochmal kritische Fragen stellen und unsere Standpunkte deutlich machen:

Atommüll-Verschiebung ist keine Entsorgung!

Engagierte Menschen aus Ahaus haben für Auswärtige, die sich den  Protesten anschließen wollen, eine Bettenbörse eingerichtet. Wer für die kommenden Protesttage eine Bleibe im Münsterland sucht, kann sich melden.

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Bundesweit
news-2615 Mon, 16 Mar 2026 16:00:07 +0100 Vorstand zum zehnten Mal im Amt bestätigt https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/vorstand-zum-zehnten-mal-im-amt-bestaetigt (Mo., 16.03.2026 / Vorstand) Die Jahreshauptversammlung der AG Schacht KONRAD e.V. fand dieses Jahr bereits am 4. März statt. Der fünfköpfige Vorstand wurde erneut im Amt bestätigt. Bereits zum zehnten Mal wurden wir - Thomas Erbe, Carsten Kawka, Marianne Neugebauer, Ludwig Wasmus und Silke Westphal - wiedergewählt. Wir bedanken uns für das entgegen gebrachte Vertrauen und stellen uns gern den künftigen Aufgaben.

Unser Vorstand übernimmt innerhalb der Arbeitsgemeinschaft das operative Geschäft und steht vereinsrechtliche in der Verantwortung. Alle politischen Entscheidungen und Aktionen treffen wir jedoch auf unseren regelmäßigen Treffen im „Koordinationsausschuss“, hier werden auch Aktionen und weitere Schritte in der politischen Auseinandersetzung koordiniert und gemeinsam auf den Weg gebracht. Auch die Mitglieder dieses Ausschusses standen bei der Mitgliederversammlung zur Wahl, namentlich werden sie hier genannt. Die monatlichen Sitzungen des "KoA", wie wir ihn nennen, stehen jedoch auch allen Interessierten offen. Wir freuen uns über neue Gesichter, frische Ideen und mehr Menschen, die unsere Arbeit unterstützen möchten.

Die Gewinnung neuer Mitglieder und Unterstützung wird im kommenden Jahr eine Aufgabe sein, der wir uns verstärkt widmen müssen. Die Gründung der AG Schacht KONRAD liegt bald 39 Jahre zurück und muss in die nächste(n) Generation(en) hinein getragen werden. Auch die Auseinandersetzungen um die Inbetriebnahme von Schacht KONRAD und die gesetzlich vorgeschriebene Rückholung des Atommülls aus der Asse 2 werden uns noch weit ins nächste Jahrzehnt hinein beschäftigen. Dafür braucht es eine Expertise mit langem Atem und jüngere Menschen, die dafür Sorge tragen, dass die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt wird.

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Arbeitsgemeinschaft
news-2614 Tue, 10 Mar 2026 22:22:00 +0100 15 Jahre Fukushima https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/15-jahre-fukushima (Mi., 11.03.2016/MN) Seit eineinhalb Jahrzehnten prägt die Nuklearkatastrophe von Fukushima das Leben vieler Menschen in Japan. Noch immer ist die Region radioaktiv belastet, und die Auswirkungen für die Betroffenen sind erheblich. 15 Jahre Fukushima – 40 Jahre Tschernobyl | .ausgestrahlt.de

Wir erinnern uns noch genau an unser Entsetzen, als wir die Bilder im Fernsehen aus Fukushima nach dem 11. März 2011 sahen. Die Folgen eines Erdbebens und Tsunami im Pazifik. Die Flutwelle mit bis 40 Meter hohen Wellen trifft auf die japanische Ostküste und damit auch auf das Atomkraftwerk Fukushima. Wir sahen alle mit Sorge und Angst den dann folgenden Super-GAU. Es ist die schwerste nukleare Katastrophe seit Tschernobyl 1986. Vier Tage nach dem Reaktorunglück verkündet die damalige Bundesregierung,  dass die sieben vor 1980 gebauten AKW für mindestens drei Monate abgeschaltet werden. Die Begründung von Angela Merkel lautete, "die Atomenergie übertrifft die Risiken aller anderen Energieträger bei weitem“, so die  damalige Bundeskanzlerin. "Die Ereignisse in Japan lehrten uns, dass Risiken, die für absolut unwahrscheinlich gehalten wurden, doch nicht vollends unwahrscheinlich sind". Nach Fukushima: Merkel läutet Atomausstieg ein | 14.3.2011 - SWR Kultur

Und nun 15 Jahre nach dieser Katastrophe beginnt am 10.März 2026, also einen Tag vor dem 11.März, dem Tag wo sich die Reaktorkatstrophe von Fukushima zum 15. Mal jährt - welch eine Ironie - in der Nähe von Paris der 2. Nuclear Energy Summit, zu dem die französiche Regierung und Präsident Macron Staats- und Regierungschefs, Leiter internationaler Organisationen, Finanzinstitute, Vertreter der Industrie und Experten eingeladen haben. Vermutlich lauter Gleichgesinnte und Befürworter der Atomenergie? Die erste Veranstaltung fand 2024 in Brüssel statt.

Dort spricht dann Ursula von der Leyen, EU-Kommissionspräsidentin, zur Eröffnung davon, dass die Abkehr von der Atomkraft in Europa "ein strategischer Fehler war, einer zuverlässigen, bezahlbaren Quelle für emissionsarmen Strom den Rücken zu kehren". Investiert werden sollen seitens der EU mit 200 Millionen aus dem Emissionshandel in die Entwicklung kleiner, modularer Atomreaktoren (small modular reactors - SMR).

Dagegen setzte Greenpeace Frankreich bei der Konferenz ein deutliches Zeichen. Zwei Aktivisten verschafften sich Zutritt auf die Bühne, um mit zwei Transparenten deutlich zu machen, dass Atomenergie unsicher ist und dass "Atomenergie den russischen Angriffskrieg in der Ukraine befeuert https://www.reuters.com/world/greenpeace-activists-storm-stage-frances-nuclear-summit-confront-macron-2026-03-10
"Ein weiteres Mal wird der rote Teppich ausgerollt, um die Kernenergieindustrie zu fördern, entgegen den aktuellen Herausforderungen und zum Nachteil der Umsetzung eines großen Plans zur Sparsamkeit, der energetischen Renovierung von Gebäuden und der Entwicklung erneuerbarer Energien", so kommentiert Greenpeace Frankreich den Gipfel.
Perturbation du Sommet mondial sur l’énergie nucléaire - Greenpeace France

Eine Einordnung und Bewertung dieser beabsichtigten Renaissance gibt Sascha Samadi, Senior Researcher beim Wuppertal Institut für Klima Umwelt Energie (Abteilung Zukünftige Energie- und Industriesysteme) in der Sendung Wirtschaft und Gesellschaft
Auszüge: "Die Entwicklung der Small Nuclear Reactors steckt noch in den Kinderschuhen. Sie bringt uns nicht günstiger und schneller klimafreundlichen Strom. Die Bauzeiten sind lang, die Kosten doch höher als angenommen, auch diese kleinen Reaktoren müssen geschützt werden." Nach seiner Einschätzung sind Investitionen besser aufgehoben in der Entwicklung erneuerbarer Energien und Speichertechnologien sowie in Verbesserungen bei der Energieeffizienz. Gebraucht werden flexible Energieerzeugungsoptionen wie sie die erneuerbaren Energien bieten.

Auch die kleineren Reaktoren produzieren Atommüll und die Frage der Endlagerung ist - wie uns allen bekannt - nicht gelöst, noch nicht einmal für den Atommüll, der schon durch die Hochrisikotechnologie Atomenergie bisher produziert wurde. Auch Vertreter von Energiekonzernen sehen die SMR wohl eher als ein Investitionsgrab und nicht als eine richtungsweisende Entwicklung für die zukünftige Energieerzeugung.

Wie gefährlich der Energieerzeugung mit Atomenergie ist, daran erinnert uns am 11. März die Reaktorkatastrophe in Fukushima. Wir arbeiten weiter für eine Zukunft ohne Atomenergie, die nachhaltig und sicher ist.

Dazu erklärt die Atommüllkonferenz vom 7. Februar:

Anlässlich der Jahrestage der Katastrophen 15 Jahre Fukushima und 40 Jahre Tschernobyl kritisiert die Atommüllkonferenz den zunehmend atomfreundlichen Kurs der Bundespolitik. Atomkraft ist und bleibt eine Hochrisikotechnologie, sie ist die teuerste Art der Energieversorgung und kann keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Die Katastrophen von Fukushima und Tschernobyl mahnen: jedes Atomkraftwerk stellt eine Gefährdung für Leben und Gesundheit dar. Große Gebiete um die havarierten Reaktoren sind bis heute unbewohnbar: unzählige Menschen mussten umsiedeln. Die langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit wie etwa Leukämie bei Kindern, Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen bei Einsatzkräften sind umfassend dokumentiert.

Die Atommüllkonferenz fordert den sofortigen Atomausstieg weltweit, bevor die nächste nukleare Katastrophe passiert. Um uns als Bevölkerung zu schützen, muss die Bundesregierung sich für eine sichere Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen einsetzen und eine klare Anti-Atom-Haltung auf der europäischen und weltweiten Bühne zeigen.

Für Rückfragen:
Dr. Hauke Doerk, Referent für Energiepolitik des Umweltinstituts München: 01520 2319803

Bettina Ackermann, .ausgestrahlt:  0176 21951519A

 

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International Fukushima
news-2613 Tue, 10 Mar 2026 20:00:38 +0100 450 für „Atomausstieg in Deutschland endlich vollenden“ in Ahaus https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/450-demonstrieren-in-ahaus (Di., 10.03.26/SW) Am vergangenen Samstag haben rund 450 Atomkraftgegner:innen in Ahaus mit einer kraftvollen Demonstration gegen die geplanten jahrelangen, sinnlosen und hochgefährlichen Castor-Transporte aus Jülich, Garching und Berlin ins Zwischenlager Ahaus demonstriert. Konkret befürchten sie noch vor Beginn der NRW-Osterferien am 26. März den ersten von insgesamt bis zu 152 Castor- Transporten mit hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich über 170 Autobahn-Kilometer ins Zwischenlager Ahaus. Zu der Demo aufgerufen hatten neben der AG Schacht KONRAD fast 60 Initiativen, Verbände, Klimagruppen, Kirchen und Parteien.

Kerstin Ciesla, die stellvertretende Landesvorsitzende des BUND NRW erklärte dazu: „Wir sind tief enttäuscht, dass auf der politischen Ebene zwischen Bundesregierung und NRW-Landesregierung kein Versuch unternommen wird, die 152 Castor- Transporte von Jülich nach Ahaus noch abzuwenden. Dabei ist völlig klar, dass die Sicherheitsgefahren weiter zunehmen – Stichworte „hybride Kriegsführung“, Kampfdrohnen und Terrorgefahren. Wir prüfen deshalb sehr genau, welche Optionen nach dem inhaltlich äußerst unbefriedigenden Eil-Beschluss des OVG Berlin-Brandenburg bleiben, und rufen die NRW-Landesregierung und die Bundesregierung auf, sich zu verpflichten, erst eine Entscheidung im Hauptverfahren abzuwarten. Ohne gesicherte Endlagerung gibt es keine Eile für den Transport von einem Zwischenlager in ein anderes.“

„Für uns ist der anhaltende Protest gegen die sinnlose Verlagerung des hochradioaktiven Atommülls von Jülich nach Ahaus ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Wir kämpfen schon seit 16 Jahren gegen diese gefährlichen Pläne. Anstatt in Jülich für die 152 Castoren ein neues, möglichst sicheres Zwischenlager zu bauen, fürchten wir eine Dauerlagerung in der Lagerhalle in Ahaus, deren Genehmigung auch schon 2036 ausläuft. Atomtransporte nach Ahaus sind eine Reise ohne Ziel. Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn. Wir werden deshalb gegen die Castor-Transporte entschlossen und anhaltend auf die Straße gehen“, erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Heiner Möllers von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“ gemeinsam.

Weitere Proteste und Aktionen sind in Planung:

Homepage der BI Ahaus

Homepage SofA Münster

Homepage Westcastor

Homepage CASTOR stoppen mit Ticker zu Ahaus und Brokdorf

 

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Bundesweit
news-2610 Wed, 04 Mar 2026 12:03:56 +0100 Castor-Klage abgewiesen! Atommüll-Lawine stoppen! https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/castor-klage-abgewiesen-atommuell-lawine-stoppen (04.03.2026/ Sofa Münster) Das OVG Berlin-Brandenburg hat am Montag, 02.03.2026 die Eilklage des BUND NRW gegen den Sofortvollzug der Transportgenehmigung für die 152 Autobahn-Castoren von Jülich nach Ahaus zurückgewiesen – der jahrelange hochradioaktive Autobahn-Wahnsinn kann also schon nächste Woche beginnen! Kommt jetzt Samstag, 7. März, um 11.30 Uhr zur großen Anti-Atom-Demo ab Rathaus Ahaus in der Fußgängerzone ! Mehr Infos zur Demo/ Aufruf - castor-stoppen.de/ticker

Pressemitteilung BUND NRW CASTOR-Transporte: Gericht lehnt Eilantrag des BUND ab - Umweltverband kritisiert verbleibende Zweifel an der Sicherheit. https://www.bund-nrw.de/presse/detail/news/castor-transporte-gericht-lehnt-eilantrag-des-bund-ab/

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Bundesweit