Dummy Title http://example.com en-gb TYPO3 News Wed, 23 Sep 2026 13:40:29 +0200 Wed, 23 Sep 2026 13:40:29 +0200 TYPO3 EXT:news news-2715 Fri, 18 Sep 2026 09:17:57 +0200 Kleine Reaktoren, große Fragen - Fachtagung 20.11. Hannover https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/kleine-reaktoren-grosse-fragen-fachtagung-2011-hannover Was steckt wirklich hinter SMR? Dieser Frage beleuchtet die diesjährige Fachtagung des Atommüllreports am 20. November im Raschplatzpavillon in Hannover. Die EU setzt auf Small Modular Reactors (SMR) – doch was steckt hinter dem aktuellen Hype um die kleinen Reaktoren? Anlässlich der im März 2026 veröffentlichten SMR-Strategie der Europäischen Union nimmt die diesjährige Fachtagung des Atommüllreports die Versprechen rund um SMR unter die Lupe: Wie realistisch sind die Pläne, welche Interessen und Akteure treiben sie voran – und wer könnte davon profitieren? Und was würde es bedeuten, wenn die Pläne für SMR tatsächlich Realität werden? Die Fachtagung richtet den Blick auf die Folgen für Atommüll, Sicherheit, Zwischen- und Endlagerung, Energiewende und Energiesouveränität.

Weitere Details und Programm

 

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International Atommüllreport
news-2714 Thu, 17 Sep 2026 14:04:30 +0200 Atommüll-Lehrpfad: Fachgruppe bereitet sich auf Besuche vor https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/atommuell-lehrpfad-eroeffnet-mit-viel-sonnenschein-und-gaesten (Do., 17.09.26/MN) … und freut  sich auf interessierte Besucher*innen, die sich  auf den Weg machen und sich anhand des Lehrpfads in Bleckenstedt über die Einlagerung von Atommüll und den damit verbundenen Risiken und Gefahren informieren wollen.
Beim ihrem letzten Treffen machte sich die Fachgruppe KONRAD bei strahlendem Sonnenschein auch selbst noch einmal auf den Weg, um bei den einzelnen Tafeln intensiv zu diskutieren, was für die Besucher*innen des Lehrpfads besonders wichtige Informationen sind, und was sie mitnehmen sollen. 
Aus vielen Gesprächen wissen die Mitglieder, dass „immer mehr Menschen immer weniger über das Thema Atommüll wissen. Das Thema ist wichtig und zugleich komplex. 
Wo also ansetzen bei den jeweiligen Besuchergruppen, die ja ganz unterschiedlich sein können – Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, Parteien, Verbände, Institutionen und Einzelpersonen? 
Welche Fragen bewegen die Besucher*innen?

  • Wie gefährlich ist radioaktive Strahlung?
    Denn es gibt keine Atomanlage, aus der keine Radioaktivität austritt.
  • Woher nehmen die Aktiven der AG den ‚langen Atem‘ für ihren langjährigen Protest? Vielleicht, weil Widerstand nicht nur Pflicht ist, sondern auch Spaß macht.
  • Oder was würden tägliche Atomtransporte für Gefahren mit sich bringen, wenn Schacht KONRAD denn in Betrieb gehen würde?

Die Tafeln des Lehrpfads vermitteln die Informationen auf anschauliche Weise unterstützt mit Grafiken und Bildern. Und es gibt ebenfalls viele Fotos zur Geschichte des Protests gegen Schacht KONRAD zu den vielfältigen Aktionen, die in den letzten Jahrzehnten! organisiert von der AG Schacht KONRAD wurden

Der Lehrpfad umfasst 12 Stationen in Salzgitter-Bleckenstedt und auf dem Weg zu Schacht KONRAD 1. Er bietet Informationen zu den Problemen und Gefahren bei der geplanten Einlagerung von Atommüll in Schacht KONRAD, zu den anderen Atomprojekten in der Region, ASSE II, Morsleben und Eckert & Ziegler und zur Geschichte des Widerstandes. Mittels QR-Codes können weitere Hintergründe abgefragt werden.

Er lässt sich begehen im Rahmen eines Spaziergangs durch Bleckenstedt, ‚befahren‘ mit Fahrrad oder sonstigen Vehikeln; oder eben auch mit einer Führung durch die Aktiven der Arbeitsgemeinschaft erleben. Darauf sind die Aktiven gut vorbereitet und freuen sich auf viele Besuchergruppen.

Weitere Infos: AG Schacht Konrad: Lehrpfad Atommüll

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Konrad Arbeitsgemeinschaft
news-2713 Mon, 14 Sep 2026 10:57:00 +0200 BUND klagt gegen russische Atomproduktion in Niedersachsen https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/bund-klagt-gegen-russische-atomproduktion-in-niedersachsen (14/09/2026) Gemeinsame Pressemitteilung von .ausgestrahlt, BUND Bundesverband und BUND Niedersachsen

Klagebündnis mit .ausgestrahlt lässt Verfahrensfehler überprüfen

  • Der BUND Niedersachsen klagt gegen die Erweiterung der Brennelementefabrik in Lingen
  • .ausgestrahlt warnt als Teil des Klagebündnis vor Spionage und Sabotage
  • Organisationen fordern: Bundesregierung darf Russland keinen Einfluss auf atomare Infrastruktur in Deutschland ermöglichen 
     

Der BUND Niedersachsen hat gestern vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg Klage gegen das Land Niedersachsen eingereicht und ficht damit die Genehmigung der Erweiterung der Brennelementefabrik in Lingen an. Die bundesweite Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt unterstützt die Klage mit umfangreicher fachlicher Expertise aus der jahrelangen Begleitung des Genehmigungsverfahrens. Die Organisationen kritisieren die geplante Kooperation mit dem russischen Staatskonzern Rosatom scharf und warnen vor geopolitischen Folgen.

Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND Deutschland: „Russland setzt seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine fort und in Deutschland mehren sich gefährliche Sabotage-Versuche. Doch während die Europäische Union versucht, die russische Schattenflotte zu stoppen, erhält gleichzeitig der russische Staatskonzern Rosatom in Lingen Zugriff auf kritische Infrastruktur. Dadurch werden Interessen und Einfluss Russlands in Deutschland und in Europa gestärkt. Da in Lingen sowohl die Fertigung als auch Teile der Qualitätskontrolle mit von Rosatom gelieferten Maschinen erfolgen, könnten Produktion und Überprüfung manipuliert werden. Das wirft schwerwiegende sicherheits- und außenpolitische Fragen auf. Atomare Infrastruktur in Deutschland darf nicht zum Einfallstor für russische Staatsinteressen werden. Jede Atomkooperation zementiert die Abhängigkeit von Russland weiter. Wir lehnen das ab und fordern von der Bundesregierung endlich das Aus der deutschen Uranfabriken.“

Die Kooperation ist ein weiterer Beleg der atomaren Abhängigkeit Europas von Russland: Trotz 21 Sanktionspaketen gegen das Land gibt es bis heute keine Sanktionen im Atombereich. Aus Sicht des Klagebündnisses ist die Genehmigung zudem wegen gravierender Verfahrensfehler fraglich.

Susanne Gerstner, Vorsitzende des BUND Niedersachsen: „Aus Sicht des BUND entspricht das Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung nicht den rechtlichen Anforderungen. Die Vorprüfung war lückenhaft und basierte auf veralteten Unterlagen. Zudem wurde die Rosatom-Beteiligung in den Antragsunterlagen nicht vollständig offengelegt. Damit hat der französische Betreiber der Brennelementefabrik ANF aus Sicht des BUND gegen geltendes Recht verstoßen und der Öffentlichkeit wichtige Informationen vorenthalten. Das lässt an der Zuverlässigkeit des Antragstellers zweifeln.“

Die Genehmigung enthält zwar Auflagen, doch aus Sicht des Bündnisses sorgen diese weder für wirksamen Schutz noch lösen sie das grundlegende Problem der Kooperation mit Rosatom.

Bettina Ackermann, Referentin für Atompolitik von .ausgestrahlt: „Wie sollen Auflagen Sicherheitsbedenken ausräumen, wenn der Partner selbst das Problem ist? Wir haben im Genehmigungsverfahren schwerwiegende Risiken der Kooperation mit Rosatom aufgedeckt – bis hin zu möglicher Spionage und Sabotage an kritischer Infrastruktur. Auch der niedersächsische Umweltminister hat diese Risiken öffentlich benannt. Wir fordern die Landes- und Bundesregierung auf, ihren Worten Taten folgen zu lassen und die Genehmigung zu widerrufen.“


Hintergrund:
Die Brennelementefabrik in Lingen wird von der ANF betrieben, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der französischen Framatome GmbH. Sie ist bereits mehr als 45 Jahre alt und wies in den vergangenen Jahren zahlreiche meldepflichtige Ereignisse und Mängel auf. Trotzdem wird die Anlage bislang unbefristet weiterbetrieben. Sie produziert seit Jahrzehnten Brennelemente für verschiedene Reaktortypen. Mit der nun vorliegenden Genehmigung soll durch eine Unternehmenskooperation mit dem russischen Staatskonzern Rosatom die Produktion erweitert werden.

ANF hat beantragt, Brennelemente in hexagonaler Form für Reaktoren russischer Bauart zu produzieren. Die Reaktoren des Typs WWER werden unter anderem in fünf osteuropäischen EU-Staaten betrieben. Lange Zeit wurden diese aufgrund der speziellen hexagonalen Bauweise der Brennelemente ausschließlich aus russischer Produktion beliefert. Durch die französisch-russische Kooperation sollen nun auch Brennelemente für osteuropäische Atomkraftwerke in Lingen gefertigt werden. Zwar kaufen die Staaten dann nicht mehr aus Russland, letztlich würden die Brennelemente aber in Deutschland mithilfe Russlands produziert. ANF will die WWER-Brennelemente mit russischer Lizenz fertigen.

Im Zuge des Genehmigungsverfahren gingen 2024 beim Niedersächsischen Umweltministerium als Genehmigungsbehörde 11.000 Einwendungen gegen das Vorhaben ein – ein beeindruckender, gesellschaftlicher Widerstand.

Während die Atomkraftwerke (AKW) in Deutschland abgeschaltet sind, dürfen die Uranfabriken in Gronau und Lingen weiter AKW im Ausland mit Uran und Brennelementen beliefern. Ein kompletter Atomausstieg verlangt die Schließung der Uranfabriken und das Ende des Betriebs des Forschungsreaktors FRM II in Garching mit hochangereichertem Uran. 
 

Mehr Informationen: 

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Bundesweit
news-2707 Tue, 08 Sep 2026 22:01:19 +0200 Die Arbeitsgemeinschaft rockt mit bei JAMEL rockt den Förster https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/die-arbeitsgemeinschaft-rockt-mit-bei-jamel-rockt-den-foerster (Mi., 09.09.26/MN) … mit Infostand und Zuckerwatte. 
Die Aktiven waren schon am Donnerstag angereist und freuten sich auf das Festival Jamel rockt den Förster – Festival für Demokratie und Toleranz und die geplanten Workshops, die schon am Freitag beginnen sollten. 
Am Donnerstag wurde bereits der Stand der AG aufgebaut.

Doch das Wetter machte mit Starkregen den Organisatoren und allen Beteiligten einen Strich durch die Rechnung. Für Freitag wurde alles abgesagt, da die Parkflächen schnell aufgeweicht und für Lastwagen, die Technik an Bord hatten  zum Teil teils unpassierbar waren.

Dann gingen es doch am Sonnabend mittags los mit den Workshops. In diesem Jahr gab es noch mehr Informationsstände und Workshops als in vorherigen Jahren. Das Festival bietet Möglichkeiten zur Vernetzung und stärkt die Zivilgesellschaft. Das nutzt die Arbeitsgemeinschaft seit Jahren, um die Teilnehmenden auf dem Festival bzw. in den Workshops über Atommüllpolitik, Atommüllentsorgung, erneuerbare Energien, Klimaschutz und natürlich über die Situation in Weltatomerbe Braunschweiger Land zu informieren und zu diskutieren.

Der Stand der Arbeitsgemeinschaft hatte einen guten Platz in der Nähe der ‚kleinen Bühne‘. Zuckerwattemaschine und wie immer die Atommüllkarte waren Publikumsmagneten; die Zuckerwattemaschine lief ‚heiß‘ und die Menschen kamen bei den Gesprächen auch ‚in Fahrt‘; insbesondere wenn sie beim Blick auf die Atommüllkarte realisierten, an wie vielen Standorten und Regionen im Lande Atommüll liegt. 

  • Und klar wurde in den Gesprächen, dass die Suche für ein sicheres Endlager für den hochradioaktiven Atommüll viel länger als geplant dauern wird.
  • Und das konsequenterweise damit auch die Zwischenlager an den Atomkraftwerken entsprechend ‚ertüchtigt‘ werden müssen, weil dort über ein weitaus längeren Zeitraum als ursprünglich angenommen der Atommüll oberirdisch gelagert wird. Aktuell ist die Sicherheit aller Atommüll-Zwischenlager unzureichend. 

Und das Schacht KONRAD als Endlager für den schwach- und mittelradioaktiven Müll nicht geeignet ist und zudem nicht ausreichen wird, so dass ein zweites Endlager notwendig ist.
Also KONRAD stoppen und einen neuen Standort, der den heutigen Sicherheitsanforderungen entspricht.
Und neu war für viele auch,

  • Dass in Lingen Brennelemente gefertigt werden
  • Und die Bundesregierung und das Niedersächsische Umweltministerium jetzt den Ausbau der Brennelementefabrik Lingen unter Beteiligung der russischen Atombehörde Rosatom genehmigt haben.
  • Und die Rückholung des Atommülls aus der ASSE war natürlich auch ein Thema, das bewegte

Und dann gab nach den Workshops es natürlich mit viel Musik ‚was auf die Ohren‘, was bei allen auf viel Begeisterung stieß. Nach dem Festival waren die Aktiven der AG ‚happy‘, dass sie ohne all zu viel Mühe alles incl. Fahrzeuge wieder vom Platz kriegten und dann doch sehr zufrieden nach Hause fahren konnten.

Hintergrund zum Dorf Jamel
Das Dorf ist von Neonazis seit den 1990er-Jahren gezielt als „nationalsozialistisches Musterdorf“ besiedelt worden. Das Festival bedeutet seit 2007 Gegenwehr gegen diese Vereinnahmung und soll den Nazis demonstrieren, dass ihnen „demokratischer Gegenwind“ entgegen bläst.
Jedes Jahr findet das Festival statt, um rechten Strukturen entschlossen entgegenzutreten und vor Ort eine lebendige, demokratische Kultur und einen gemeinsamen Meinungs- und Willensbildungsprozess zu stärken. Organisiert wird das Festival alljährlich von dem Ehepaar Birgit, die in Jamel leben und immer wieder Anfeindungen wegen ihres Engagements ausgesetzt. 
2015 wurde eine Scheune auf ihrem Grundstück angezündet oder später auch Autoreifen zerstochen. 
Für ihr Engagement und die alljährliche Organisation des Festivals erhielten sie den Aachener Friedenspreis. Bereits davor erhielten sie zahlreiche Auszeichnungen für ihr unermüdliches Engagement.

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Bundesweit Arbeitsgemeinschaft
news-2704 Mon, 07 Sep 2026 13:24:58 +0200 29. Atommüllkonferenz am 10. Oktober in Göttingen https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/29-atommuellkonferenz-am-10-oktober-in-goettingen Auf der 29. Atommüllkonferenz wird es fünf kurze Fachvorträge zu den Brennpunkten Lingen, Schacht KONRAD, Gorleben, sowie den Castortransporten von Jülich nach Ahaus geben. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Konsequenzen der verlängerten Zwischenlagerung, für die Standortsuche für das Atommülllager für hochradioaktive Abfälle und das Freimessen von radioaktiven Abfällen. Wir besprechen die Planungen für das Frühjahr 2027.

In den Arbeitsgruppen werden wir uns mit Zwischenlagerung (AG1), der Standortsuche (AG2), dem Freimessen von radioaktiven Abfällen (AG 3) und ggf. mit den Castortransporten Jülich Ahaus(AG4) beschäftigen.

Weitere Infos Einladung/ Programm. Anmeldung: www.atommuellkonferenz.de

Die Atommüllkonferenz ist ein fachlich-politisches, parteiunabhängiges Forum für Betroffene und Akteure von den Standorten, an denen Atommüll liegt oder an denen die Lagerung vorgesehen ist.
Kennzeichnend für die Konferenz ist eine Mischung aus Fakten, Erfahrungsaustausch und Absprache gemeinsamer Positionen und Vorhaben.

Interessierte / 'Neulinge' sind herzlich eingeladen zu Diskussion und Austausch.

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Bundesweit
news-2702 Thu, 27 Aug 2026 11:24:47 +0200 Teilrückholung und das war’s? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/teilrueckholung-und-das-wars (27.8.2026/ Fachgruppe ASSE/ CS) Nach der Ankündigung der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) auf ihrer Veranstaltung zur ASSE am 14.04.26, dass sich die Fertigstellung von Schacht V deutlich verzögert, ist die BGE der Forderung des Landkreises nachgekommen und prüft aktuell, ob eine Ertüchtigung von Schacht II zur Bergung der MAW-Fässer von der 511m-Sohle zu einem gravierenden Zeitgewinn führen würde. Wenn das Ergebnis positiv ausfällt, ist die Befürchtung, dass die Rückholung der Fässer aus den anderen Kammern, die nur über den noch zu erstellenden Schacht V möglich ist, unterbleibt. 

Auf eine entsprechende Anfrage der AG Schacht KONRAD hat die BGE betont, dass sie parallel an den Arbeiten zu Schacht V festhalten würde und damit dem gesetzlichen Auftrag (Lex ASSE) zur vollständigen Rückholung nachkommt. In der aufkommenden Diskussion über eine „Teilrückholung“ (der MAW-Kammer) gab es in der Vorbereitungsgruppe des Landkreises zum Thema ASSE Mitglieder, die sich für eine Änderung der Lex ASSE aussprachen, damit die BGE bei entsprechenden neuen Ergebnissen einer überarbeiteten Konsequenzenanalyse auf die vollständige Rückholung verzichten könnte. 

Offen darf die BGE das nicht aussprechen. Aber intern dürfte die BGE sich über eine Abkehr von der vollständigen Rückholung freuen. Dazu passt auch, dass sich die BGE in einem „geplanten gemeinsamen Arbeitskreis mit dem Runden Tisch“ zur Rückholung der MAW-Abfälle über Schacht II treffen will (aus der schriftlichen Antwort der BGE, s.o.). Hier sieht die AG jetzt den Landkreis gefragt, bei der BGE dagegen zu protestieren, dass derart wichtige Fragen ohne den Landkreis und seine gewählten Gremien besprochen werden sollen.

Vor diesem Hintergrund dürfte die nächste Sitzung des Umweltauschusses des Landkreis Wolfenbüttel am kommenden Montag interesant werden. Auf dieser Sitzung will der Landkreis ein Positionspapier zur Rückholung beschließen. Die Positionsbestimmung ist nicht als Ersatz für die gesetzlichen und atomrechtlichen Zuständigkeiten des Bundes oder der BGE gedacht. Sie stellt vielmehr die politische Perspektive des Landkreises Wolfenbüttel dar. Die Sitzung am 31.08. ab 18:30 Uhr ist öffentlich und findet im Großen Sitzungssaal in der Bahnhofstr. 11 statt.

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Asse II
news-2701 Wed, 26 Aug 2026 12:35:25 +0200 „Shut down!“ – Kundgebung am Brennelementewerk Lingen https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/shut-down-kundgebung-am-brennelementewerk-lingen Gemeinsame Pressemitteilung von Ecodefense!, Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner:innen im Emsland, .ausgestrahlt und Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

(26. August 2026) 80 Atomkraftgegner:innen nahmen am Montag an einer Kundgebung vor dem Werkstor der Brennelementefabrik in Lingen teil. Zuvor führte eine Radtour vom Marktplatz vor die Fabrik.

Ihre Forderung: „Shut down! Brennelementewerk schließen!“ Die Genehmigung der Anlage muss widerrufen werden wegen des Risikos durch Sabotage, Spionage und hybride Angriffe, Auflagen können diese Sicherheitsbedenken nicht ausräumen.

Die Genehmigung für den Ausbau der Brennelementefabrik Lingen unter Beteiligung der russischen Atombehörde Rosatom bestätigt erhebliche Risiken für die innere und äußere Sicherheit Deutschlands, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung. Danach besteht „ein abstrakt erhöhtes Risiko von Sabotage, Spionage und hybriden Aktionen durch Russland“, das im Rahmen der Kooperation ausdrücklich von dem „staatlich kontrollierten Unternehmen (TVEL/Rosatom)“ ausgeht. Zugleich stellt die Genehmigung fest, dass bereits „das Betreten der Anlage durch Angehörige der Firma TVEL/Rosatom ein potentielles Risiko“ darstellt. Trotzdem können Mitarbeiter*innen von Rosatom künftig Zugang zur Atomfabrik Lingen erhalten.

Dazu erklärte Bettina Ackermann von der bundesweiten Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Die Genehmigung benennt die Sicherheitsrisiken selbst – und zwar konkret im Zusammenhang mit Rosatom. Trotzdem öffnet das niedersächsische Umweltministerium dem russischen Staatskonzern mit völlig unzureichenden Auflagen die Tür zur Brennelementefabrik. Das ist umso unverständlicher, weil ein atomrechtliches Gutachten von Prof. Dr. Gerhard Roller zeigt, dass der Bund das Vorhaben aus Gründen der inneren und äußeren Sicherheit Deutschlands hätte verhindern können. Der Staat hat die Pflicht, die Bevölkerung vor solchen Gefahren zu schützen. Statt dieser Verantwortung gerecht zu werden, überlässt er es Initiativen und Bürger*innen, ob sie gegen die Genehmigung klagen. Das ist ein politisches Armutszeugnis. Landes- und Bundesregierung müssen die Genehmigung widerrufen. Bis dahin geht unser Protest weiter.“

Wladimir Sliwyak, Alternativer Nobelpreisträger und Mitgründer der russischen Umweltorganisation Ecodefense, machte deutlich:

„Lingen droht zu einem North Stream mit Uran zu werden. Die Genehmigung, Rosatom Zugang zur Atomindustrie in Deutschland ermöglichen, kann dem Kreml Einfluss auf die kritische Infrastruktur in Deutschland und Europa verschaffen – und das zu einem Zeitpunkt, an dem Russland einen hybriden Krieg gegen Europa führt. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie der russische Staat operiert und Abhängigkeiten ausnutzt. Die jetzige Genehmigung ist deshalb ein großer strategischer und sicherheitspolitischer Fehler. Aber es ist noch nicht zu spät, die Richtung zu ändern und die Sicherheit der Bevölkerung in Deutschland und Europa an die erste Stelle zu rücken. Dass just heute wieder Uran aus Russland für Lingen eintreffen soll, unterstreicht, wie groß das nukleare Problem ist.“

Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen erklärte:

„Wir sehen mit großer Sorge die kollektive Weigerung in Bund und Land, Verantwortung für die nukleare Sicherheitspolitik zu übernehmen. Wie kann es sein, dass sowohl Niedersachsens Umweltminister Meyer als auch Bundesumweltminister Schneider wiederholt öffentlich vor dem Einstieg von Rosatom in die Brennelementefertigung in Lingen warnen, dann aber genau dieses Projekt schließlich durchwinken? Wie kann es sein, dass alle Sicherheitsexperten vor hybrider Kriegsführung warnen, im Emsland aber das Tor zur extrem sensiblen Brennelementefertigung für zahlreiche AKW in Europa wider besseren Wissens aufgestoßen wird? Und wie kann es sein, dass man sich mühsam aus der Abhängigkeit von russischem Gas und Öl befreit hat und sich jetzt in der Atompolitik genau in dieselbe Abhängigkeit begibt? Wir fordern deshalb eindringlich vom Bund und dem Land Niedersachsen, die Genehmigung für die Brennelemente-Kooperation zwischen Rosatom und Framatome im Emsland umgehend zu widerrufen und sämtliche Urangeschäfte mit dem Kreml zu beenden – nur das wäre sicherheitspolitisch nachhaltig.“

Organisationen kritisieren aktuellen Urantransport aus Russland

Der russische Atomfrachter „Mikhail Dudin“ ist am 24.08.2026 in Rotterdam eingetroffen. Dieser Atomfrachter beliefert regelmäßig die Framatome-Brennelementefabrik in Lingen mit angereichertem Uran aus Russland und transportiert Brennstäbe aus Lingen nach Kasachstan. Die Urangeschäfte von Framatome mit dem Kreml sind umfangreich – auch hier im Emsland und mit Billigung der Bundesregierung. Die Anti-Atom-Organisationen lehnen auch diese Urangeschäfte ab.


Hintergrundinformationen:

Hintergrund zum Rosatom-Einstieg in Lingen

Änderungsgenehmigung nach § 7 Abs. 1 Atomgesetz zur Fertigung hexagonaler Druckwasser-Brennelemente des Typs VVER für den Einsatz in VVER-Reaktoren

Rechtsgutachten von Prof. Dr. Gerhard Roller: Berücksichtigung der Belange der inneren und äußeren Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Versagungsermessens nach § 7 Abs. 2 AtG

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Bundesweit
news-2698 Wed, 19 Aug 2026 12:07:49 +0200 Neue Castor-Transporte trotz Drohnenanschlag https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/neue-castor-transporte-trotz-drohnenanschlag (19.08.2026/ Castor stoppen) Mit großer Empörung und neuen Protesten reagieren Anti-Atomkraft-Initiativen in Jülich und im Münsterland auf die Vorbereitungen für zwei neue Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus in dieser Woche. Obwohl es vor zwei Wochen zu einem glücklicherweise misslungenen Drohnenanschlag auf den Leipziger Flughafen kam, will die NRW-Landesregierung mit minimalem Sicherheitsaufwand erneut hochradioaktiven Atommüll weithin sichtbar und gut planbar über die maroden Autobahnen vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus schicken. Zudem sind viele Rettungskräfte in NRW durch den Dauereinsatz gegen die verheerenden Waldbrände in der Eifel und dem Hohen Venn am Limit.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen fordern deshalb von der NRW-Landesregierung das Aussetzen der gefährlichen Castor-Transporte, um erst einmal in Ruhe die neue Gefahrenlage durch den Drohnen-Anschlag von Leipzig auszuwerten. Für Mittwoch, 19.08.2026 rufen die Initiativen um 18.30 Uhr zu einer Raddemo vom Bahnhof Ahaus durch die Innenstadt zum Zwischenlager Ahaus auf. In Jülich startet morgen und am Donnerstag um 20 Uhr eine Mahnwache vor dem Forschungszentrum.

„Die Sicherheitslage ist nach dem Drohnenanschlag von Leipzig eine andere – aus einer bislang abstrakten Gefahr ist eine konkrete Gefahr geworden. Das ist ein neues Level. Und das Risiko durch die Castor-Transporte wird noch dadurch erhöht, dass die NRW-Landesregierung den polizeilichen Begleitschutz in den letzten Wochen enorm heruntergefahren hat. Die Drohnen-Abwehr ist ohnehin ungenügend und viele Polizeihubschrauber waren in der Eifel im Dauer-Löscheinsatz. In dieser Situation gleich in zwei Nächten hintereinander mutwillig eine neue Groß-Gefahrenquelle zu schaffen, ist absolut verantwortungslos. Wir fordern den sofortigen Abbruch der Transportvorbereitungen und eine Aussetzung der Castor-Transporte,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

„Die NRW-Landesregierung und die Bundesregierung setzen vollkommen falsche Prioritäten. Südlich von Jülich haben die Waldbrände die sich zuspitzende Klimakrise für uns alle erneut deutlich vor Augen geführt. Doch anstatt sich um effektiven Klimaschutz zu kümmern, verschwenden Land und Bund kostbare und begrenzte Ressourcen für eine völlig unsinnige Verlagerung von hochradioaktivem Atommüll von einem Zwischenlager in ein anderes Zwischenlager. Wann kommt die Klimakrise endlich in Düsseldorf und Berlin an und ändert dort die politischen Prioritäten?“, fragt Marita Boslar vom AktionsbündnisStop Westcastor“ in Jülich.

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Bundesweit
news-2697 Wed, 12 Aug 2026 12:37:00 +0200 Anti-Atomkraft-Initiativen rufen zur Demo in Lingen auf https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/anti-atomkraft-initiativen-rufen-zur-demo-in-lingen-auf 24. August: Demo zur Brennelementfabrik Lingen „Einstieg von Kreml-Atomkonzern im Emsland verhindern“

Neuer Urantransport Russland-Lingen via Rotterdam: Atomare Abhängigkeit vom Kreml erschreckend

(12.08.2026/ AgiEl – Atomkraftgegner*innen im Emsland) Nach übereinstimmenden Informationen der Marine-Website „Vesselfinder“ und der Rotterdamer Hafen-Website hat der russische Atomfrachter „Mikhail Dudin“ am vergangenen Donnerstag von Dünkirchen aus im Rotterdamer Hafen Station gemacht. Nach Informationen der Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Emsland und Münsterland hat der einschlägig bekannte Atomfrachter dabei Brennstäbe aus der Brennelementfabrik Lingen an Bord genommen. Diese gehen via Russland zu einer Brennelementfabrik in Kasachstan, wo Brennelemente vor allem für chinesische AKW gefertigt werden. 

Die kasachische Brennelementfabrik wurde vom Betreiber der Lingener Brennelementfabrik, dem französischen Atomkonzern Framatome, errichtet und ist vollständig von der Kooperation mit Russland abhängig. Die hiesigen Initiativen gehen davon aus, dass die „Mikhail Dudin“ wie schon so oft entweder in Dünkirchen oder in Rotterdam auch angereichertes Uran für Brennelementfabrik in Lingen abgeladen hat.

Aus Protest gegen die fortgesetzten Urangeschäfte mit Russland und gegen den geplanten Einstieg des Kreml-Atomkonzerns Rosatom in die Brennelementfertigung in Lingen rufen die regionalen Anti-Atomkraft-Initiativen für

Montag, 24. August, zu einer neuen Demonstration in Lingen auf. Start wird um 17 Uhr mit einer Fahrraddemo vom Marktplatz in Lingen sein. Um 18 Uhr findet dann die Kundgebung vor dem Werkstor von Framatome, Am Seitenkanal 1, statt.

„Die atomare Abhängigkeit vom Kreml ist erschreckend. Anscheinend werden die Warnzeichen überhaupt nicht verstanden. Anstatt sich endlich aus der atomaren Umklammerung zu lösen, setzt Framatome mit Billigung der Bundes- und Landesregierung auf eine immer stärkere Kooperation. Dabei ist klar, wer in dieser ungleichen Beziehung das Sagen hat. Der Kreml-Atomkonzern Rosatom verfügt über das Uran und das nötige Brennelement-Know-How, das Framatome so gerne hätte. Gegen diese Kooperation gehen wir in Lingen weiter auf die Straße. Wir müssen raus aus der atomaren Sackgasse und endlich die Erneuerbaren beschleunigt ausbauen,“ erklärte Alexander Vent vom Bündnis AgiEl – Atomkraftgegner*innen im Emsland.

„Noch ist die Genehmigung des Landesumweltministeriums in Hannover für die Produktion von „russischen“ Brennelementen in Lingen nicht rechtskräftig. Von daher haben Bundes- und Landesregierung noch eine letzte Möglichkeit, den Stecker zu ziehen. Wir werden unseren Protest definitiv fortsetzen. Es gibt letztlich nur eine Alternative, die den atomaren Irrweg in Lingen gefahrlos beendet – und das ist die Stilllegung der Uranfabrik. Die Atomanlage schadet der Sicherheit der Öffentlichkeit in erheblichem Maße,“ ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.


siehe auch: Atomfabrik Lingen schließen - Keine Geschäfte mit Rosatom

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Bundesweit
news-2693 Sun, 26 Jul 2026 13:41:05 +0200 81 Jahre Hiroshima und Nagasaki - friedensfähig werden! https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/81-jahre-hiroshima-und-nagasaki-friedensfaehig-werden (So., 26.07.26 /SW) Im Vorfeld der Jahrestage der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August haben die IPPNW (Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkriegs) ein neues FaltblattMut zum Widerspruch. Mut zur Abrüstung. Gemeinsam gegen die atomare Bedrohung!” herausgegeben. Darin heißt es: “Die neun Atommächte gaben im Jahr 2025 knapp 119 Milliarden US-Dollar oder 3.768 Dollar pro Sekunde für ihre Nukleararsenale aus. Die Milliardeninvestitionen in atomare Aufrüstung gehen zulasten sozialer Sicherungssysteme, Klimaschutz, Gesundheit und Armutsbekämpfung. Aufrüstung und Militarisierung schaffen keine Sicherheit, sondern instabile Systeme, bei denen angesichts des enorm zerstörerischen Potenzials von Atomwaffen, autonomen Waffen und KI nicht beherrschbare Risikosituationen entstehen – bis hin zur Gefahr eines Atomkrieges. Deshalb ist es umso wichtiger, sich gegen Atomwaffen zu positionieren. Deutschland sollte sich diesem konstruktiven Engagement anschließen und den Austausch mit dem Teil der Staatengemeinschaft suchen, der auf Abrüstung und gemeinsame Sicherheit setzt.” 

Diesen Forderungen schließt sich die AG Schacht KONRAD insbesondere angesichts der neu aufgekommenen Debatte, der zunehmenden Militariserung der Zivilgesellschaft und den bundesdeutschen Militärausgaben an. Das Leid und Elend der Atombombenopfer ist nicht vergessen, am Freitag 7. August gedenken wir gemeinsam mit dem Friedenszentrum Braunschweig am Hiroshima-Ufer (Okerbrücke Jasperallee hinter dem Staatstheater) mit Lesungen, Musik und 100 schwimmenden Kerzen auf der Oker der über 200.000 Toten und Verwundeten und an die Verwüstung zweier Städte.

 

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Bundesweit International
news-2692 Thu, 23 Jul 2026 14:33:03 +0200 Technische Panne bei Castor-Transport Jülich-Ahaus https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/technische-panne-bei-castor-transport-juelich-ahaus Pressemitteilung, Jülich/Duisburg/Ahaus, 23. Juli 2026

10. Castor wurde nachts in Jülich abgesagt!

Proteste in Jülich, Duisburg und Ahaus: „Castor-Transporte Verschwendung von Geld und Ressourcen“

Beim 10. Castor-Transport von Jülich nach Ahaus ist es am späten gestrigen Abend gegen 22.45 Uhr kurz vor der Abfahrt in Jülich augenscheinlich zu einer folgenschweren Panne gekommen: Während die Polizei schon abfahrbereit am Forschungszentrum Jülich aufgefahren war und ein Polizei-Hubschrauber über dem Gelände kreiste, blieb der Transport-LKW kurz vor der Schranke defekt auf dem Gelände zurück und Techniker begannen mit einer Untersuchung des Problems. Gegen 0.50 Uhr erreichte dann ein kommerzieller Reparatur-Service das Forschungszentrum, der das Problem aber nicht lösen konnte. Gegen 1.15 Uhr erfolgte dann die Absage des Transports, sodass die Polizei sofort danach in Jülich und Ahaus abrückte.

Den ganzen Abend über demonstrierten in Jülich, Duisburg und Ahaus erneut Atomkraftgegner:innen mit Mahnwachen gegen die widersinnigen und gefährlichen Transporte. In Jülich konnte das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ das Geschehen am Forschungszentrum live beobachten: „Um 22.45 Uhr war alles abfahrbereit, doch plötzlich ging es nicht weiter. 

Eine ähnliche Situation hatten wir schon Ende April beim 2. Castor, als sich dann herausstellte, dass die Batterien für die Transporteinheit nicht aufgeladen waren und sich die Abfahrt um 90 Minuten verzögerte. Nun gab es erneut ein unvorhergesehenes technisches Problem am Castor-LKW, das dieses Mal offensichtlich deutlich gravierender war. Wir fordern deshalb umgehend Aufklärung über diese aktuelle Panne, die zur nächtlichen Absage des Castors führte. Und es zeigt sich, wie wichtig die Proteste vor Ort und an der 170 Kilometer langen Autobahnstrecke sind, um live sehen zu können, wenn diese erheblichen Probleme auftreten,“ Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ in Jülich.

„Wir sind immer noch erst beim 10. Castor. Wie soll das nun noch 142 Mal weitergehen? Dieses Mal ist der Schaden auf dem Gelände des Forschungszentrums in Jülich aufgetreten. Was wäre passiert, wenn die Panne unterwegs auf der Autobahn passiert wäre? Auf solche Schadensfälle ist die Polizei doch gar nicht vorbereitet. Außerdem fragen wir uns, ob womöglich das Transportunternehmen der größten Transportserie für hochradioaktiven Atommüll in der Geschichte der Bundesrepublik einfach nicht gewachsen ist? Wir fordern deshalb nachdrücklich ein Ende des Castor-Wahnsinns auf den Autobahnen von NRW. Die Transporte sind eine reine Verschwendung von Steuergeld und Polizei-Ressourcen,“ ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen erklärten, dass sie die Proteste auf jeden Fall fortsetzen werden.

www.westcastor.org | www.bi-ahaus.de | sofa-ms.de |  www.castor-stoppen.de

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Bundesweit
news-2691 Wed, 22 Jul 2026 15:06:10 +0200 Brennelementefabrik Lingen: Genehmigung unverantwortlich https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/brennelementefabrik-lingen-genehmigung-unverantwortlich Kooperation von Framatome mit Rosatom im Emsland sicherheitspolitischer Wahnsinn / Über 125.000 fordern Abbruch der Kooperation mit dem Kreml

22.07.2026/ Gemeinsame Pressemitteilung von Ecodefense!, .ausgestrahlt, Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner*Innen im Emsland und Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

Die Bundesregierung und das Niedersächsische Umweltministerium genehmigen den Ausbau der Brennelementefabrik Lingen unter Beteiligung der russischen Atombehörde Rosatom.

Dazu erklärt Bettina Ackermann von der bundesweiten Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Die Öffnung der Atomfabrik Lingen für den Kreml-Atomkonzern Rosatom ist ein sicherheitspolitischer Dammbruch. Die Bundesregierung gefährdet damit die Sicherheitsinteressen Deutschlands und anderer EU-Staaten. Mehr als 125.000 Menschen fordern den Abbruch der Kooperation mit der russischen Atombehörde Rosatom in der Online-Aktion „Kein Atom-Deal mit Putin“. Die Bundesregierung muss ihr sicherheitspolitisches Roulette sofort beenden. Wir werden die Genehmigung und die Auflagen eingehend prüfen und behalten uns weitere Schritte vor.“

Alexander Vent vom Bündnis AgiEL ergänzt:

„Damit bestätigen sich unsere schlimmsten Befürchtungen. Die Bundesregierung ignoriert die Warnungen der deutschen Sicherheitsbehörden und Geheimdienste. Statt Rosatom in Lingen eine Absage zu erteilen, soll Framatome/ANF weiterhin mit der dem Kreml unterstellten Atombehörde kooperieren. Das ist ein sicherheits- sowie außenpolitischer Skandal. “

Wladimir Sliwyak, Träger des Alternativen Nobelpreises 2021 und Ko-Vorsitzender der in Russland verbotenen Umweltorganisation Ecodefense, macht deutlich:

„Rosatom Zugang zu atomarer Infrastruktur in Deutschland und damit auch Europa zu gewähren, ist unverantwortlich. Mit dieser Entscheidung macht Deutschland den Weg frei für Putin. Dieser baut ungehindert weiter seine geopolitische Macht über kritische Energieinfrastruktur in Europa aus. Der Kreml hat weitreichende Ambitionen, die er auch mit Sabotage und Spionage durchsetzt. Den Ausbau von Framatome/ANF in Lingen zu genehmigen ist daher das völlig falsche Signal.“

Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen erklärt:

„Der jetzige Vorgang zeigt, welche großen politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten die Nutzung der Atomenergie erzeugt. Die staatliche, französische Atomindustrie, der die Brennelementefabrik in Lingen gehört, ist vollkommen abhängig von russischem Uran und russischem Know-How. Es war und ist deshalb ein großer Fehler, die Brennelementefabrik in Lingen vom Atomausstieg auszuklammern. Wir fordern die umgehende Schließung dieser Atomfabrik im Emsland, um weiteren Schaden und weitere Abhängigkeiten zu vermeiden.“

Hintergrundinformationen:

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Niedersachsen
news-2690 Wed, 22 Jul 2026 11:03:36 +0200 Wegen Herstellerfehler entwich radioaktives Krypton-85 in die Umwelt https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/wegen-herstellerfehler-entwich-radioaktives-krypton-85-in-die-umwelt Warum trat bei der PTB radioaktives Krypton-85 aus? Nun ist die Ursache bekannt – Herstellerfehler! 

(Braunschweig-Spiegel 22-07-2026) Vor 5 Jahren ist radioaktives Krypton-85 in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig aus einer Messapparatur in die Umwelt entwichen. Im Sinne der Strahlenschutzverordnung handelte es sich um ein „bedeutsames Vorkommnis“. Die PTB informierte die Öffentlichkeit und erklärte, dass ein Gutachten des TÜV Nord die Ursachen ergründen werde. Viele Medien berichteten über den Vorfall. Als dann aber nach einiger Zeit ein Anwohner die Offenlegung des Gutachtens beantragte, verweigerte die PTB die Veröffentlichung.

Nach 5 Jahren ist nun durch eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig erreicht worden, dass das Gutachten offen liegt, wenn auch mit einer Reihe von Schwärzungen. Als sehr wahrscheinliche Ursache benennt das Gutachten einen Herstellerfehler, der im Einzelnen erläutert und anhand von Bildern belegt wird (Einzelheiten siehe unten). Die Strahlungsquelle stammt von der Firma Eckert und Ziegler, Braunschweig, die als Beigeladene in das Gerichtsverfahren einbezogen wurde.

Herstellerfehler – nur ein Einzelfall oder mehr?

Die PTB hat u. a. eine Angabe zur Fehlerquote des Herstellers bei der besagten Strahlungsquelle vom Typ NER-8375 geschwärzt. Sie begründet dies mit dem Interesse der Firma, deren Geschäftsgeheimnis durch Veröffentlichung dieser Fehlerquote verletzt würde. Nach Definition im Strahlenschutzgesetz müssen Strahlenquellen wie die eingesetzte so beschaffen sein, dass bei üblicher betriebsmäßiger Beanspruchung ein Austritt des radioaktiven Inhalts unmöglich ist (Quelle siehe unten). Eine Fehlerquote kann es daher nicht geben, jedenfalls nicht bei Produkten, die in den Verkauf gelangen. Der Gutachter empfiehlt für die Zukunft die Foto-Dokumentation jeder Strahlenquelle durch den jeweiligen Hersteller, damit fehlerhafte Strahlenquellen frühzeitig erkannt und nicht in Umlauf gebracht werden können (genaue Formulierung siehe unten). Auf die Presseanfrage, ob die Firma Eckert und Ziegler diese Empfehlung künftig einhalten werde, wird die Antwort ausdrücklich abgelehnt.

Hat Eckert und Ziegler die anderen Bezieher der Strahlenquelle NER-8275 inzwischen gewarnt?

Bisher ist nicht bekannt, ob die Firma auch die anderen Kunden, die mit der Strahlenquelle beliefert wurden, auf die Möglichkeit von Herstellungsschäden hingewiesen hat und ihnen etwa die Überprüfung der jeweiligen Strahlenquelle angeboten hat. Immerhin werden Strahlenquellen des genannten Typs allein in Deutschland zu Hunderten, wenn nicht Tausenden in verschiedenen Bereichen genutzt: in Industrie, Gewerbe, Medizin, Forschung und Landwirtschaft, wie die PTB am 15.04.2021 mitteilte. Die Angabe, wieviele davon von Eckert und Ziegler stammen, wurde geschwärzt.

Die PTB wollte die Veröffentlichung des Gutachtens verhindern - warum?

Die Klage wurde von einem Anwohner erhoben, der sich auf das Informationsfreiheitsgesetz und das Umweltinformationsgesetz berief. Beide eröffnen Bürgern wie Journalisten das Recht, über Belange, die für sie von Interesse sind, von staatlichen Stellen informiert zu werden. Die PTB vertrat dagegen die Position, dass nach § 109 Abs.3 der Strahlenschutzverordnung jegliche Weitergabe von Informationen an „Unbefugte“ verboten sei. Sie lehnte selbst die Herausgabe eines Gutachtens mit Schwärzungen ab. Der Rechtsanwalt der Firma Eckert und Ziegler vertrat dieselbe Position und zeigte einen erheblichen Einsatz, um die Veröffentlichung zu verhindern. Das Gericht folgte dieser Position nun aber nicht, sondern sorgte dafür, dass das Gutachten offengelegt wurde, wenn auch mit Schwärzungen.

Die Frage nach dem „Warum“ ist bisher ungeklärt. Jedenfalls hat die PTB durch ihr Verhalten objektiv dafür gesorgt, dass das Gutachten 5 Jahre geheim blieb. Das war wohl im vermeintlichen Interesse der Firma Eckert und Ziegler, aber weder im eigenen Interesse der renommierten Einrichtung PTB noch im Interesse der Öffentlichkeit. Denn das besteht offenbar darin, die Wiederholung solcher Unfälle zu verhindern, um Menschen und Natur zu schützen. Nun drängt sich der Eindruck auf, dass dieses Interesse von der staatlichen Einrichtung PTB, die dem Bundesministerium für Wirtschaft untersteht, zu Gunsten eines privaten Unternehmens blockiert wurde.

Andreas Matthies


Nähere Informationen zu einzelnen Aspekten

1. Definition im Strahlenschutzgesetz: umschlossene Strahlenquelle

Umschlossene radioaktive Stoffe müssen nach Strahlenschutzgesetz „ständig von einer allseitig dichten, festen, nicht zerstörungsfrei zu öffnenden, inaktiven Hülle so eingebettet sein, dass bei üblicher betriebsmäßiger Beanspruchung ein Austritt radioaktiver Stoffe mit Sicherheit verhindert wird“. (Strahlenschutzgesetz § 5 Abs.35)

2. Die genaue Erläuterung des TÜV-Gutachters, worin die Ursache lag

Die Gesamtheit aller Untersuchungen lassen darauf schließen, dass bereits bei der Fertigung der Kr-85-Strahlenquelle eine unzureichende Verbindung zwischen den einzelnen Komponenten einen späteren Austritt des Kr-85 aus der Umhüllung verursacht haben kann.“ (Seite 8 des Gutachtens)

Die genannten Komponenten sind ein Edelstahlzylinder und die obere Kuperkappe. Der Edelstahlzylinder sei nicht, wie notwendig, mittig, sondern „leicht schief“ (so wörtlich) in der oberen Kupferkappe befestigt; diese schiefe Verbindung habe dann dafür gesorgt, dass das Lot

(die Lötstelle) am Beginn der Kupferkappe keinen dichten Abschluss gebildet habe, so dass dann das Krypton auf Dauer habe entweichen können. Bei der unteren Kupferkappe dagegen sei eine gute Passform zwischen beiden Komponenten gegeben, so dass dort nichts entweichen konnte. Die diese Beschreibung verdeutlichenden fotografischen Abbildungen dieser Details (Nrn. 2, 3, 5,6,7 und 8) wurden ebenfalls geschwärzt.

3. Die Empfehlungen des Gutachters

Der Gutachter lobt von der PTB geplante, konkret benannte Maßnahmen, um künftig einen  Vorfall wie den behandelten in ihrem Bereich zu verhindern. Er fährt fort: „Darüber hinaus empfehlen wir folgende Maßnahmen zur Optimierung des Strahlenschutzes:

Fotodokumentation (idealerweise durch den Hersteller) der Lötstellen am Übergang zwischen Edelstahlzylinder und Kupferkappen mit Fokus auf dem sich auszubildenden Meniskus, um frühzeitig fehlerhafte Strahlenquellen zu erkennen.

Bei einem Verdacht auf eine undichte Kr-85-Strahlenquelle zunächst weiterhin gründliches Spülen der Aerosolneutralisatoren durch die Messapparatur über die Abluft und den Schornstein, um die mögliche Kr-85-Raumluftkonzentration zu minimieren.“

4. Die rechtliche Argumentation der PTB

Die PTB verweigerte die Veröffentlichung unter Hinweis auf § 109 Abs. 3 der Strahlenschutzverordnung. Danach sei es dem jeweiligen Strahlenschutzverantwortlichen einer Einrichtung bzw. eines Betriebes, die mit radioaktiven Stoffen umgehe, untersagt, Informationen an Unbefugte weiterzugeben. Es müsse nicht einmal im Einzelfall geprüft werden, welche Informationen herausgegeben werden können und welche nicht (etwa solche, die eine Gefährdung des Betriebes bzw. der Einrichtung mit sich bringen könnten). Vielmehr seien jegliche Informationen „a priori der Herausgabepflicht nach dem Informationsrecht entzogen“.

Dieses vermeintliche Verbot würde dann offenbar für alle Betriebe und Einrichtungen gelten, die mit radioaktiven Stoffen umgehen: die Braunschweiger Firma Eckert und Ziegler, Atomkraftwerke, Atommülllager wie Schacht Konrad, Asse, Morsleben oder auch das Zwischenlager in der PTB (161 Tonnen schwach- und mittelaktiver Atommüll, eine Hinterlassenschaft des Forschungsreaktors in der PTB).

5. Das Verhalten des Wirtschaftsministeriums unter Minister Habeck

Da der erwähnte Anwohner sich nicht vorstellen konnte, dass der Wirtschaftsminister Robert Habeck, dem die PTB qua Amt unterstand, eine Position unterstützt, die das Umweltinformationsrecht der Bürger erheblich einschränken würde, schrieb er den Minister zweimal persönlich an und bat um Prüfung. Beide Male erhielt er den Rückschein, aber keine irgendwie geartete Antwort auf seine Einschreiben. Das Wirtschaftsministerium unter Ministerin Reiche lehnte die von der PTB angestrebte Sperrerklärung zum Gutachten dann im Januar 2026 ab.

Andreas Matthies, Redakteur des Braunschweig - Spiegel

Für Rückfragen:  Andreas Matthies, Telefon: 0531 515755, E-Mail: andmat@web.de

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Eckert&Ziegler Regional
news-2689 Wed, 22 Jul 2026 10:50:00 +0200 Tag X10 – unsere Antwort bleibt Protest! https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/tag-x10-unsere-antwort-bleibt-protest (22. Juli 2026/ castor stoppen) Heute soll der zehnte von 152 Atommüll-Behältern aus der Zwischenlagerhalle Jülich in die Zwischenlagerhalle Ahaus stattfinden. Mit der Abfahrt des Schwerlast-LKW, beladen mit einem Castorbehälter und umgeben von einem Polizeikonvoi, wird gegen 22.00 Uhr gerechnet.

Die Verlagerung des Atommülls von einer in eine 170km entfernte andere Halle ist kein Beitrag zu einer möglichst sicheren Entsorgung der nuklearen Hinterlassenschaften der Atomindustrie! Jeder Transport stellt ein unnötiges Risiko für die Bevölkerung dar, weil Unfälle oder Anschläge nicht ausgeschlossen werden können. Außerdem kann der Müll in Ahaus nicht bleiben, sondern muss noch einmal transportiert werden: in ein „Endlager“ – welches es bekanntlich bisher nicht gibt.

Unsere Forderung bleibt: Sofortiger Stopp der gefährlichen Transporte über NRW-Autobahnen! Neubau einer möglichst sicheren Lagerhalle in Jülich!

Die Bundesregierung liefert heute noch einen weiteren Grund, gegen Atomkraft zu protestieren: Niedersachsens Umweltminister Meyer hat dem Druck aus Berlin nachgegeben und wird heute den Einstieg des Kreml-Atomkonzerns Rosatom in die Brennelementefertigung in Lingen freigegeben – und damit die Zukunft der Brennelementefabrik absichern.

Protest-Mahnwachen & Infoverstaltung heute Abend (22. Juli)

Jülich: ab 20 Uhr Mahnwachen vor dem Forschungszentrum und am Königshäuschen kurz vor der Autobahnauffahrt (Aachener Landstr.25, Bushalte.Neubourheim).

Ahaus: ab 20.00 Uhr Mahnwache an der Kreuzung Schorlemerstraße/Schumacherring (Parkplatz Teppichboden-Janning)

Ahaus: 20.00 Uhr – Infoveranstaltung „zu Transportwahnsinn und Perspektiven darüber hinaus“ von die LINKE NRW im Wahlkreisbüro, Parallelstraße 26, Ahaus.

Duisburg: ab 22.30 Uhr Mahnwache an der A 42-Brücke über den Rhein.

Beteiligt euch am Protest gegen diese unsinnige Atommüll-Lawine!


21.07.2026: Pressemitteilung Westcastor Castor-Transporte: Keine Ferien für Polizei

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Bundesweit
news-2681 Mon, 06 Jul 2026 11:37:46 +0200 Wieder Castortransporte diese Woche - Proteste angekündigt! https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/wieder-castortransporte-diese-woche-proteste-angekuendigt (Castor stoppen/ 6.7.2026) Es gibt einen Hinweis darauf, dass in dieser Woche zwei Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus rollen werden. Der erste startet am Dienstag Abend, der zweite am Mittwoch Abend. Diese Info passt zu der Veröffentlichung des WDR, der von einer künftigen „höheren Taktung“ der Transporte geschrieben hatte.

Als Reaktion auf die angekündigten Atommülltransporte hat die BI Ahaus nun zwei Mahnwachen angemeldet: für Dienstag und Mittwoch Abend (7./8. Juli), ab etwa 20.00 Uhr. Treffpunkt ist wieder am Kreisel Schumacherring / Schöppinger Straße (bei „Teppich Janning“) in Ahaus– hier müssen die Castortransporte durch.

Mehr Infos auf castor-stoppen.de/ticker/ und norden.social/@castorstoppen 

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Bundesweit
news-2679 Mon, 29 Jun 2026 13:40:53 +0200 Was weiß unsere Jugend von der Kernenergie? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/was-weiss-unsere-jugend-von-der-kernenergie (Archiv Atomerbe/Fundstück Juni 2026) Die „richtigen Antworten“ zu 36 Fragen wollte der Betreiber des Atomkraftwerks Grohnde gemeinsam mit Prof. Dr. Heinz Haber von den „Jungen und Mädchen des Wesertals“ im Rahmen eines Wettbewerbs im Jahr 1979 erfragen. Bei dem Multiple-Choice-Test standen jeweils drei Antworten zur Auswahl, von denen eine oder mehrere richtig sein konnten. Neben rein fachlichen Fragen wie „Welches Atom ist am einfachsten gebaut?“ durften natürlich auch Fragen nicht fehlen, die Atomenergie in gutem Lichte erscheinen ließen: „Wie viele Kubikmeter Schwemm- und Schwebstoffe werden jährlich durch die Anlagen des Kernkraftwerks Grohnde aus der Weser entfernt werden, so dass das Wasser sauberer wird? A: etwa 100 m³, B: etwa 1200 m³, C: etwa 3000 m³“. Na, hätten Sie es gewusst?

weiterlesen: www.archiv-atomerbe.de/fundstueck-juni-2026/ 

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Grohnde Archiv Atomerbe
news-2677 Thu, 25 Jun 2026 19:08:07 +0200 Statuskonferenz Zwischenlagerung von Protest begleitet https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/statuskonferenz-zwischenlagerung-von-protest-begleitet (Pressemitteilung/ BI Lüchow-Dannenberg/ 25.06.2026) Die Endlagersuche dauert deutlich länger als ursprünglich geplant. Es soll zwar künftig schneller gehen, entsprechende Beratungen zur Novelle des Standortauswahlgesetzes (StandAG) laufen bereits, doch der ursprüngliche Termin zur Benennung eines Standortes – im StandAG wurde ursprünglich das Jahr 2031 genannt -, ist obsolet und einen neuen Termin möchte der Gesetzgeber nicht mehr nennen.

Das hat erhebliche Folgen für die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle in Deutschland. Die heutige (23.6.) Statuskonferenz in Berlin sollte der Startschuss für ein Beteiligungskonzept sein, in dem betroffene Zwischenlagerstandorte durch ihre kommunalen Vertreter:innen, Bürgerinitiativen und Umweltverbände ausloten sollten, wie für die nächsten 100 Jahre ein Mehr an Sicherheit gegeben sein könne.

Einen Tag zuvor gab die Gorleben-Betreiberin BGZ ihren Plan bekannt: Sie will eine Verlängerung der Lagerung hochradioaktiver Abfälle um lediglich 20 Jahre für Gorleben beantragen – in Gorleben lagern 113 Castoren und die Genehmigung läuft im Jahr 2034 aus.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Das ist nur dann vernünftig, wenn bei den Sicherheitsbetrachtungen berücksichtigt wird, dass die Behälter in den Zwischenlagern weitere 80 bis 100 Jahre aufbewahrt werden müssen. Wir vermuten, dass die BGZ nur auf ein Weiter so setzt, um alle Forderungen nach einer Härtung des Lagers oder eines Neubaus zu unterlaufen.“

Entsprechend wurde vor dem Veranstaltungsort, den Toren der Genehmigungsbehörde, das Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) in Berlin, sichtbar protestiert. Martin Donat, der BI-Vorsitzende, sprach in diesem Zusammenhang von „epochalen Aufgaben“, die nur mit einer echten Beteiligung der Zivilgesellschaft zu wuppen seien.

Helge Bauer von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt ergänzt: „Die Sicherheit aller Atommüll-Zwischenlager ist unzureichend. Ein Angriff auf sie mit moderner Drohnentechnik hätte katastrophale Folgen. Die anstehenden Neugenehmigungsverfahren für die Atommüll-Lager müssen auch derartige Defizite in den Blick nehmen. In Zeiten, in denen sich neue Waffentechnik rasant schnell entwickelt, dürfen Verfahren zum kurzfristigen Anpassen an die Sicherung dieser kritischen Infrastruktur nicht wie in der Vergangenheit über zwanzig Jahre bis zur Umsetzung dauern.“

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

Helge Bauer, .ausgestrahlt, 0160 305 9148

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Bundesweit
news-2669 Mon, 22 Jun 2026 09:53:07 +0200 Wir waren beim Landesfest dabei – das hat sich gelohnt https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/wir-waren-beim-landesfest-dabei-das-hat-sich-gelohnt (Mo., 22.06.26/MN) Mit einem starken Standteam waren wir beim Landesfest, Tag der Niedersachsen von 12. – 14. Juni in Braunschweig in und vor unserer Info-Pagode am Start. An den drei Veranstaltungstagen sind wir mit vielen Besucher:innen ins Gespräch kommen zu den Atomstandorten bei uns in der Region und auch zu der Frage, wann und wo es das Endlager für den hochradioaktiven Atommüll geben wird.

Für uns war es eine gute Gelegenheit zu hören und zu diskutieren, was die Menschen bewegt, wenn es um die Rückholung des Atommülls aus der ASSE, welche Fragen es zum geplanten Atommüllendlager Schacht KONRAD oder auch zur Nuklearfirma Eckert & Ziegler in Braunschweig gibt. 
Unser Informationsangebot fand viel Zuspruch – bei Menschen aus der Region und auch von Besucher:innen von außerhalb. Während die Erwachsenen sich mit den ernsthaften und komplexen Fragen der Endlagerung von Atommüll beschäftigten, hatten die begleitenden Kindern viel Spaß beim Angelspiel, um Atommüllfässer aus der ASSE zu bergen. 
Für uns ein gelungenes Wochenende bzw. ein Landesfest, darin waren sich die Aktiven einig. 

Es gab viele Fragen zur Suche eines Endlagers für hochradioaktiven Müll. 
Derzeit lagern rund 1.900 Castor-Behälter mit hoch radioaktiven Abfällen in den zentralen Zwischenlagern in Ahaus, Gorleben und Lubmin sowie in den dezentralen Zwischenlagern in Jülich und an 12 AKW Standorten; weiterhin müssen weiterhin 600.000 Kubikmeter schwach- und mittelaktiver Abfall endgelagert werden. Dafür muss ebenfalls ein oder zwei Läger gefunden werden. Aus Sicht von der Arbeitsgemeinschaft ist Schacht KONRAD dafür nicht geeignet. 
Weiterhin muss es ein Konzept für eine möglichst sichere, längerfristige Zwischenlagerung der hoch radioaktiven Abfälle geben und die Zwischenlager für eine längere Laufzeit ertüchtigt werden, da bei der Suche und Fertigstellung  eines Endlagers für den hochradioaktiven Müll frühestens in den 70er zu rechnen ist.  Zu all diesen Fragen .gab es vielfältige Gespräche mit interessierten Besucher:innen von nah und fern.

So hat sich es wirklich gelohnt, beim Landesfest teilzunehmen; nicht finanziell, da das Sammeln von Spenden und Verkauf von Artikeln nicht gestattet war. Es hat uns allerdings Geld gekostet - für die angemietete Pagode und Stromanschluss.
Das waren mehrere hundert Euro – viel Geld für unseren Verein. Wir verfügen nicht über einen großen Etat für unsere Kommunikation und Informationsarbeit, sondern müssen dies aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuwendungen bestreiten.

Auf jeden Fall ist das Resümee ist eindeutig positiv, denn es gilt für uns, unser Engagement geht weiter. Das wurde uns von vielen bestätigt: „Gut, dass Ihr hier dabei seid! Danke für Euer Engagement!

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Regional Arbeitsgemeinschaft
news-2665 Tue, 16 Jun 2026 15:56:48 +0200 17.06.2026: Atommüllkonvoi von Brunsbüttel nach Brokdorf https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/presseerklaerung-castor-schiff-hat-brunsbuettel-erreicht-16-juni-2026 Nach dem Abschluss des Verladens von sieben Atommüllbehältern aus dem Transportschiff „Pacific Grebe“ auf LKW-Tieflader ist der Konvoi am 17.06.26 abends von Brunsbüttel nach Brokdorf gestartet. Sein Ziel war das Zwischenlager am Atomkraftwerk im benachbarten Brokdorf.

Dazu Kerstin Rudek vom Bündnis CASTOR-stoppen:

„Der Atommüll aus dem Betrieb der Atomkraftwerke in Deutschland füllt rund 1.900 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall, zudem entstanden rund 600.000 Kubikmeter schwach- und mittelaktiver Abfall. Der letzte Reaktor in Deutschland ist seit über drei Jahren außer Betrieb. Kraftwerke kann man abschalten, den Atommüll nicht!

Solange es für diese gewaltige Menge an nuklearer Hinterlassenschaft keine tragbare Lösung gibt, ist nicht nur jeder unnötige Atommülltransport unverantwortlich. Es erübrigt sich damit auch jegliche Debatte über die Wiederinbetriebnahme alter Meiler oder den Bau neuer Reaktoren. Auch die Debatte um sogenannte ‚Small Modular Reactors‘ (SMR) ist eine reine Scheinlösung – diese Mini-Reaktoren lösen kein Entsorgungsproblem. Es muss endlich Schluss sein mit dem Fliegen ohne Landebahn!“

Hinter der oft gehörten Formulierung, ‚Wir‘ müssten die atomare Hinterlassenschaft wegen völkerrechtlich bindender Verträge zurücknehmen, verbirgt sich eine massive Schieflage der Verantwortlichkeiten. Es gilt klar zu hinterfragen, wer dieses ‚Wir‘ eigentlich ist. Während die Atomkraftbetreiber international über Jahrzehnte hinweg Milliardengewinne mit der Hochrisikotechnologie eingefahren haben, sind sie aus der Verantwortung für die Folgen entlassen. Die immensen Kosten und die organisatorischen Lasten für den sorgsamen Umgang mit dem strahlenden Erbe werden nun der Allgemeinheit aufgebürdet. Aktuell wird diese Jahrhundertaufgabe auf staatlicher Ebene von der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung verwaltet – bezahlt mit Steuergeldern. Es ist unhaltbar, dass Konzerne die Gewinne privatisieren, während die Gesellschaft die unkalkulierbaren Risiken und Kosten der Entsorgung dauerhaft tragen muss.

Nach wie vor steht für uns fest, dass

– es weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll gibt,
– CASTOR-Zwischenlager zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern werden,
– Atommüll nur ungefährlich ist, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
– Atomkraft kein Klimaretter sein kann!

Pressekontakt Bündnis CASTOR-stoppen:
Tel. 0176 7802 7597
Kerstin Rudek Tel. 015902154831

Informationen zum Brennelementezwischenlager Brokdorf/Elbe

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Bundesweit International
news-2668 Tue, 16 Jun 2026 15:56:48 +0200 CASTOR-Schiff hat Brunsbüttel erreicht 16. Juni 2026 https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/presseerklaerung-castor-schiff-hat-brunsbuettel-erreicht-16-juni-2026-1 Heute um ca. 4 Uhr hat das Atommüll-Transportschiff „Pacific Grebe“ unter absoluter Geheimhaltung den Elbehafen Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) erreicht. Im dortigen Hafen der Firma Schramm Ports & Logistics werden nun sieben CASTOR-Behälter auf LKW-Tieflader umgeladen.

Es ist damit zu rechnen, dass sich der Atommüllkonvoi heute Nacht (Dienstag auf Mittwoch) mit Geleitschutz auf den Weg macht in die Zwischenlagerhalle am Atomkraftwerk Brokdorf. Dort werden die CASTOR-Behälter stehen, bis ein Endlager dafür benannt und in Betrieb genommen werden kann. Das wird laut Auskunft der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) nicht vor 2074 erfolgen.

„Was die Geheimhaltung betrifft, haben die Verantwortlichen gegenüber der letzten vergleichbaren Anlieferung in 2025 nach Nordenham ihre Hausaufgaben gemacht. Der bittere Beigeschmack: Dieser Transport erfolgt damit ohne die Möglichkeit eines vorbeugenden Katastrophenschutzes oder einer transparenten Kontrolle seitens der Zivilgesellschaft“, kommentiert Kerstin Rudek die für das Castor-Stoppen-Bündnis überraschende Ankunft der GREBE am frühen Morgen in Brunsbüttel. „Wir werten das als ist ein Eingeständnis, dass die Transporte gefährlich und ein potentielles terroristisches Ziel sind.“

Am heutigen Dienstag, 16.06., wird es um 17:30 Uhr eine Kundgebung vor dem AKW Brokdorf geben. Weitere Protestaktionen auf: www.castor-stoppen.de

– es gibt weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll
– CASTOR-Zwischenlager werden zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern
– Atommüll ist nur ungefährlich, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
– Atomkraft ist kein Klimaretter

Pressekontakt Bündnis CASTOR-stoppen:
Tel. 0176 7802 7597
Kerstin Rudek Tel. 015902154831

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Bundesweit International
news-2664 Wed, 10 Jun 2026 10:15:01 +0200 Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel besucht AG-Infostand https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/landesbischoefin-dr-christina-maria-bammel-besucht-infostand-der-ag-schacht-konrad (10-06-2026/GM) Beim Tag des offenen Hofes auf dem Hof Rühmann in Salzgitter-Sauingen war die AG Schacht KONRAD mit einem Informationsstand vertreten. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über die Atommüllproblematik, das geplante Endlager Schacht KONRAD und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Region zu informieren.

Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch der Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel. Nach dem Festgottesdienst nahm sie sich Zeit für ein Gespräch an unserem Stand und informierte sich über die Arbeit der AG Schacht KONRAD sowie über aktuelle Entwicklungen rund um die Atommülllagerung.

Der offene und respektvolle Austausch zeigte einmal mehr, wie wichtig der gesellschaftliche Dialog über den Umgang mit radioaktiven Abfällen und die Zukunft unserer Region ist. 

Wir bedanken uns bei Frau Dr. Bammel für ihr Interesse und bei allen Besucherinnen und Besuchern für die vielen guten Gespräche und die große Aufmerksamkeit für unsere Anliegen.

Unser nächster Info-Stand ist vom 12.-14. Juni 2026 beim Tag der Niedersachsen in Braunschweig. Wir stehen auf den St. Nicolai-Platz zwischen dem ECE-Center/Schloss und Herzog-Anton-Ulrich Museum. 

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Regional Arbeitsgemeinschaft
news-2663 Wed, 10 Jun 2026 10:02:27 +0200 Atommüll-Transport aus England hat offenbar begonnen https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/atommuell-transport-aus-england-hat-offenbar-begonnen (Castor stoppen/ Brokdorf-Ticker/10-06-2026) Eine Lieferung von Atommüll in Castorbehältern aus der britischen Plutoniumfabrik Sellafield mit Ziel Zwischenlager Brokdorf in Schleswig-Holstein hat offenbar begonnen. Im Hafen Barrow-in-Furness würden die Behälter auf das Spezialschiff „Pacific Grebe“ verladen, heißt es aus gut informierten Kreisen. Nach Barrow wurden die Castorbehälter vom Typ HAW28M, befüllt mit hochradioaktiven Abfällen, per Eisenbahn gebracht. Die englischen Aktivist:innen rechnen „bald“ mit der Abfahrt des Schiffes mit Ziel Deutschland.

Die Überfahrt über die Nordsee dauert etwa 5 Tage. Angelaufen wird ein „deutscher Seehafen“, vermutlich Nordenham. Von dort geht die Reise des Atommülls per Bahn über Bremen und Hamburg weiter bis Brunsbüttel. Dort muss eine Umladung auf Straßentransporter für das letzte Teilstück nach Brokdorf erfolgen. Weitere Infos: http://castor-stoppen.de/brokdorf

Die mögliche Transportroute: https://castor-stoppen.de/brokdorf/#route

Ziel der „Rücktransporte“ aus der Wiederaufarbeitung von verbrauchten Brennelementen aus dem Betrieb der deutschen AKW war ursprünglich Gorleben, bis sich im Rahmen des Atomausstiegs auf eine Umverteilung auf die Zwischenlagerhallen an den deutschen Meilern geeinigt werden konnte. Anlass für Proteste gegen diese Transporte ist, dass die Behälter für eine unbestimmte Zeit in unsicheren Zwischenlagerhalle geparkt werden. Ein Endlager für den Atommüll gibt es nicht. Mit Atommülltransporten wird das Problem nur von einem Ort zum anderen verlagert, aber nicht gelöst.

Die Zwischenlagerhallen, in denen die Behälter dann geparkt werden, sind das nächste Sicherheitsproblem. Einst für 40 Jahre Betrieb gebaut und genehmigt endet dieser Zeitraum in Gorleben schon 2034. Die staatliche Betreiberbehörde BGZ will eine Verlängerung beantragen, möglicherweise geht es um Zeiträume bis 2140. Schon ganz am Anfang dieses Verfahrens wird deutlich, dass das Gefahrenpotential systematisch kleingeredet, neue Bedrohungslagen ignoriert und Transparenz sowie Öffentlichkeitsbeteiligung vernachlässigt werden.

https://norden.social/@castorstoppen | https://www.ausgestrahlt.de/presse/uebersicht/castortransport-zum-zwischenlager-brokdorf-gefahrl/ 

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Bundesweit International
news-2661 Tue, 02 Jun 2026 16:24:18 +0200 Neuer Atommüll-Lehrpfad eröffnet - mit viel Sonnenschein und Gästen https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/neuer-atommuell-lehrpfad-eroeffnet-mit-viel-sonnenschein-und-gaesten (Di., 02.06.26/MN) Am 29. Mai war es soweit – der neu gestaltete Atommüll Lehrpfad in Bleckenstedt konnte der Öffentlichkeit – bei wunderschönsten Wetter – präsentiert werden. Dazu waren ca. 30 geladene Gäste und andere Interessierte am Freitag Nachmittag gekommen. 
Die Fachgruppe KONRAD innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD war zufrieden und auch stolz, die Ergebnisse ihrer Arbeit zeigen und erläutern zu können. In den letzten Monaten ging es um die inhaltliche Neugestaltung des alten Lehrpfades, eingängige und verständliche Aufbereitung der vielen Informationen zu Problemen und Gefahren bei der geplanten Einlagerung von Atommüll in Schacht KONRAD, zu den anderen Atomprojekten in der Region, ASSE II, Morsleben und Eckert & Ziegler und zur Geschichte des Widerstandes. 
Und dann mussten ja auch neue technische Lösungen für die Standfestigkeit und Robustheit der 12 Stationen gefunden und installiert werden. Alles in enger Absprache und Zusammenarbeit mit der beauftragten Grafikerin, die ebenso zufrieden mit dem Ergebnis war: „ Das ist uns gemeinsam gut gelungen“. 

“Möglich wurde die Erstellung des Lehrpfades auch durch die Unterstützung unserer Sponsoren als auch der Grundstücksbesitzer, die die Aufstellung jeweils ermöglichten. Vielen Dank an alle!”, so Ursula Schönberger bei der Begrüßung.

Der Lehrpfad umfasst 12 Stationen in Salzgitter-Bleckenstedt und auf dem Weg zu Schacht KONRAD 1.

In den Grußworten gab es dann auch viel Lob und Anerkennung. Stefan Klein, der 1.Bürgermeister der Stadt Salzgitter in Vertretung für den Oberbürgermeister Frank Klingebiel bedankte sich bei den Aktiven mit der festen Überzeugung, dass „ wir es gemeinsam schaffen können“, die Inbetriebnahme von Schacht KONRAD zu verhindern.“ Der Lehrpfad kann „ die Menschen für das Thema Atommüll sensibilisieren“. Auch Björn Harmening, Betriebsratsvorsitzender bei Volkswagen in Salzgitter, war begeistert von der hohen Qualität und Vielfalt der Information auf den neuen Tafeln, und „ das wurde alles erstellt mit ehrenamtlicher Arbeit. Die Arbeitsgemeinschaft ist zentraler Bestandteil des Widerstands gegen das Projekt KONRAD und auch des Bündnisses Salzgitter gegen KONRAD. Ihr legt immer wieder den Finger in die Wunde, und Ihr habt Recht damit.“

Edgar Vögel von der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD machte in seinem Beitrag deutlich, wie wichtig der Lehrpfad ist, denn „immer mehr Menschen wissen immer weniger über das Thema Atommüll. Das machen sich Scharlatane aus Politik und einschlägiger Industrie im Verein zunutze. Sie werben gleich mit einem doppelten Heilsversprechen: den zu lagernden Atommüll zu reduzieren und obendrein einen Beitrag zu einer Energiewende zu leisten.“ 
Da kann u.a. auch der Lehrpfad helfen, dem etwas entgegenzusetzen. 

„Wir stellen uns vor, dass daraus ein breit nutzbarer Lernort für junge Leute in Ausbildung, von Schule bis Uni, entsteht, aber ebenso für Parteien, Verbände, Institutionen und Einzelpersonen. Dafür brauchen wir Menschen mit pädagogischen Fähigkeiten für die Entwicklung von Konzepten und Sie/Euch als Multiplikatoren hinein in die Öffentlichkeit“, so sein Fazit und Appell an die anwesenden Gäste. 

Am KONRAD-Haus selbst konnte die eine erste  aufgestellte Tafel in Augenschein genommen werden. Alle anderen Tafeln waren als ausgedruckte Plakate im aufgebauten Pavillon zu sehen. Im Anschluss an die Reden machten sich alle auf den Weg Richtung Sportplatz und Kanal, um zwei weitere Tafeln zu ‚begutachten‘. Dabei erläuterten Ursula Schönberger und Steffi Schlensog noch einmal Details und auch, dass auf allen Tafeln per QR-Code mit Weiterleitung auf die Homepage der Arbeitsgemeinschaft, die Informationen vertieft werden können. Das gab es beim ‚alten‘ Lehrpfad noch nicht.

Zum Abschluss gab es dann bei Kaffee und Kuchen einen regen Austausch über die Inhalte und Nutzung des Lehrpfades. So gab es auch die Idee, das Nützliche – der Besuch des Lehrpfades - mit dem Angenehmen im Rahmen einer Bollerwagentour zu verbinden. Der Lehrpfad sich lässt begehen im Rahmen eines Spaziergangs durch Bleckenstedt, ‚befahren‘ mit Fahrrad oder sonstigen Vehikeln; oder eben auch mit einer Führung durch die Aktiven der Arbeitsgemeinschaft erleben. Dafür stehen die Aktiven bereit; die sich auf rege Besuche und auch Rückmeldungen zum neuen Lehrpfad freuen.

Weitere Infos: AG Schacht Konrad: Lehrpfad Atommüll

Berichte zur Eröffnung:
Informationen über umstrittenes Endlager: AG Schacht Konrad eröffnet Atommüll-Lehrpfad - Okerwelle 104.6 
(Interview mit Ursula Schönberger)
Braunschweiger Zeitung / Region Salzgitter: Warum ist Salzgitters Atommüll so gefährlich? „Konrad“-Gegner zeigen es per Lehrpfad
Atommüll-Lehrpfad in Salzgitter eröffnet - Radio38
Atommüll-Endlager in Salzgitter: Neuer Lehrpfad soll Besucher wachrütteln

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Konrad Arbeitsgemeinschaft
news-2655 Sat, 23 May 2026 15:43:00 +0200 AG Infostand beim Tag der Niedersachsen https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/ag-infostand-beim-tag-der-niedersachsen (Sa., 23.05.26/MN) Der Tag der Niedersachsen von 12. – 14. Juni in Braunschweig - die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. ist mit einem Infostand dabei. Der Tag der Niedersachsen bringt Musik, Ehrenamt und Begegnungen nach Braunschweig. So das Braunschweig Stadtmarketing GmbH und „ist ein Großereignis, das in der Regel alle zwei Jahre in unterschiedlichen niedersächsischen Städten stattfindet". Vor allem würdigt der Tag der Niedersachsen das ehrenamtliche Engagement der Menschen und vielfältigen Initiativen.
Dazu gehört auch unser jahrzehntelanges Engagement und der Protest gegen die geplante Einlagerung von Atommüll in Schacht KONRAD und den Ausbau des Schachtes. Dazu gibt es Infos und Möglichkeiten für Gespräche an unserem Infostand.
Viele Besucherinnen und Besucher beim Tag der Niedersachsen wird sicher auch interessieren, wie es mit der Rückholung des Atommülls aus der ASSE voran geht, wo und warum es hakt. Und auch über die  Nuklearfirma Eckert & Ziegler in Braunschweig können und wollen wir informieren: Warum klagt die BISS – Bürgerinitiative Strahlenschutz gegen die gigantische Umgangsgenehmigung für den Umgang mit radioaktiven Stoffen, die Eckert & Ziegler die Verarbeitung von radioaktiven Abfällen und auch noch die Erweiterung erlaubt. Wir haben einiges an Infomaterial dabei, bieten ein digitales Quiz an, um das eigene Wissen zu Schacht KONRAD und ASSE zu testen.
Vielfalt, Kultur und Geschichte Niedersachsens stehen im Vordergrund beim Tag der Niedersachsen.
Aber zu Niedersachsen gehört auch, dass es nach aktuellem Stand eines der Bundesländer ist, dass möglicherweise als Standort für ein Endlager für den hochradioaktiven Atommüll in Frage kommt.
Wenn man auf die entsprechenden Dokumente und Karten zur Endlagersuche schaut, dann ist Niedersachsen ‚ein ganz heißer‘ Kandidat. Auch darüber können wir informieren. 
Wir freuen uns, dass wir beim Tag der Niedersachsen dabei sind – mit einem starken Team und Standbesetzung. Und wir freuen uns auf spannende Gespräche.
Herzliche Einladung an alle Besucher*innen des Tag der Niedersachsen, bei uns vorbeizuschauen.

Der Info-Stand der Arbeitsgemeinschaft  Schacht KONRAD e.V., Fachgruppe ASSE der AG und BISS Bürgerinitiative Strahlenschutz e.V. ist besetzt am
Freitag, den 12. Juni von 16 – 20 Uhr
Samstag, den 13. Juni von 10 – 20 Uhr
Sonntag, den 14. Juni von 11 – 18 Uhr

www.braunschweig.de/tdn

Standort: Natur- und Umweltmeile Braunschweig. Wir stehen auf den St. Nicolai-Platz zwischen dem ECE-Center/Schloss und Herzog-Anton-Ulrich Museum. Standnummer 6-37

 

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Regional Arbeitsgemeinschaft
news-2654 Mon, 18 May 2026 09:51:29 +0200 Lehrpfad-Eröffnung am 29. Mai https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/lehrpfad-eroeffnung-am-29-mai Wir laden ein zur Eröffnung des neu gestalteten ATOMMÜLL-LEHRPFADs am

Freitag, den 29. Mai 2026, 15:00 Uhr

Treffpunkt am KONRAD-HAUS

Bleckenstedter Straße 14 a

Der Lehrpfad bietet für Interessierte aller Altersklassen eine anschauliche und interaktive Gelegenheit, sich über das geplante Endlager Schacht KONRAD zu informieren. Art und Herkunft der Abfälle, die Gefahren der Nutzung der Atomenergie und radioaktiver Strahlung sind ebenso Themen wie der langjährige Protest gegen die Inbetriebnahme von Schacht KONRAD. Der Lehrpfad beginnt mitten in Salzgitter- Bleckenstedt und endet am Schachtgelände von KONRAD 1.

Möglich wurde die Erstellung des Lehrpfades auch durch die Unterstützung unserer Mitstreiterinnen und Mitstreiter.

Wir freuen uns, jetzt die Ergebnisse unserer Arbeit der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Folgender Ablauf ist geplant:

  • 15 Uhr Treffpunkt am KONRAD-Haus
  • gemeinsamer Rundgang im Ort
  • 16 Uhr Ausklang mit einem kleinen Imbiss am KONRAD-Haus

 

Dazu laden wir herzlich ein!

Wir freuen uns über Zusagen an info@ag-schacht-konrad.de bis zum Mittwoch, 20.05.2026; das erleichtert uns die Planung.

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Konrad Arbeitsgemeinschaft
news-2649 Thu, 23 Apr 2026 19:20:44 +0200 Archiv-Bibliothek umfasst jetzt 1000 Bücher https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/archiv-bibliothek-umfasst-jetzt-1000-buecher (Fr., 24.04./SW) Am vergangenen Samstag haben sich Ehrenamtliche und Mitglieder des Vereins Archiv Deutsches Atomerbe erneut in den Räumen des Vereins getroffen um einige der zahlreichen Bücherkisten auszupacken. Dieses Mal waren es Abgaben aus der Dokumentationsstelle Atomfreie Schweiz und von IPPNW Berlin. Bei jedem Buch, das wir in die Hand nehmen, überprüfen wir zuerst, ob es schon im Archivbestand ist und somit ein Duplikat darstellt und erfassen es dann nach einem bewährten System in der Archivtektonik. Archivarin Konstanze Schirmer (links im Bild) steht uns dabei immer mit professionellen Ratschlägen zur Verfügung und freut sich sehr über diese tatkräftige Unterstützung. 

Besonderes Highlight dieses Tages war, dass wir kurz vor Feierabend die "1000er-Marke knacken" konnten. Das Buch mit der Signatur B-1-1000 ist eine Doktorarbeit der baskischen Universität von Bilbao von 1989 über die Induktion von Mikrokernen der Alphateilchen von Plutonium- 239 in menschlichen Lymphozyten - natürlich auf Spanisch! Ein solches Präsenzexemplar zeigt, dass unsere Bibliothek langsam zu einer echten wissenschaftlichen Größe heranwächst. Der Bibliotheksbestand setzt sich zum einen aus vielen Spenden von Einzelpersonen zusammen, vor allem aber durch die Übernahme von (Teil-) Bibliotheken aus ganz verschiedenen Bereichen: Wissenschaftler:innen (Göttinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Frieden und Abrüstung, INTAC GmbH, Prof. Dr. Rolf Bertram), Mediziner:innen (IPPNW) und der Anti-AKW-Bewegung (Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD, Dokumentationsstelle Atomfreie Schweiz). Es zeichnet sich ab, dass so eine großartige Bandbreite an Literatur vorhanden sein wird und das Archiv für kommende Generationen eine gute Grundlage bilden wird.

Unsere Mitarbeit ist rein ehrenamtlich, wir bringen nicht nur unsere Zeit, Geduld und unsere privaten Laptops mit, sondern auch unsere Begeisterung für das Projekt. Wir freuen uns über Mitstreiter:innen, die sich eine solche Tätigkeit ebenfalls vorstellen können oder sogar schon einige Erfahrung damit haben. Wir freuen uns aber auch über eine finanzielle Unterstützung um die Zukunft des Vereins abzusichern. Spenden an den Verein Archiv Deutsches Atomerbe sind steuerlich absetzbar.

Spendenkonto bei der GLS-Bank:

Archiv Deutsches Atomerbe e. V.
IBAN  DE57430609674045381300
BIC  GENODEM1GLS

 

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Bundesweit International Archiv Atomerbe
news-2644 Wed, 22 Apr 2026 13:39:23 +0200 Infostände der AG Schacht KONRAD am 1. Mai https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/infostaende-der-ag-schacht-konrad-am-1-mai-1 (22.04.2026/Sg) Mit den Bürgerfesten am 1. Mai in der Region beginnt für die AG Schacht Konrad wieder die Freiluftsaison. Wie in jedem Jahr beteiligen wir uns in Salzgitter an der Alten Feuerwache und in Braunschweig im Bürgerpark mit unseren Infotischen. Wir freuen uns, wenn ganz viele Leute vorbeischauen um sich über die neusten Entwicklungen um Schacht KONRAD, ASSE II, Eckart & Ziegler oder Morsleben zu informieren.

Ihr findet uns mit Infoständen 

  • in Salzgitter-Lebenstedt - 12:00 Uhr Familienfest An der alten Feuerwache
  • in Braunschweig - 13:00 Uhr Beginn des Internationalen Fest im Bürgerpark

 

An den Ständen wird es die Möglichkeit geben sich "spielerisch" über unsere Arbeit zu informieren, ihr dürft gespannt sein! Also bis dann…

 

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Regional Arbeitsgemeinschaft
news-2643 Wed, 22 Apr 2026 13:08:48 +0200 3:35 Uhr – Zweiter Castortransport erreicht sein nächstes Etappenziel https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/335-uhr-zweiter-castortransport-erreicht-sein-naechstes-etappenziel (22. April 2026/ Castor stoppen) Der zweite von insgesamt 152 Castorbehältern hat nach knapp 4,5 Stunden Fahrzeit über fast 200km Autobahnen in Nordrhein-Westfalen sein nächstes Etappenziel erreicht: das Zwischenlager Ahaus. Wieder wurde ein einzelner Behälter transportiert, dieses Mal gab es offenbar schon vor der Abfahrt am Forschungszentrum eine technische Panne, die den Start um etwa 1 Stunden verzögerte. In den kommenden Monaten sollen noch 150 weitere Behälter folgen – jedes Mal ein Großeinsatz für die Polizei.

In Ahaus bleiben können die Behälter nicht, schließlich handelt es sich auch hier nur um eine Zwischenlagerhalle. Sicherer wäre der Neubau einer Lagerhalle in Jülich – dafür ist es nicht zu spät.

Vielen Dank an alle, die heute gegen diese unsinnige, gefährliche Atommüll-Lawine auf die Straße gegangen sind! Aktuelle Infos bei Mastodon norden.social/@castorstoppen 

Presseerklärung: Panne: Stromversorgung für Castor-LKW war defekt – Anti-Atomkraft-Initiativen fordern Aufklärung

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Bundesweit
news-2636 Fri, 17 Apr 2026 09:36:30 +0200 Zu teuer, zu langsam, zu riskant: Atomkraft hat keine Zukunft https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/zu-teuer-zu-langsam-zu-riskant-atomkraft-hat-keine-zukunft Gemeinsame Pressemitteilung

32 Verbände fordern konsequente Energiewende ohne Atomkraft

(17.04.2026) München/Berlin. 40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und 15 Jahre nach Fukushima warnen 32 Umwelt- und Sozialverbände sowie Anti-Atom-Initiativen vor einer politischen Scheindebatte über Atomkraft. Sie fordern eine konsequente Energiewende auf Basis erneuerbarer Energien.

Die letzten Jahre haben verdeutlicht, dass die Energiewende kein reines Umwelt- und Klimaschutzprojekt ist. Für Menschen in Europa geht es um Energiesicherheit, stabile Preise und die Unabhängigkeit von autoritären Regimen. “Das Abschalten der letzten Atomkraftwerke in Deutschland vor drei Jahren war ein wichtiger Schritt“, erklären die unterzeichnenden Organisationen übereinstimmend. Sie halten fest, dass die Technologie Abhängigkeit und enorme Umweltschäden mit sich bringt, und das ohne gesellschaftlichen Nutzen. “Atomenergie ist ein Irrweg und kein Heilsbringer. Atomkraft ist zu teuer, zu langsam und viel zu riskant, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen“, so die Organisationen.

“Mini-Atomkraftwerke” sind ein unrealistisches Ablenkungsmanöver
“Atomkraftwerke sind kein Garant für Versorgungssicherheit, sondern selbst anfällig für Krisen. Klimabedingte Extremwetterlagen können ihren Betrieb einschränken und machen das System verwundbar. Die Folgen von nuklearen Unfällen wie in Tschernobyl und Fukushima sind bis heute spürbar,” sagt Hauke Doerk, Referent für Radioaktivität am Umweltinstitut München.

Auch die sogenannten “Mini-Atomkraftwerke” oder Small Modular Reactors (SMR), die unter anderem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche gerne beschwören, werden keinen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Trotz jahrzehntelanger Ankündigungen und hoher Investitionen in Milliardenhöhe ist ein Durchbruch nicht absehbar. ”Die Diskussionen um Mini-Atomkraftwerke sind ein gefährliches Ablenkungsmanöver: SMR sind hochriskant, schaffen neue Abhängigkeiten von Uranimporten und sind sehr teuer. Sie binden Investitionen, die wir für wirksamen Klimaschutz brauchen“, sagt Doerk.

Atomkraft bremst den Klimaschutz
Anstatt die aktuellen Energieprobleme zu lösen, verzögert Atomkraft den Umbau hin zu einem tatsächlich nachhaltigen Energiesystem. „Atomkraftwerke sind unflexibel und blockieren Netze sowie notwendige klimaschützende Investitionen. Was wir jetzt brauchen, ist ein schneller naturverträglicher Ausbau erneuerbarer Energien – nicht neue Großprojekte mit jahrzehntelangen Bauzeiten und ungewissem Ausgang“, sagt Juliane Dickel Leiterin Atom- und Energiepolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Erneuerbare Energien sind günstig, schnell verfügbar und werden weltweit massiv zugebaut. Ein Energiesystem auf Basis von 100 Prozent erneuerbaren Energien ist machbar. Atomkraft gehört nicht zur Lösung, sondern ist ein tödliches Relikt ohne Zukunft“, betont Dickel.

Verbände fordern vollständigen Atomausstieg
Trotz des historischen AKW-Aus vor drei Jahren bleibt Deutschland Teil des nuklearen Problems: Die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen liefern weiterhin den nuklearen Treibstoff an AKW im Ausland. Das Verbändebündnis fordert daher die sofortige Stillegung der Uranfabriken. Es dürfen keine europäischen Mittel mehr in die Förderung von Atomkraft investiert werden, sondern müssen konsequent in erneuerbare Energien, Speicher und Netze fließen.

Pressekontakt:
Dr. Hauke Doerk, Umweltinstitut München
hd@umweltinstitut.org

Juliane Dickel, BUND
juliane.dickel@bund.net

 

Weitere Informationen:
[Link zur Deklaration]
[Link zum Hintergrundpapier]

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Bundesweit
news-2634 Tue, 14 Apr 2026 22:57:36 +0200 Rückholung aus der Asse erst nach 2039? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/rueckholung-aus-der-asse-erst-nach-2039 (Mi., 15.04.26/SW) Am 14. April hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in Remlingen den Stand der Rückholungsplanung, ein aktuelles Gebirgsmodell und ihre weiter vorangeschrittene Konsequenzenanalyse vorgestellt und dabei die Rückholung der atomaren Abfälle aus dem Salzbergwerk Asse erneut auf einen deutlich späteren Zeitpunkt verschoben.

BGE-Geschäftsführerin Iris Graffunder erklärte gestern, dass der bisher anvisierte Termin für den Rückholungsbeginn 2033 nicht mehr zu halten sei. Ein neuer Termin könne nicht valide genannt werden. Aus dem Zeitstrahl der Planungs- und Genehmigungszeiten von über 5 Jahren und einer anschließenden Bauphase bis zu einer möglichen Inbetriebnahme des Rückholschachts werden noch 13 Jahre vergehen, wenn die BGE so weiterarbeitet wie bisher. Da über diesen Schacht V auch die Bergungstechnik unter Tage gebracht werden soll, ist jetzt schon davon auszugehen, dass sich der Rückholungsbeginn um mindestens 10 weitere Jahre verschieben würde. Das wäre dann 30 Jahre nach der gesetzlichen Festlegung auf die "Option Rückholung" durch die Lex Asse!

BGE-Gruppenleiterin Sicherheitsanalysen Asse Grit Gärtner erklärte, dass die BGE aktuell einen großen Fokus ihrer Arbeit auf die Konsequenzenanalyse der Notfallmaßnahmen lege. In diesen Analysen berechnet die BGE, mit welcher Strahlenbelastung in der Biosphäre zu rechnen wäre, wenn die Notfallmaßnahmen eingeleitet werden müssten. Der Notfall tritt ein, wenn ein nicht beherrschbarer Laugenzufluss in das Bergwerk festgestellt würde.

Dass die BGE als Betreiberin der Schachtanlage Asse jetzt verstärkt Berechnungen anstellt, die den gesetzlichen Auftrag in Frage stellen könnten, wirft weiterhin viele Fragen auf. Obwohl Iris Graffunder deutlich betonte, dass die Rückholung nicht in Frage gestellt würde, muss befürchtet werden, dass mit den aktuellen Modellrechnungen eine wissenschaftliche Basis für einen politischen Rückzug aus einer vollständigen Rückholung gelegt werden könnte.

Die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. fordert weiterhin alle behördlichen und politischen Akteure auf, ihren Fokus auf eine Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsprozesse zu legen und dafür zu sorgen, dass die Rückholung des Atommülls aus der Asse unter den höchstmöglichen Sicherheitsvorkehrungen erfolgt.


Veranstaltung der BGE bei youtube: https://www.youtube.com/watch?v=loC-JJ0ULqI 

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Asse II Regional Presse Niedersachsen