Dummy Title http://example.com en-gb TYPO3 News Mon, 23 Feb 2026 16:28:05 +0100 Mon, 23 Feb 2026 16:28:05 +0100 TYPO3 EXT:news news-2604 Mon, 23 Feb 2026 15:13:05 +0100 IPPNW-Tagung 15 Jahre Fukushima – 40 Jahre Tschernobyl https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/ippnw-tagung-15-jahre-fukushima-40-jahre-tschernobyl Atomgefahren und Gesundheitsrisiken: damals – heute – morgen

15 Jahre Fukushima - 40 Jahre Tschernobyl - Die Tagung widmet sich den bis heute anhaltenden, teils verheerenden Folgen der beiden größten Atomunfälle der Geschichte. Sie wirft einen kritischen Blick auf Gegenwarts- und Zukunftsthemen der Atomenergie. Mit Stimmen und Eindrücken aus den von den Reaktorkatastrophen betroffenen Regionen sowie internationalen Expert*innen und Engagierten. Die Tagung findet im Bürgerzentrum Stuttgart West, Bebelstraße 22, 70193 Stuttgart statt. Flyer | Infos und Anmeldung: ippnw.de/bit/tagung

Ablauf: 11 -17 Uhr: Vorträge und Workshops 

Block 1: 40 Jahre Tschernobyl – 15 Jahre Fukushima: Stand heute
Block 2: Gesundheitliche Folgen der Reaktorkatastrophen – neue medizinische Einsichten
Block 3: Atomkritische Aussichten
Ab 17 Uhr: Vernetzung und Ausklang

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Bundesweit Fukushima Tschernobyl
news-2601 Wed, 18 Feb 2026 11:00:00 +0100 Strahlendes Wetter: Atomnarren und Asse-Schiff beim Schoduvel https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/strahlendes-wetter-atomnarren-und-asse-schiff-beim-schoduvel (MI.18.2.26/MN) Sonntag, 15.2. Die Atomnarren sind am Start mit dem ASSE-Geisterschiff unter dem Motto „Wir können alles, außer sicher“ , das ironisch aber dann doch auch ernst das Thema Sicherheit für die drei Atommüll- und Nuklear-Standorte Schacht Konrad, die ASSE, Eckert & Ziegler mit seinem Atommülllager im Niedersächsischen Leese und die Atommüll-Konditionierung in Braunschweig unter die „närrische“ Lupe nimmt.
Das ASSE-Geisterschiff schwimmt auf Atommüllfässern und symbolisiert die brisante Problematik des Atommülls in der ASSE. Die Botschaften der um das Geisterschiff tanzenden Atommüllfässer ist auch überzeugend närrisch klar.
Da wurde lange an den Slogans rum getüfelt und gelungen aufgebracht auf die außer Band geratenen Fässer.

KONRAD fehlgeplant und schön gerechnet

ASSE abgesoffen – nichts kommt raus

Eckert & Ziegler – zurecht getüvtelt – Auflage = Empfehlung

Ja, da ist es doch kein karnevalistischer Witz mit dem Motto des Banners „Wir können alles, außer sicher“, wenn der sorglose Umgang mit dem eindringenden Wasser in der ASSE, der „schön“-gerechneten Sicherheit in Schacht Konrad und der zurecht geTÜVtelten Strahlengenehmigung von Eckert & Ziegler auf die“ närrische“ Schippe  genommen werden, sondern da wird wider den tierischen Ernst die nukleare Problematik im Braunschweiger Land klipp und klar deutlich.
Alles dokumentarisch ‚belegt‘ durch Mitschnitt des NDR’s: 
Doku & Reportage: Karneval in Braunschweig – Live vom größten Umzug im Norden - hier anschauen
Der gelungene Auftritt fürs Fernsehen der Atomnarren mit dem ASSE-Geisterschiff ist ab 2:55 im Mitschnitt zu sehen.

Auf den Schoduvel haben die Atomnarren wochenlang hingearbeitet: Kuchenverkauf beim Weihnachtsmärchen im Märchencafe, um das Geisterschiff mit Kamelle bestücken zu können, zündende Mottosuche und neue Staffage für die Atommülltonnen, neue Narren und Närrinnen für die Fahrt mit dem Geisterschiff anwerben und zu guter Letzt das Schiff klar machen.

Beim Umzug war es wieder klasse und motivierend, dass die Leute am Rand des Zuges immer wieder ermuntern und eben auch rüber bringen, dass sie den Ernst der Lage mit den Atommüllprojekten in der Region auch sehen  - auch an diesem karnevalistischen und närrischen Tag, Wenn die Atomnärrinnen und Narren dann zusätzlich zu Helau zu hören bekommen: „Ihr macht einen guten Job“ und dann noch der tolle Mitschnitt im Fernsehen, dann ist es einfach rund, und es hat sich wieder gelohnt dabei zu sein beim Schoduvel in Brunswiek.

Jetzt ab Aschermittwoch ist alles vorbei, so heißt es bei den Karnevalisten .
Aber heute am Aschermittwoch darf noch einmal gesagt werden: Schluss mit dem närrischen Unsinn mit dem Atommüll im Braunschweiger Land.

Nun beginnt für viele beginnt erst einmal traditionell die Fastenzeit. Nicht vorbei ist die politische Arbeit zu den Atomprojekten in der Region: die Rückholung des Atommülls aus der ASSE, der Protest gegen die Inbetriebnahme von Schacht KONRAD und gegen den gefährlichen Betrieb von Eckert & Ziegler, die Atommüll aufbereiten in Thune – direkt im Wohngebiet nahe von Schule und Dorf.

Und klar ist auch: nach dem Schoduvel ist vor dem Schoduvel.
Wer dabei sein möchte und beim nächsten Schoduvel bei der Crew des Geisterschiffs anheuern will,  meldet sich bei den Atomnarren  www.braunschweiger-atomnarren.de
Dass das Wetter wieder so strahlend sein wird, können die Braunschweiger Atomnarren natürlich nicht garantieren; aber die Stimmung wird auch nächstes Jahr auf jeden Fall wieder klasse sein.

Brunswiek HELAU und ATOMKRAFT NEIN DANKE!

 

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Regional Arbeitsgemeinschaft
news-2600 Wed, 18 Feb 2026 10:30:00 +0100 Gewinnung neuer Mitglieder: Ein zentrales Thema für 2026 https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/gewinnung-neuer-mitglieder-ein-zentrales-thema-fuer-2026 (18-2-2026/Sg) Die jährliche Mitgliederversammlung der AG Schacht KONRAD e.V. steht vor der Tür. Der Termin für die Versammlung ist der 4. März um 19.00 Uhr im DGH Bleckenstedt und wir freuen uns darauf gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Im letzten Jahr haben wir eine Menge Aktionen durchgeführt und über unsere Arbeit informiert. Nun ist es an der Zeit, „Rechenschaft“ abzulegen. Hierzu werden wir folgende Themen besprechen:

Finanzielle Lage: Stimmt die Kasse? Unser Kassenwart wird einen detaillierten Bericht über die Einnahmen und Ausgaben präsentieren. Erreichtes: Wofür wurde unser Geld ausgegeben? Welche Projekte und Aktivitäten haben wir erfolgreich umgesetzt? Ausblick: Was ist noch zu tun? Welche Herausforderungen stehen uns bevor, und wie können wir sie meistern?

Für das Jahr 2026 möchten wir zudem Strategien entwickeln, um unsere Mitgliederbasis zu erweitern. Denn je mehr wir sind, desto mehr können wir bewegen! Lasst uns zusammen Ideen sammeln und die zukünftige Arbeit unserer AG nachhaltig stärken.

Teilnahme- und stimmberechtigt sind alle Mitglieder der AG, auch jene, die es noch am Tag der Versammlung werden! ;-)

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Arbeitsgemeinschaft
news-2586 Thu, 12 Feb 2026 13:15:53 +0100 Willkommen beim AG WhatsApp-Infokanal https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/ag-schacht-konrad-startet-whatsapp-infokanal Die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad hat einen eigenen WhatsApp-Kanal gestartet.

(12.11.2026/ GM) Über den Kanal informieren wir kurz, sachlich und übersichtlich über aktuelle Entwicklungen, anstehende Termine sowie geplante Aktionen. Ziel ist es, Interessierten eine weitere Möglichkeit zu bieten, sich regelmäßig zu informieren – ergänzend zur Website und zu weiteren Veröffentlichungen.

Der WhatsApp-Kanal ist kein Chat. Es gibt keinen Spam und keine Verpflichtungen. Die Nutzung des Kanals erfolgt anonym und jede Abonnentin und jeder Abonnent entscheidet selbst, wie intensiv die Informationen verfolgt werden. Voraussetzung ist ein eigener Account bei WhatsApp, der evtl. schon vorhanden ist und bereits für Chats etc.genutzt wird.

Der WhatsApp-Kanal der AG Schacht KONRAD ist zu finden im Bereich Aktuelles wie alle anderen Kanäle, die sonst schon genutzt werden.

➡️ Zum WhatsApp-Kanal der AG Schacht Konrad:
https://whatsapp.com/channel/0029VbCYBHUJJhzOa3DN2523

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Arbeitsgemeinschaft
news-2584 Mon, 09 Feb 2026 10:30:27 +0100 Wird die vollständige Rückholung des ASSE-Mülls noch umgesetzt? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/wird-die-vollstaendige-rueckholung-des-asse-muells-noch-umgesetzt Rückholungsplanung für Asse II erneut verschoben

(PM/ 09.02.2026) Zum wiederholten Male teilte die Geschäftsführerin der Gesellschaft für Endlagerung, BGE, Iris Graffunder mit, dass sie die Veröffentlichung des Zeitplanes für die Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Asse verschieben will. Noch auf einer Informationsveranstaltung im Mai 2025 hatte Frau Graffunder versprochen, den neuen Zeitplan bis Ende 2025 vorzulegen.

Nun hat Frau Graffunder auf der Sitzung des Niedersächsischen Umweltausschusses am 19.01.26 mitgeteilt, dass der neue Zeitplan erst im März 2026 vorgestellt werden könne. Es ist zu befürchten, dass damit auch der Beginn der Rückholung deutlich später als 2033 liegen wird. Je später der geplante Beginn liegt, desto unwahrscheinlicher wird es, dass die vollständige Rückholung überhaupt umgesetzt werden wird. Außerdem will die BGE nicht unmittelbar nach der Genehmigung ihres Antrages zum Bau des für die Rückholung notwendigen Schachtes V beginnen, sondern - in Abstimmung mit der zuständigen Genehmigungsbehörde (dem Niedersächsischen Umweltministerium, NMU) - einen weiteren Antrag im Rahmen der Lex Asse stellen und klären, ob eine hinreichend große Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Rückholung insgesamt genehmigungsfähig ist. Begründung ist der erhebliche Eingriff in das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet).

Der Landkreis Wolfenbüttel hat nun die BGE zu der öffentlichen Sitzung ihres Umweltausschusses am 23.02.26 eingeladen. Dort soll die BGE zu den geschilderten Vorgängen und zu weiteren inhaltlichen Fragen im Zusammenhang mit der Rückholung Stellung beziehen.

Die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad fordert die BGE auf, endlich konkrete Zeitpläne vorzulegen und diese umzusetzen. Dies ist ihr gesetzlicher Auftrag gemäß der Lex Asse.

Pressedienst der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V:
Kontakt: Claus Schröder 0173-8326462

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Asse II Presse
news-2576 Thu, 29 Jan 2026 15:12:16 +0100 Verschleppte Rückholung aus Asse 2 https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/verschleppte-rueckholung-aus-asse-2 (Mi., 29.01.26/ SW und CS) Im März 2020 hatte die BGE (Bundesgesellschaft für Endlagerung) in einer öffentlichen Veranstaltung ihren 148 Seiten umfassenden Rückholplan für die aus der Asse zu bergenden Atommüllfässer vorgestellt. Jetzt – 6 Jahre danach – fragt die AG Schacht KONRAD erneut nach, was aus den Plänen geworden ist. Laut damaliger Planung (siehe Grafik) müsste sich der für die Rückholung unabdingbare Schacht 5 seit mindestens einem Jahr in Bauausführung befinden. Im oben zitierten Rückholplan vom 19.02.2020 heißt es auf Seite 129 zu Schacht 5: „Die Genehmigungsphase erstreckt sich voraussichtlich bis zum 1. Quartal 2024. [...] Nach aktueller Planung beginnt die Bauausführung im 1. Quartal 2022. Die Bauausführung für den Schacht Asse 5 soll 2027 abgeschlossen werden. Nach der Inbetriebnahme von Schacht Asse 5 erfolgt der Anschluss an das bestehende Grubengebäude. Der Schacht Asse 5 soll dann ab 2028 für die Vorbereitung des Rückholungsbetriebs zur Verfügung stehen.“

Ebenso sollte die für die unmittelbare Abfallbehandlung nach der Bergung notwendige Halle längst genehmigt und in konkreter Planung sein: „Für die Einrichtungen zur Abfallbehandlung (Pufferung, Charakterisierung, Konditionierung) und zur Zwischenlagerung wurden Vorplanungen bereits abgeschlossen. Erst mit der Festlegung eines konkreten Standortes für die Einrichtungen zur Abfallbehandlung und Zwischenlagerung wird es möglich, die gesamten Planungsarbeiten fortzuführen, da so die genehmigungsrechtlichen Wechselwirkungen berücksichtigt werden können“ heißt es auf Seite 130 des Rückholplans. Wie hinlänglich bekannt ist, hält die BGE weiterhin an dem Standort auf der Gemarkung „Kuhlager“ fest, obwohl mittlerweile klar ist, dass sie die erforderlichen Grundstücke dort nicht erwerben kann. Einer notwendigen Alternativen-Abwägung verweigert sich die BGE weiterhin beharrlich und hängt somit dem eigenen Zeitplan beträchtlich hinterher (siehe Grafik), denn mit dem Bau der Einrichtungen zur Abfallbehandlung sollte Ende 2025 begonnen werden.

Im Dezember 2024 ließ die neue Geschäftsführerin der BGE Iris Graffunder auf einer Veranstaltung in Wolfenbüttel durchblicken, dass der Zeitplan von 2020 aus ihrer Sicht nicht zu halten sei. Auf einer großen Info-Veranstaltung in Schöppenstedt wurde im Mai 2025 dann deutlich, dass sogar mit der Abteufung des Bergungsschachtes bei Weitem nicht begonnen wird. Statt Beschleunigung kündigte Frau Dr. Graffunder für das 2. Halbjahr 2025 einen aktualisierten Zeitplan an, der einen noch späteren Beginn der Rückholung als 2033 beinhalten wird.

Dieser neue Zeitplan liegt bis heute (Ende Januar 2026) immer noch nicht vor und soll wohl erst im März vorgestellt werden. Mittlerweile hat die BGE jedoch die einzelnen Vorhaben der Rückholung in sog. „Antragskomplexe“ zusammengefasst.

  • Antragskomplex I: Änderung der Wetterführung und Ableitung über den neuen Schacht Asse 5
  • Antragskomplex II: Umgang mit den rückgeholten Abfällen beim Transport über - und unter Tage sowie im Schacht
  • Antragskomplex III: Umgang mit den radioaktiven Abfällen bei der Abfallbehandlung und Lagerung
  • Antragskomplex IV: Umgang mit den radioaktiven Abfällen bei der Bergung (in ELK), Verpackung und Schleusung

 

Bei einem öffentlichen Informationsgespräch im Niedersächsischen Umweltministerium am 19. August 2025 erklärte Dr. Steve Lange als Abteilungsleiter Genehmigungen der BGE, dass mit der Umsetzung der Maßnahmen des Antragskomplex I erst begonnen würde, wenn alle Genehmigungen für alle vier Antragskomplexe vollständig sind.

Aus Sicht der AG Schacht KONRAD ist dies eine weitere Entscheidung der BGE-Geschäftsführung in Richtung Verzögerung statt Beschleunigung der Rückholung. Schließlich hatte ein Fachworkshop des BfS (Bundesamt für Strahlenschutz) schon 2012 ergeben, dass gerade der Bau von Schacht V erheblich zur Beschleunigung der Rückholung beitragen würde. Darin wörtlich: „Dies führt zum Beispiel dazu, dass der neue Schacht oder das Zwischenlager schon gebaut werden können, bevor alle Ergebnisse aus der Faktenerhebung vorliegen und klar ist, ob die Rückholung auch umsetzbar ist.“

Wir haben deshalb im November 2025 sowohl die BGE als auch das Niedersächsische Umweltministerium angeschrieben und nachgefragt, warum die 2012 festgestellte Möglichkeit zur Beschleunigung, die die Lex ASSE (AtG § 57b) ausdrücklich bietet, nicht genutzt wird.

Die Antwort der BGE lautete im Dezember 2025, dass „der Bau des Schachts Asse 5 sowie der zugehörigen Tagesanlagen einen erheblichen Eingriff in das FFH-Gebiet dar[stelle]. Bevor diese Eingriffe getätigt werden, will die BGE in der Abstimmung mit der zuständigen Genehmigungsbehörde (dem NMU) eine hinreichend große Wahrscheinlichkeit erkennen, dass die Rückholung insgesamt genehmigungsfähig ist. Dazu will die BGE einen weiteren Antrag im Rahmen der Lex Asse stellen, der konkret die Rückholung von Abfällen umfasst. Im Rahmen dieses Verfahrens muss dann mit der Genehmigungsbehörde geklärt werden, ob die BGE alle Sicherheitsnachweise, die in einem atomrechtlichen Verfahren erbracht werden müssen, vorlegen kann.“

Das Niedersächsische Umweltministerium hat bis zum heutigen Tag nicht auf unsere Anfrage vom November reagiert.

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Asse II Arbeitsgemeinschaft
news-2575 Tue, 27 Jan 2026 19:00:51 +0100 Kein CASTOR nach Ahaus ohne Gerichtsentscheid? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/kein-castor-nach-ahaus-ohne-gerichtsentscheid (Di., 27.01.26/SW) Mehr als 130 Atomkraftgegner:innen demonstrierten am Samstag trotz spiegelglatter Wege und Unwetterwarnungen gegen die 152 CASTOR-Transporte quer durch das Ruhrgebiet - darunter sehr viele Aktive aus Bottrop und den benachbarten Städten Oberhausen und Gladbeck. Der Empfang der Angereisten aus dem Münsterland (dem geplanten Ziel der Transporte) und von anderswo war sehr herzlich und gleich drei Reden kamen aus Bottrop und Oberhausen, der Anti-Atom-Protest ist an der A2 angekommen!

Die Stimmung war motivierend - vor allem, als ungehindert über die beiden Autobahnbrücken demonstriert werden konnten. Die Polizei war zwar mit einem Großaufgebot vor Ort, hielt sich aber rund um die Demo und auf den Brücken auffallend zurück, während unterhalb der Demo der Baustellenverkehr auf der Autobahn in diesem sicherheitstechnischen Nadelöhr langsam vor sich hinrollte.

Der BUND Nordrhein-Westfalen teilte unterdessen mit, dass das OVG Berlin-Brandenburg davon ausgehe, dass bis zu einer Entscheidung KEIN Castor rolle.

Presseberichte über die Demonstration und Kundgebung:

https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/wdr-anti-castor-demo-in-bottrop-atomgegner-protestieren-102.html

https://evangelische-zeitung.de/130-atomkraftgegner-demonstrieren-in-bottrop-gegen-castor-transporte-2

https://rp-online.de/nrw/panorama/bottrop-130-atomkraftgegner-demonstrieren-gegen-castor-transporte_aid-142839725

https://www.waz.de/lokales/bottrop/article411018804/anti-castor-demo-an-der-bottroper-a2-wir-berichten-im-live-ticker.html

 

Weitere Protest-Termine gegen die CASTOR-Transport-Lawine von Jülich nach Ahaus:

Samstag, 7.2., 11-13 Uhr: Mahnwache Kölnstr./Wirtelstr., Düren

Donnerstag, 19.2., 18.30 Uhr: Infoveranstaltung zu Castor und Urananreicherung, Domhotel, Kirchplatz 6, Gescher

Samstag, 21.2., 14-16 Uhr: Mahnwache Autobahn-Rasthof Ruraue Ost (Südseite A44, bei Jülich), 13.30 Uhr MfG-Treff Walramplatz Jülich

Und dann:

Samstag, 7. März, 11.30 Uhr: Große Demo in Ahaus ab Rathaus - wir ziehen wieder auf die Castor-Strecke in Ahaus!

 

Wir gehen entschlossen und mit neuer Power in die zweite Winterhälfte!

Es ist immer noch möglich, die völlig unnützen und gefährlichen Castor-Transporte politisch abzusagen - der Ball liegt bei der Bundes- und Landesregierung!

Aktuelle Infos weiter bei: www.bi-ahaus.de, www.westcastor.org, www.bund-nrw.de, www.castor-stoppen.de und www.sofa-ms.de sowie auf den jeweils angeschlossenen Social-Media-Kanälen

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Bundesweit
news-2574 Fri, 23 Jan 2026 16:23:39 +0100 Einwendung gegen Rückbauantrag für Berliner Forschungsreaktor eingelegt https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/einwendung-gegen-rueckbauantrag-fuer-berliner-forschungsreaktor-eingelegt (Fr., 23.01.26/US) Die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD hat heute fristgerecht eine Einwendung gegen die konkreten Rückbaupläne des Helmholtz-Zentrums für Energie und Materialien (HZB) erhoben. Sie kritisiert unter anderem die mangelnden Störfallbetrachtungen, die geplanten Transporte der bestrahlten Brennelemente in das Zwischenlager Ahaus und die fehlende Alternativenprüfung eines Teileinschlusses. 

Gerade vor dem Hintergrund, dass die Inbetriebnahme von Schacht KONRAD ungewiss ist, dass derzeit alle Stofflisteneinträge für Schacht KONRAD gesperrt sind und dass für Beryllium noch kein Entsorgungsweg gefunden wurde, scheint ein schneller Abriss mit einer höheren Freisetzung von Radioaktivität nicht zwingend und sollte zumindest an der Alternative des Teileinschlusses überprüft werden.

Kritisiert wird zudem, dass die geplante Errichtung eines Zwischenlagers auf dem Gelände der HZB nicht Teil des Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahrens ist. Schließlich steht das Zwischenlager in direktem Zusammenhang mit dem Rückbau. Dabei muss sichergestellt sein - so der Einwand - dass die Anforderungen an eine Langzeitzwischenlagerung eingehalten werden. Schließlich steht die Inbetriebnahme eines Endlagers Schacht KONRAD in Frage.

Der Forschungsreaktor BER II war von 1970 bis 2019 in Betrieb. Er kam immer wieder wegen erheblicher Sicherheitsmängel, Rissen im Kühlsystem und veralteten Bauteilen in die Kritik. Insgesamt gab es 81 meldepflichtige Ereignisse, darunter mehrere Schnellabschaltungen. Die bestrahlten Brennelemente sollen in das Brennelementlager Ahaus verbracht, alle anderen radioaktiven Abfälle in einem noch zu errichtenden Zwischenlager auf dem HZB-Betriebsgelände zwischengelagert werden. 

Zur Einwendung (PDF downlaod)

Datenblatt BER II auf Atommüllreport: https://www.atommuellreport.de/daten/detail/forschungsreaktor-berlin-ii.html

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Bundesweit Arbeitsgemeinschaft
news-2577 Fri, 23 Jan 2026 08:00:00 +0100 Atomnarren freuen sich über Unterstützung beim Schoduvel 2026 https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/atomnarren-freuen-sich-ueber-unterstuetzung-beim-schoduvel-2026 Die Braunschweiger Atomnarren werden wieder am Sonntag, den 15. Feburar mit dem ASSE-Geisterschiff die Anker lichten und durch den Braunschweiger Karneval schippern und den Schoduvel entern.

„Wir wollen Klar Schiff machen“. Für die wilde Fahrt muss die Crew noch vergrößert werden. 

DJ Michael wird vom Geisterschiff aus wie gewohnt die Fußgruppe, mitlaufenden Radengel und natürlich auch das Publikum mit seiner fetzigen Musik ordentlich in Stimmung bringen.

Wer beim Schoduvel wieder als Radengel dabei möchte oder schon immer mal direkt im Karnevalszug mitlaufen wollte, kann sich unter www.braunschweiger-atomnarren.de informieren und sich bei den Atomnarren melden.

Los geht’s am gemeinsamen Treffpunkt mit Schminken – Kostüme, Perücken und Schminke sind vorhanden. Die ‚professionellen‘ Kostüm- und Maskenbildner*innen' der Atomnarren helfen gerne dabei.

Die Stimmung ist schon da prima – und dann geht’s los zum Umzug - Brunswick, Hellau ...
Die Braunschweiger Atomnarren freuen sich über die Verstärkung ihrer Crew am Sonntag, den 15.2.! 

 

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Regional
news-2573 Mon, 19 Jan 2026 15:52:12 +0100 Klausur-Tagung der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/klausur-tagung-der-arbeitsgemeinschaft-schacht-konrad (Di., 20.01.26/ SW) Wie jedes Jahr hat sich der Koordinationsausschuss der Arbeitsgemeinschaft auch zu Beginn dieses Jahres wieder für einen (langen!) Samstag zu einer internen Klausursitzung getroffen. Auf unseren "Klausuren" nehmen wir uns jedes Jahr zusätzlich einen Tag Zeit, um uns untereinander auszutauschen und abzugleichen, wer welche Aufgaben in welchem Umfang übernehmen könnte. Obwohl wir uns alle regelmäßig sehen und mindestens ein Mal pro Monat im "KoA" (unserem Koordinationsausschuss) zusammen sitzen, bleibt im Alltagsgeschäft leider manches "auf der Strecke". 

Unser Klausurtag ist jedes Mal eine gute Gelegenheit, Resumee zu ziehen, Perspektiven zu entwickeln und neue Ideen in die Tat umzusetzen. Am 17. Januar haben wir also unsere Gremien, Gruppen und einzelnen Aufgaben wieder einmal systematisch unter die Lupe genommen und festgelegt, wer sich künftig um die zahlreichen Aufgaben kümmern kann und will. Dabei entstanden ist auch ein Strategieplan für das Jahr 2026, in dem wir uns eine interne Agenda geschaffen haben. Das Ziel ist und bleibt selbstverständlich, die Atommülleinlagerung in Schacht KONRAD zu verhindern und weiterhin die Bergung der Atommüllfässer aus der Asse einzufordern.

Obwohl auch immer ernste Themen dabei sind, hatten wir einen zufriedenstellenden Tag in entspannter, freundschaftlicher und solidarischer Atmosphäre. Dass wir es uns dabei auch gut gehen lassen, beweisen die Bilder von unserem Mitbringbuffet. Wer sich für die aktive Arbeit der AG Schacht KONRAD interessiert, ist herzlich eingeladen an unseren Sitzungen teilzunehmen. Der monatlich stattfindende Koordinationsausschuss ist öffentlich und steht auch Nicht-Mitgliedern offen.

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Arbeitsgemeinschaft
news-2572 Thu, 15 Jan 2026 21:43:46 +0100 Einladung zur 28. Atommüllkonferenz am 7. Februar in Göttingen https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/atommuellkonferenz-am-7-februar-in-goettingen (Fr., 16.01.26/ SW) Schon in 3 Wochen findet die nächste bundesweite Atommüllkonferenz statt. Sie startet mit zwei Fachvorträgen, in denen wir uns mit dem aktuellen Stand der "End"lager-Suche und dem BGZ-Forschungsprogramm zur Zwischenlagerung beschäftgen werden.

Im November 2025 hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) neue Arbeitsstände veröffentlicht. Die Gebiete, die für ein tiefengeologisches Atommülllager in die engere Auswahl kommen, werden immer konkreter. Gleichzeitig wird unter dem Deckmantel der Optimierung eine Beschleunigung des Suchverfahrens propagiert. Die jetzt vorliegenden Eckpunkte der StandAG-Novelle des Bundesumweltministeriums werfen deutliche Fragen auf, ob das ohne Abstriche für Sicherheit und Beteiligung abgehen wird.

Gleichzeitig stellte die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) die mittlerweile 3. Version ihres Forschungsprogramms zur Zwischenlagerung vor. Wir berichten über den aktuellen Stand und werfen insbesondere einen kritischen Blick auf die Lücken und offenen Fragen, die im Rahmen der zu verlängernden Zwischenlagerung noch dringend zu schließen sind.

Nach den beiden Fachvorträgen und einer Mittagspause werden vier Arbeitsgruppen angeboten:

  • Jahrestage Fukushima / Tschernobyl im Angesicht der aktuellen Pro-Atomdiskussionen
  • Standortsuche zwischen Beschleunigungsdebatte und Vorbereitung der Regionalkonferenzen
  • Freimessen / Strahlenschutz (Ergebnisse einer Briefaktion)
  • CASTOR-Transporte 2026 (Jülich und Garching nach Ahaus / Sellafield nach Brokdorf)

 

Das detaillierte Konferenzprogramm, die Anfahrtskizze und weitere Infomationen sind auf der Homepage der Atommüllkonferenz abrufbar. Wir bitten zur besseren Planung um rechtzeitige Anmeldung per Mail unter anmeldung@atommuellkonferenz.de

Wir freuen uns ausdrücklich über neue Interessierte und Menschen, die sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen möchten. Die AMK ist ein Treffen der Anti-Atom-Bewegung, das dem gegenseitigen Austausch und der Planung gemeinsamen Vorgehens dient. Sie ist ein fachlich-politisches, parteiunabhängiges Forum für Betroffene und kritische Akteure von den Standorten, an denen sich Atommüll befindet oder die Lagerung vorgesehen ist. Damit dies gewährleistet bleibt, bitten wir bei der Anmeldung um eine kurze Angabe zur Zugehörigkeit (Gruppe, Verband, NGO). Mit dem Konferenzbeitrag finanzieren wir die Raummiete, die technische Ausstattung, evtl. Honorare und die Verpflegung der Teilnehmenden.

 

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Bundesweit
news-2571 Fri, 09 Jan 2026 15:14:28 +0100 CASTOR-Transporte: Berliner Gericht weist Antrag des BUND zurück https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/castor-transporte-berliner-gericht-weist-antrag-des-bund-zurueck (Fr., 09.01.26/ SW) Wie mehreren Agenturmeldungen zu entnehmen ist, hat das Berliner Verwaltungsgericht den Eilantrag des  BUND Nordrhein-Westfalen gestern zurückgewiesen. Nach Gerichtsangaben war der Antrag bereits aus formellen Gründen unzulässig. Aber auch inhaltlich hatte er keinen Erfolg: Die vom BUND kritisierte Risikobewertung des Transportes liege vorrangig in der Verantwortung der Sicherheitsbehörden. Das Gericht könne daher nur überprüfen, ob die Datenbasis dafür ausreichend sei und dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik Rechnung, heißt es.

Dazu die Erklärung des BUND von heute: „Für uns ist der Gerichtsbeschluss in keiner Weise nachvollziehbar. Trotz der unbestreitbaren Risiken für die Umwelt im Falle einer Havarie verneinen die Richterinnen und Richter eine mögliche Verletzung umweltbezogener Rechtsvorschriften. Gleichzeitig hält das Gericht die Erfolgsaussichten eines etwaigen Hauptsacheverfahrens für offen. Im Klartext: Es kann zwar sein, dass der BUND Recht hat, der Zugang zu einer umfangreichen Prüfung der Transportgenehmigung soll uns aber nicht gewährt werden.“ 

Aus der dpa-Meldung geht auch hervor, dass der logistische Aufwand für die geplanten 152 CASTOR-Transporte enorm wäre, da nur vier Transportfahrzeuge zur Verfügung stehen, die je einen Behälter aufnehmen können. Realistisch ist, dass jeweils zwei oder drei Fahrzeuge beladen auf die Strecke gehen und ein viertes als Ersatz ohne Atommüll den Transport begleitet. Dies wiederum würde bedeuten, dass es sich um 50 bis 75 einzeln durchzuführende Transportaktionen handeln würde.

Der juristische Weg kann noch in die nächste Instanz gehen, die heutige Meldung mobilisiert jedoch bestimmt auch weitere Menschen, sich an den angekündigten Protesten zu beteiligen.

Sonntag, 18. Januar, 14 Uhr: Sonntagsspaziergang in Ahaus (Infos unter bi-ahaus.de)

Samstag, 24. Januar, 11 Uhr: Demo am Autobahn-Rasthof Bottrop an der A2 (Infos unter westcastor.org)

Es gibt auch einen Ticker zu den künftigen Transporten und Aktionen unter castor-stoppen.de!

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Bundesweit
news-2570 Tue, 06 Jan 2026 21:40:24 +0100 Auseinandersetzungen um CASTOR-Transporte nach Ahaus https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/auseinandersetzungen-um-castor-transporte-nach-ahaus (Di., 06.01.26/SW) Noch vor Jahresende 2025 haben sich die Auseinandersetzungen um die 152 CASTOR-Transporte vom Atommüll-Zwischenlager Jülich in das BZA Ahaus verschärft. Anti-Atom-Initiativen aus dem Ruhrgebiet und dem Münsterland hatten noch vor den Weihnachtsfeiertagen mit einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin zur Eilklage des BUND NRW gerechnet und „Alarmstufe GELB“ ausgerufen. Dem Aufruf zur Demonstration am 14.12. waren mehr als 300 Teilnehmer:innen gefolgt. Der WDR berichtete.

Doch die Gerichtsentscheidung ist auch in der ersten Kalenderwoche des neuen Jahres nicht gefallen und selbst nach dem Entscheid stünde noch der Gang vor das OVG Berlin-Brandenburg offen. NRW-Innenminister Reul hat schriftlich angekündigt, vor einem ersten Castor einen rechtskräftigen Beschluss abwarten zu wollen.

Am 18. Dezember wurde das Thema – auf Antrag der Fraktion der LINKEN – im Deutschen Bundestag debattiert. Ganze 30 Minuten nahmen sich die Abgeordneten Zeit, den Antrag zu diskutieren. Tiefere Einblicke in die Argumentation und Beweggründe der einzelnen Parteimitglieder sind unter www.bundestag.de dokumentiert.

Mit frischer Kraft im Neuen Jahr mobilisiert ein Bündnis im Westen der Bundesrepublik jetzt zu weiteren Aktionen:

Sonntag, 18. Januar 2026 in Ahaus: Demo vom Rathaus zum Zwischenlager – mehr Infos

Samstag, 24. Januar 2026 an der Autobahn-Transportstrecke A2 Rasthof im Stadtteil Bottrop-Fuhlenbrock – mehr Infos

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Bundesweit
news-2539 Sat, 13 Dec 2025 19:55:39 +0100 Wir lassen nicht locker - Jahresabschluss am Schacht KONRAD https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/wir-lassen-nicht-locker-jahresabschluss-am-schacht (Sa.,13.12.25/MN) Alle Jahre wieder zum Abschluss des Protestjahres lud die Arbeitsgemeinschacht Schacht KONRAD am Freitag, den 5.12. zur Kundgebung am Schacht ein. Leider muss diese Tradition immer noch aufrecht erhalten werden, weil das Projekt Schacht KONARD als Atommülllager immer noch nicht aufgegeben wurde; nein stattdessen wird an einem über 23 Jahre alten und völlig verfehlten Projekt um jeden Preis festgehalten. Obwohl sich in diesem Jahr die Schwierigkeiten bei Schacht KONRAD dadurch verschärften, als im April publik wurde, dass nach geltender Rechtslage keine Einlagerung von Atommüll in Schacht KONRAD erfolgen könne.

Grund dafür ist die gehobene wasserrechtliche Erlaubnis; die schreibt eine Begrenzung der wassergefährdenden Stoffe vor, die in Schacht KONRAD eingelagert werden dürfen.

Marianne Neugebauer vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD fragte dann in ihrem Redebeitrag, was denn danach passiert ist bzw. welche Konsequenzen die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) und das Niedersächsische Umweltministerium aus der Tatsache gezogen haben, dass aufgrund der Grenzwertverschärfungen im Wasserrecht aktuell kein einziges Gebinde für die Einlagerung in das alte Eisenerzbergwerk taugt. Was sei denn bei dem vom Bundesamt für die Sicherheit nuklearer Entsorgung nach der Veröffentlichung als Maßnahme angekündigte „mal die „Köpfe zusammenstecken“ rausgekommen?

Die eine Option, anhand von Stofflisten den rechnerischen Nachweis zu erbringen, dass alles, was in KONRAD rein soll, wasserrechtlich unbedenklich sein würde, bewertete Neugebauer als ein Vorgehen, dass als Lösungsansatz nicht nachvollziehbar sei, da bisher noch gar nicht bis zum letzten klar ist, welcher Müll mit welcher Belastung denn letztendlich in Schacht KONRAD eingelagert werden soll.
Die zweite, nicht akzeptable Hilfskrücke der BGE, so die Rednerin, soll darin bestehen, Annahmen über Geologie, Wasserwege und Ausbreitungsmechanismen aus dem Langzeitsicherheitsnachweis im Planfeststellungsbeschluss zugunsten des Betreibers zu ändern und Sicherheitszuschläge zu entfernen, die im Planfeststellungsbeschluss enthalten sind.
Die Arbeitsgemeinschaft bewertet diese Ansätze dahingehend, dass damit auf jeden Fall vermieden werden soll, dass das Projekt erneut auf den Prüfstand kommt; in dem Moment nämlich, wenn eine neue wasserrechtliche Erlaubnis beantragt werden würde.
Soll damit seitens der BGE die wasserrechtliche Erlaubnis umschifft werden?

Da können wir nur sagen – netter Versuch – bei all dem was gerechnet, geändert werden soll, ohne Beteiligung der Öffentlichkeit; aber damit wird die BGE Schiffbruch erleiden.

Das kann es doch nicht sein! Das ist doch kein verantwortungsvoller Umgang mit den Risiken von Atommüll.

Auch der Blick auf die Kostenprognosen macht deutlich, dass das Projekt KONRAD nicht kalkulierbar ist. Seit den in 2009 geschätzten 1,6 Mrd. Euro für den Umbau liegt die Prognose jetzt bei 6 Mrd. Euro.
Auch die Prognosen für die späteren Betriebskosten gehen steil nach oben.

Die Arbeitsgemeinschaft bleibt bei ihren Forderungen, endlich die Reißleine zu ziehen, das Projekt Schacht KONRAD zu beenden und kein Geld mehr in dieses ungeeignete Projekt zu versenken. Und stattdessen, zügig ein neues, ordentliches Suchverfahren starten, um einen sicheren Standort für die Lagerung der gefährlichen Abfälle zu finden, denn Schacht KONRAD ist der falsche Standort und hat gar nicht die Kapazität für die bekannten Mengen an schwach- und mittelradioaktivem Müll.

Da fordern wir Konsequenz von der BGE, von den politischen Entscheidern – nicht nur bei KONRAD, sondern auch bei der ASSE:

  • Eine Beschleunigung der Rückholung.
  • Endlich einen Standortvergleich für das notwendige Zwischenlager durchzuführen.
     

Apropos begrenzte Aufnahmekapazitäten in KONRAD und der Frage, wohin mit dem ganzen Atommüll, stellte Meinhard Behrens von der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) Leese bei der Veranstaltung die Situation an der Landessammelstelle Leese dar.

Auf dem Gelände lagern 13.620 Fässer. Der Mietvertrag läuft 2030 aus. Die Bürgerinitiative Strahlenschutz Leese fordert seit langem den Abtransport sämtlicher Atommüll-Gebinde aus Leese bis 2028. Seit August 25 ist jedoch klar, dass das Zwischenlager in Leese nicht im Jahr 2030 geschlossen wird, weil es technisch nicht möglich ist, sondern sehr viel später, so der Niedersächsische Umweltminister Meyer bei einer Informationsveranstaltung. Ein genauer Zeitpunkt ist bisher nicht genannt. Auch das eine unendliche Geschichte.

Also auch 2026 bleibt es spannend, so die Zusammenfassung zum Abschluss.

  • Jetzt steht die Beantwortung der Klageerwiderung im Klageverfahren Schacht KONRAD an.
  • Wir bleiben am Thema Wasserrechtliche Erlaubnis dran – da lassen wir nicht locker.
  • Da ist Unterstützung durch Gutachter nötig.
  • Da brauchen wir ebenso Unterstützung – auch vermutlich finanziell.

 

Nach Abschluss der Aktion freuten sich alle auf den gemütlichen Abschluss am KONRAD-Haus. Also hieß es: letzte Informationen an die Presse, den Schacht links liegen lassen und mit Treckern, Fackeln und Laternen runter ins Dorf nach Bleckenstedt. Dank mildem und vor allen Dingen trockenem Wetter gab es dann am KONRAD-Haus einen schönen Ausklang der Aktion mit guter Laune und vielen Gesprächen bei Glühwein und belegten Broten - und mit Wünschen für eine gute Zeit, schöne Weihnachtstage und einen guten Jahreswechsel.
Der Jahreswechsel ist eine Atempause: Kraft tanken – und dann gehts weiter in 2026.

Wir bleiben dran – versprochen – mit Zuversicht und Tatkraft!

 

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Konrad
news-2537 Wed, 03 Dec 2025 10:02:49 +0100 Atommüll-Endlager Schacht Konrad: Immer teurer, immer später https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/atommuell-endlager-schacht-konrad-immer-teurer-immer-spaeter (UmweltFAIRändern.de/ 03.12.2025) Die Kosten für den Ausbau des Schacht Konrad zu einem Atommülllager für leicht- und mittelradioaktive Abfälle steigen weiter. Das ist das Ergebnis einer schriftlichen Frage des Linken-Bundestagsabgeordneten Cem Ince, in dessen Wahlkreis das geplante Lager in Salzgitter liegt. Nach mehrfachen Verzögerungen beim Ausbau ist derzeit davon die Rede, dass es „Anfang der 2030er Jahre“ dazu kommen soll. Darüber berichtet aktuell der Evangelische Pressedienst (EPD) in einer Meldung. Allerdings gibt es neben vielen anderen Herausforderungen derzeit auch noch ein erhebliches Problem mit der erweitern wasserrechtlichen Genehmigung (ewG). Diese sorgt dafür, dass bislang nicht ein einziges Atommüllfass im Schacht eingelagert werden dürfte, selbst wenn es fertiggestellt wäre.

Die Folge der permanenten Verzögerungen beim Ausbau des Schacht Konrads ist, dass die beim Rückbau der Atomanlagen entstehenden radioaktiven Abfälle nicht wie vorgesehen nach Salzgitter abtransportiert werden können und die Betreiber an den AKW-Baustellen daher weitere Zwischenlager bauen und betreiben müssen. Kritiker*innen warnen seit Jahren, dass der Schacht Konrad für die Atommüll-Endlagerung nicht geeignet ist. Die Umweltverbände Nabu und BUND Niedersachsen haben entsprechend Klage auf Widerruf der Genehmigung eingereicht. Eines der Probleme: Nach heutigen Anforderungen wäre Konrad niemals als Standort ausgewählt worden. Es hat auch nie einen Standort-Vergleich mit klaren Kriterien für eine möglichst sichere Endlagerung gegeben. Weil aber eine Genehmigung vorliegt, halten Behörden „komme was da wolle“ am Ausbau der Anlage fest.

Die epd schreibt: „Salzgitter, Berlin (epd). Der Umbau des früheren Eisenerzbergwerks Schacht Konrad zum nationalen Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll wird immer teurer. Die Gesamtkosten für die Errichtung belaufen sich aktuell auf rund 6,7 Milliarden Euro, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Cem Ince hervorgeht. Die Antwort liegt dem Evangelischen Pressedienst (epd) vor.“ 

Pressestimmen

epd.de: Endlager Schacht Konrad: Immer teurer, immer später

taz.de: Schacht Konrad - Kosten für geplantes Atommüllendlager explodieren

NDR.de: Endlager Schacht Konrad: Kosten steigen auf 6,7 Milliarden Euro 

parlamentarische Vorgänge: Kleine Anfrage Cem Ince und Linksfraktion: „Bedeutung des 9Grundwasserschutzes und wasserrechtlicher Anforderungen für das Endlager Schacht Konrad“ (PDF)

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Konrad Bundesweit
news-2536 Thu, 27 Nov 2025 15:04:10 +0100 Schacht KONRAD – Fehlgeplant und angeklagt! https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/schacht-konrad-fehlgeplant-und-angeklagt Protestkundgebung am Schacht KONRAD mit anschließendem Fackel- und Laternenumzug zum KONRAD-Haus in Salzgitter-Bleckenstedt

Wann: Freitag, 5. Dezember 2025, Beginn um 17:00 Uhr
Wo: Treffpunkt am Schacht KONRAD 1

Wir laden alle Mitstreiter*innen und alle Interessierten herzlich ein, mit uns gemeinsam für das Ende des gescheiterten Projektes Schacht KONRAD zu demonstrieren. Fackeln bekommt ihr von uns vor Ort. Laternen und kreative Protestschilder sind herzlich willkommen! Eine Bastelvorlage gibt es hier.

Für das leibliche Wohl ist im Anschluss bei einem gemütlichen Ausklang am KONRAD-Haus gesorgt.

Plakat zum download

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Konrad
news-2533 Thu, 20 Nov 2025 17:02:00 +0100 JuPa zu Besuch im KONRAD-Haus https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/jupa-zu-besuch-im-konrad-haus (Fr., 21.11.25/SW) Im April hatten Mitglieder des Jugendparlaments Salzgitter auf eigenen Wunsch die Schachtanlage KONRAD besucht und sind auch unter Tage eingefahren. Die geplante Einlagerung von Atommüll beschäftigt junge Erwachsene in Salzgitter auch in der jetzigen Generation. Stark beeindruckt von der Tiefe des Bergwerks aber auch die Köpfe voller Fragen nach der Sicherheit des Atommülllagers berichteten und diskutierten sie über das Thema auch Wochen nach der Schachtfahrt untereinander.

Das Interesse war offenbar geweckt und so kam die Idee auf, das Informationsangebot der AG Schacht KONRAD anzunehmen und sich nicht nur unsere Kritik am Endlager-Projekt vorstellen zu lassen, sondern auch Antworten auf viele Fragen zu bekommen. Am 12. November durften wir drei Mitglieder des JuPa im KONRAD-Haus begrüßen und es entwickelten sich spannende Diskussionen und ein sehr aufgeschlossener Austausch. Kontaktdaten wurden ausgetauscht und sogar Ideen entwickelt, wie man künftig enger zusammen arbeiten oder aktiver werden könnte.

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Konrad Regional Arbeitsgemeinschaft
news-2535 Wed, 19 Nov 2025 10:28:52 +0100 1. Castor Jülich-Ahaus schon im November? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/1-castor-juelich-ahaus-schon-im-november (19.11.2025) Anti-Atomkraft-Initiativen aus Jülich und dem Münsterland sind entsetzt über die Recherchen der Neue Ruhr Zeitung (NRZ), wonach die Sicherheitsbehörden in NRW offensichtlich mit Billigung der schwarz-grünen Landesregierung planen, den ersten Castor-Transport von Jülich nach Ahaus noch im November rollen zu lassen. Dies soll „ausdrücklich“ ohne die noch ausstehende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin über eine Eilklage des BUND gegen den Sofort-Vollzug der Transportgenehmigung erfolgen. Die ganze Pressemitteilung auf westcastor.de

Am Tag X1, dem Tag des ersten Castor-Transports, wird es jeweils um 18 Uhr in Jülich vor dem Forschungszentrum eine Kundgebung sowie in Ahaus ab Bahnhof eine Demo geben. Am 14.12. ist ein großer Advents-Sonntagsspaziergang am Zwischenlager in Ahaus geplant. Auch am Tag nach der Verkündung des Verwaltungsgerichts-Urteils wird es in Jülich und Ahaus Mahnwachen geben. Weitere Proteste sind in Vorbereitung. www.bi-ahaus.de, www.westcastor.org, www.sofa-ms.de

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Bundesweit
news-2534 Sat, 15 Nov 2025 10:00:00 +0100 Berlins Atomreaktor: Öffentlichkeit kann Einwände vorbringen https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/rueckbauverfahren-berlins-einziger-atomreaktor-oeffentlichkeit-kann-einwaende-vorbringen Einwendungen gegen das Vorhaben können bis zum 28. Januar 2026 schriftlich oder zur Niederschrift vorgebracht werden.

(Anti-Atom-Berlin, 17.11.2025) Der "Berliner Experimentier-Reaktor II“ soll abgebaut werden. Gerade bei Abbrucharbeiten wird radioaktives Material freigesetzt, das vorher im Gebäude und seinen Einrichtungen gebunden war. Dadurch wachsen die Gefahren für Boden, Wasser, Luft und Lebewesen. Die Umweltbelastungen durch die Weiterbehandlung und Unterbringung dieses Materials müssen so gering wie möglich gehalten werden. Um dies zu gewährleisten ist im Atomgesetz ein Genehmigungsverfahren vorgesehen, das auch Einwendungen der Öffentlichkeit vorsieht. Bürger können ihre Bedenken und ihr Wissen in das Verfahren einbringen, um zu einer besseren Entscheidung der Behörde beizutragen. Diese Chance sollten wir nutzen.

Anti Atom Berlin hat in den letzten 7 Jahren in der Begleitgruppe, Informationen und Dokumente zum Dialogverfahren, zusammen mit interessierten BürgerInnen sowie VertreterInnen von Verbänden, Parteien und Institutionen den Dialog mit dem Helmholtz Zentrum Berlin (HZB) geführt. Die gemeinsamen Standpunkte und Empfehlungen der Begleitgruppe, zusammengestellt durch Oda Becker, sind hier veröffentlicht: www.helmholtz-berlin.de/media/media/projekte/rueckbau/dialog/dokumente/gemeinsame-standpunkte-und-empfehlungen-scoping-bericht-hzb.docx.pdf

Diese Empfehlungen werden voraussichtlich vom HZB nicht in die auszulegenden Unterlagen zum UVP-Verfahren übernommen. Sie können als Grundlage für mögliche Einwendungen verwendet werden. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (Sen/UVK) informiert auf ihrer Internetseite: Atomrechtliche Genehmigungsbehörde durch Veröffentlichung im Amtsblatt für Berlin wo die Antragsunterlagen eingesehen werden können. 

Die Auslegung findet in der Zeit vom 18.11.2025 bis einschließlich zum 28.01.2026 mit Ausnahme der Tage 24. und 31.12.2025 jeweils Montag bis Donnerstag von 09:00 bis 15:00 Uhr und Freitag von 09:00 bis 13:00 Uhr statt. Die Auslegungsunterlagen können digital im UVP-Portal abgerufen werden. www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=2d33ff5f-6348-416c-bb3e-c7c406de0412

weiterle Infos auf AntiAtomBerlin

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Bundesweit
news-2532 Fri, 14 Nov 2025 11:50:17 +0100 Wie steht's um KONRAD? - Veranstaltung am 24. November https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/wie-stehts-um-konrad-veranstaltung-in-sonnenberg-am-24-november ... in Sonnenberg geht es um Klage - Wasserrecht - Sicherheit - Kosten / Fragen und Austausch

(Fr., 14.11.25/MN) Die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD freut sich, dass sie am Montag, den 24. Novmber zu einer Veranstaltung in Sonnenberg in das Dorgemeinschaftshaus eingeladen ist, um über den aktuellen Stand und die Kritik am Projekt Schacht KONRAD als Atommüllendlager zu informieren.

Am 11. September informierte die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) dort bereits im Rahmen eine Veranstaltung über das geplante Endlager
aus ihrer Perspektive.

Nun lädt der Ortsrat Sonnenberg zu einer weiteren öffentlichen Diskussion zum Thema Endlager KONRAD ein, wo die Arbeitsgeminschaft die Gelegenheit hat als Teil des Bündnisses Salzgitter gegen KONRAD, die Kritik des Bündnisses an dem geplanten Endlager in einem Vortrag mit anschließender Diskussion darzustellen und Fragen aus dem Publikum möglichst umfassend zu beantorten.

Themen sind unter anderem die Gründe, warum KONRAD nach Einschätzung der Arbeitsgemeinschaft nicht geeignet ist sowie der aktuelle Stand der Klage gegen das Endlager und was es mit der Diskussion über das Wasserrecht auf sich hat.
Auch die Themen Kosten, Langzeitsicherheit, Geologie, Wassereinleitung in die Aue werden angesprochen.

Dazu sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Montag, den 24. November herzlich eingeladen, 
sich von 19 bis 21 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Sonnenberg (Alte Kreisstraße 3A)
zu informieren und mitzudiskutieren.

Der Ortsrat Sonnenberg und die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD freuen sich
auf einen spannenden und sachlichen Austausch.
Für eine bessere Planung wird um Anmeldung unter kvosshagen@googlemail.com gebeten;
Teilnahme ohne Anmeldung ist jedoch auch möglich.

 

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Konrad
news-2531 Fri, 14 Nov 2025 08:38:35 +0100 Castor-News: Jülich - Tag X - Ahaus - Demo https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/castor-news-juelich-ahaus (SOFA (Sofortiger Atommaustieg) Münster, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/ 14.11.2025) Die Aachener Nachrichten melden diese Woche, dass das Verwaltungsgericht (VG) Berlin ein Urteil im Eilverfahren des BUND gegen den "Sofortvollzug" der Castor-Transportgenehmigung Jülich-Ahaus für Ende November anstrebt. Wir wissen nicht, ob das angesichts von 22 000 Aktenseiten realistisch ist, aber wir wissen, wie es dann von unserer Seite weitergeht:

1. Am Tag NACH Bekanntwerden des VG-Urteils gibt es jeweils um 18 Uhr in Jülich vor dem Forschungszentrum und in Ahaus vor dem Rathaus spontane Mahnwachen - bitte weitersagen und auf entsprechende News achten!

2. Beide Seiten haben die Möglichkeit, gegen die Entscheidung des VG Berlin vor dem OVG Berlin in Berufung zu gehen. Von daher ist der weitere juristische Weg noch nicht abzusehen.

NRW-Innenminister Reul hat in der Rheinischen Post letzte Woche zugesagt, die gerichtlichen Verfahren abwarten zu wollen - in den Aachener Nachrichten wurde diese Woche aber auch ein Transport in der Adventszeit nicht ausgeschlossen. Das müssen wir Ernst nehmen.

3. Für Sonntag, 14. Dezember, rufen wir deshalb für 14 Uhr zum großen Advents-Sonntagsspaziergang am Atommülllager in Ahaus-Ammeln auf - wir werden zum Jahresende nochmal bunt und lautstark unseren Protest auf die Straße bringen. Bringt family & friends und vor allem gute Laune mit! Wichtig: Um 13.45 Uhr fährt wieder ein kostenloser Shuttle-Bus vom Bhf. Ahaus zum Zwischenlager und nach Ende der Demo natürlich auch wieder zurück. Demo-Aufruf und Sharepic folgen in Kürze. Für Letzteres schaut auch immer mal in den Insta-Kanal der BI in Ahaus.

Tag X1:
Und sollte es nach dem VG-Verfahren plötzlich doch ganz schnell gehen, hier unsere Vereinbarung für den Tag X1 - also dem Tag des ersten Castor-Konvois:

Jeweils um 18 Uhr beginnen dann vor dem Forschungszentrum Jülich und am Bahnhof in Ahaus Demos - und wir rufen dazu auf, spontan an den betroffenen Autobahnstrecken zwischen Jülich und Ahaus an Autobahnauffahrten, Brücken, Parkplätzen oder Rasthöfen Mahnwachen oder andere Protestaktionen zu organisieren. Schaut dazu am besten schon jetzt auf die Landkarten - und im Insta-Kanal von www.bi-ahaus.de gibt es eine schöne Übersichtskarte.

Je sichtbarer der Protest wird, desto mehr Öffentlichkeit und desto schwieriger die politische Durchsetzung des Castor-Wahnsinns. Kann beim ersten Mal vielleicht etwas chaotisch werden, aber wir haben ja noch mindestens 50 weitere Castor-Konvois zum Üben ???? Kein Wunder, dass die Gewerkschaft der Polizei von "Wahnsinn" spricht.

Infoveranstaltungen:
Auch die Infoveranstaltungen laufen weiter: Nach Treffen und Auftritten in Köln, Essen, Münster und Neubeckum lädt kommenden Dienstag, 18.11., um 19 Uhr die Ökologische Plattform der Linken zu einer Online-Infoveranstaltung mit der BI "Kein Atommüll in Ahaus" ein:

https://www.oekologische-plattform.de/2025/11/atompolitik-152-castoren-sollen-durch-nrw-rollen-bewegung-und-linke-wehren-sich/

Und hier nochmal unser Angebot: Ihr wollt selbst eine Infoveranstaltung zum Thema Castor (und/oder auch Urananreicherung/Brennelementefertigung) machen? Dann sprecht uns einfach an: info@sofa-ms.de Wir machen gerne einen Termin mit euch aus und kommen vorbei!!

Wir wollen weiter den Castor stoppen, bevor er losfährt - dafür gehen wir gemeinsam mit euch auf die Straße!

Aktuelle Infos wie immer unter www.sofa-ms.de, www.bi-ahaus.de, www.westcastor.org

Atomfreie Klimagrüße
SOFA (Sofortiger Atommaustieg) Münster, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
www.sofa-ms.de

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Bundesweit
news-2525 Fri, 07 Nov 2025 09:26:53 +0100 Alphorn-Alarm an der Alster! https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/alphorn-alarm-an-der-alster (7.11.2025) Warnsignale aus zwei Alphörnern schallen vergangene Woche nahe der Hamburger Reeperbahn über die Straße. Im Hotel gegenüber tagt die Deutsch-Schweizerische Atom-Kommission, in der Vertreter*innen der Atomaufsichtsbehörden beider Länder sitzen. Atomkraftgegner*innen überreichten am 28.10.2025 einen Katalog an kritische Fragen zu den grenznahen Uralt-AKW.

Die Bundesregierung muss sich für ein schnelles Abschalten der grenznahen Risiko-Reaktoren einsetzen! Bei einem Atom-Unfall in der Schweiz wäre Deutschland mehr betroffen als die Schweiz selbst. Die radioaktive Wolke könnte ganz Deutschland kontaminieren. Die Bevölkerung in Deutschland hat ein Anrecht, zu erfahren, welche Gefahr von den vier Atomkraftwerken in der Schweiz ausgeht.

Pressemitteilung ausgestrahlt: [...] Anlass des unüberhörbaren Protests war die Sitzung der Deutsch-Schweizerischen Kommission für die Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen (DSK), die dieses Jahr in der Hansestadt tagte. Die Atomkraftgegner*innen überreichten dem Leiter der Atomaufsicht im Bundesumweltministerium, Andreas Sikorski, und seinen Kollegen aus Baden-Württemberg und Bayern einen Katalog kritischer Fragen zu konkreten Sicherheitsproblemen der grenznahen AKW.

weiterlesen https://www.ausgestrahlt.de/presse/uebersicht/alphorn-alarm-an-der-alster-wie-lange-stellt-sich/ 

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Bundesweit International
news-2524 Thu, 06 Nov 2025 17:41:42 +0100 Noch ein Atommüll-Lager im Braunschweiger Land? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/noch-ein-atommuell-lager-im-braunschweiger-land (Do., 6.11.25/SW) Seit Montag Abend rauscht die Nachricht von einem möglichen Endlager für hoch-radioaktiven Atommüll (CASTOR-Behälter) im westlichen Braunschweiger Land durch lokale Presse und Online-Medien. Auslöser dafür war eine zweieinhalbstündige Info-Veranstaltung der BGE (Bundesgesellschaft für Endlagerung) am Montag dieser Woche. Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und kann im Youtube-Kanal der BGE angesehen werden.

BGE-Geschäftsführerin Iris Graffunder erklärte, dass es sich dabei um eine weitere Konkretisierung der Arbeitsergebnisse aus 2024 handele. Mittlerweile seien 29 der 90 von der BGE definierten "Teilgebiete" betrachtet worden. Dazu Graffunder: "Die orange- und gelbeingefärbten Flächen haben die ersten beiden Prüfschritte der vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen nicht bestanden und sind als Endlagerstandort ungeeignet (orange) oder gering geeignet (gelb).[...] Die in Türkis dargestellten Gebiete zeigen, wo die ersten beiden Prüfschritte der vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen abgeschlossen sind und die tiefergehende sicherheitsgerichtete Bewertung beginnt. Die grauhinterlegten Gebiete stehen noch am Anfang des Prüfprozesses, sollen aber bis Mitte 2026 auch die ersten beiden Prüfschritte durchlaufen haben, so dass dann keine grauen Flächen im Bundesgebiet mehr vorhanden sein werden.“

Ausgerechnet der zurückhaltende Farbton Türkis löst nun aber in den betroffenen Gebieten erste Alarmbereitschaft aus. Die Braunschweiger Zeitung titelte mit "Diese Orte in der Region Braunschweig müssen jetzt zittern" und "Für einige Städte und Gemeinden in unserer Region wird es immer enger: trotz Asse und Schacht Konrad." Niedersachsen Umweltminister Christian Meyer fordert im NDR mehr Klarheit.

Deutlichere Reaktionen aus der Kommunalpolitik liefert bereits Heidelberg: Wie der der SWR heute mitteilte, lehne die Stadt Heidelberg ein Atommülllager ab. Auch der Bürgermeister des Landkreis Emsland erklärt in der Ems-Vechte-Welle öffentlich "kein Endlager zu wollen". In Sachsen zeigen sich das Erzgebirge und die Lausitz "schockiert" usw. und so fort...

Es scheint weder der Bundesregierung noch der BGE zu gelingen, mit ihrer angedachten "Öffentlichkeitsbeteiligung" Akzeptanz für die Standortwahl zu erzeugen.

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Bundesweit
news-2522 Tue, 04 Nov 2025 09:16:43 +0100 Vortragsreihe zu Niedrigstrahlung https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/vortragsreihe-zu-niedrigstrahlung Onlinevortrag Dienstag, 04.11.2025 | 19-20:30 Uhr 

Studienergebnisse zu Niedrigstrahlenschäden bei Menschen rund um Atomanlagen, Atomwaffentestgebiete, Fukushima, Tschernobyl und Uranminen
Dr. med. Alexander Rosen, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, niedergelassen in eigener Praxis in Berlin, ehemaliger IPPNW-Co-Vorsitzender

Vor rund 85 Jahren begann mit dem Manhattan-Projekt das atomare Zeitalter. Während auch in den Jahrhunderten zuvor Menschen, z.B. im Bergbau, mit natürlicher Strahlung in Berührung kamen, stieg durch den massiven Abbau von Uran, dessen Anreicherung, die Zündung von Atomwaffen und im Verlauf auch die zivile Nutzung der Atomenergie die Anzahl der Menschen immens an, die mit ionisierender Strahlung in Berührung kam. In diesem Vortrag werden die Ergebnissen relevanter Studien präsentiert, die die Auswirkungen dieser Strahlung auf die menschliche Gesundheit untersucht haben.  » Anmeldung | Flyer

https://www.ippnw.de/atomenergie/gesundheit/artikel/de/niedrigstrahlung-und-ihre-auswirkung.html 


Im November 2025 widmet sich eine dreiteilige Online-Fortbildungsreihe der IPPNW den häufig unterschätzten gesundheitlichen Auswirkungen niedriger Strahlendosen.  An drei Abenden beleuchten Experten aus Medizin und Forschung aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu biologischen Mechanismen, epidemiologischen Befunden und neuen Studiendaten. Themen sind unter anderem Niedrigstrahlungserkrankungen in der Umgebung von Atomanlagen, Uranbergbau- und Atomwaffentestgebieten, die Grundlagen strahleninduzierter Schäden sowie aktuelle Ergebnisse, die auf höhere Gesundheitsrisiken selbst bei geringster Exposition hinweisen.  Die Teilnahme an den Online-Veranstaltungen ist kostenlos. Akkreditiert bei der LAEK Hamburg mit je zwei Fortbildungspunkten. Die Anmeldung ist auch für Nichtärzt*innen über die LAEK Hamburg möglich.

Dienstag 18. November 2025, 19:00 Uhr Vortrag zu Schäden durch ionisierende Niedrigstrahlung

Dienstag 25. November 2025, 19:00 Uhr Vortrag Gesundheitsrisiken durch niedrige Strahlendosen

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Regional
news-2512 Sat, 01 Nov 2025 13:01:00 +0100 Kuchenspenden erwünscht https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/kuchenspenden-erwuenscht Die Braunschweiger Atomnarren werden auch dieses Jahr wieder ein Märchen-Café beim Weihnachtsmärchen der Studiobühne Braunschweig im Jugendzentrum Neustadtmühle für alle großen und kleinen Besucher eröffnen.

Während der drei Tage über Nikolaus (vom 5. bis 7. Dezember) möchten sie wieder alle Besucher des Weihnachtsmärchens mit Kaffee, Tee, Kuchen, Keksen, Brezeln, Säften, Milch, Kakao und Wasser versorgen. Und geben somit allen die Möglichkeit, vor und nach der Theaterveranstaltung etwas zur Ruhe zu kommen. Dabei informieren sie auch über den Zweck ihres Tuns.

Die Atomnarren nutzen diese Gelegenheit, Spenden für den Karneval in Braunschweig, den Schoduvel am 15. Februar 2026 einzusammeln. Dort fahren sie mit dem ASSE-Geisterschiff beim Braunschweiger Karneval mit und finanzieren mit den Spenden aus dem Märchen-Café die Kamelle und die Kostüme, die sie selbst anfertigen, um die politische Anti-Atom-Botschaft auch 2026 wieder karnevalistisch präsentieren zu können.

Darum werden hiermit alle gebeten, Kuchen, Kekse oder Hilfe beim Märchen-Café zu spenden, damit das Weihnachtsmärchen der Studiobühne Braunschweig zu unterstützen.

Kuchenspenden bitte anmelden unter:

info@braunschweiger-atomnarren.de oder info@biss-braunschweig.de

Die Theaterveranstaltungen finden an folgenden Tagen statt:

5. Dez. Freitag 15 Uhr

6. Dez. Samstag 13:30 Uhr und 16:30 Uhr

7. Dez. Sonntag 10:30 Uhr und 13:30 Uhr und 16:30 Uhr

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Regional Arbeitsgemeinschaft
news-2511 Thu, 23 Oct 2025 16:10:37 +0200 Atommüllkonferenz kritisiert BASE https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/atommuellkonferenz-kritisiert-base Atommüllkonferenz kritisiert BASE und fordert echte Beteiligung und Zwischenlagerkonzept

Pressemitteilung 23.10.2025

Am letzten Samstag befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Atommüllkonferenz in Göttingen unter anderem mit der verlängerten Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle, dem Beteiligungsverfahren in Gorleben sowie dem Informations- und Dialogkonzept des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Sie erklären dazu:

Die Atommüllkonferenz (AMK) hält das Informations- und Dialogkonzept des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) für absolut unzureichend und stellt fest, dass es den Forderungen der AMK an Öffentlichkeitsbeteiligung in keiner Weise gerecht wird. Beteiligung und selbst echter Dialog sind nicht erwünscht. Das zeigt sich klar bei den laufenden Beteiligungsverfahren für das um 100 + X Jahre zu verlängernde Zwischenlager in Gorleben sowie für das Nationale Entsorgungsprogramm, die zentrale Forderungen des AMK-Forderungskatalogs für zukunftsgerichtete Sicherheit und Sicherung der Zwischenlager ignorieren. 

Die AMK fordert vom BASE und dem Bundesumweltministerium eine ernsthafte Beteiligung der Bevölkerung bei der anstehenden Neugenehmigungen der Zwischenlager und der Erstellung eines übergreifenden Zwischenlagerkonzepts. Ein solches Konzept muss sich den wachsenden Herausforderungen an die Sicherheit stellen und darf diese nicht länger ignorieren.

Pressekontakte:

Dr. Peter Widmayer, Vorstand BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Tel: 0151 53759044, peter.widmayer@bi-luechow-dannenberg.de

Ursula Schönberger, Atommüllkonferenz, Tel.: 05341 63123, schoenberger@atommuellreport.de

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Bundesweit
news-2506 Tue, 21 Oct 2025 15:03:19 +0200 Findbuch Endlagerung ist online https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/findbuch-endlagerung-ist-online (Archiv Deutsches Atomerbe/21.10.2025) Seit Ende September 2025 ist die Seite Findbuch Endlagerung online. Gefördert wurde das dahinter stehende Projekt von der Stiftung Atomerbe unter dem Titel „Digitale Auffindbarkeit von Wissen über die Atomenergie-Nutzung : Thema Endlagerung“.

Ziel ist es, interessierten Menschen mit und ohne Vorwissen einen schnellen und einfachen Zugang zu wichtigen Unterlagen und Informationen zum Thema Endlagerung zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund sind die Seiten bewusst schlicht gehalten. Soweit Urheber- und Persönlichkeitsrechte es zulassen, können die Dokumente direkt online heruntergeladen werden. Ansonsten werden über das Findbuch die Informationen bereitgestellt, welche der Dokumente im Archiv Deutsches Atomerbe vor Ort eingesehen werden können. Als Zusatz werden Links zu Webseiten zur Verfügung gestellt, auf denen weitere Informationen zu finden sind. Nach einer Vielzahl an Dokumenten kann darüber hinaus im Online-Katalog des Archiv Deutsches Atomerbe recherchiert werden.

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Archiv Atomerbe
news-2493 Tue, 14 Oct 2025 17:18:13 +0200 100 mal getagt - 100 mal viel passiert? https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/100-mal-getagt-100-mal-ist-nichts-passiert (SW, 14.10.2025) Heute tagt das Nationale Begleitgremium (NBG) bereits zum hundersten Mal...ein gegebener Anlass, mal genauer hinzuschauen, was eigentlich in Sachen Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Endlagersuche für vor allem hochradioaktive Atomabfälle aktuell passiert? 

Was ist aus dem von der Bundesregierung 2016 zum höchstdemokratisch erhobenen "Wächtergremium" geworden? Eine Kurzanalyse zieht heute auch der private Blog umweltfairändern hier

Mein persönlicher Eindruck ist noch kritischer: Die hochgelobte zivilgesellschaftliche Partzipation und die versprochene Bürgerbeteiligung stehen nach fast 9 Jahren vor einem Scherbenhaufen. Warum? Statt der nach einem Zufallsprinzip auszuwählenden Mitglieder - Stichwort "Zufallsbürger" - und Vertreter:innen der Jungen Generation drängen Politik-Lobbyist:innen in das Gremium. Die satzungsgemäßen Wahlen haben seit bereits zwei Jahren nicht mehr stattfinden können. Der andere Teil des Gremiums setzt sich seit Langem aus regierungsnahen Akademiker:innen zusammen. Auf der Homepage strahlt das Gremium vor frühlingsfrischen Primelfarben in die Kameras und interviewt sich selbst. Schaut man tiefer rein und sucht nach den Inhalten der vergangenen 99 Sitzungen, findet man "Schlaglichter" aus den Veranstaltungen, aber keine Protokolle und nur fragmentarische Video-Mitschnitte. Warum ist es nicht möglich, die Mitschnitte jeder Sitzung zeitnah zu veröffentlichen? Jede:r Youtube-Blogger:in macht das heutzutage...

Aber selbst wenn ich die Zeit hätte, die Arbeit des NBG zu begleiten, ich könnte daran nicht ausreichend teilhaben. Ich kann mich nur durch die NBG-Homepage scrollen und versuchen, mich surfend selbst zu beteiligen. Wie gesagt - Sitzungsprotokolle = Fehlanzeige. Aber alle zwei Jahre wird ein Tätigkeitsbericht veröffentlicht, der eher den Eindruck eines Werbeflyers vermittelt und mir wenig Auskunft darüber gibt, welche Rolle das NBG einnimmt und wessen Interessen es vertritt. Unter der zunächst spannend wirkenden Rubrik "Akteneinsicht" finde ich die spröde Aussage, dass "nicht alle Unterlagen der Endlagersuche für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Das NBG habe aber als unabhängiger Beobachter hat das Recht, diese einzusehen. Damit werde das Vertrauen in die Endlagersuche gestärkt." Es folgt eine Liste der Termine, an denen Mitglieder des NBG bei dem BASE oder der BGE Akteneinsicht genommen haben. Das steigert mein Vertrauen nur unwesentlich.

Meine Befürchtung für die kommenden Jahre: Wenn es so weitergeht wie bisher, wird es in gut 2 Jahren, wenn die in Frage kommenden Standortregionen durch die BGE vorgeschlagen werden, an den betroffenen Orten zu massiven Vorbehalten kommen, da es auch das NBG nicht geschafft hat, die vermittelnde Rolle zwischen BGE und Betroffenen einzunehmen.

 

 

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Bundesweit
news-2492 Tue, 14 Oct 2025 15:59:45 +0200 Zwischenlager statt Atomtransporte! https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/zwischenlager-statt-atomtransporte (PI Umweltinstitut und .ausgestrahlt, 09.10.25) Atommüll im Forschungsreaktor Garching: Umweltorganisationen fordern Zwischenlager statt Transporte! Fotorechte: @tinografiert.fotografie

Umwelt- und Friedensorganisationen protestieren gegen die geplanten Transporte von waffenfähigem Uran vom Forschungsreaktor Garching nach Ahaus. Sie fordern, in Garching eine Anlage zu bauen, um das Uran zu verdünnen, abzureichern und unschädlich zu machen. Sie sehen die Technische Universität München (TUM) in der Verantwortung, am Standort Garching ein sicheres Zwischenlager zu schaffen. Am Donnerstag legten Organisationen wie Umweltinstitut München, .ausgestrahlt, Greenpeace und BUND symbolisch den Grundstein für ein solches Lager neben dem Reaktor.

Im August wurde bekannt, dass das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) den Transport von zwei Castoren mit zehn Brennelementen von Garching nach Ahaus genehmigt hat. Die abgebrannten Brennelemente enthalten hoch angereichertes Uran (HEU). Der Grad der Anreicherung mit dem spaltbaren Uran-235 ist höher als 87 Prozent. Dieses Material kann für den Bau von Atomwaffen missbraucht werden. Das Zwischenlager in Ahaus ist für diesen Stoff aus Sicht der Umweltorganisationen nicht geeignet. Ausreichender Schutz ist nicht gewährleistet, und das Uran kann dort nicht entschärft werden.

„Schon lange bevor der Reaktor vor gut 20 Jahren in Betrieb ging, forderte das Umweltinstitut, dass die TU München kein hoch angereichertes Uran einsetzen soll. Das hätte viele Probleme erspart. Nun muss die TU Verantwortung für den brisanten Atommüll übernehmen und die Abreicherung des Atommülls einleiten, statt ihn nach Ahaus zu verlagern“, sagt Hauke Doerk, Referent für Atompolitik am Umweltinstitut München. „In der Betriebsgenehmigung von 2003 war noch die Rede von einem Atommüll-Endlager in den 2030er Jahren und einer Umrüstung nach sechs Betriebsjahren. Nur unter dieser Bedingung wurde die Lagerung in Ahaus akzeptiert. Nun wird immer klarer, dass ein Endlager bestenfalls erst in einem halben Jahrhundert existiert, vielleicht noch später. So lange darf das waffenfähige Uran keinesfalls unbehandelt herumliegen.“

Sarah Lahl von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt warnt: „Atomtransporte von Garching nach Ahaus lösen das Problem nicht, sie erhöhen sogar das Risiko. Die strahlende Fracht birgt nicht nur ein Unfallrisiko, sie ist auch völlig unzureichend gegen terroristische Angriffe gesichert, beispielsweise mit Drohnen. Das technische Verfahren zur nötigen Abreicherung des Atommülls ist in Ahaus darüber hinaus nicht durchführbar. Außerdem ist das Lager in Ahaus ungenügend gegen Flugzeugabstürze oder Drohnenangriffe gesichert; tatsächlich ist es eines der am schlechtesten gegen Angriffe geschützten Zwischenlager Deutschlands. Für den bestmöglichen Schutz von Umwelt und Bevölkerung brauchen wir ein ausreichend gesichertes Zwischenlager direkt in Garching.“

Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen ergänzt: „In Ahaus herrscht große Unruhe über die aus Bayern geplante Atommüll-Verschiebung. Warum übernimmt die bayerische Staatsregierung nicht selbst Verantwortung für den eigenen Atommüll? Die Stadt Ahaus hat zu Recht Widerspruch gegen die Einlagerungsgenehmigung eingelegt. Auch dort läuft die Genehmigung des Zwischenlagers 2036 aus. Wir lehnen gefährlichen Atommülltourismus ab und gehen gemeinsam mit den Umweltverbänden auf die Straße.“

Kasimir Buhr, Referent für Energie & Klima des BUND Naturschutz in Bayern, fordert: „Der Reaktor in Garching darf nicht mit hoch angereichertem Uran weiterbetrieben werden. Es gibt einen internationalen Konsens, Forschungsreaktoren auf niedrig angereichertes Uran umzurüsten, um die Verfügbarkeit von Brennstoff für Atombomben zu verringern. Daran muss sich auch Bayern halten.“

Hintergrund: In Deutschland gilt das Verursacherprinzip auch für die Entsorgung von Atommüll. Im Falle des Forschungsreaktors FRM II muss also die TU München die Behandlung (Konditionierung) des Atommülls vor dem Verbringen ins Endlager tragen. Dazu ist die Verdünnung des Urans gut geeignet. Um jeglichen Missbrauch für Atomwaffen auszuschließen, sollte das Uran bereits vor der langfristigen Zwischenlagerung abgereichert werden. Denn es wird noch viele Jahrzehnte dauern, bis ein Endlager betriebsbereit sein wird. Die TU München finanziert den Forschungsreaktor FRM II hauptsächlich über Gelder des Bundes und des Freistaats Bayern, also aus Steuergeldern, zu kleinerem Anteil über Drittmittel. Umweltorganisationen kritisieren, dass der Betreiber am HEU-Brennstoff festhält und dadurch andere auf den Problemen und Kosten, die diese Fehlentscheidung verursacht, sitzen bleiben.

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Bundesweit
news-2491 Tue, 14 Oct 2025 15:15:53 +0200 Protest gegen CASTOR-Transporte nimmt zu https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/protest-gegen-castor-transporte-nimmt-zu (PM der BI Ahaus, 04.10.25) Mehr als 500 Atomkraftgegner:innen demonstrierten bei zum Teil heftigem Regen gegen die geplanten Transporte von 152 Castor-Behältern mit dem hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrums Jülich ins Zwischenlager Ahaus. Der WDR titelte sogar "Demonstranten legen mögliche Castor-Route lahm"!

Redebeiträge gab es unter anderem von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“, dem Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich, der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg und dem BUND NRW. Im Demo-Aufruf hieß es: „Die Endlagerfrage ist ungelöst! Unter allen genehmigten Zwischenlagern in Deutschland ist Ahaus neben Gorleben das mit den niedrigsten Sicherheitsstandards. Bereits 2036 läuft die Genehmigung für das Zwischenlager Ahaus aus – eine simple Verlängerung ist nicht hinnehmbar. Jeder Atommülltransport über die maroden Autobahnen mit riesiger Polizeibegleitung schafft eine neue Gefahrenlage“. Auch erinnern die Anti-Atomkraft-Initiativen daran, dass die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Castor-Transporte für eine sinnlose Mammutaufgabe hält. Vor dem Verwaltungsgericht Berlin ist derzeit eine Klage des BUND NRW gegen die Transportgenehmigung anhängig. Kerstin Ciesla, die stellvertretende Landesvorsitzende des BUND NRW, betonte in ihrer Rede: „Die NRW-Landesregierung muss die Vorbereitungen der Polizei für die Castor-Transporte nach Ahaus stoppen! Es dürfen keine Fakten geschaffen werden, solange noch vor Gericht verhandelt wird! Die jüngsten hybriden Bedrohungen mit Drohnen zeigen, dass ein Schutz von riesigen Castor-Konvois auf den Autobahnen nicht zu gewährleisten ist.“

Janna Dujesiefken von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“ gab sich kämpferisch: „Wir werden das verantwortungslose Castor-Geschachere zwischen Düsseldorf und Berlin nicht einfach hinnehmen: Die Sicherheit muss im Vordergrund stehen und nicht die Kostenfrage oder Schuld- Zuweisungen! Wir setzen uns für einen langfristig verantwortungsvollen Umgang mit dem Atommüll ein. Der jetzt geplante Atommüll-Tourismus muss umgehend gestoppt werden.“ Martina Haase vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ aus Jülich verwies auf den friedlichen und seit 15 Jahren währenden Einsatz für ein neues Zwischenlager in Jülich: „Die Politik hat bisher viel zu wenig getan, um die 152 sinnlosen Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus zu verhindern. Deshalb sind wir heute hier. Wir setzen gemeinsam ein Zeichen und machen deutlich, dass die Politik unsere Stimmen hören muss. Schon Mahatma Gandhi sagte: ‚Wir müssen auf die Straße gehen und uns für das einsetzen, was wir für richtig halten’.“

Unterstützung erhielten die Gruppen unter anderem aus Gorleben. Elisabeth Hafner-Reckers von der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg betonte: „Gemeinsame Position war und ist: ‚Nichts rein – Nichts raus!‘ Beide Zwischenlager-Standorte nehmen all die Bedrohungen durch den Atommüll für die nächsten Jahrzehnte in Kauf. Wir fördern keinen Atommülltourismus! Ausgerechnet Ahaus für diese Haltung jetzt zu bestrafen, ist unerträglich. Es untergräbt unnötig das Vertrauen in die Endlagersuche. Verlässlichkeit, umfassende Problembetrachtung und das Ringen um gute Lösungen − diese Werte zeichnen die BI Ahaus und die BI Lüchow-Dannenberg seit Jahrzehnten aus. Die Politik täte gut daran, unsere Erfahrungen ernst zu nehmen.“

Die Anti-Atomkraft-Organisationen bereiten sich zudem bereits intensiv auf umfangreiche Proteste zwischen Jülich und Ahaus an einem möglichen Tag X1 vor, dem Tag des ersten Castor-Konvois über die Autobahnen von NRW. So wird es an diesem Tag zum Auftakt um 18 Uhr vor dem Forschungszentrum Jülich und am Bahnhof in Ahaus zeitgleich zu Protest-Aktionen kommen. Die Initiativen nehmen damit NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) beim Wort, der kürzlich erklärt hatte, er könne auf jeden Castor-Transport gut verzichten – „wir auch“!

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Bundesweit