(Di., 06.01.26/SW) Noch vor Jahresende 2025 haben sich die Auseinandersetzungen um die 152 CASTOR-Transporte vom Atommüll-Zwischenlager Jülich in das BZA Ahaus verschärft. Anti-Atom-Initiativen aus dem Ruhrgebiet und dem Münsterland hatten noch vor den Weihnachtsfeiertagen mit einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin zur Eilklage des BUND NRW gerechnet und „Alarmstufe GELB“ ausgerufen. Dem Aufruf zur Demonstration am 14.12. waren mehr als 300 Teilnehmer:innen gefolgt. Der WDR berichtete.
Doch die Gerichtsentscheidung ist auch in der ersten Kalenderwoche des neuen Jahres nicht gefallen und selbst nach dem Entscheid stünde noch der Gang vor das OVG Berlin-Brandenburg offen. NRW-Innenminister Reul hat schriftlich angekündigt, vor einem ersten Castor einen rechtskräftigen Beschluss abwarten zu wollen.
Am 18. Dezember wurde das Thema – auf Antrag der Fraktion der LINKEN – im Deutschen Bundestag debattiert. Ganze 30 Minuten nahmen sich die Abgeordneten Zeit, den Antrag zu diskutieren. Tiefere Einblicke in die Argumentation und Beweggründe der einzelnen Parteimitglieder sind unter www.bundestag.de dokumentiert.
Mit frischer Kraft im Neuen Jahr mobilisiert ein Bündnis im Westen der Bundesrepublik jetzt zu weiteren Aktionen:
Sonntag, 18. Januar 2026 in Ahaus: Demo vom Rathaus zum Zwischenlager – mehr Infos
Samstag, 24. Januar 2026 an der Autobahn-Transportstrecke A2 Rasthof im Stadtteil Bottrop-Fuhlenbrock – mehr Infos
