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Proteste gegen neue Uranmüll-Exporte!

(22.06.20/Aktionsbündnis Münsterland) Proteste in mehreren Städten angekündigt - Dienstag/Mittwoch weitere Uranmüll-LKW-Konvois

Sonderseite: Urantransport 22.06.2020

Der Uranmüllexport startet heute! Die Lok ist bereits in Gronau angekommen! Macht euch auf den Weg zu den Protesten in Gronau, Münster, Hiltrup, Hamm, Hagen-Vorhalle…

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Das bekannte, für die bisherigen Uranmüllexporte nach Russland genutzte Frachtschiff, die „Mikhail Dudin“ ist Sonntag im Amsterdamer Westhafen angekommen und die Waggons stehen an der Urananreicherungsanlage Gronau bereit. Alle Infos morgen im Ticker des Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Schaut bitte ebenfalls bei @urantransport nach aktuellen Infos.

Nun wurde bekannt, dass Urenco nicht wie noch vor kurzem angekündigt, die letzten Uranmüllexporte nach Russland abwickelt, sondern noch bis 2023 weiter die Atommüllentsorgung in Russland geplant hat. Grund genug, die Proteste nochmal zu intensivieren!

Pressemitteilung: Mehrere Anti-Atomkraft-Initiativen sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz rechnen für den morgigen Montag mit dem Start eines neuen Uranmüllzugs mit rund 600 t abgereichertem Uranhexafluorid (UF6) von der Urananreicherungsanlage Gronau via Amsterdam nach Russland. Dagegen wurden für morgen u. a. in Gronau, Münster, Hiltrup und Hamm Mahnwachen und Kundgebungen angemeldet. Zusätzlich sind in mehreren Ruhrgebietsstädten Proteste geplant:

  • Gronau: ab 08.00 Uhr, Bahnbrücke vor der UAA-Einfahrt
  • Münster: ab 11.00 Uhr, Staufenplatz/Erphostraße
  • Hiltrup: ab 11.30 Uhr, Bahnhof
  • Hamm: ab 14.30 Uhr, vor dem Hauptbahnhof

Für Dienstag und Mittwoch erwarten die Anti-Atomkraft-Initiativen zudem zwei zusätzliche LKW-Konvois mit weiteren 300 t abgereichertem UF6, die von Gronau via Enschede über die Autobahn direkt zum Verladehafen von Amsterdam fahren, um gemeinsam mit dem Bahntransport nach St. Petersburg verschifft zu werden. Zielort ist die russische Atomfabrik Novouralsk.

Anfang der Woche forderten 47 russische, niederländische und deutsche Umweltorganisationen und Anti-Atomkraft-Initiativen einen dringenden Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den sofortigen Stopp der Uranmüllexporte von der Urananreicherungsanlage Gronau nach Russland. Schon in den vergangenen Monaten gab es dazu in Russland, den Niederlanden und in Deutschland immer wieder Protestaktionen. Nun wurde jedoch bekannt, dass Urenco offensichtlich mit Billigung der Bundesregierung die Genehmigung für zusätzliche 10 Uranmülltransporte bis 2023 erhalten hat.

Die fortgesetzten Uranmüllexporte von der deutschen Urananreicherungsanlage in Gronau zur billigen Entsorgung in Russland sind unmoralisch und verwerflich. Wer seinen eigenen Atommüll nicht selbst sicher entsorgen kann oder will, darf seine Betriebsgenehmigung nicht behalten. Russland ist nicht die Gronauer Atommüll-Halde. Wir fordern den sofortigen Stopp der Uranmüllexporte von Gronau nach Russland – und damit verbunden die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau.

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