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Bundesweit Standortsuche

So geht Selbstorganisation in der Zivilgesellschaft!

(Mo., 01.11.21/SW) Sehr zufrieden und ermutigt zeigte sich ein Großteil der rund 200 angemeldeten Teilnehmenden der "2. Alternativen Satuskonferenz" nach dem vergangenen Wochenende. DIe Anti-Atom-Initiativen .ausgestrahlt und BI Lüchow-Dannenberg hatten gemeinsam mit dem BUND und der AG Schacht KONRAD diese Konferenz zur bundesweiten Endlagersuche vorbereitet. Das digitale Format, das wegen nicht zur Verfügung stehender auseichend großer Räume gewählt wurde, erwies sich als zugangsfreundlich und informativ und dank der hervorragenden Moderation auch als sehr basisdemokratisch. Unter verschiedenen Aspekten beschäftigten sich die Teilnehmenden mit dem aktuellen Stand des Endlagersuchverfahrens, konnten Fachvorträge besuchen und sich untereinander vernetzen. Viele, die den Endlagersuchprozess in der letzten Zeit intensiver verfolgt hatten, klagten über mangelnde Beteiligungsformate bei den dort durch staatliche Akteure organisierten Veranstaltungen. Die "Alternative Statuskonferenz" zeigte, dass es auch anders laufen kann.

Politisches Fazit der Konferenz mit Blick auf den offiziellen Prozess: Es gibt keinen "weichen Atomstaat". Durch BaSE und im NBG werden die altbekannten Strategien mit aller Härte durchgezogen. Die angepriesene Bürgerbeteiligung verkommt immer mehr zur Farce, wenn weiterhin die Versäumnisse der Vergangenheit verteidigt werden. Das Endlagersuchverfahren muss endlich seinen "Geburtsfehler" heilen und alle Arten radioaktiver Abfälle in den Blick nehmen. Wer weiterhin den Fokus nur auf die hochradioaktiven Abfälle richtet und immer noch davon ausgeht, dass Schacht KONRAD und die vielen dafür nicht ausgelegten Zwischenlager eine Lösung für schwach- und mittelaktive Abfälle wären, muss in Kauf nehmen, dass das Verfahren in naher Zukunft zurückgeworfen wird. Wie soll Akzeptanz für einen Atommüllstandort entstehen, wenn jahrzehntelang die Augen vor den Tatsachen verschlossen werden, auf die die Anti-Atom-Bewegung schon immer hingewiesen hat?

Partizipation heißt Mitbestimmung und nicht Zuschauen! Ein solidarisches Suchverfahren braucht Selbstorganisation und nicht die lange Leine des BaSE!

Wir könnten auch anders: Umweltverbände zu Atommüll-Endlagersuche (DLF: Audio Beitrag 4:54 Min.)

Arikel BI Lüchow-Dannenberg: Endlagersuche und Selbstorganisation – kein Problem!