Heute um ca. 4 Uhr hat das Atommüll-Transportschiff „Pacific Grebe“ unter absoluter Geheimhaltung den Elbehafen Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) erreicht. Im dortigen Hafen der Firma Schramm Ports & Logistics werden nun sieben CASTOR-Behälter auf LKW-Tieflader umgeladen.
Es ist damit zu rechnen, dass sich der Atommüllkonvoi heute Nacht (Dienstag auf Mittwoch) mit Geleitschutz auf den Weg macht in die Zwischenlagerhalle am Atomkraftwerk Brokdorf. Dort werden die CASTOR-Behälter stehen, bis ein Endlager dafür benannt und in Betrieb genommen werden kann. Das wird laut Auskunft der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) nicht vor 2074 erfolgen.
„Was die Geheimhaltung betrifft, haben die Verantwortlichen gegenüber der letzten vergleichbaren Anlieferung in 2025 nach Nordenham ihre Hausaufgaben gemacht. Der bittere Beigeschmack: Dieser Transport erfolgt damit ohne die Möglichkeit eines vorbeugenden Katastrophenschutzes oder einer transparenten Kontrolle seitens der Zivilgesellschaft“, kommentiert Kerstin Rudek die für das Castor-Stoppen-Bündnis überraschende Ankunft der GREBE am frühen Morgen in Brunsbüttel. „Wir werten das als ist ein Eingeständnis, dass die Transporte gefährlich und ein potentielles terroristisches Ziel sind.“
Am heutigen Dienstag, 16.06., wird es um 17:30 Uhr eine Kundgebung vor dem AKW Brokdorf geben. Weitere Protestaktionen auf: www.castor-stoppen.de
– es gibt weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll
– CASTOR-Zwischenlager werden zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern
– Atommüll ist nur ungefährlich, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
– Atomkraft ist kein Klimaretter
Pressekontakt Bündnis CASTOR-stoppen:
Tel. 0176 7802 7597
Kerstin Rudek Tel. 015902154831
