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Niedersachsen

Brennelementefabrik Lingen: Genehmigung unverantwortlich

Kooperation von Framatome mit Rosatom im Emsland sicherheitspolitischer Wahnsinn / Über 125.000 fordern Abbruch der Kooperation mit dem Kreml

22.07.2026/ Gemeinsame Pressemitteilung von Ecodefense!, .ausgestrahlt, Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner*Innen im Emsland und Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

Die Bundesregierung und das Niedersächsische Umweltministerium genehmigen den Ausbau der Brennelementefabrik Lingen unter Beteiligung der russischen Atombehörde Rosatom.

Dazu erklärt Bettina Ackermann von der bundesweiten Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Die Öffnung der Atomfabrik Lingen für den Kreml-Atomkonzern Rosatom ist ein sicherheitspolitischer Dammbruch. Die Bundesregierung gefährdet damit die Sicherheitsinteressen Deutschlands und anderer EU-Staaten. Mehr als 125.000 Menschen fordern den Abbruch der Kooperation mit der russischen Atombehörde Rosatom in der Online-Aktion „Kein Atom-Deal mit Putin“. Die Bundesregierung muss ihr sicherheitspolitisches Roulette sofort beenden. Wir werden die Genehmigung und die Auflagen eingehend prüfen und behalten uns weitere Schritte vor.“

Alexander Vent vom Bündnis AgiEL ergänzt:

„Damit bestätigen sich unsere schlimmsten Befürchtungen. Die Bundesregierung ignoriert die Warnungen der deutschen Sicherheitsbehörden und Geheimdienste. Statt Rosatom in Lingen eine Absage zu erteilen, soll Framatome/ANF weiterhin mit der dem Kreml unterstellten Atombehörde kooperieren. Das ist ein sicherheits- sowie außenpolitischer Skandal. “

Wladimir Sliwyak, Träger des Alternativen Nobelpreises 2021 und Ko-Vorsitzender der in Russland verbotenen Umweltorganisation Ecodefense, macht deutlich:

„Rosatom Zugang zu atomarer Infrastruktur in Deutschland und damit auch Europa zu gewähren, ist unverantwortlich. Mit dieser Entscheidung macht Deutschland den Weg frei für Putin. Dieser baut ungehindert weiter seine geopolitische Macht über kritische Energieinfrastruktur in Europa aus. Der Kreml hat weitreichende Ambitionen, die er auch mit Sabotage und Spionage durchsetzt. Den Ausbau von Framatome/ANF in Lingen zu genehmigen ist daher das völlig falsche Signal.“

Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen erklärt:

„Der jetzige Vorgang zeigt, welche großen politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten die Nutzung der Atomenergie erzeugt. Die staatliche, französische Atomindustrie, der die Brennelementefabrik in Lingen gehört, ist vollkommen abhängig von russischem Uran und russischem Know-How. Es war und ist deshalb ein großer Fehler, die Brennelementefabrik in Lingen vom Atomausstieg auszuklammern. Wir fordern die umgehende Schließung dieser Atomfabrik im Emsland, um weiteren Schaden und weitere Abhängigkeiten zu vermeiden.“

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