(So., 26.07.26 /SW) Im Vorfeld der Jahrestage der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August haben die IPPNW (Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkriegs) ein neues Faltblatt “Mut zum Widerspruch. Mut zur Abrüstung. Gemeinsam gegen die atomare Bedrohung!” herausgegeben. Darin heißt es: “Die neun Atommächte gaben im Jahr 2025 knapp 119 Milliarden US-Dollar oder 3.768 Dollar pro Sekunde für ihre Nukleararsenale aus. Die Milliardeninvestitionen in atomare Aufrüstung gehen zulasten sozialer Sicherungssysteme, Klimaschutz, Gesundheit und Armutsbekämpfung. Aufrüstung und Militarisierung schaffen keine Sicherheit, sondern instabile Systeme, bei denen angesichts des enorm zerstörerischen Potenzials von Atomwaffen, autonomen Waffen und KI nicht beherrschbare Risikosituationen entstehen – bis hin zur Gefahr eines Atomkrieges. Deshalb ist es umso wichtiger, sich gegen Atomwaffen zu positionieren. Deutschland sollte sich diesem konstruktiven Engagement anschließen und den Austausch mit dem Teil der Staatengemeinschaft suchen, der auf Abrüstung und gemeinsame Sicherheit setzt.”
Diesen Forderungen schließt sich die AG Schacht KONRAD insbesondere angesichts der neu aufgekommenen Debatte, der zunehmenden Militariserung der Zivilgesellschaft und den bundesdeutschen Militärausgaben an. Das Leid und Elend der Atombombenopfer ist nicht vergessen, am Samstag 7. August gedenken wir gemeinsam mit dem Friedenszentrum Braunschweig am Hiroshima-Ufer (Okerbrücke Jasperallee hinter dem Staatstheater) mit Lesungen, Musik und 100 schwimmenden Kerzen auf der Oker der über 200.000 Toten und Verwundeten und an die Verwüstung zweier Städte.
