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Konrad

SAVE THE DATE: Countdown startet am 1.12.

Der niedersächsische Umweltminister Meyer hat zugesagt, bis 31.12.2023 über den Antrag auf Rücknahme der Genehmigung für Schacht KONRAD zu entscheiden. Mit einem Countdown vom 1. bis 31.12. erinnern wir ihn an diese Zusage. Und dann heißt es Sekt oder Selters.

Auf www.sos-konrad.de findet Ihr ab dem 1.12. einen "Countdown-Adventskalender". Jeden Tag könnt Ihr ab 0.00 Uhr ein neues Türchen öffnen. Dahinter findet Ihr nette Überraschungen, spannende Zitate, Mitmachaktionen und vieles mehr. Und damit der Minister den Countdown nicht übersieht, erhält er ab und zu einen Reminder. Die Auftaktaktion findet am 1. Dezember um 17 Uhr am Schacht KONRAD statt.

Zweieinhalb Jahre ist es jetzt her, dass der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Naturschutzbund (NABU) einen Antrag auf Rücknahme bzw. Widerruf des Planfeststellungsbeschlusses Schacht KONRAD beim Niedersächsischen Umweltministerium eingereicht haben. Getragen wird dieser juristische Schritt vom Bündnis Salzgitter gegen KONRAD, in dem die Stadt Salzgitter, die IG Metall Salzgitter-Peine, das Landvolk Braunschweiger Land und die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten.

Alle wissen, dass die Einlagerung von Atommüll in das alte, marode Eisenerzbergwerk eine schlechte Idee ist. Dies zeigen auch die bemerkenswerten Kostensteigerungen und die ständigen Verzögerungen. Und die großen Schwierigkeiten zeigen sich jetzt, bei den wirklich sicherheitsrelevanten Arbeiten. Schacht KONRAD würde heute keine Genehmigung mehr erhalten. Atommüll in ein altes Bergwerk zu bringen ohne Rückholbarkeit, ohne genaue Kenntnis der geologischen Verhältnisse entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Trotzdem wird daran festgehalten nur weil es eine 21 Jahre alte Genehmigung gibt.

Wir fordern genau aus diesen Gründen seit Jahren die Aufgabe des völlig veralteten Projektes. Der Antrag auf Rücknahme der Genehmigung für Schacht KONRAD ist die Tür, durch die die Genehmigungsbehörde gehen kann, wenn sie ihre falsche Entscheidung von vor 21 Jahren korrigieren möchte. Nur Mut, Herr Meyer!