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Grohnde

Bundesweiter Katastrophen-Versuch am Samstag

Pass bloß auf! An diesem Samstag, dem 16. November um Fünf vor 12.00 Uhr starten Bürgerinitiativen an Atomkraftwerken in ganz Deutschland einen bundesweiten Großversuch: Am AKW Grohnde und 6 weiteren Reaktoren werden je 500 Luftballons aufsteigen, die sich dann ebenso ausbreiten, wie Radioaktivität nach einer Reaktorkatastrophe. Wir wollen wissen: Welchen Weg nehmen die Ballons und wie weit werden sie getragen. Um ein realistisches Bild zu bekommen, müssen möglichst viele Menschen darauf achten, wo der Luftballon-Fallout niedergeht und die Fundorte zurückmelden.  

Wichtig:  Möglichst viele Menschen im ganzen Land (und darüber hinaus) müssen an diesem und den folgenden Tagen darauf achten, ob sie die Luftballons sehen oder finden. Die Fundorte der Ballons können direkt im Internet [www.atomalarm.info ] eingegeben werden (Code-Nummer von der Ballonkarte angeben!) oder die angehängte Postkarte kann an uns zurückgeschickt werden. Zur Orientierung haben wir auf der Übersichtskarte eingetragen, aus welcher Richtung der Wind am Samstag vermutlich weht. Nach aktueller Prognose wäre Braunschweig weniger betroffen als Hannover, Wolfsburg und vielleicht sogar Hamburg. Aber das kann sich alles natürlich noch ändern und die Wirklichkeit ist bekanntlich sowieso immer anders als Prognosen.

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So kann man die Aktion unterstützen:

  • Jetzt möglichst vielen Menschen Bescheid sagen, damit sie sich an der Suche nach den Ballons beteiligen. Alle Infos unter www.atomalarm.info oder auf facebook
  • Am Samstag bereiten Teams an den AKWs ab etwa 09.00 Uhr die Aktion vor (Luftballons befüllen) und lassen die Ballons um Fünf vor 12.00 Uhr steigen. Da kann man mitmachen, aber das ist nicht das Wichtigste!
  • Pass bloß auf: Am wichtigsten ist, dass möglichst viele Menschen aufpassen, welchen Weg die Ballons nehmen und wo sie niedergehen. Zur Orientierung haben wir bei allen AKWs die zu erwartende Windrichtung angegeben. Für Grohnde wird Wind aus Südwest erwartet. Also: Hannover pass bloß auf! Bei der Ausbreitungsgeschwindigkeit gehen wir von 15 - 20 km pro Stunde aus.
  • Was tun, wenn man einen Ballon findet? Man kann den Fundort im Internet eingeben. Ganz wichtig ist dabei die Codenummer, die auf der angehängten Karte steht und mit der wir Mißbrauch oder eine willkürliche Verfälschung des Ergebnisses verhindern wollen. Man kann die Karte auch ausgefüllt an uns zurückschicken.
  • Fotos von Findern und/oder Fundort kann man via handy(ätt)atomalarm.info direkt in unseren Flickr-Livestream schicken
  • So kann man das Ergebnis verfolgen: Alle Fundorte werden auf einer gemeinsamen Karte auf www.atomalarm.info eingetragen. Vielleicht bekommen wir erste Rückmeldungen schon am Samstag, manche Postkarten werden uns erst nach 2 - 3 Wochen erreichen. Um sich ein vollständiges Bild zu machen, lohnt es sich also, in den nachfolgenden Wochen immer mal auf der Homepage nachzusehen. Tip für Webmaster: Setzt das Banner Pass bloß auf! auf Deine Seite und verlink sie mit www.atomalarm.info . Dann bleibt Dein Publikum am Ball(on).