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AKW Isar 2 stundenlang blockiert

(Sa., 4.3.23/SW) Für die mehrstündige Warnblockade sind Menschen zwischen 18 und 80 Jahren aus ganz Deutschland angereist. Es beteiligen sich u.a. auch Aktive der Musikaktionsgruppe „Lebenslaute“ und von ROBIN WOOD. Viele der Blockierenden kamen direkt vom gestrigen Klimastreik. Sie wollen deutlich machen, dass Klimaschutz nur ohne Atomkraftwerke möglich ist, denn Atomkraft blockiert die längst überfällige Energiewende. Zudem ist das Betreiben von AKW viel zu gefährlich und das Atommüllproblem immer noch nicht gelöst. Sie fordern eine rasche Umstellung auf eine regionale, dezentrale und erneuerbare Energieproduktion. „Es wird Zeit, sich von dieser Vergangenheitstechnologie zu verabschieden. Wir brauchen keine Atomkraftwerke, wir brauchen Zukunftsenergie!“, sagt Clara Tempel. Bei der Aktion handelt es sich um eine Warnblockade. „Wenn tatsächlich Laufzeitverlängerungen beschlossen werden oder im Herbst über ein Wiederanfahren der Atommeiler nachgedacht werden sollte, werden wir mit noch viel mehr Menschen wiederkommen und entschlossenen Zivilen Ungehorsam leisten.“, betont Tempel.

Die Aktion in Bayern ist bereits die dritte Warnblockade der Initiative Runterfahren. Die Aktivist*innen haben im November letzten Jahres das AKW Neckarwestheim in Baden-Württemberg und im Januar das AKW Emsland in Niedersachsen blockiert. Bei beiden Blockaden hat die Polizei nicht eingegriffen. Auch bei der heutigen Aktion wurde durch eine vorherige öffentliche Ankündigung und Kommunikation mit der Polizei vor Ort die Sicherheit des Atomkraftwerks nicht zusätzlich beeinträchtigt.