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Meine erste Woche bei der AG

(Fr, 21.08.15/FL) Es gibt ein neues Gesicht für die nächsten Monate: Mich :) Ich heiße Finja, (noch) 17 Jahre alt, und komme aus Stöckheim in Braunschweig, von wo aus ich nun jeden Morgen 11 km nach Bleckenstedt radeln werde: Zwischen Abitur, Freiwilligendienst und Studium (voraussichtlich Bachelor „Nachhaltiges Management“ an der TU Berlin) werde ich u.A. bei der AG Schacht Konrad ein Praktikum machen.

Da ich mich für die Atommüll-Problematik interessiere und mich in meinem späteren Berufsleben gerne für den Umweltschutz einsetzen würde, wollte ich für einen längeren Zeitraum im Anti-Atom-Bereich mitarbeiten. Anfang des Jahres habe ich deswegen mehrere Recherchen im Internet durchgeführt und bin schließlich auf die Website der AG gestoßen, die mich sehr angesprochen hat. Nach der Kontaktaufnahme stand der Plan fest und nun geht das Abenteuer los.

Schon vor dem Beginn des Praktikums hatte ich Bleckenstedt einmal besucht, um zu wissen, wo ich genau arbeiten würde. Einige Meter an der Hauptstraße entlang, und man weiß sofort, welche Thematik die Einwohner hier beschäftigt: Gelbe Atommüll-Tonnen, Schilder und Transparente, Graffiti auf Hoftoren, Schaukästen und und und. Kein Wunder bei der direkten Nachbarschaft zu den Konrad-Schächten …

Die ersten Tage waren dann überwiegend der Einführung gewidmet: Netterweise haben sich Silke am Montag und Ludwig am Dienstag Zeit genommen, um mir zu erklären und zu zeigen, wer was macht, wie was funktioniert und wo was ist. Wir haben uns auf eine 30-Stunden-Woche geeinigt, die ersten spannenden Termine sind nun schon in meinem Kalender eingetragen und ich habe von dem Plan erfahren, mich wöchentlich diesen Blog schreiben zu lassen – here we go. Auch das Vorhaben, am Dienstag eine kleine Tour durch die Gegend zu machen, ist dank Auto nicht buchstäblich ins Wasser gefallen, sodass ich mich jetzt in Bleckenstedt und Lebenstedt schon etwas besser auskenne und Schacht 1 aus direkter Nähe gesehen habe.

Mittwoch hat das KONRAD-Haus nach der Sommerpause dann offiziell wieder aufgemacht und ich habe Steffi und Antonia kennengelernt. Da es deutlich trockener war als am Tag zuvor, konnten wir eine kleinere Ortsbesichtigung zu Fuß nachholen, bevor wir den Blog durchgesprochen und nochmal verschiedene Dinge geklärt haben. Außerdem wurden mir (zum Glück!) schon einmal mehrere Abkürzungen beigebracht, um mich auf den „KOA “ (Koordinationsausschuss) vorzubereiten – hatte ein bisschen was von Vokabeln lernen ;)

Der KOA tagte dann am Donnerstag Abend; mit dabei waren Mitglieder aus dem „GV “ (Geschäftsführender Vorstand), der Gewerkschaft, der „A2B “ (Asse-2-Begleitgruppe) und weitere feste Bestandteile des KOAs. Aufgrund des Sommerlochs und anderen Hindernissen fehlten zwar leider einige Vertreter von der „WAAG “ (Wolfenbüttler AtomAusstiegsGruppe), der „BASA “ (BürgerAktion – Sichere Asse) und der „BISS “ (BürgerInitiative StrahlenSchutz) sowie weitere KOA-Mitglieder, aber nichtsdestotrotz war es für mich sehr interessant, alle kennenzulernen und der Diskussion beizuwohnen. Natürlich kenne ich mich noch nicht so richtig gut aus, aber das wird schon noch. Ich kann zumindest sicher sagen, dass es viel zu besprechen und organisieren gab und gibt und dass ich in den nächsten Wochen auf jeden Fall viel Interessantes zu berichten haben werde!