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Trotz Freispruch weiter absurde Prozesse in Lingen

(15.07.20/ nirgendwo.info) Trotz des Freispruchs einer Anti-Atom-Aktivistin nach einer Blockade der Brennelementefabrik im Januar 2019, kurz nach dem Brand der ANF-Brennelementefabrik in Lingen, wollen Staatsanwaltschaft und Gericht nun weiter gegen Atomkraftgegner*innen verhandeln: Am 16. Juli 2020 werden drei Aktive wegen der gleichen Aktion mit Vorwurf Nötigung angeklagt.

16. Juli 2020 – 09:00 Uhr – Amtsgericht Lingen – Saal Z16

Die Brennelementefabrik hatte am 6. Dezember 2018 im nuklearen Bereich gebrannt. Unter dem Motto „Atomkraft brandgefährlich“ forderten die Blockierenden im Januar 2019 bei eisigen Temperaturen die sofortige Abschaltung der Anlage. Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft und des Gerichts zeigt, wie abhängig Lingen von der Atomindustrie ist. Die Aktivist*innen bleiben dabei, Atomkraft gehört abgeschafft. Auch die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen müssten abgeschaltet werden – sie sind aktuell nicht vom sogenanten Ausstiegsbeschluss erfasst.

So lange das noch nicht erreicht ist, kommt vorbei und unterstützt die Angeklagten beim Prozess. Vor dem Prozess ist ab 08:15 Uhr eine Versammlung angemeldet, direkt vorm Gericht inklusive auf dem Gerichtsvordach und in den Bäumen, aber auch unten mit Transparenten. Zu dieser könnt ihr gern (natürlich aktuell mit Mund-Nasenschutz, also vermummt) vorbei kommen.