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Aue-Aktion "Kein radioaktives Wasser in die Aue!"

(26.09.2022/ Vallstedter Gegen KONRAD e.V.) Am 18.09.2022 hat der Verein Vallstedter gegen Schacht Konrad e.V. am Bürgerzentrum Vechelde eine Info-Veranstaltung zur geplanten Einleitung von radioaktivem Wasser in die Aue durchgeführt. Trotz mehrerer gleichzeitig stattfindenden Veranstaltungen in der Region und schlechtem Wetter war die Aktion sehr gut besucht.

Die Planung für das atomare Endlager Schacht Konrad in Salzgitter sieht vor, die Aue als „Vorfluter“ für die anfallenden Abwässer zu nutzen.15 000 m3 radioaktiv belastetes Wasser jährlich sollen eingeleitet werden. Dabei handelt es sich um Grubenwasser und Abwasser aus dem Betrieb der Anlage (Abwässer aus der Dekontamination, Kondenswasser aus den Abwettern, Kondensat aus dem Diffusor, Löschwasser).

Die wasserrechtliche Genehmigung liegt vor, sie tritt mit dem Beginn der Einlagerung in Kraft und gilt dann für 40 Jahre, weil die Betreiber annehmen, dass die Einlagerung des Atommülls 40 Jahre dauern wird. Durch eine symbolische Aktion mit 300 Plastikbällen wurden die Teilnehmer sichtbar auf das Problem aufmerksam gemacht und es wurde damit verdeutlicht, dass eine radioaktive Verseuchung nicht sichtbar ist.

Die Plastikbälle wurden später an einer Brücke wieder aus der Aue herausgefischt.

Der Verein fordert, dass die Aue weiter als gesunder Lebensraum frei von radioaktiver Belastung erhalten bleibt. Dies kann nur geschehen, wenn die Einlagerung von Atommüll in den Schacht Konrad verhindert wird. Daher die Forderungen des Vereins:

  • Sofortiger Baustopp als erster Schritt
  • Rücknahme des Planfeststellungsbeschlusses durch die Landesregierung
  • Endgültige Aufgabe des maroden Schacht Konrad als Endlager