ASSE II

Kommt die Rückholung oder doch die Flutung? Diese Frage kann heute niemand seriös beantworten. Dafür ist einerseits die langfristige Stabilität des Bergwerks zu wenig prognostizierbar und andererseits wirken an der Umsetzung auch Personen mit, die einer Rückholung skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen. Mit der sogenannten „Lex ASSE“ - einer Ergänzung des Atomgesetzes, die am 24.04.13 in Kraft trat - werden Möglich-keiten zur Beschleunigung der Rückholung geschaffen; gleichzeitig heißt es aber auch einschränkend: „Nach derzeitigem Kenntnisstand über die Schachtanlage ASSE II können die Schutzziele nur durch die Rückholung der Abfälle eingehalten werden.“ weiterlesen

ASSE II Aktuell

ASSE II: Wie alles anfing - Zeitzeugen berichten

(Mi., 07.06.17/FG Asse) In wochenlanger Kleinarbeit und mit Sorgfalt hat Helga Koslowsky in den letzten Wochen in ihren eigenen Aufzeichnungen und Ordnern „gekramt“. Herausgekommen ist eine spannende Dia- und Videodokumentation über mehr als ein halbes Menschenleben im aktiven Widerstand gegen die Einlagerung von Atommüll in der Asse. Die Fachgruppe Asse zeigt in Kooperation mit der Bürgeraktion Sichere Asse (BASA) am 14. Juni ab 19 Uhr im Café Burschenhof in Sickte (Kantorweg 1) eine... [Weiter...]

Behörden treten weiter auf der Stelle

(Mo., 15.05.17/SW) Am letzten Freitag tagte die ASSE-2-Begleitgruppe (A2B) quartalsmäßig wieder öffentlich und bot eine Bürgerfragestunde an. Interessierte BürgerInnen müssen dafür aber jeweils nicht nur „Sitzfleisch“ sondern auch stoische Toleranz aufbringen, denn statt der in der Einladung versprochenen Berichte aus den einzelnen Ämtern wird von den Beteiligten häufig nur phrasenhaft ein „wir sind dran geblieben“ formuliert und ein Bericht als Anhang im Protokoll versprochen, Transparenz geht... [Weiter...]

Das Schöne und das Biest

(Mo., 08.05.2017/UT) Zu einer galanten Teestunde am ersten Sonntag im Mai entführten die Protagonisten des 44. Asse-Konzerts ihr Publikum in der Schünemannschen Mühle in Wolfenbüttel. Das Berliner Trio, Anna Stieblich (Schauspielerin), Hans Gröning (Bariton), und Byron Knutson (Pianist), hatten eigens zur 9. Saisoneröffnung dieser Konzertreihe ein dramatisches Spiel um Liebe, Koketterie und Flirt konzipiert, das sie hier zur Uraufführung brachten. „Und es ist das ewig Eine“. Dieser... [Weiter...]

„Asse II – Belastungen und Gefahren analysieren, Risiken minimieren“

(Do., 04.04.17/ WAAG) Für die ehemalige Samtgemeinde Asse wurden 2010 für 2002 – 2009 signifikant erhöhte Krebsraten festgestellt - dreimal so viele Schilddrüsenkrebsfälle bei Frauen und doppelt so viele Leukämiefälle bei Männern. Frühere Zahlen liegen nicht vor, da das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen erst im Jahr 2000 gegründet wurde. weiterlesen bei der WAAG [Weiter...]

50 Jahre Atommüll in ASSE II

(Mo., 03.04.17/Di) Am Dienstag, dem 04. April 1967, begann - unter Polizeischutz - die Einlagerung radioaktiver Atommüll-Fässer in das damals schon mehr als 60 Jahre alte Salzbergwerk ASSE II. Zunächst wurden die Fässer stehend gestapelt, später liegend, bis man schließlich dazu überging, die Fässer in den großen Kavernen zu "verstürzen" und mit Salz zu überdecken. 1978 wurde die Einlagerung eingestellt. Wenig später traten von Kritikern sehr exakt prognostizierte Wasserzutritte auf.... [Weiter...]

Fluten statt bergen?

(Mi, 18.01.2017/SW) Am heutigen Mittwoch hat eine Anhörung im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages zum Atommülllager Asse II stattgefunden. Anlass dieses Fachgesprächs war die geplante Verfüllung der sog. „zweiten südlichen Richtstrecke nach West“ auf der 750m-Sohle 2sRnW-750 (siehe dazu Artikel vom 3.11.2016). Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nennt es weiterhin „Notfallvorsorge“, die Kritik daran ist nachvollziehbar: die geplante Betonvollverfüllung der Strecke vor den... [Weiter...]

(Mo., 19.12.2016/SW) Wer sich seit Jahren mit der Thematik um die Rückholung des Atommülls aus der Asse beschäftigt, seufzt nur noch leise, wenn rituell zum Jahresende einzelne Kräfte wieder einen Vorstoß wagen, alle Bemühungen um die Rückholung mit einem gezielt lancierten Kommentar zu kolportieren: dieses Jahr war es die SSK (Strahlenschutzkommission), die bereits im September eine Empfehlung verabschiedete, deren Tenor wohl sein sollte, dass der Verbleib der radioaktiven Abfälle in der Asse... [Weiter...]