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Sonntag, 19. November 2017
Tafel 7 Niedrigstrahlung - Der schleichende Tod

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"Es gibt keine ungefährlichen Niedrigwerte radioaktiver Strahlung" - 2011 erklärte die Generaldirektorin der WHO erstmals, dass jede Strahlung zu Schädigungen führen kann. Grenzwerte sind keine objektiven Werte unterhalb derer Strahlung unschädlich ist. Sie sind Ergebnis einerseits von wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Wirksamkeit radioaktiver Strahlung und andererseits von Festlegungen, wieviel Schäden durch Radioaktivität die Gesellschaft tragen muss. So wurden im Laufe der letzten Jahrzehnte die Grenzwerte immer wieder nach unten korrigiert da die schädliche Wirkung radioaktiver Strahlung immer besser nachgewiesen werden konnte. Andererseits werden sie im Katastrophenfall nach oben gesetzt - wie nach Tschernobyl und Fukushima geschehen - damit z.B. die Lebensmittelversorgung funktionieren kann.

Bewertungsmaßstab für die Schädigung des menschlichen Organismus durch Radioaktivität ist die Radiotoxizität, die weit mehr umfasst als die reine Becquerelzahl. Sie ist eine Kombination von Strahlungsmenge, Strahlenart, Gewebeart, Stoffwechsel, der biologischen Halbwertszeit sowie anderer Faktoren wie das Alter des betroffenen Menschen. 
 
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