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Sonntag, 19. November 2017
Atomkraftwerk Lingen - Abbau ohne Perspektive

Vor dem KW Lingen
(Mo., 09.09.12/LW) Am 04.09. fand in Lingen der Erörterungstermin im atomrechtlichen Genehmigungsverfahren für den Abbau des Atomkraftwerks Lingen (KWL) statt. Das KWL ging 1968 in Betrieb wurde nach mehreren Störfallen bereits 1977 in Folge eines schweren Maschinenschadens endgültig abgeschaltet. Nach Abtransport der Brennelemente befindet sich das KWL seit 1988 im sog. sicheren Einschluss. Im Jahre 2008 stellte RWE den Antrag auf Abbau des KWL. Als Begründung hierfür diente, dass Schacht KONRAD als Endlager zur Verfügung stehen würde.

EinwenderInnen in Lingen
Dies war nun Grund genug für uns (Antonia Uthe, Ursula Schönberger und Ludwig Wasmus) eine Reise nach Lingen zu unternehmen und klarzustellen, dass das mit dem "zur Verfügung stehen" nicht ganz so einfach ist. Wir konnten bei der Erörterung die erheblichen Probleme bei KONRAD zur Sprache bringen und  die Antragstellerin bei der Frage nach dem Verbleib des strahlenden Abfalls (ca. 1500t) in erhebliche Erklärungsnöte bringen. Sie musste letztendlich eingestehen, dass eine Zwischenlagerung vor Ort unumgänglich ist.

Mit fehlgeschlagenen Versuchen ihren Müll loszuwerden haben die Betreiber in Lingen übrigens Erfahrung: Mitte der Neunziger Jahre wurden Teile der Betriebsabfälle "morslebenfähig" verpackt. Bevor sie dort hinverbracht werden konnten, wurde der Weiterbetrieb von Morsleben gerichtlich untersagt.

Neue OZ: 04.09.13 Abriss von Atomkraftwerk: Schutt bleibt in Lingen
 
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